Montag, 17. August 2026

Jannersee-Triathlon

Lang, lang ist es her, dass ich (außer der Vereinsmeisterschaft) einen offiziellen Triathlon ganz absolviert habe. Um genau zu sein, 6 (in Worten: sechs) Jahre!
Warum? 
Nach meinen Starts bei ein paar sehr netten kleinen Triathlons hier in der bayrischen Nachbarschaft, startete ich 2018 beim TrumerTriathlon bei der Sprintdistanz und das war es dann erst mal. 2019 stand für mich der Ultratriathlon in BadBlumau als Staffelteilnehmerin am Plan, dann kamen in der Coronazeit einige Gruppen- oder Einzel-Selbstorganisierte Triathlons, die aber alle immer sehr gemütlich abliefen. 2022 wollte ich noch in Anger beim Höglwörther See Triathlon starten, musste aber wegen einer eitrigen Angina den Startplatz weitergeben. Dann waren da ein paar Pausenjahre wegen Fersenprobleme mit einem Start 2023 beim Aquabike-Bewerb in Mondsee und dann ... 
stand ich plötzlich letzten Samstag etwas nervös zwischen vielen anderen am Schwimmstart des Jannersee-Triathlons!

Meine Anreise ins Ländle fand an dem Wochenende untypischerweise mit dem Auto statt, was ich zum Anlass nahm, auf meiner Hinfahrt einen Zwischenstopp in Füssen einzulegen und mir die Umgebung dort anzuschauen. 

Der Spaziergang durch die Altstadt und zum Lechfall war allerdings sehr schweißtreibend, 

so dass ich schon nach ein paar Stunden wieder ins Auto stieg und nach Lauterach fuhr. Dadurch ging sich dann noch ein schöner Sonnenuntergangsspaziergang in Bregenz aus mit Kitsch-as-Kitsch-can Anblicken
und der ersten Stunde "La Traviata" von den Gratisplätzen am See neben der Festspielbühne. 

Am nächsten Tag musste ich mal wieder feststellen, dass ich kein Fan von (spät)nachmittäglichen Sportveranstaltungen bin. Klar, kann man in Ruhe ausschlafen und frühstücken, aber dann? Sitzt oder liegt man herum, macht Fotos vom Schuhregal
radelt schon mal zum Veranstaltungsort, um die Ruhe vor dem Sturm zu genießen und liegt den Rest des Tages Wassermelone essend auf der Couch. 

Irgendwann war es dann doch Zeit mit Sack und Pack aufs Rad zu steigen und dann ging alles ganz schnell. Startunterlagen geholt, Rad eingecheckt, Wechselzone und Wege angeschaut, Wettkampfbesprechung, Schwimmstart.
Was mich etwas unrund machte, waren die Startzeiten. 17:30 Uhr starteten die Damen und die Ü50 Herren, 17:34 Uhr die restlichen Herren und die StaffelschwimmerInnen (sprich: die Schnellen!). Das heißt für langsame Schwimmerinnen, wie mich, dass ich zwangsweise von den Schnellen überschwommen werde. 

Aber kaum war ich im Wasser, dachte ich darüber gar nicht mehr nach, weil ich einfach nur noch versuchte, zu überleben! Ich schwamm bis zur dritten Boje in so einem engen Pulk, dass ich weder nach vorne, noch zur Seite hätte irgendwie, irgendwem ausweichen können. Dazu war das Wasser (für mich) viel zu warm und ich fand es nur anstrengend. So bemerkte ich auch kaum, als die ersten schnellen bei mir vorbeiflitzten und war nur froh, aus dem See zu kommen!

Selten hab ich mich so aufs radeln gefreut! Die Strecke kannte ich ja schon, es waren überall super Streckenposten, die angefeuert haben und ich hatte sogar Zeit, ein wenig die Gegend anzuschauen, die Räder der mich Überholenden zu bewundern (es war alles dabei, vom Retro-Rennrad über Zeitfahrräder bis hin zum Gravelbike) und zu genießen. Denn mir war auch klar, dass ich den Fahrtwind beim Laufen schmerzlich vermissen würde. Zwar hatte es sogar ein klein wenig bewölkt, aber trotzdem fühlte ich mich, wie in einem Backofen. 
So beeilte ich mich auch nicht allzusehr das zweite Mal aus der Wechselzone hinaus, lief langsam und gemächlich an und machte, wenn es mir sinnvoll erschien auch mal eine kurze Gehpause. Nach gut zwei Kilometern fand ich dann in meinen Rhythmus und hatte das erste Mal Zeit, meine Uhr genauer anzuschauen. Ähem. Was zeigte die denn bitte an? Ich hatte doch bei jedem Wechsel brav auf den Knopf gedrückt, aber irgendetwas schien da nicht funktioniert zu haben. 

Das hat heuer doch auch schon mal besser geklappt! Na gut, dann mach ich halt weiter mit Triathlon, bis ich auch das schaffe!
Zumindest habe ich sie im Ziel gestoppt, kurz verschnauft und dann mit einem breiten Grinsen im Gesicht meine Siebensachen wieder eingepackt, ausgecheckt und bin wieder heimgeradelt, wo ich den Abend auf meinem Balkon ausklingen ließ. 

10 Kommentare:

  1. Jaklar, liebe Doris - die einzig logische Konsequenz aus falsch gedrückten Uhren und ähnlichen Missgeschicken lautet doch eindeutig: einfach weitermachen, bis es denn mal klappt. Was sonst!?

    Herzlichen Glückwunsch zum komplett absolvierten und abseits der Technik ja offenbar beschwingenden Triathlon. Möge das Grinsen noch lange im Gesicht und das Strahlen, das ich herauszulesen meine, noch lange im Herzen verweilen!

