Sonntag, 24. Mai 2020

Neue Pläne? Brauch ich die??

Was für eine tolle Zeit in der wir leben. Raus aus den altgewohnten, geliebten Ritualen und Gewohnheiten, statt dessen Platz und Freiraum für neue Ideen, Pläne und Unternehmungen! (Ich spreche jetzt natürlich von der Warte der "Konsumentin" von sportlichen Wettbewerben, nicht von der Veranstalterseite).

Besonders interessant finde ich, wie unterschiedlich auf diese veränderten äußeren Bedingungen reagiert werden kann. So konnte ich bei mir beobachten, wie ich nach und nach (immer nach Bekanntgabe der aktuellen Frist, wie lange das Sportveranstaltungsverbot dauern würde) mit einer gewissen Erleichterung sämtliche Termine aus meinem Kalender gestrichen und fasziniert die vielen dadurch freigewordenen Wochenenden betrachtet habe. Dazu muss ich vielleicht erklären, dass ich mir immer alle Lauf- oder Triathlontermine in den Kalender schreibe, an denen ich gerne mal teilnehmen würde, die für mich erreich- und machbar wären, um sie ein wenig "im Auge" zu behalten. Erstaunlicherweise fühlte sich das richtig gut an.
Eine Ausnahme war der Ahrathon, weil es da nicht nur der Halbmarathon an sich war, der mich gereizt, sondern das Bloggertreffen, das zu diesem Anlass stattgefunden hätte. Von anderen hörte ich da schon mehr über Enttäuschung, dass gewisse Bewerbe nicht stattfinden werden oder verschoben wurden.

Für meinen Urlaub hatte ich zwar schon so einige Ideen, aber nachdem es sich da nicht um Transkontinentalflüge, sondern "nur" um etwas weitere Radausflüge handelt, kann ich die vielleicht im Sommer oder Herbst noch machen und selbst wenn nicht - es gibt in Österreich noch mehr als genügend Wege, die erradelt werden wollen!

Wie sieht es mit dem "Training" aus? Trainingsplan hatte ich sonst auch nie einen, so musste nichts adaptiert oder gar geändert werden. Ok, das Schwimmtraining im Hallenbad war vorbei (fehlte mir aber gar nicht sooo sehr, wo es doch heuer schon so früh so warm war, dass man eh im See schwimmen konnte). Ich lief einfach weiter durch die Gegend, wie es sich gerade gut anfühlt, habe manchmal das Gefühl, mal wieder länger laufen zu wollen, aber nicht, weil ein HM ansteht, sondern einfach weil ich es mag, längere Strecken laufen zu können und weiter rumzukommen. Deswegen reizen mich virtuelle Bewerbe, wie sie oft als Ersatz angeboten werden, gerade überhaupt gar nicht.
Was hingegen richtig Spass gemacht hat, war die erste gemeinsame Ausfahrt mit Freundinnen. Eigentlich hätten wir ja als Quartett starten wollen, aber ein bösartiger Rückennerv ließ die Lieblingsschwester absagen und so cruisten wir zu dritt auf immer wieder neuen Wegen in den Norden des Flachgaus, über Berge (ja ehrlich!!!) und Felder. Waren begeistert (und manchmal auch leicht verwirrt) von den unzähligen kleinen Straßen, genossen die Sonne und (ich) den Windschatten! 
 
 
Und trotzdem habe auch ich neue Pläne!
Und einige von ihnen haben sogar schon Termine bekommen!!
Ich verrate hier nur soviel: ein paar haben mit den Seen hier in der Umgebung zu tun, andere mit Geographiekenntnissen und wiederum andere vereinen das eine mit dem anderen. 
Und: geschwommen, geradelt und gelaufen wird auch dabei!

Mittwoch, 20. Mai 2020

Wurm drin?

