Samstag, 3. Dezember 2016

Abbruch

Manchmal läuft es, manchmal nicht.
Heute war eindeutig letzteres der Fall. Warum kann ich selbst nicht genau sagen, ich weiß nur, dass es Ewigkeiten her ist, dass ich einen Lauf komplett abgebrochen habe. Abgekürzt habe ich des öfteren, auch mal die eigentliche Strecke zurück gegangen. Aber stehenzubleiben und den Lauf als beendet zu betrachten - das ist selten!
Heute lief es schon von Beginn weg sehr zäh. Dabei passte außen scheinbar alles.
Die Sonne schien seit dem frühen Morgen vom Himmel, ich hatte Zeit die kälteste Phase des Tages abzuwarten, weil ich erst am Nachmittag ein Treffen mit einer ehemaligen Hospizkollegin hatte und so über Mittag laufen konnte.
Geplant war die Runde, bei der ich im letzten Jahr meine Stunteinlage geübt hatte. Nur in die Gegenrichtung. Also nach Sommerholz direkt rauf und dann durch den Wald runter zur Jägerwiese und zurück.
Langer Einleitung kurzer Sinn: ich kam nicht mal bis Sommerholz. Die Beine waren betonschwer, die Straße sauglatt, weil größtenteils noch im Schatten, der Wind pfiff mir eiskalt ins Gesicht und gefühlt auch direkt ins Hirn, sodass ich nach nicht mal drei Kilometern Kopfweh bekam.
Da blieb ich stehen, schaute mir die wunderbare Umgebung an und beschloss, dass die auch gut ohne mich wunderschön sein kann, drehte um und lief wieder nach Hause.

Ein paar Bilder gibt es trotzdem, die ersten beiden vom rauflaufen
 
 die restlichen drei vom Heimweg.
 
 

Dienstag, 22. November 2016

Böse

Was passiert, wenn ein Oberarmschwächling wie ich, am Freitag zügig mit Stockunterstützung aufs 12er Horn geht und dann Samstag UND Sonntag jeweils gut eine Stunde Kraulkurs hat?
Die Antwort: Nichts gutes! Der Muskelkater, der sich da in der Trizepsgegend ausgebreitet hat, war die letzten Tage wirklich böse! Gut, dass ich nur Haare und keine Frisur habe, denn heute Nachmittag war erstmals seit Samstag wieder frisieren möglich! 😲

Dabei fing alles so harmlos an...
Der Föhn kam, der Schnee ging...
Das 12er-Horn rief und ich folgte...
So alleine für sich ist ein Freitagsvormittagsausflug auf den Berg ja etwas Schönes. Auch den Nachmittag habe ich bewußt armschonend gestaltet - eine kurze Radelrunde, allerdings nicht mehr mit dem Rennflitzer, denn Bauernglatteis und viel, viel oft nasses Laub machen das Fahren jetzt schon mit Profil eher spannend! Der Samstagskraulkurs am nächsten Tag ließ mich allerdings schon spüren, dass da gewisse Kraftdefizite in meinen Oberarmen vorhanden sind und vor allem die letzten paar Längen mit Technikübungen speziell für den Armzug taten schon etwas weh.
Aber dann kam der Sonntag und mit ihm der erste Termin des "eigentlich am Montag Abend gewesenen, dann auf sehr spät verschobenen und wieder abgesagten" Kraulkurses (zur Erinnerung: hier der LINK) morgens um halb 8. Da lagen also nicht mal 20 Stunden zwischen den beiden Schwimmeinheiten und diese zweite hat mich dann endgültig geschafft! 😌

Also war gestern erst mal Pause angesagt und auch heute dachte ich erst, dass mein Spaziergang in der Mittagspause, die einzige Bewegung bleiben würde.
Parkspaziergang zum Mittagessen
Aber für eine kleine Laufrunde braucht man ja nicht zwingend die Arme, also trabte ich heute gleich nach dem Heimkommen gemütlich in den immer dunkler werdenden Nachmittag. Nach knapp 7km war es zappenduster und ich war wieder daheim. Und weil die dunkle Zeit ja noch ein wenig andauert und vermutlich auch noch etwas kühler werden wird, habe ich noch ein wenig vorgesorgt, damit mir und dem Rennflitzer nicht langweilig wird!
Meine Neue!

