Samstag, 7. Dezember 2019

Jetzt aber wirklich

Hatte ich bis letzte Woche noch behauptet, der Herbst sei mir zu kurz vorgekommen und zu schnell vergangen, bin ich gefühlsmässig jetzt wirklich im Winter angekommen. 
Der Alltag hat mich wieder und nach meiner Rückkehr aus Oldenburg begrüsste ich den Winter (meteorologisch hat er ja am Sonntag begonnen) mit einem ruhigen Läufchen entlang des Wallersees.
 
Am späten Nachmittag machte ich mich auf nach Salzburg, um mich mit meinen Kolleginnen am Salzburger Christkindlmarkt zu treffen. Das machen wir jedes Jahr und dazu kommen auch drei Pensionistinnen, die ich sonst nur sehr selten sehe. Dort wärmten wir uns erst mal mit einem guten Glühmost auf (jaaaa, schon wieder 😉) und schlenderten dann herum, quatschten viel und kauften ein, was wir uns vorgenommen hatten. Die Kälte war beissend und das hielt scheinbar viele vom Besuch des Marktes ab, denn abseits der Glühweinstände hatten wir ausreichend Platz!
Oder lag das an unseren Mäntelchen? ;)
Der nächste Lauf fand dann am Freitag bei strahlendem Sonnenschein statt. Vormittags hatte ich Besuch von einer lieben Freundin aus der Schweiz und so bot es sich an, das Frühstück am Nachmittag durch ein paar Laufschritte zu "neutralisieren". 
Heide begleitete mich durch Obertrum, zum See
Schattenspiele
 
und bei einem Blick auf die Wassertemperatur fiel mir ein, dass ich schon lange nicht mehr Winterschwimmen war. Das muss sich ändern!

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Ab in den Norden...






Untertitel: Esel, Hund, Katze, Hahn haben es mir angetan! 









Kurzurlaub mit Bloggertreffen hieß es bei mir letzten Freitag. 
Auf die Fragen meiner Freunde, ob wieder ein Lauf anstünde, antwortete ich: nein, ich mache "nur" Urlaub. Wobei dieses "nur" ja sehr viel mehr beinhaltet. Treffen mit lieben Menschen, viel reden, viel lachen, gut essen und trinken, neue Orte kennen lernen und (das wußte ich im Vorfeld auch noch nicht) eine Reise um die Welt! 

Die Bahn spuckte mich am Nachmittag in Oldenburg aus, wo der Verkehr (der dort immer dann zum Stillstand zu kommen scheint, wenn ich ankomme) sich schon wieder beruhigt hatte und Volker mich am Bahnsteig in Empfang nahm.  
Und von da an verging die Zeit, wie im Fluge.
Nach einem gemütlich verplauderten Nachmittag in Volkers und Jens' Küche 
und einem guten Abendessen, schlief ich wie ein Stein, was auch gut war, denn am nächsten Tag stürzten Volker und ich uns in Bremen in das Getümmel des 1. Adventswochenendes! 
Wer konnte denn auch ahnen, dass außer uns noch ein paar andere Menschen die Idee hatten, die hübsche Innenstadt Bremens mit seinen engen Straßen und Gassen und dem Weihnachtsmarkt zu besuchen!?!
 
 
 
Tapfer kämpften wir uns durch die Weihnachtsmärkte (Glühmost - yammie!), fanden praktische Abkürzungen, um dem Menschenstrom zu entgehen und fuhren am späten Nachmittag wieder zurück nach Oldenburg. Dort war aber keineswegs Pause angesagt, sondern (da Volker vorhatte mich mit einer Art Weihnachtsüberdosis zu versorgen - hihi) ein Besuch am Weihnachtsmarkt! 
Dazu gehörte auch, dass wir erst mal in die Luft gingen,
Blick auf Oldenburg aus 70m Höhe
 um anschließend das kulinarische Angebot des Weihnachtsmarktes zu testen. (Glühwein - yammie!)
 

Sehr beschwingt fuhren wir nach Hause und wieder schlief ich (was nicht verwunderlich ist) tief und fest und war am Sonntag bereit für den nächsten Ausflug!
Der führte uns nach Bremerhaven, was für mich schon allein von der Lage am Meer, seinem Hafen und der unglaublichen Breite und Weite der Weser an ihrer Einmündung in die Nordsee sehr beeindruckte. Noch toller war das ganze, weil wir es von einer Aussichtsplattform betrachten konnten.
 
Ganz rauf durfte man allerdings nicht!
 

