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Dienstag, 22. September 2026

Hallo Nachbarin - Dornbirn

Mein Urlaub geht weiter und so nutze ich die Gunst der Stunde, ein paar Tage (mehr als sonst), in Lauterach zu verbringen. Da bietet es sich an, eine der noch fehlenden Nachbarinnen zu besuchen.
Meine Wahl fällt am gestrigen bewölkten Montag Vormittag auf Dornbirn. Da ich momentan fast täglich Strecken für Ausflüge heraussuche, freue ich mich, mal einen oft geradelten Weg unter die Füße zu nehmen. 


Und so trabe ich die gut 8 Kilometer so meditativ dahin, dass ich gar nicht daran denke, ein Foto zu machen! Ok, so richtig malerisch ist die Strecke, die größtenteils am Bahnbegleitweg oder über kleine Straßen verläuft auch nicht.
Erst als ich - schon in Dornbirn - einen Blick auf die erste erreichbare Kirche in der Stadt erhasche, hole ich das Telefon raus.

Da hinten steht sie, die Kirche von Haselstauden, der Stadtteil, in dem ich gewohnt habe, als ich noch hier gewohnt habe. Aber mein Plan lautet, zum Marktplatz weiter zu laufen und das mache ich auch. Immerhin sind die noch fehlenden gut 2 Kilometer sehr abwechslungsreich, denn Montag Vormittag ist so einiges los. 
Als ich dann in die letzte Straße vor meinem Ziel einbiege, zücke ich schon mal das Telefon, um zu fotographieren, aber ich sehe nichts ...
Jetzt haben die mir einfach meinen Kirchturm versteckt!
Wenn auch schön beschriftet - das finde ich jetzt gar nicht nett. 

Aber ich kann es nun mal nicht ändern und so stoppe ich die Uhr, knipse ich meine Beweisfotos und spaziere zum Bahnhof, um mit dem nächsten Bus wieder heim zu fahren.

Was gab es sonst in meiner zweiten Urlaubswoche?
Nach meinem Brownieausflug verbrachte ich ein paar Ruhetage daheim auf der Couch, bevor ich in den Westen fuhr, um hier Ausflüge mit Zug und/oder Brommie zu unternehmen. 
Hier ein kleiner Querschnitt meiner Eindrücke:
Ein Ausflug nach Wangen im Allgäu

Besuch der Hundertwasser-Ausstellung in Lindau

Wandern im Bregenzerwald und die Entdeckung eines Lyrikwegs!

Fehlende Abschnitte am Bodenseeradweg "auffüllen"

Und ein Besuch der Stiftsbibliothek St. Gallen, in der ich einfach gerne sitzen geblieben wäre... 

Aber gemeinerweise schließen die einfach um 18 Uhr die Tore und verlangen, dass man geht. 
So schade! Also bin ich schweren Herzens wieder heimgefahren und genieße die letzte Urlaubswoche eben woanders.

10 Kommentare:

  1. Liebe Doris,

    so von Urlauberin zu Urlauberin: schön ist sie schon, die Urlaubswelt und noch schöner finde ich, wenn ich auch in die Urlaube anderer ein bisschen mitreisen darf!

    Wie immer gestaltest du es abwechslungsreich, bunt, bewegt und kulturell bereichernd. Mehr geht ja kaum! Was den versteckten Kirchturm angeht, finde ich die Sprüche darauf so nett, dass ich in der Tat leichtherzig sofort die Verhüllung verziehen hätte!

    Die Menschenstapel-Statue in Wangen ist wirklich witzig 😆 Was soll sie denn darstellen?

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    1. Liebe Lizzy,
      ich bewundere auch immer deine Fotos und denk mir oft "das wäre auch eine gute Idee gewesen" und freue mich über die schönen Eindrücke. :)
      Tja der Kirchturm. Als ich dann direkt davor stand las ich, dass die Renovierung jetzt im September fertig sein soll. Tja, da hab ich das Gerüst wohl gerade noch erwischt ... Grrrrr!
      Das war ein Spuckbrunnen, der in gewissen Intervallen die Betrachterin mit einem kurzen Wasserstrahl "erfrischt". Heißen tut er "Verdruckte Allgäuer" und soll wohl auf die Mentalität der Bewohner anspielen.

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  2. Eingepackte Kirchen gelten auch! Und sogar mit eingepackten Säulen. Das hast du super gemacht, liebe Doris, schon wieder eine Nachbarin abgehakt.
    Und die Stiftsbibliothek! Das ist ein sensationell schöner Ort. Mich wundert, dass es da noch nicht voller Instagram-Influencer ist…
    Hat sich der Bodensee eigentlich wieder erholt? Der Zürichsee hat immer noch zu wenig Wasser. Hoffentlich kommt im Herbst richtig viel Regen.

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    1. Liebe Catrina,
      zum Glück! Sonst hätte ich sie ja auspacken müssen, hihi.
      Diese Stiftsbibliotheken haben wirklich eine ganz besondere Atmosphäre. Ich war auch schon in Admont und in Weimar, bin aber jedesmal wieder so beeindruckt, dass ich am liebsten dort einziehen würde. :D
      Nein, der Bodensee schaut einfach nur armselig aus. Es fehlen mindestens zwei Meter Wasser, überall in Ufernähe ist nur Schlick zu sehen (und zu riechen). Ich glaube allerdings nicht, dass sich das noch mal ändern, sondern eher, dass der Rückgang jetzt immer stärker und schneller voranschreiten wird.

