Freitag, 12. August 2022

Alles neu

Der Mai ist zwar (schon länger) vorbei, aber trotzdem gibt es bei mir ein paar Neuerungen.

Punkt eins und am allerwichtigsten. Meine Energie ist zurück. Ok, die ist vielleicht nicht ganz neu, aber ich fühle mich doch wie ein neuer Mensch. Seit Dienstag muss ich keine Antibiotika mehr nehmen, der Appetit ist zurück und auch die Lust mich zu bewegen. Das Amselmädchen, das mir meinen Krankenstand sehr versüsst hat, kommt immer noch jeden Nachmittag vorbei, mittlerweile setzt sie sich sogar auf die Lehne der Bank auf der ich sitze!
Sehr dabei geholfen haben mir natürlich Chaya, die mit mir auch die langsamsten Spazierrunden geduldig absolviert hat
und jede Menge Vitamine aus dem Hochbeet! Das heißt am Wochenende werde ich mal wieder versuchen, wie das mit diesem ominösen Sport funktioniert. Alltagsbewegungen (mit dem Rad zur Arbeit) gehen schon wieder ganz gut.
Und gestern kamen dann gleich 2 Neuerungen dazu. 
Zuerst mal eine neue Garmin.
Ich hatte mir ja letztes Jahr (Belohnung) eine neue Laufuhr gekauft. Mit Solarladefunktion, die aber heuer irgendwann nicht mehr funktionierte. Im Krankenstand hat man ja viel Zeit und so versuchte ich mit dem Online-Kundendienst gemeinsam eine Lösung für dieses Problem zu finden, dass dann leider lautete: die Uhr wird ausgetauscht!
Die "alte" schickte ich zurück und bekam umgehend
ein Austauschmodell, das gestern im/am Postkasten lag, als ich nach Hause kam. Ich kam gerade zurück von Lofer, wo ich noch was neues erstanden habe.
Ich hab ein neues Auto!
Das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich von meinem autolosen Zustand die letzten eineinhalb Jahre genug habe. Ich habe mir nämlich - ganz entgegen meiner Vorlieben - ein riiiiieeeeesengroßes Ding gekauft, das ich in der nächsten Zeit zu einem Mini-WoMo umbauen lassen möchte. Erst mal wird improvisiert mit umgelegter Sitzbank, einer Matratze und ein paar Stapelkisten und wenn ich eine Werkstatt oder einen Bastler finde, möchte ich es mir dann etwas gemütlicher gestalten. Auf meinem TG Parkplatz passt es gerade noch hin (aussteigen muss ich hinten durch die Schiebetür, aber das hält beweglich!) und klar kann ich im Notfall auch mal im Alltag damit durch die Gegend fahren, aber es wird wohl mehr als Urlaubsgefährt herangezogen werden. 

... und dann war da noch ... ein phänomenal schöner Vollmondspaziergang um Mitternacht, den ich letzte Nacht dem Schlaf vorgezogen habe. Noch während des NRftW fand ich, dass ein gelegentlicher Nachtspaziergang oder -lauf sehr lohnend sein könnte, konnte mich seit dem aber nie dazu aufraffen, des nächtens wieder loszuziehen. Bis gestern. Zwar schirmten immer wieder ein paar lockere Wölkchen den Mondschein ein wenig ab, aber zwischendurch war es faszinierend durch das helle Mondlicht zu spazieren. Leider ist in so einer Sommernacht weitaus mehr los, als im Februar und so waren zumindest die ersten und letzten paar Meter nicht ganz einsam, der Rest war aber einfach nur aaaahhhh....

Donnerstag, 28. Juli 2022

KO vor der ersten Runde

So war das aber nicht geplant!
 
Am Sonntag Vormittag fuhren die Lieblingsschwester und ich nach Anger, um dort die Radstrecke des Triathlons abzufahren. Ui, das war eine gute Entscheidung, die hat es nämlich durchaus in sich. Eine kurze knackige Steigung mit bis zu 14%, längere Anstiege mit wechslender Steilheit und eine kurvige, steile Abfahrt. Dazu kommen noch so einige 90 Grad Abzweige und enge Kurven im Ort selbst - zusammengefasst könnte man sagen, nicht unbedingt eine Bestzeitstrecke. Das kurze Koppelläufchen hinten dran wandelte ich in eine Geh-/Laufeinheit um, denn meine Beine fühlten sich nach der Radrunde irgendwie tot an. 
Am Montag gab es deshalb auch nur eine knapp halbstündige Schwimmeinheit im brühwarmen Wallersee. Für Dienstag war kühleres Wetter angesagt, das ich für einen morgendlichen Lauf nutzen wollte. Nur spürte ich beim aufwachen sehr schnell, dass da irgendwas nicht stimmte. Hals zugeschwollen, Schluckweh, Nebenhöhlen voll. Tadaa der Sommerschnupfen ist voll da!
Seit dem (mit einer kurzen Unterbrechung gestern, wo ich dachte, ich könnte schon wieder arbeiten), liege ich zuhause rum, trinke schlückchenweise Tee und ärgere mich über die hohen Temperaturen, bei denen es unmöglich ist, sich in Wollpullover und Fleecedecken einzuwickeln und langsam gesund zu werden. 
Meinen Startplatz für Samstag habe ich schon in unserer Vereins-Wettkampfgruppe zur Weitergabe angeboten und ich werde mich wohl die nächsten Tage mehr mit "inhäusigen" Aktivitäten beschäftigen.