Nach diesem herrlichen Weitblick begaben wir uns ins Klimahaus, wo man eine Reise entlang des Längengrades 8° 34' Ost machen und Orte in der Schweiz, Sardinien, Niger, Kamerun, der Antarktis und Deutschland besuchen und so mehr über die jeweiligen Länder lernen kann. Das ist schwierig vorzustellen, aber so einzigartig, dass ich nur jedem empfehlen kann, sich die Zeit zu nehmen, diese Orte zu besuchen!
Vor lauter Schauen habe ich fast vergessen zu fotographieren, aber vielleicht kann Volker da noch mehr Bilder nachreichen.
Hier war es k-k-k-kalt!
Ich seh' den Sternenhimmel
:)
Wir waren bis zur Sperrstunde unterwegs und hätten vermutlich noch mehr Zeit in dieser tollen Ausstellung verbringen können.
Den Abend ließen wir noch gemütlich ausklingen und am Montag Früh verabschiedete ich mich von meinen wunderbaren Gastgebern und fuhr gemütlich wieder zurück nach Hause!
Vielen Dank an euch beide, Volker und Jens, für dieses herrliche Wochenende, das auch wegen alldem, was hier nur zwischen den Zeilen steht, so gut getan hat!

Donnerstag, 28. November 2019

Hausarrest

Ich habe wirklich versucht, es abzuwenden, aber leider geht auch in dieser Wintersaison kein Weg daran vorbei:
Hausarrest für mein Rennrad! Aber natürlich darf es dafür bei mir im Wohnzimmer bleiben!
😉 

Sonntag, 24. November 2019

Verstärkung

Das zweitblödeste nach einer Schnupfenwoche ist die Zeit danach. Fühlt man sich während der aktuen Phase einfach Matsch und ist froh gelegentlich mal einen halbstündigen Spaziergang zu schaffen, geht es einem in der Zeit danach "eigentlich" ja schon wieder gut. 
Eigentlich deshalb, weil der Alltag wieder reibungslos funktioniert, der Körper aber noch deutlich und laut Einspruch erhebt, wenn er sich mal ein wenig anstrengen müsste. Aber wenn ich mich tagsüber wieder in der Arbeit vergnügen kann, möchte ich eben auch gerne, dass das auch in der Freizeit ebenso ist. (Das Vergnügen, nicht die Arbeit!!)

Deshalb habe ich mir diese Woche Verstärkung vom Verein für meine Wiedereinstiegsläufe geholt.
Am Mittwoch beim Lauftreff von Claudia und Fabrizio, die mit mir gemütlich durch den Teufelsgraben getrabt sind (unterbrochen von einigen Spazierpassagen!) und heute von Heide, die selbst auch gerade beim Aufbauen ihrer Laufkondition ist.
War es am Mittwoch Abend ziemlich feucht-kalt-finster-novembrig, wehte uns heute der Föhn um die Nase und brachte uns ins Schwitzen.
 
Gut getan haben beide Läufe, genau so wie der Spätnachmittagsspaziergang mit Chaya am Donnerstag.
Viel Bewegung war es noch nicht, aber es ist zumindest wieder ein Anfang gemacht. Das gefährliche an Sportpausen ist ja die übrige Zeit. Die kann man nämlich wunderbar zum kompensieren (sprich: Sportutensilien einkaufen) verwenden. Oder aber zum planen! 
So habe ich mich diese Woche mal hingesetzt und von vielen, vielen Triathlons, Lauf- und Schwimmveranstaltungen, die mich im Jahr 2020 interessieren könnten, die Termine rausgesucht und mir vorsorglich in meinen Kalender eingetragen. Wird eine Veranstaltung gebucht, bekommt sie ein Sternchen, damit ich immer schön die Übersicht behalte!

Sonntag, 17. November 2019

Heute hier, morgen dort

immer wieder an einem andern schönen Ort.

Letzte Woche war ich mal wieder im Westen unterwegs. 
Einerseits besuchte ich eine Lesung in Schaffhausen, was mir die Gelegenheit bot, die Stadt der Rheinfälle mal ein bißchen besser kennen zu lernen. Letztes Jahr war ich ja nur ein paar Stunden am Rhein und fuhr dann gleich weiter. 
Heuer genoss ich die Rheinfälle vom Zug aus, der auf seinem Weg zum Schaffhausner Hauptbahnhof direkt daran vorbeifährt und gönnte mir dann ausgiebiges Herumstreunen in der Altstadt. 





Außerdem bietet diese Stadt (und das Hotel, in dem ich übernachtet habe im Speziellen) ausgezeichnete Möglichkeiten für Treppentrainings!

