Dienstag, 19. März 2019

Wetter für Alle!

Ich glaube ja, dass das Wetter momentan so "sprunghaft" ist, weil es einfach die Schnauze vollhatte, weil ständig jemand über es gejammert hat. Zu kalt, zu warm, zu nass, zu trocken. Jetzt spielt es einfach alle Möglichkeiten aus, die es drauf hat und alle sind zufrieden. Oder eben nicht. Die sind dann aber auch selbst schuld! 😉
Nachdem ich am Samstag meinen langen Lauf wegen etwas schleppendem Kreislauf gestrichen hatte, wagte ich mich am Sonntag dann bei Sonnenschein und 20°C mit dem Rad auf eine kleine Runde. Zu Beginn ein kleines Hügelchen zum warmwerden, dann dahincruisen und die warme Luft und die Sonne genießen. Das ganze mit 3/4-Hose und Kurzarmshirt! Danach gab es sogar noch einen 15 Minuten Koppellauf - irgendwann muss ich ja wieder ein klein wenig in Richtung Training kommen. 😄
Egelseen mit Sommerfeeling
Und schon am Abend versorgte das Wetter wieder die Wünsche der Regen- und Windliebhaber! Das nenne ich Flexibilität! Jedenfalls waren nach 90 Minuten Froschzaun alle Kleiderschichten so mit Wasser vollgesaugt, dass ich wohl an die hundert Kilo wog und locker als Wasserreservoir für eine Kleinstadt hätte dienen können.
Montag wurde es dann noch etwas kühler, Graupelschauer und Wind für die Winterfans. Also zog ich heute zwei - drei Schichten an, brachte am Vormittag mein Auto zur Werkstatt und nutzte die Gelegenheit danach gleich den Grabensee zu 3/4 zu umrunden.
Erstaunlicherweise waren die Wege bis auf ein paar Gatschstellen im Wald und ein Stück saurutschigem Wiesenweg gut laufbar. Nach den ersten paar Kilometern befürchtete ich schon, zu warm angezogen zu sein, weil die Sonne plötzlich durch die Bäume blitzte, aber schon kurz danach zogen die Wolken wieder zu und bis zum Ende meiner 10 Kilometer begleitete mich abwechselnd sanfter Regen oder leichter Graupel.

Am Gnadenbündl




Gestern kaufte ich mir ein E-Book, das ich schon länger auf meiner Wunschliste hatte -"Feet in the Clouds" von Richard Askwith - und fand darin, statt der Widmung folgende Warnung:
Das ist doch mal eine klare Ansage! 😃

Samstag, 16. März 2019

Wenig Schlaf und schwarze Nägel

deuten beide auf die momentane Amphibienwanderung hin. Wenn ich abends zwischen acht und zehn Uhr unruhig werde und immer öfter zu meinem warmen Anorak und den Gummistiefeln schiele, statt entspannt auf der Couch zu liegen und ein Buch zu lesen, kann ich ja auch gleich noch mal beim Froschteich vorbeischauen!
Gestern war schon ganz schön was los und mit den für heute und morgen prognostizierten milden Temperaturen wird sich das auch noch verstärken!
Soviel zum "Nachtsport"!

Tagsüber habe ich mich in den letzten Tagen aber auch gelegentlich bewegt - montags nach einem neuerlichen Wintereinbruch zwar nur auf der Rolle,
Blick am Montagvormittag aus dem Bürofenster
aber Dienstag und Mittwoch ging sich wieder ein kurzer Lauf aus. Beide waren "sehr erfrischend", einmal hatte ich die Wärmkraft der Sonne über- und am Mittwoch, beim abendlichen Lauftreff die Kühlwirkung des starken Windes unterschätzt!
Dienstag - schön, aber eisig kalt!


Da störte es mich dann auch gar nicht, dass ich am Donnerstag "nur" ins Hallenbad ging und gestern bei Schütteregen und Windboen einen Ruhetag einlegen durfte. Für den Frischluftbedarf und die Regenerationsbewegung sorgten ja die insgesamt drei Stunden Froschzaun!

Samstag, 9. März 2019

Turbo

Da hat wohl einer der Wettergötter jetzt "ein wenig" mit dem Temperaturregler rumgespielt und den Turboknopf erwischt! 
Aber der Reihe nach:
Hier erst mal, die versprochenen Fotos vom Seekirchner Fitnesspoint, von dem ich am Dienstag berichtet habe.
Das ist er!

"Parcours" erscheint mir etwas übertrieben
Mein Lieblingseck!


Am Mittwoch nutzte ich das milde Wetter, um heuer das erste Mal mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. An diesem Tag wurde auch beschlossen, am nächsten Tag wieder den Froschzaun aufzustellen, der Frühling schreit somit schon aus allen Ecken und Enden, dass er jetzt im Anmarsch ist!
der Schnee verschwindet
Der Teich taut auf,

















Ein weiteres untrügliches Anzeichen ist auch, wenn Chaya so aussieht!