Ich weiß, ich bin nicht unbedingt die begnadetste aller Einkäuferinnen. Aber nichtsdestotrotz war es mir in meinem bisherigen Leben durchaus möglich, Dinge / Gegenstände zu erstehen, wenn mir der Sinn danach stand. 
Beim Kauf meines Gravelbikes ist aber irgendwie der Wurm drin...
Im letzten Post habe ich ja von dem nicht mehr getätigten Kauf in Deutschland und dem geschlossenen Geschäft in Salzburg geschrieben. So leicht lasse ich mich aber nicht aus der Kauflaune bringen und suchte weiter. Und fand im Internet ein hübsches Rädchen, bei dem alles so zu sein schien, wie ich es gerne haben würde und tadaaa das ganze auf der Homepage eines Salzburger Händlers. Also habe ich per Mail angefragt, ob das Rad in meiner Größe noch verfügbar ist und bekam die Antwort: Ja!
Freudig radelte ich also am Monat Nachmittag nach der Arbeit durch den dichten Salzburger Verkehr zu der Filiale um dort von einem Mitarbeiter erklärt zu bekommen, dass mein Rad nicht bei ihnen verfügbar sei, sondern in der "anderen" Filiale. Dazu muss ich erklärend hinzufügen, dass es zwei Filialen gibt. xxxx-Rad in Salzburg Stadt und xxxx-Süd (auf Bergsport spezialisiert) in Puch, südlich von Salzburg. Das hat mich dann doch etwas überrascht/geärgert und auf meine Anfrage, ob es denn nicht möglich sei, das Rad nach Salzburg bringen zu lassen, meinte er nur, dass sich so ein Aufwand nicht lohnen würde und mein Ärger wuchs.
Ziemlich sauer und radlos fuhr ich also wieder zurück. Traf mich noch mit einer Freundin, erzählte ihr von dem Erlebten und radelte anschließend wieder zurück zum S-Bahnhof, an dem mein Stadtrad seine Garage hat. Dort angekommen sah ich, dass ich es gerade noch schaffen würde, die S-Bahn Richtung Puch zu erwischen und dort noch eine knappe halbe Stunde Zeit haben würde, das Rad anzuschauen. 
Hechte also zum Bahnsteig hinauf, Zug 4 Min verspätet. 
Macht nix, denke ich mir, die holt er auf. 
Zug kommt, ich steige ein, Zug steht. 
5 Minuten später, Zug steht. 
10 Minuten später, Zug fährt langsam an, rollt aus, steht. 
Ich knurre.
Dann fährt er langsam an, aber meine Hochrechnung zeigt mir, dass ich so maximal noch 10 Minuten Zeit haben würde, das Rad anzuschauen und zu testen. Das ist zu kurz. Also steige ich bei der nächsten Station wieder aus, wo kurz darauf "meine" S-Bahn kommt und mich nach Hause bringt.
Da will man einmal im Leben über seinen Schatten springen und einem doofen und kundenunfreundlichen Laden trotzdem was abkaufen und dann bremst mich die ÖBB aus!!! 

Soviel zum Ärger diese Woche.

Sonst war aber alles ganz wunderbar und ich habe die Eisheiligentemperaturen genossen, danach viel Zeit damit verbracht meine Terrasse nach- und neuzubestücken


 
eine wunderschöne sonntägliche Rennradtour zu unternehmen
und natürlich meinen heißgeliebten Chayaspaziergang zu genießen, der gestern schon wieder bei solch unsäglich heißen Temperaturen (behauptet Chaya) stattgefunden hat, dass sie dringend eine Abkühlung im Wasser brauchte!

Dienstag, 12. Mai 2020

Wochenend und Sonnenschein

was brauch ich mehr zum Glücklichsein?
Na was wohl - Regen!!!
Und den bekam ich, wenn auch erst am Sonntag.
Aber der Reihe nach:

Am Freitag nutzte ich den Sonnenschein, um mit dem Rad zu meinem Zahnarzttermin zu fahren. Schöne Umgebung, leichte Bewegung und frische Luft sollen sich ja positiv aufs Nervenkostüm auswirken und ich brachte ihn auch mit Anstand und (fast) ohne Panikattacke hinter mich. Zur Belohnung fuhr ich dann in Salzburg noch ein wenig weiter, zu einem neu entdeckten Fahrradladen, den ich am Vortag im Internet entdeckt hatte. 
Ich wollte ja schon letztes Jahr im Herbst (da war ich zu langsam) meinen Radfuhrpark um ein Gravelbike erweitern, um meine Radrunden nicht mehr so streng zwischen Straßen- und Tourenauchmalmitschotterwegen-Ausfahrten trennen zu müssen. 
Jedenfalls war ich heuer schon ein Stück weiter, fand eine Marke, die mir zusagte und - was für mich ganz wichtig ist - einen Händler, bei dem man ein Bikefitting vor dem Kauf machen lassen kann, um dann die passenden Teile bestellen zu können. Mein Pech: er ist im momentan unerreichbaren "Ausland" und das Jahr schreitet voran und die Grenzen sind zu. 😡

