Irgendwie hatte ich nach unserem letzten Seecrossing noch immer nicht genug vom Wasser. Und glücklicherweise lebe ich ja in einer Gegend, der es nicht an Seen mangelt und so beschloss ich für mich, noch den einen oder anderen See zusätzlich (zu den Dreien, die unser Ziel waren) zu durchschwimmen.
Da fiel mir auf, dass mir noch der Fuschlsee fehlt, den alle anderen schon in früheren Jahren mal gequert hatten, ich aber noch nie. Sollte ich ihn alleine queren? Warum eigentlich nicht? Schon begann ich, mir über einen günstigen Tag Gedanken zu machen, als mir Heide erzählte, dass sie Alex, einen Vereinskollegen von uns, der ein echt tolles 4-Tage-Schwimm-Lauf-Wander-Radelprojekt vorhatte (LINK) am Donnerstag bei seinem Start durch den Mattsee begleiten würde. Da hatte ich zwar keine Zeit, wußte aber, dass er am Sonntag noch durch den Fuschlsee schwimmen wollte und bot ihm dafür meine Begleitung (das ist relativ, da er viel schneller schwimmt, als ich, aber naja....) an.
Und so war der Startpunkt (und damit die Schwimmrichtung) schon vorgegeben, die Startzeit machte ich mir am Sonntag dann nach einer kleinen Planänderung spontan mit ihm und seinem Supporter aus.
Nach zwei megaheißen Tagen mit Temperaturen über 30°C war der Sonntag angenehm bewölkt, es hatte in der Nacht schon ein wenig geregnet und es wehte ein lustiger (?), böiger Wind. Leider von der Hofer Seite aus, zu der wir schwimmen wollten! Kurz schaute ich mir das Wellenspiel am See an, bevor ich mich entschloss, einfach mal mit loszuschwimmen und mir nach ca. 30 Minuten zu überlegen, ob ich weiter- oder zurückschwimmen würde. Außerdem nahm ich diesesmal eine Schwimmboje mit meinem Autoschlüssel, Telefon und der Kleidung mit, dass ich im Falle eines verfrühten Ausstiegs bei Alex' Supporter Bescheid geben und zurück zu meinem Auto spazieren könnte.
Kurz vor halb12 schwammen wir los und auch wenn die Wellen mein Schwimmtempo in unterirdische Bereiche drückte, fand ich es nicht so schlimm, wie einen Monat zuvor im Obertrumersee. (Die Beine waren ausgeruht!) So gab ich Alex dann auch nach einer guten halben Stunde Bescheid, dass ich weiterschwimmen würde und kämpfte weiter gegen die Wellen. Ein klein wenig frustriert war ich allerdings schon, als ich nach ca. 55 Minuten sah, dass ich auf diese Weise gerade mal 1,7 km gekommen war! Trotzdem wollte ich nicht aufgeben und zum Glück ließ auf der zweiten Hälfte der Wind deutlich nach und wenn ich noch einen Rest Muskelkraft in meinen Schultern und Armen gehabt hätte, hätte ich ab da auch noch etwas beschleunigen können.
Hätte, hätte, usw....
Also schwamm ich einfach im "Knapp-vorm-umfallen-bzw-untergehen-Tempo" weiter und kam nach knapp zweieinhalb Stunden in Hof wieder an Land - halleluja!!!
Alex war in der Zwischenzeit schon zum Auto gegangen, um sich für seine nächste Etappe umzuziehen und ein wenig zu stärken. Ein nachher Foto (mit eleganter Schwimmfrisur!) wurde geknipst
und schon saß er wieder auf dem Rad, um die letzten 75km radelnd und ca. 10km laufend zu absolvieren.
Ich fuhr hingegen gemütlich mit dem Auto nach Hause und verbrachte den restlichen Tag faul und lesend auf meiner Terrasse!
