Montag, 14. November 2016

#9 - Waginger See

Schon bei meinem letzen Ausflug an den Chiemsee im Oktoberurlaub habe ich kurz mit der Idee gespielt, die Fahrt dorthin zu unterbrechen und den Waginger-See für meine 10 Seen Idee "mitzunehmen", allerdings blieb es da noch bei der Idee.
Gestern war aber wieder ein Besuch einer Freundin am Chiemsee geplant (und für alle, die auf die witzige Idee kommen, mich zu fragen, warum ich nicht gleich um den gelaufen bin: Ultraumrundungen sind heuer einfach nicht bei mir am Programm!) und sonst hatte ich auch keine großen Pläne für den Sonntag, also Laufsachen angezogen, Wechselkleidung eingepackt und nix wie los!
Als Startpunkt wählte ich das Strandcamping bei Waging, die Gegend kenne ich vom jährlich dort stattfindenden Triathlon, bei dem ich schon als Begleiterin dabei war. Dort gibt es genügend Parkplätze und der See ist schon mal zu sehen, was mir die Orientierung stark erleichtert! Die Strecke selbst kannte ich nämlich nicht und wer weiß, wie planlos ich oft durch die Gegend laufe, versteht, dass ich jede Hilfestellung in Anspruch nehme, die ich kriegen kann.
Das klappte erst auch ganz gut. Ich bin gegen den Uhrzeigersinn gelaufen, erst ein Stückchen am Gehweg einer Straße entlang, dann aber bald mal ab durch Wald und über Wiesen.
Das kommt dabei heraus, wenn ich versuche, mit Handschuhen, mein Smartphone wieder auszuschalten! 
So richtig locker lief es gestern allerdings nicht und irgendwann stellte ich fest, dass ich schon ziemlich lange nichts mehr vom See gesehen habe. Dafür gab es sonst viel Gegend...
Eine nette Spaziergängerin versicherte mir, dass ich trotzdem noch in die richtige Richtung lief und beschrieb mir die nächsten Kilometer so detailliert, dass ich bei jedem Strauch und jeder Abzweigung genau wußte, wie es weiterging.
Und dann war er ja auch plötzlich wieder zu sehen! Ganz im Gegensatz zur Sonne, die zwar lustig ihre Strahlen ausbreitete, aber von einer zähen Hochnebelschicht abgeschirmt wurde. So kam die Temperatur auch nie über den Gefrierpunkt +/-1 hinaus! Gemütlich ist was anderes!!!
Kaum war der See wieder zu sehen, fand ich auch die Hinweisschilder wieder häufiger, die ich zuvor schon etwas vermisst hatte.
Und dann lief ich noch ein wenig weiter und plötzlich war auch schon das Ende des Sees da. Das kam wirklich ein wenig überraschend, weil da ja noch ein 2. kleinerer See am Waginger dranhängt und ich der Meinung war, ich müsse noch ein gutes Stück weiter!
Blick von der Brücke
 
 
Nachdem ich über die Brücke war ging es zwar wieder zurück an die Straße, aber da half das "Heimweh" nach meinem Auto und vor allem dem darin liegenden Getränk etwas mit, dass dieser Teil dann auch noch zu schaffen war. Begeisterung kam da aber nicht mehr so richtig bei mir auf! 😉
Egal! Geschafft!!!
18,8km in 2h09 bei graudiesigen 1°C

9 von 10

Freitag, 11. November 2016

Tageslicht

Wenn ich schon des Nächtens schwimme, will ich wenigstens im Tageslicht laufen! Außerdem war die schwindende Helligkeit und die dadurch stark reduzierte Bildermenge schon Thema bei Elke. Dem muss ich ein wenig entgegensteuern!
Am Mittwochslauftreff konnte ich diese Woche wegen eines anderen Termins eh nicht teilnehmen, also nutzte ich die Gunst der sonnigen Mittagsstunde, um erst eine kleine Runde zu Andrea und anschließend noch eine weitere kleine Runde mit ihr zu laufen.
Blick von Bayerham auf den Wallersee
 