Also habe ich mich hier mal umgesehen und oben genannten Laden entdeckt, der auch Radkomponentenzusammenbau anbietet. Jetzt wollte ich nur noch fragen, ob sie auch bei der (Größen)-Auswahl ein wenig behilflich sein könnten. Radle also fröhlich hin - geschlossen! 
Die Werkstatt sollte zwar geöffnet haben, aber auch dort war nur ein Schild mit Telefonnummer. Also bin ich eben wieder heimgeradelt, weil telefonieren tu ich nun mal äußerst ungern.
Dafür habe ich mich am Nachmittag in den Obertrumersee gestürzt (zum abkühlen) und wurde heuer erstmals von der Lieblingsschwester begleitet. Herrlich!

Am Samstag war mir dann mehr nach laufen, aber es wurde im Laufe des Tages immer wärmer und schwüler, so dass ich mich am Nachmittag doch mit dem Rennrad auf den Weg gemacht und das Laufen auf Sonntag verschoben habe. Es wurde eine gemütliche Einstundenrunde um Seekirchen bei erstaunlich leeren Straßen! (Wahrscheinlich mussten alle noch Muttertagskampfshoppen.)
Sonntag Vormittag stellte sich die Entscheidung als sehr weise heraus - es regnete leicht und stetig, war warm und ich trabte grinsend wie ein Honigkuchenpferd durch die Gegend und kam nach einer Stunde pitsche-patsche-nass und glücklich wieder zurück nach Hause!
 
Ich weiß, man sieht es auf den Bildern nicht, aber es hat geregnet! 😁

Gestern wechselten Wolken und Sonne, ich hatte vor, ein wenig Stabi zu machen und nachdem es am Nachmittag gerade wieder sehr sonnig war, als ich nach der Arbeit heimkam, widmete ich mich kurz einer Teilernte
und spazierte dann zum Fitnesspoint um dort meine Stabi-Übungen an der frischen Luft zu absolvieren.
Danach trabte ich noch eine kleine Runde nach Hause, die Wolken wurden immer mehr und dunkler, dann kam Wind auf und am Schluß erwischte ich doch tatsächlich noch ein paar Minuten von dem grandiosen Gewitterregen! 😀



Freitag, 8. Mai 2020

Gemütlich

Äußerst gemütlich verlief diese Woche in sportlicher Hinsicht. 

Den WingsforLife-AppRun am Sonntag nutzte ich für einen etwas schnelleren Stundenlauf (naja, es wurden 55 Minuten). Da die App wieder zu spät auf mich aufmerksam wurde (ich war vermutlich einfach zu schnell), wußte ich auch nicht, wie lange ich mit dieser Pace - 6:33 mit, 6:19 ohne Pausen - hätte laufen müssen, bis ich vom CatcherCar eingeholt werden würde und lief knapp 9 Kilometer. 
Die Pause war leider unumgänglich, da mein Schwager mit Chaya an der Strecke stand... Wer kann da schon weiterlaufen?
Besonders nett war, dass mein Neffe sich uns angeschlossen hat. Er läuft seit einiger Zeit für sich alleine, meistens kurze Runden und wollte mal ausprobieren, ob er auch 10km schafft. Er wäre alleine viel zu schnell gestartet und so hat sich Heide als Tempokontrolleurin an seine Seite gesellt und ist mit ihm schön gleichmässig die gesamte Strecke gelaufen und so haben die beiden fast eine Punktlandung geschafft!

Am Dienstag habe ich mich dann mal wieder mit einer ehemaligen Arbeitskollegin zum wandern getrofffen. Erst tröpfelte es noch vor sich hin, aber das konnte uns nicht abhalten. Wir genossen einfach die Ruhe und die leeren Wege und die tiefhängenden Wolken zauberten eine ganz wunderbare Stimmung. 
Irgendwo dahinter ist der Gipfel
Wir kommen näher
Gefunden!