Sonntag, 24. Juli 2022

Alternativen

Um meine sommerliche Chill-Phase nicht allzusehr zu unterbrechen, die "Vorbereitung" auf den Triathlon nächste Woche aber auch nicht ganz aus den Augen zu verlieren, gab es diese Woche einfach mal einen Tag mit allen drei Disziplinen. Die Reihenfolge stimmte zwar nicht, aber so genau will ich ja auch gar nicht sein. 
Mittwoch abends fuhr ich mit dem Rad einen Miniumweg zum Lauftreff, lief dort eine frühabendliche Hitzerunde mit B. und A. und nach einer kurzen Verschnaufpause beim Vereinsheim weiter zum Seespitz. Dort schwamm ich einmal in der Bucht hin und her und fuhr mit dem Rad wieder nach Hause. (In Zahlen: 8 - 6 - 0,6 - 6 Kilometer; Fotos: 0)
Am Freitag gab es dann immerhin noch eine Koppeleinheit mit schwimmen und laufen. Ich nutzte die vormittägliche Sonne, für einen Wärmegewöhnungslauf, machte beim Strandbad halt und schwamm eine Viertelstunde. Wassergekühlt und gut erfrischt ging es danach wieder zurück. (4,5 - 0,5 - 1,5 Kilometer; Fotos 0)
Habt ihr es auch bemerkt? Irgendwie fehlt mir momentan beim sporteln die Muße fürs fotographieren. 
Also müssen alternative Fotomotive her. Die waren heute schnell gefunden, ich war nämlich beim Linzer Pflasterspektakel. Das ist ein großes Straßenkunstfestival, das so viele Aufführungsorte und Programmpunkte bietet, dass man unmöglich alles sehen kann. Also ließ ich mich einfach treiben, bewunderte Akrobaten und Jongleure, Clownereien und Musiker, Theateraufführungen und Menschenstatuen, und blieb schließlich bei einem Bluegrass Konzert hängen. 
Das war ein herrlicher Nachmittag mit Kunst und Unterhaltung vom feinsten. Auf dem Heimweg im Zug war ich richtig müde, meine Aufnahmefähigkeit war völlig ausgereizt!

Montag, 18. Juli 2022

Jetzt ist er da

Der Alltag.
Mit allem, was dazugehört. Schreiben (und lesen), laufen, radeln, schwimmen, arbeiten, ein Treffen hier, ein Ausflug da. Pläne, die mehr Zeit in Anspruch nehmen, als ihnen von mir aus zustehen würde. Dann noch das Triathlonwochenende in Obertrum, an dem ich heuer mehr mit Chaya beschäftigt war, als mit dem Trubel im Ort. 
Berichtenswerte Ausflüge gab es kaum, ein paar schöne Radrunden (auf denen ich immer zu faul bin, wegen Fotos stehen zu bleiben), viel schwimmen im See (das geht immer) und wenn es die Temperaturen und mein Schweineyeti zulassen, auch gelegentlich ein Spazierlauf. Da in zwei Wochen noch ein Triathlon ansteht, konnte ich mich sogar schon mal zum koppeln überwinden - mit der Lieblingsschwester hat das sogar Spass gemacht und bin am Samstag Abend beim Charitylauf mitgelaufen, um zu testen, ob ich die 5km vom Sprint noch "durchstehe". 
Ich glaube, das nennt man Sommer-Chill-Modus!


Mittwoch, 6. Juli 2022

Und wieder raus

Kaum war der Alltag da, bin ich ihm auch schon wieder entfleucht.  
Nicht ganz freiwillig, denn am vergangenen Wochenende fand in Seekirchen das jährliche Stadtfest statt, dessen Hauptbühne ca. 204m Luftlinie von meinem Kopfkissen entfernt ist. 
Das nahm ich zum Anlass, mich in den Lungau zu begeben und dort ein herrliches und vor allem ruhiges Spazier-, Wander- und Radwochenende zu verbringen.
So hatten nicht nur die Feierwütigen ihren Spass, sondern auch ich. 
Hier ein paar Eindrücke:
Erst mal ankommen und spazieren gehen...
Am nächsten Tag eine schöne Wanderung
und um die Beine nicht allzu stark zu strapazieren, am Sonntag noch eine gemütliche Runde mit dem Rad (das ich mir übrigens völlig problemlos in der Pension, in der ich gewohnt habe, ausleihen konnte. Geht doch! 
Anschließend tschukelte ich mit dem Bus über Hohentauern nach Radstadt, um dort in einen Zug nach Salzburg umzusteigen und war am späten Nachmittag wieder zurück. 
Flucht gelungen!