Kurze Verschnaufpause im Strandbad
Insgesamt: 9,4km bei sonnigen 4°C

Anschließend ging es noch weiter zum Hundesitterdienst und Sonne tanken. Gut eineinhalb Stunden mit Chaya tun einfach gut!
Hübsche Hütte
Hübsche Maus!
Auch heute ging sich wieder ein Lauf im Hellen aus - gegen Mittag (fast zu Faschingsbeginn), bei Schneeregen/Regen/Schnee trabte ich gemächlich eine kleine Runde oberhalb des Hauses.
Herrliche Novemberstimmung!
The survivors
6,8km im feuchten Novembergrau;

Montag, 7. November 2016

Nightswimming

Ich bin mir sicher, REM haben mit ihrem Lied (LINK) etwas anderes gemeint. 



Heute beginnt für mich jedenfalls auch die Nightswimming-Phase, da die Kraulkurse von unserem Verein auf "ab 21 Uhr" verlegt wurden. 
Der Grund dafür ist, dass eines der beiden Salzburger Hallenbäder abgerissen/neugebaut/renoviert wird und sich nun alle Vereine, Schulen und Publikumsschwimmer im Verbleibenden auf sechs 25m Bahnen tummeln. Damit das überhaupt noch möglich ist, wurden zwar die Öffnungszeiten verlängert, aber die Schwimmzeiten der Vereine eben ganz an den Rand gedrängt. 
Falls ihr also von mir nichts mehr lest oder hört, bin ich heute gegen 21.30 Uhr zur Gitterbettsperre im Wasser eingeschlafen und ertrunken!

Freitag, 4. November 2016

#8 - Wolfgangsee

Ich war mir lange nicht ganz sicher, ob es mir Spaß machen würde, den Wolfgangsee alleine zu umrunden. Ich würde viel, viel länger brauchen, als beim offiziellen Lauf und so richtig lange Strecken hatte ich heuer auch gar nicht trainiert. Deshalb schob ich ihn immer ein wenig vor mir her, bis ich am 16.10. beim offiziellen Lauf ein ganz klein wenig alle Läufer beneidete, die nach 27km mit einem strahlenden Gesicht über die Ziellinie liefen. Da wußte ich, dass ich es versuchen wollte.

Ein Mitgrund war auch, dass ich von heute 16 bis morgen 17 Uhr ein Seminar habe, das sehr "sitzlastig" ist und ich zumindest an einem der beiden Tage die Herbstsonne draußen laufend möglichst lange genießen wollte.
Allerdings fuhr ich nicht extra nach St.Wolfgang, sondern startete an dem für mich nähestem Ort am Wolfgansee, in St.Gilgen.
So hatte ich einen kürzeren Anfahrtsweg und den für mich am wenigsten reizvollen Teil der Strecke gleich am Anfang und somit schnell vorbei! Im Sinne der Erfinder lief ich gegen den Uhrzeigersinn los in Richtung 
Tja, was soll ich sagen. Enthusiasmus ist was anderes. Lockere Beine auch. Da ging ich im Kopf schon mal die Alternativmöglichkeiten zu einer vollen Umrundung durch. (Umdrehen - Nö; mit dem Schiff abkürzen - hmmmm....; Autostopp - nicht bei diesen Rasern), aber je länger ich lief, desto mehr wurde der Kopf von den Farben und der Umgebung zur Ruhe gebracht. 
 