Beim Runtergehen kam dann übrigens die Sonne heraus!
Der Rest der Woche gehörte den Büchern, der Couch und der Unterstützung der regionalen Wirtschaft! Jetzt bin ich ausgeruht und das Wochenende steht vor der Tür, mal sehen, was sich daraus machen lässt!

Freitag, 1. Mai 2020

Ach nee

Auf die Frage der Lieblingsschwester gestern Abend, ob ich heute mit jemandem etwas unternehmen würde (nachdem die Ausgangsbeschränkungen bei uns mit 1. Mai aufgehoben/gelockert wurden), meinte ich nur: Ach nee. 
Jetzt habe ich mich gerade so schön an den Luxus gewöhnt, nach Lust und Laune aufzustehen und Laufen / Radeln / Schwimmen zu gehen, dass ich nicht so schnell wieder auf Verabredungen umstellen mag. 
Ich denke mir, das kommt eh nach und nach, so werde ich sie am Sonntag nach dem WingsforLife-AppRun auch besuchen gehen. Starten werden wir beide, aber genau bei diesem Lauf ist ja das Tolle, das es völlig egal ist, wo man gerade ist, die Distanz wird hier genau so aufgezeichnet, wie dort.
Heute habe ich bei meinem Vormittagslauf schon mal die App getestet - der Sonntag kann kommen. Denn wie heißt es so schön, wenn die Generalprobe daneben geht, klappt es bei der Premiere!
Schön war es trotzdem, auch wenn ich mehr Warnmeldungen, als Informationen erhalten habe und die App dann irgendwann ganz weggebrochen ist. Nach einem Neustart, hat sie mir immerhin zu 5 gelaufenen Kilometern gratuliert. Keine Ahnung warum, aber nett ist das ja auch irgendwie. 😁
 

Eine ganz besondere Verabredung hatte ich diese Woche auch schon.
 
Das Hundesitten hat wieder begonnen - hach so schön!!!

Montag, 27. April 2020

Sonntagsausflug

Grabensee

Was für ein herrlicher Sonntag! Da könnte ich doch ein wenig radfahren gehen. Oder laufen. Oder schwimmen. Eis essen wäre auch nicht schlecht.... 
Ja, ich gestehe, ich bin manchmal sehr unentschlossen, wenn es darum geht, was ich mir Gutes tun will. So saß ich gestern Vormittag daheim und weil ich mich einfach nicht für eine Sache entscheiden konnte, machte ich schlußendlich einfach alles! 
Erst mal radelte ich am Buchberg vorbei zum Grabensee, stellte mein Rad ab und umrundetete ihn. Dass ich dafür fast doppelt so lange unterwegs war, wie geplant, liegt daran, dass ich ca. in der Hälfte eine nette Vereinskollegin samt ihrer Tochter auf dem Rad getroffen habe und wir (nach fast 2 Monaten Pause) ein wenig kommunikativen Aufholbedarf hatten!
Dafür lief sich die zweite Hälfte gleich noch beschwingter und wieder an meinem Ausgangspunkt angekommen, radelte ich weiter zum nächsten See, nach Obertrum. Dort schwamm ich ein wenig in der Bucht hin und her, gönnte mir anschließend ein warmes Süppchen, das ich mitgenommen hatte und als Nachspeise noch ein Eis!
Danach war ich schon mal rundum glücklich und als besonders nette Draufgabe, radelte Heide dann noch ein Stückchen mit mir Richtung Seekirchen, da sie sich zur gleichen Zeit auf eine Radrunde machte, als ich meinen Heimweg antrat!

Heute war ich dann aber weitaus bescheidener und trabte nach einem kurzen Stabi-Training nur noch eine halbe Stunde durch die tiefstehende Abendsonne.
 So lässt sich das Leben aushalten! 😉

Mittwoch, 22. April 2020

Zweimal Wolken mit Genuss bitte!

Es gibt so Tage, da kommt man einfach nicht ganz in Schwung. Manchmal ist aber auch das Wetter "schuld", so wie letzte Woche.
Ich bin nur zweimal gelaufen und beidemale waren einfach so wunder-, wunder-, wunderschöne Wolken am Himmel, dass ich eigentlich ständig am liebsten einen rotierenden Kopf gehabt hätte, um die tollen Wolkengebilde anzuschauen. 