Ich hatte heute wieder einen längeren, ruhigen Lauf geplant - Andrea lief, wie schon vor zwei Wochen wieder ein Stückchen mit und drehte dann um, mich zog es heute wieder mal ins Wenger Moor.
Auch dort verschwinden die letzten Schneereste jetzt im Eiltempo, die Wege sind herrlich weich und gatschig.
Am Nachmittag kam dann auch noch unerwarteterweise die Sonne heraus, die ich gleich im Garten bei den ersten Instandsetzungsarbeiten genossen habe. Auch hier - die Farben sind zurück, die ersten Töpfe und Kisten sind bepflanzt!





Dienstag, 5. März 2019

Zweigeteilt

Heute habe ich meine Laufeinheit in zwei Teile zerlegt. 
Zwar wollte ich gerne ein wenig länger unterwegs sein, hatte aber das Gefühl, dass mir ein paar Aufwachübungen auch ganz gut täten. Etwas unentschlossen lief ich am Vormittag bei noch immer "auffrischenden" Windböen los. Erst mal zur Praxis meiner Hausärztin, dann weiter in Richtung See. Zwischen den Häusern windgeschützt fühlte es sich ganz ok an, ohne Deckung war es nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt hatte. 
Dann beschloss ich, einfach mal zum Fitnesspoint zu traben, wo ich eine Pause für Sit-Ups, Rückenübungen und Liegestütz eingelegt habe. Danach wurde es zwar etwas leichter, aber mir fehlte die Lust, mich dem Seeweg entlang gegen den Wind zu stemmen. Also lief ich zurück zum Bahnübergang, davor dreimal die Stufen der Fußgängerunterführung rauf und runter, weiter zum Bahnhof, dort den Übergang rauf, oben 10 Ausfallschritte und ein Foto,
auf der anderen Seite runter und die Stufen zur Wallerseestraße wieder rauf. (Hier der Blick von der anderen Seite). Dann verschnaufte ich ein paar Meter nach unten laufend, bog rechts ab, bei der Gärtnerei vorbei und holte vor dem Hügel Richtung Kinderdorf noch mal Luft, indem ich für ein paar Kniebeugen eine Pause einlegte. Zwar kam ich nicht ganz rauf, aber viel fehlte nicht mehr! 
Dann trabte ich über die Hauptstraße nach Hause.
Dort legte ich erst mal eine Vorsorge-Pause ein - während ich nach Außen hin vorgab, mich um meine Wäsche zu kümmern, betrieb ich heimlich Geldwäsche. Aber: pssssst! Nicht weitersagen!
Danach folgte der zweite Teil der Lauferei, diesesmal aber sehr gemächlich und mit meiner Lieblingsbegleitung, die ich, neben der malerischen Kulisse des überschwemmten Seespitzes und den ersten Frühlingsboten, des öfteren fotographieren musste.
 
 
 
 
 

Samstag, 2. März 2019

Ereignislos

kommt mir die vergangene Woche vor, wenn ich zurückblicke.

Keine Fotoserien, die unbedingt hergezeigt werden wollen, keine "besonderen Ereignisse", ein paar Tage ein entzündetes Fingergelenk, das mir die Tippslerei (und leider auch das handschriftliche Schreiben) vermiest hat. Das hat mich gerade sehr getroffen, wo ich doch gerade so in Schreiblust bade und im Schreibfluss bin. Eine kleine Serie Kürzestbiographien schreibe ich täglich für den Schreibblog, Übungen aus meinen neuen Büchern in meine Schribbelhefte, Tagebuch sowieso immer und das alles so ganz ohne Vorgaben!

Seit gestern regnet es bei uns und der sanfte und relativ milde Regen frisst in zwei Tagen mehr Schnee, als die Sonne an doppelt so vielen, sehr viel wärmeren Tagen. Die Temperaturen waren insgesamt wieder so angenehm, dass ich am liebsten schon wieder barfuss durch die Gegend gestiefelt wäre, lass das aber wegen der Unmengen an Rollsplit und der Streusalzreste auf den Straßen noch bleiben. Aber nachdem ich ja mittlerweile zwischen den verschiedensten Barfuß-Schuhmodellen wählen kann, gibt es trotzdem jede Woche einen kurzen (momentan zwischen 4 und 8 km) und vor allem langsamen Lauf damit.
Ansonsten gab es eine halbtägige sehr interessante Fortbildung vom Hospiz aus, die ersten Pflänzchen sind ausgesät und ich freue mich täglich an den zunehmenden Tageslichtstunden.

Samstag, 23. Februar 2019

Sicher ist sicher

Um weitere Eingriffe des Universums in meine materiellen Besitztümer abzuwenden, habe ich kräftig ausgemistet. Bücher, Kleidung und allgemeines "Zeugs". Mit zwei großen Säcken fuhr ich gestern Nachmittag zum Flohmarkt hier im Ort und habe abgeliefert!