    Dagegen strahlt die Sonne bei aller Bilderschönheit doch nur gerade mal so eben an …

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    1. Liebe Lizzy,
      das ist schön, dass du das auch so siehst! ;D
      Dankeschön, es hat wieder großen Spaß gemacht. Und am meisten, dass keine Nachwehen - außer müden Beinen und etwas Flüssigkeitsmangel - zu spüren waren!
      So kann ich schon anfangen, mir für nächstes Jahr ein oder zwei kleine Veranstaltungen zu suchen, bei denen ich starten werde - das ist gut für meine Motivation. :D

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  2. Liebe Doris,
    wie bitte? Jahrelang keinen "richtigen" Triathlon gehabt? Das war mir gar nicht so bewusst! Dann wurde es ja allerhöchste Zeit! Und wie wunderbaren, dass du das gleich vor der Zweit-Haustür erleben konntest. Da ist das Gemurkse mit der Uhr verzeihlich und spricht sogar genau dafür, demnächst wieder anzutreten, um das zu üben. Auch dieses blöde Hickhack im Wasser hast du gut überstanden
    Bei soviel Spaß, den du hattest, sollte weiteren Bewerben doch nichts entgegen stehen!
    Liebe Grüße
    Elke

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    1. Liebe Elke,
      ja wirklich! Dadurch, dass ich ja immer wieder mal Teile oder Triathlon-at-Home gemacht habe, war mir das selbst auch gar nicht so präsent. (Und die Vereinsmeisterschaften, die ich sehr wohl als "richtige" Triathlonveranstaltungen ansehe, aber da kenne ich halt auch schon jeden Schritt!)
      Heuer wird es wohl kein weiterer Bewerb mehr sein, aber nächstes Jahr plane ich schon welche ein! :D

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  3. qed, liebe Doris!

    Du kannst es noch und gar nicht so schlecht, trotzt den Widrigkeiten beim Schwimmen im zu warmen Wasser, lässt dich beim Radeln beklatschen, läufst doch noch in einen Rhythmus und trotzt vor allem einer, ich nenne es, zickenden Uhr! Du bist wieder da und kannst für neue Abenteuer planen!

    Wozu doch das Ländle gut ist! Oder lag es an den vorher aufgenommenen Kitsch-Sonnenuntergängen?

    Liebe Grüße Manfred

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    1. Lieber Manfred,
      ich glaube, ich muss meine Uhr in Schutz nehmen... an dem Tag war wohl die Trägerin das Problem, aber daran werde ich arbeiten! ;)
      Danke! Es hat wirklich Spaß gemacht und ich freue mich schon auf die nächste Saison. Ich habe schon begonnen, ein paar Triathlontermine in meinen Kalender zu schreiben, damit ich rechtzeitig daran denke, mich anzumelden. :)
      Woran es lag? Keine Ahnung! :D

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  4. Mit den ü-50er Herren zu starten, stelle ich mir GAR NICHT einfach vor, geschweige denn, die anderen schnellen Schwimmen nur 4 Minuten später! Uff, kein Wunder, dass das ein epischer Überlebenskampf war. Dafür war das Radeln umso gemütlicher, und beim Laufen konntest du schön dein Ding durchziehen.
    Super gemacht, liebe Doris!
    Ich hoffe, dass es offizielle Fötelis gab, so dass du ein Andenken hast. Wieso fangen die eigentlich erst spätnachmittags an? Das ist ja höchst ungemütlich für die Athleten, vor allem mit den heissen Temperaturen!

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    1. Danke, liebe Catrina!
      Ich glaube, die Hauptschwierigkeit beim Schwimmen war, dass der See eben sehr klein ist und man nicht viel an den Rand ausweichen kann. Dadurch pulkt es eben sehr! Aber auch das ist zu schaffen und ich neige ja zum Glück nicht zu Panik, wenn ich im Wasser mal Körperkontakt habe oder einen Tritt abbekomme.
      Auf die Fötelis hoffe ich auch, habe aber gesehen, dass aus den Vorjahren viele auf der HP sind, da kommt sicher noch was. Wenn ich ein nettes finde, werde ich es später hier noch nachreichen. :D

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  5. Ich schließe mich an: umgehend einen weiteren Triathlon machen um das mit der Uhr zu üben! ;-) Sowas ähnliches ist mir übrigens auch mal passiert, hab beim Start einfach vergergessen die Uhr abzudrücken. Gut wenn es dann ein Wettkampf ist und man hinterher offizielle Zeiten hat.
    Tatsächlich hatte ich auch nicht so auf dem Schirm dass du jahrelang keinen Triathlon durchgezogen hast, dafür klingt das doch alles sehr solide und gekonnt, trotz etwas ungemütlicher Schwimmsituation (komische Orga, die Startzeiten so zu planen). Also weiter so, gleich wieder irgendwo anmelden!

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    1. Lieber Oliver,
      ok, ich sehe schon, aus der Nummer komm ich nicht mehr raus! ;D
      Spannend ist ja, dass ich heuer schon zwei Durchgänge ohne Probleme geschafft habe, nur beim letzten hat es so gar nicht geklappt. Naja, ich werde noch mehr Gelegenheiten haben, die Triathlonfunktion zu nutzen!
      Ich hab sogar einen des Orga-Teams dazu befragt, warum die Startzeiten so sind, er wusste es allerdings selbst auch nicht und meinte nur: ich glaube, das ist schon immer so! Und wenn man bedenkt, dass das die 32.! Ausgabe war, wird es sich wohl so bewährt haben. ;)

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