 



Am Dienstag war es richtig eisig, was die Neo-Outdoorfans wohl davon abhielt, ihrem neu entdeckten Hobby nachzugehen und ich lief praktisch alleine (!) dem Seeweg entlang bis knapp vor Zell und wieder zurück. Das an sich wäre ja schon bemerkenswert genug, aber wie oben geschrieben - auch die Wolken waren einfach nur schön!








 
 
















Der nächste Lauf fand dann erst am Sonntag statt. Meine Beine brauchten vom Dauerhockesitzen am Samstag dringendst ein wenig Erholung und so trabte ich eine kleine Runde über die Hügel der näheren Nachbarschaft. Die Wetterprognose sprach zwar von Regen, der war mir aber nicht vergönnt. Dafür traf ich zuerst eine ebenfalls laufende Nachbarin, mit der ich ein wenig plauderte, machte dann schöpferische Wolkenschaupausen, wurde radelnd von einer Vereinskollegin und deren Freund überholt (wieder "kurzes" Plaudern) und blieb dann noch beim zaunbefreiten Froschteich stehen, um dort mit einem Fotographen zu schwätzen, der Wasserfrösche ablichtete. 😉
Insgesamt also ein sehr kommunikativer Lauf und das obwohl ich ganz alleine unterwegs war!
Auf einmal kam die Sonne raus...
Wolken-Sonne-Mix
Hinter mir braut sich was zusammen

 
 
 
 
 

Samstag, 18. April 2020

Alternativtraining

Gäbe es heuer Amphibienzaunentfernerbewerbe, wäre ich sicher ganz vorne mit dabei! 

Knapp zwei Monate stand heuer der Froschzaun in Wirthenstätten, den ein paar Frosch- und Krötenliebhaber betreuen. Und weil heuer ab Mitte März schlagartig alle abendlichen Trainingstermine ausgefallen sind, war ich noch nie so häufig und so entspannt des nächtens bei meinen Hübschen.
 

 
 














Nun ist die Hauptwanderzeit der Kröten aber wieder vorbei und so gab es heute ein alternatives Krafttraining: Zaun abbauen!
 


 
Zum Abschluß bekamen wir noch ein wunderschönes Wasserfroschkonzert von den Teichbewohnern. Drei Stunden Dauerkniebeugen mit zusätzlichem Armtraining - das reicht für heute, ich leg mich jetzt auf die Terrasse!

Montag, 13. April 2020

Runterschalten

Da bin ich wieder!
Nachdem die Vorboten der "Veränderungen" (ich mag einfach nicht von Corona-Krise schreiben) bei mir in der Arbeit mit einer unglaublichen Hektik und Unruhe einher gingen, mit beinahe stündlich eintreffenden neuen Vorschriften und Verhaltensmaßnahmen, mit Verunsicherung bei Kolleginnen und Bekannten wegen unangekündigter Zwangsversetzungen etc., habe ich mir kurzentschlossen ein paar persönliche Auszeiten verordnet, um zumindest im privaten Bereich einen oder zwei Gänge runterschalten zu können. (Darunter fiel auch mein Blog und das kommentieren bei Bloggerfreunden.) Das ist mir soweit auch ganz gut gelungen und mittlerweile hat sich die Stimmung auch größtenteils wieder beruhigt.

Für mich persönlich hat sich in den letzten Wochen, bis auf den Wegfall meiner "privaten" Termine gar nicht so viel verändert.
Ich gehe nach wie vor zur Arbeit und bin auch (noch) am gleichen Arbeitsplatz. Dadurch erspare ich mir den Lagerkoller durch "Einzelhaft"! Ok, ich habe heuer früher damit begonnen, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, als sonst, aber die Öffis wurden hier so ausgedünnt, dass mir gar nichts anderes übrigblieb. So nutze ich meinen Arbeitsweg zum radeln und meine freien Tage zum laufen.
Schwimmen kann ich ja sowieso im Wallersee, das hab ich den ganzen Winter gemacht und mittlerweile sind die Temperaturen schon wieder so angenehm, dass ich fast ein schlechtes Gewissen bekomme, wenn ich nach 15 Minuten schon wieder aufhöre!
Klar fehlt mir Chaya, aber Birgit schickt mir regelmässig Videos von ihr!
Ja, auch die gemeinsamen Unternehmungen, Läufe, Gespräche mit ihr und Vereinskolleginnen sind mir abgegangen, aber auch dafür haben wir Abhilfe geschaffen. 
Einmal pro Woche gibt es eine Gruppen-WhatsApp-Videophonie mit den Mädels und Heide hat auf Grund eines Motivationstiefs die "Gemeinsam-Alleine"-Idee geboren. Wir gehen jetzt 2-3mal pro Woche gemeinsam - alleine laufen. Startzeit und Dauer des Laufes sind vorgegeben, jede startet vor ihrer Haustüre (und gibt noch kurz Bescheid, dass sie startklar ist).
Sieht dann manchmal so aus

oder so! ;)

