Abends besuchte ich eine Lesung von Milena Moser, in der sie aus ihrem neuen Buch: "Das schöne Leben der Toten" las und erzählte, wie sie dazu gekommen war, es zu schreiben. Ich hatte es gleich nach seinem Erscheinen schon gelesen und kann es nur weiterempfehlen!

Am nächsten Morgen ging es dann noch für ein paar Tage ins Ländle 
und Ende der Woche wieder zurück nach Hause.
Leider habe ich in der Schweiz die Temperatur wohl schlecht eingeschätzt und mich so richtig toll verkühlt. Deswegen sind dann einige geplante Ausflüge kurzfristig durch Tee trinken und Beine hochlegen ersetzt worden. Auch das gestrige Winterschwimmen im Wallersee habe ich ausfallen lassen, obwohl mich schon interessiert hätte, ob ich meine Bakteriengäste nicht durch Kälte hätte vertreiben können? Statt dessen bin ich eine Stunde lang durch den Nebel spaziert und habe die Herbstimmung genossen.
Auf der Fischach war noch ein Kanute unterwegs

ansonsten war ich aber ziemlich alleine unterwegs...

Dienstag, 12. November 2019

Ich bin nicht allein...

... mit meinen Spinnereien!

Anfang letzter Woche habe ich auf fb eine (für mich) sehr interessante Veranstaltung entdeckt.
Da lud einer (der schon an so manchem Eis-Schwimmwettbewerb erfolgreich teilgenommen hat) am Samstag Nachmittag zum "Kaltwasser-Schnuppern" an/in den Hallstätter See ein. Das konnte ich mir doch nicht entgehen lassen, habe ich doch schon öfters festgestellt (wie auch bei meinem SwimRun-Debut heuer), dass ich kühle Wassertemperaturen besser (v)ertrage, als andere. Erste Mini-Versuche in Richtung Winterschwimmen habe ich am Neujahrstag auch schon unternommen. Diesesmal wollte ich es aber "richtig" versuchen. Also nicht nur 5 Omabrustschwimmzüge raus und gleich wieder zurück, sondern kraulen und das auch eine messbare Strecke.
Und weil es mehr Spass macht, wenn andere auch mitschwimmen (oder mitspinnen?) fragte ich Ingrid, ob sie Lust hätte und sie sagte sofort zu.
So tuckerten wir am Samstag gemeinsam nach Bad Goisern, warteten auf die Local Heroes (2 Frauen, 2 Männer), die das schon öfters gemacht hatten und stiegen, nachdem ich sie ein wenig befragt hatte und die Wassertemperatur als passend befunden wurde, gemeinsam in die Fluten!
 
Und was soll ich sagen - es hat geklappt!
Hatte ich auf der ersten Länge noch Probleme beim Atmen und musste zwischen Brust und Kraul wechseln, gelang es mir beim Schwumm zurück schon relativ gut. Wieder am Steg angekommen fragte ich Ingrid, wie es ihr gefällt und wußte die Antwort schon, als ich ihren Grinser sah. Also schwammen wir die Strecke gleich noch mal hin und zurück und waren nach knapp 10 Minuten wieder am Ufer, wo wir uns schnell abtrockneten, umzogen und heißen Tee und Suppe tranken.    
Beschwingt fuhren wir wieder nach Hause und beschlossen, uns dieses Vergnügen nun öfter mal zu gönnen. Ich glaube, daran könnte ich mich gewöhnen!  
PS: Ich hatte auch diesesmal wieder, wie schon beim offiziellen Abschwimmen vom Verein mein Neoprenstirnband an. Das ist so herrlich, da behält man auch bei richtig kaltem Wasser, kuschlig warme Ohren!

Freitag, 8. November 2019

Novemberwetter II


Sonntag auf der Terrasse


 
Nach dem bilderbuchreifen ersten Novemberwochenende hat sich das Wetter bei uns wieder auf "Herbst normal" umgestellt.




 

Heißt mal ein wenig blauer Himmel und bunte Farben, ein andermal graue Tage mit Hochnebel und Wolken und zwischendurch auch mal ein wunderbarer Regentag, so wie am Dienstag, den ich für einen herrlichen Herbstlauf genutzt habe.
 
 
Insgesamt bin ich im Moment ziemlich faul - geradelt werden nur Alltagswege, weil mir die Straßen mit dem vielen Laub und den oft schon durchgehend nassen Passagen zum rennradeln zu rutschig sind und ich bisher noch zu faul war, die Rolle aus dem Keller zu holen. So genieße ich die Novembertage mal wieder zum schreiben. (Link)