Das einzige, worauf ich noch geachtet habe, war regelmässig zu trinken und immer schön im Entspannungstempo zu bleiben.
Hat funktioniert. Gelegentlich mussten zwar auch Hühner als Fotomodell herhalten, um eine kleine Fotopause zu rechtfertigen, aber die meiste Zeit lief es da schon ziemlich rund.
Kurz vor Strobl hatte ich dann doch noch einen kleinen Durchhänger, weil sich beim Anblick dieser hübschen Kilometerangabe 
der Gedanke "wenn-ich-jetzt-nur-mehr-bis-St.Wolfgang-laufen-müsste-wie-sonst-immer" plötzlich breitmachen wollte. Den habe ich dann aber zum Glück mit einer kurzen Geh- und Jausenpause wieder zum Schweigen gebracht. Nix da, der Falkenstein gehört dazu!
Und damit ich nicht so völlig unvorbereitet von der "flachen" Strecke bergauf gehen muss, nahm ich auch den Bürgelstein wieder mit. Die Strecke ist einfach hübscher, als die offizielle mit den Holzstegen, die heute nass-gefroren-rutschig zu ein oder zwei uneleganten Schlittereinlagen geführt haben!
 
Dann den Bürgelstein rauf (schnauf!) und wieder runter (rutsch).
Die Strecke nach St.Wolfgang war ganz ungewohnt. Keine Läufer, keine überfüllten Parkplätze, kein Beschleunigen in Richtung Ziel. Dafür habe ich mir in Ruhe alle Geschäfte im vorbeilaufen angesehen und das staufreie Weiterkommen Richtung Schafbergbahn genossen.
Weiterlaufen bis die Straße endet und dann rauf auf den Falkenstein. Puh! Es hat schon was für sich, dass man diesen Hubbel beim offiziellen Lauf bereits in den ersten Kilometern hinter sich bringt. Mit bereits 21km in den Beinen ist die Steigung nämlich richtig fies! Da half nur Blick stur auf den Boden und weitergehen. Irgendwann war ich dann auch wirklich oben und freute mich sehr. Allerdings nur kurz, weil runter ist auch nicht so toll. Also erst ein Stück gehen und gegen Ende wieder langsam ins Laufen kommen.
 
Die restliche Strecke war dann wieder sehr angenehm, weil "flach" und nach einer kurzen Ehrenrunde in St.Gilgen fand ich auch mein Auto wieder!


Sonntag, 30. Oktober 2016

Urlaubsgefühle

Es hat dieses Jahr etwas länger gebraucht, bis ich mich so richtig in Urlaubsstimmung baden konnte. Obwohl gleich das erste Wochenende in Bregenz mit einer Laufveranstaltung begonnen hatte, haben mich doch immer wieder Banktermine, Kellerausräumaktionen, Möbelverkäufe, etc. davon abgehalten, völlig ganz und gar abzuschalten. 
Aber letzte Woche hab ich mich dann doch so richtig im Urlaubsdemenz-Zustand wiedergefunden, habe Termine verschwitzt und plötzlich auch im Kalender kontrollieren müssen, wann denn mein erster Arbeitstag sein wird, weil ich mir nicht mehr sicher war, ob ich ihn schon übersehen habe (nein, hab ich nicht!).

Das "gröbste" habe ich jedenfalls heute hinter mich gebracht - mein Haus, bzw. ehemaliges Haus habe ich heute an seine neuen Besitzer übergeben! Da es bis zum Umzug in meine neue Wohnung noch gut drei Monate dauern wird, bleibe ich als Mieterin hier im Erdgeschoß wohnen, während der erste Stock ab Dienstag renoviert und vermietet wird.

Aber natürlich gab es noch mehr in den letzten Tagen, wie zum Beispiel:
schöne Läufe hier in der Gegend, mal alleine, mal mit dem Mittwochslauftreff...
Ausflüge mal auf den Gaisberg zum anfeuern beim Trailrunnigfestival...
mal alleine in aller Ruhe zur Ruhe ...

Fraueninsel

Chiemsee
einen wunderschönen Morgenspaziergang mit Chaya in Obertrum...

faule Tage daheim auf der Terrasse oder bei Regen auch mal drinnen mit einem guten Buch...
und heute am letzten Urlaubswochenende zum drüberstreuen noch eine nette kleine Laufveranstaltung hier ganz in der Nähe.
Die Herbstrosentrophy in Lengau lockte mit einer sehr netten 5km Runde über Wiesen und durch einen kleinen Wald und viele Freunde und Vereinskollegen kamen, liefen und feierten anschließend noch gemeinsam.
5km, 28:32 min;