Auch zu Stabi-Einheiten verabreden wir uns virtuell. Da schlägt dann abwechselnd eine ein bestimmtes Programm vor, das wir machen und dann plagen wir uns gemeinsam/alleine im Garten, Wohnzimmer, am Balkon oder sonstwo! Die vorher-nachher Fotos sind allerdings streng geheim und gehören nicht hierher!
Ein toller Nebeneffekt - so komme ich öfter, als je zuvor zu meinem Stabitraining!

Und sonst so? 
Wie sich gezeigt hat, sind scheinbar krisensichere Branchen (Gastgewerbe-Tourismus) es doch nicht und so gehe ich auf Nummer sicher und schaffe mir Zweiteinkommen in neuen Bereichen.
Vogelfutterproduktion - autark!
Und ich achte sehr darauf, dass ich gesund bleibe indem es Körper (schwimmen), Geist (ich lese mehr, als je zuvor) 

und Seele gut geht.
Lauf über die Fischach
Sonnenaufgang am Froschteich
Lauf auf menschenleeren Wegen
Nach dem Schwimmen noch ein wenig ins Wasser schauen
Löwenzahnwiesen laufend genießen
Meine Lieblingsgärtnerei im Ort hat auf Selbstbedienung umgestellt, nachdem sie nicht mehr öffnen durften und so konnte ich auch Heimtage gut nutzen und brauche mir um Abstandvorschriften am Gemüseregal bald keine Gedanken mehr zu machen.
Der Bärlauch wächst von selbst
für den Rest sorge ich!

Montag, 16. März 2020

Freitag, 6. März 2020

Verlängert

Ursprünglich hatte ich für mein "everysinglestreet-Laufprojekt" Ende Februar als Frist geplant. Aber irgendwie waren da so viele andere Läufe mit anderen (Sonntags um den Wallersee, Krapfenlauf, Lauftreff und ein paar Marathonvorbereitungsbegleitungen), dass ich einfach nicht recht weitergekommen bin. Also habe ich Ende Februar mal bei meinen beiden Mitstreiterinnen nachgefragt, wie weit sie denn schon gekommen seien, mit der Erkenntnis, dass kein Widerspruch nicht unbedingt Zustimmung bedeutet!  😆
Mit anderen Worten, eine hatte wohl gar nie vor mitzumachen und die andere wird Anfang April umziehen und möchte erst danach anfangen. Also habe ich beschlossen, auch zu mir großzügig zu sein und um einen Monat zu verlängern. 
 












Letzte Woche lief ich wieder einen Teil der Straßen ab und konnte dadurch ein paar weitere "weiße Flecken" auf meiner Seekirchenkarte tilgen.



Das Wetter war ideal, leicht bewölkt und windstill und so nahm ich nach einer Stunde mit ein paar ungeplanten Umwegen wegen Baustellen
und meiner Orientierungslosigkeit, noch den Fitnesspoint mit, wo ich knapp 15 Minuten verbracht habe und dann gut gedehnt wieder nach Hause getrabt bin.
Montags gönnte ich mir dann einen herrlichen Nacharbeitsgatschlauf, der allerdings, bis auf den Gatsch nur sehr wenig Vergnügen bereitete. 
Die Beine waren schwer, der Rücken verspannt, die Strecke länger, als sonst (ehrlich!!) und ich war einfach nur froh, als ich wieder zuhause war. 
Apropos zuhause: hier halte ich mich momentan wirklich sehr gerne auf, besonders tagsüber. Die Abende oder auch die frühen Morgenstunden verbringe ich jetzt nämlich öfter wieder in einem Waldstück hier ganz in der Nähe, um den wanderungswilligen Amphibien meine Taxidienste zukommen zu lassen.