Montag, 27. Juni 2022

Zurück im Alltag

den man sich ja auch angenehm gestalten kann!
Zumindest habe ich versucht, in meiner ersten Wieder-Arbeitswoche nicht gleich die Urlaubsgefühle verpuffen zu lassen.
Montag bin ich nach der Arbeit mit meiner Chefin nach Freilassing geradelt, um dort in einem Biergarten ausführlich über unsere Urlaube (sie war zur gleichen Zeit weg, wie ich) plaudern zu können und gegenseitig die Fotos zu bewundern. 
Beim Mittwochslauftreff habe ich nun doch endlich begonnen, so etwas wie Training in meine Bewegung zu bringen. Intervalle waren vorgesehen und ich versuchte mich zumindest wieder darin, meine Beine davon zu überzeugen, dass spazierlaufen nicht die einzig wahre Fortbewegungsart ist. 
Dafür wollte ich mich dann am Donnerstag belohnen - mit zwei Freundinnen ging es zum Abendschwimmen an den Mattsee. Gemütlich bis zur Römerstraße und zurück, ca. 1 Kilometer. Danach kam der gemütliche Teil mit Picknickjause und schönen Gesprächen, bis es finster war.
Der krönende Abschluss des Abends war dann die Heimfahrt von Claudia (ich hatte dort mein Rad geparkt), vorbei an Wiesen mit schlafenden Kühen, Igel- und Katzenbegegnungen in der absoluten Stille!
Am Samstag habe ich die Plötzer Wasserfälle besucht. Das ist so eine schöne Spazierlaufstrecke, schattig, ein paar Höhenmeter für die Kondition und genügend Wurzeln und schmale Wege für die Koordination. Da es vergangene Woche immer wieder mal geregnet hatte, hoffte ich auf viel Wasser und wurde nicht enttäuscht!
Gestern verzichtete ich dann aufs Laufen und nutzte den Vormittag und den Fahrtwind beim radeln, um die Hitze nicht allzusehr zu spüren. Auch beim Radeln versuche ich jetzt gelegentlich zu Trainngszwecken ein wenig Druck auf die Pedale zu bringen, was mir gestern dann allerdings erst im zweiten Teil der Ausfahrt gelang. In der ersten Hälfte machte ich sogar mal Halt und überlegte, ob ich nicht doch den direkten Weg zurück nehmen sollte, weil ich so gar nicht in die Gänge kam.
Schöpferische Pause
Gut, dass ich mich anders entschieden habe, auch wenn die Beine heute etwas schwer sind.

Sonntag, 19. Juni 2022

Sympathien verspielt?

Die zweite Urlaubswoche fuhr ich für ein paar Tage ins "alte Hoamatle" nach Dornbirn. 
Da verbrachte ich viel Zeit damit, einfach durch die Gegend zu stromern,
Ausflüge mit lieben Freundinnen zu machen
Am Bödele mit Petra
und Emil.
Als Tarnhund eignet er sich ja nicht so gut...
Ein herrlicher Abend

und ein wunderschöner Tag in Konstanz
mit Pia
Also alles so, wie frau sich ihren Urlaub vorstellt. 
Zumindest fast.
Was mich nämlich am Montag richtig geärgert hat war die Erkenntnis, dass der sogenannte Radverleih des Hotels, in dem ich mein Zimmer hatte, ein E-Bike-Verleih war und selbst das Tourismusbüro nicht nur keine Räder mehr verleiht, sondern auch nicht in der Lage war, irgendwo in Dornbirn ein Rad ohne Motor aufzutreiben. Soviel zu dem ganzen Umweltfreundlichkeitsblabla. Alles nur Beschiss.
Auch wenn die Angestellte dort scheinbar meinen Ärger nicht nachvollziehen konnte, nannte sie mir doch ein Fahrradgeschäft, von dem sie wusste, dass der Besitzer zwar keinen Radverleih hat, aber doch auch schon mal ein Rad verliehen hätte, wenn danach gefragt worden sei.
Langer Rede kurzer Sinn, am Nachmittag spazierte ich dorthin und fragte einfach mal, ob ich denn bei ihm (FahrradPur) ein Rad für den nächsten Tag ausleihen könne und es klappte! So bekam die Stadt von unerwarteter Seite wieder sämtliche Sympathiepunkte zurück und ich hatte einen wunderbaren Tag mit einem Brompton zwischen Dornbirn, Bregenz und Lustenau, dem Bodensee und dem Alten Rhein!
Saupratktisch!
und richtig angenehm zu fahren!
Wer mich kennt, weiß ja auch, dass ich dem Prinzip "x plus 1" bei Rädern nicht abgeneigt bin und auch schon des längeren über die Notwendigkeit eines Faltradkaufs nachdenke. So kam mir dieser Tag sehr gelegen und wer weiß, bei meinem nächsten Dornbirnbesuch brauche ich vielleicht gar kein Leihrad mehr! 
Und damit ich mich nicht allzu sehr an das radeln in der Ebene gewöhne, gab es gestern am Urlaubsabschlusswochenende noch eine herrliche Ausfahrt mit Heide und Claudia zum Irrsee!
Heute ist es zu heiß für Sport, also lasse ich den Urlaub mit einem Hausarbeits- und Schreibtag ausklingen.