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  3. Liebe Doris,
    ich würde mal so sagen, um eine verpackte Nachbarin zu erwischen braucht es mehr Glück, als dieselbe über viele Jahrzehnte im üblichen Erscheinungsbild zu sehen. ;-) Und so hast du ja sogar einen Anreiz zu einem erneuten besuch mit vorher-nachher-Vergleich.
    Ansonsten wieder viele schöne Ausflüge bei dir! Der Lyrikweg klingt gut. Wie kam man denn zur Lyrik? Beschriftungen am Wegesrand? Wäre auch interessant, wie sich die Wirkung ändert bei unterschiedlicher Wetterlage oder Jahreszeit...
    Schöne weitere Urlaubszeit und liebe Grüße, Elke

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    1. Liebe Elke,
      du meinst, dieser Besuch verdient also einen Sonderpunkt? Ich werde darüber nachdenken! ;D
      Der Lyrikweg war ein Stück eines "normalen" Spazierweges, an dem sechs (sieben?) solche Steine mit Sprücheplatten in unregelmässigen Abständen standen.
      Zusätzlich hingen in den Ästen von Bäumen ca. 15 ausgedruckte Gedichte eines aktuellen Autors auf Filz aufgezogen. Das ganze ist eine private Initiative der Waldbesitzerin, in der Beschreibung steht:
      "Die Initiatorin hat den Maria Erika Lyrikweg ihrer Mutter, der sie ihre Liebe zum dichterischen Wort verdankt, gewidmet." -> wwww.lyrikweg.at

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  4. Liebe Doris,

    wenn man maaal in Urlaub fährt und keinen guten, ausreichend langen Zugang zum Internet hat ... ??? ... dann muss ich halt jetzt länger vor'm PC sitzen ... !!! Tse!

    Alte Bibliotheken haben es mir auch angetan und ich kann dich so gut verstehen. In der Alten Bibliothek des Trinity College in Dublin hätte ich auch gerne länger zugebracht. Da wir mit Schülern unterwegs waren, musste ich meine eigenen Interessen hintenanstellen!

    Aber was ein Glück, dass du die Kirche nicht hast auspacken müssen, ganz alleine und dann so hoch hinaus. Besser so und die Sprüche waren ja auch nicht sooo schlecht. - Sehr gut, du hast wieder eine Nachbarin besucht und warst wieder sehr vielfältig unterwegs! - Aber das Gedicht auf dem Lyrikweg macht einen ja ganz wehleidig, sind wir doch unserem Ende näher, als unserem Anfang!

    Kommt der Mann auf der Leiter in Wangen auch mal oben an? - LOL

    F. Hundertwasser hat mich schon immer fasziniert. Wir haben hier in Darmstadt ein Hundertwasserhaus mit uriger Fassade und goldener Kuppel auf dem Dach. Eine Lehrerkollegin hat mal drinnen gewohnt. Wie konnte es anders sein, sie war Kunstlehrerin! - Angeregt durch Herrn Friedensreich ;-) wollte ich immer in einem Haus im Grünen in Waldnähe wohnen. Am besten mit Eingang in einen Hügel hinein und das Geländeprofil ausnutzend, ähnlich wie die Hobbits im Auenland (Mittelerde)!

    Liebe Grüße Manfred

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    1. Lieber Manfred,
      tja, dann kommt man erholt zurück und liest dann halt ein bisschen nach. ;D

      Diese Stiftsbibliotheken haben ihren eigenen Charme. Ich bin immer wieder ganz verzaubert. Ja, da möchte man einfach länger bleiben, sitzen, schauen, staunen.
      Puh, hätte ich den Kirchturm auspacken müssen, wäre ich wohl noch immer im Ländle. Ich hatte doch nicht mal eine Schere mit dabei!
      Ich glaube, der arme Mann an der Leiter ist noch immer nicht viel weiter gekommen. Wissen tu ich es allerdings nicht. Vielleicht schleicht er ja des Nächtens immer davon? :D
      Ich habe einen Druck von Hundertwasser bei mir hängen, den gab es mal vom WWF zu kaufen. Damals (vor fast 30 Jahren) habe ich begonnen, mich mehr mit ihm zu beschäftigen. Das schlief dann aber wieder ein. Wenn ich aber eine Ausstellung finde, gehe ich mit Begeisterung hin.
      Ich habe mir sogar schon mal Hundertwasser Häuser / Gebäude rausgeschrieben, um vielleicht mal eine Besuchstour zu starten. Da kämen viele schöne Ausflüge zustande. :)

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  5. Liebe Doris,

    apropos Hundertwasser Häuser / Gebäude fällt mir ein, dass wir in Wien nicht nur vor dem Hundertwasserhaus gestanden, sondern ihm auch einen Besuch abgestattet haben! - Warst du schon mal dort, oder ist Wien nicht so deins? *lol* Sind die Wiener, ob ihrer 'feinsinnigen Boshaftigkeit', wie man über sie erzählt, zu fremd? ;-)

    Liebe Grüße Manfred

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    1. Beim Hundertwasserhaus in Wien war ich schon mal, drinnen aber nicht. Auch ist das schon ziemlich lange her - ich glaube sogar, das war im Rahmen einer Wienwoche von der Schule aus.
      Nach Wien komme ich schon gelegentlich, aber nur zu bestimmten Anlässen, wie Konzerten oder Ausstellungen. Sonst halte ich mich eher fern, ich empfinde die Wiener überhaupt nicht als feinsinnig, sondern eher als schlecht gelaunt und ständig raunzend, was auch an dem Dialekt liegt. ;)

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