So konnte ich heute erleichtert in den zweiten Lauf der Woche starten. Ich wollte etwas länger laufen, dafür schön langsam und gemütlich.
Netterweise begleitete mich Andrea die erste halbe Stunde, dann bog sie nach rechts ab und lief zurück, ich lief nach links, um die Runde noch ein wenig auszudehnen. Leider blieben uns heute die frühlingshaften Temperaturen der vergangenen Woche verwehrt, gestern war es kühl und regnerisch,
Die Weyerbucht in Mattsee
in der Nacht kühlte es dann noch mehr ab und heute blies ein beissender Ostwind. So bereute ich nach einem knappen Kilometer, die Überhose zu Hause gelassen zu haben und am Heimweg, als der Wind von hinten kam, brauchte ich die Kapuze der Jacke, um nicht in eine Kälte-Nackenstarre zu verfallen.
Gefrorenes am Straßenrand

An den Sonnenhängen ist wieder Farbe zusehen!
Aber die paar Meterchen, die ich windgeschützt erwischt hatte, waren ganz wunderbar!
Knapp 90 Minuten war ich unterwegs und gelegentlich stellte sich schon wieder so etwas, wie Leichtigkeit und entspanntes Laufen ein. Herrlich!
Am Rückweg machte ich noch einen Kontrollblick zum Froschteich... das wird noch etwas dauern, bis die Wanderung losgeht!

Donnerstag, 21. Februar 2019

Vermisst

Vermisst wird von mir aktuell gerade: meine Kondition und meine Beweglichkeit. 
Letztesmal gesehen habe ich erstere in Bregenz vor zwei Wochen und letztere einen Tag vor meinem Sturz.
Halleluja, wie schnell man doch einrosten kann! Die ersten Wiedereinstiegsversuche fühlten sich jeder für sich anstrengender an, als alles, was ich in diesem Jahr davor gemacht hatte!

 
Nach dem Samstags-Langlaufkurs wollte ich als Gegenstück ein wenig Frühlingsgefühle produzieren und beschloss den Weg zum sonntäglichen Chayasittereinsatz mit dem Rad zu absolvieren. Obwohl die Sonne vom Himmel strahlte, hatte es nur 5°C, die sich allerdings in den schattigen Passagen deutlich kühler anfühlten. Da spürt man ganz deutlich den Kühlschrankeffekt, wenn der Boden die Kälte noch so richtig abstrahlt. Naja, ich war ja mehrschichtig angezogen (das ist die Untertreibung des Jahrhunderts - noch mehr und ich wäre gar nicht mehr aufs Rad gekommen!) und genoss das schöne Wetter und die Sonne. 
Dass es allerdings so anstrengend sein kann, nach einem schönen langen Spaziergang eine altbekannte Strecke dann auch wieder heim zu radeln, hat mich schon ziemlich geschreckt! 
Jedenfalls legte ich Montag gerne wieder einen Ruhetag ein.
Dienstag ging es dann wieder auf die Loipe, um das am Samstag erlernte auszuprobieren und anzuwenden. 
So der Plan.
Die Realität sah anders aus.
Durch die milden Tagestemperaturen am Samstag, Sonntag und Montag taute der Schnee überall etwas an, in den noch kalten Nächten, gefror die angetaute Schicht wieder. Das Ergebnis - eine harte Eisschicht auf der länger nicht mehr gespurten Loipe. Den Hügel rauf bin ich mehr gerutscht, als beim ersten Mal ohne Kurs, im Geraden waren die Spuren so schlecht, dass ich neben der Spur gefahren bin und den Hügel runter sauste ich wie in einem Eiskanal! Da ging einfach gar nichts und nach einer dreiviertel Runde nutzte ich mit schlotternden Knien den nächsten Ausstieg und ging zu Fuß nach Hause!
Beruhigt habe ich mich am Nachmittag in Chayas Gesellschaft - vor allem, weil man jetzt schon überall sehen kann, wie es taut
Der Schnee sackt zusammen!
und beim anschließenden Yoga-Kurs. 
Allerdings bemerkte ich genau da, dass die fehlende sportliche Betätigung leider auch bedeutet, dass das ausgleichende Dehnen oder Stabi-Training fehlt. Die Gelenke haben gekracht und selten bin ich so schnell wieder aus der einen oder anderen Übung rausgegangen, wie gestern!

Heute war der nächste Schritt dran. Der erste Rekonvaleszenzlauf. Die heutige "Aufgabe" für die Laufteffrunde wäre eigentlich gewesen: 10min einlaufen, dann 4x 10sec Intervalle mit jeweils 2 Minuten Pause, dann 4x 20sec Intervalle, dann 4x 30 sec Intervalle, meine Aufgabe lautete - die Runde ohne zuviele Geheinlagen überleben.
Hat zumindest teilweise geklappt - überlebt habe ich, aber den Anstieg in der ersten Hälfte der Runde musste ich gehen. 
Ich würde mal sagen: da ist noch Luft nach oben! 😂