Dienstag, 11. August 2020

Verdoppelt

Wie schafft man es, seine Laufumfänge von einer Woche auf die andere zu verdoppeln? 
Ganz einfach - man läuft so wenig, dass schon ein ungeplanter, dritter Lauf in der Woche zu einem solchen Ergebnis führt! 
Außerdem hatten wir vergangene Woche für zwei Tage ein ganz herrliches Regenschüttewetter, dem ich am Dienstag läuferisch einfach nicht widerstehen konnte. (ohne Bilder, das Telefon ließ ich lieber daheim!)
Am nächsten Tag rief der 3T Lauftreff, den ich mit einem Gartenversorgungsbesuch bei der Lieblingsschwester verband, die momentan im Urlaub weilt. Und da fand ich dann auch gleich noch eine Zutat für meinen sonntäglichen Salat!
Wurde geerntet
und verarbeitet!



















Die restliche Woche war wieder so hochsommerlich, dass ich nur mehr sehr wenig Bewegung gemacht habe. 
Eine Ratschausfahrt mit Angelika, die uns irgendwie zum Eisessen und wieder nach Hause gebracht hat
und eine etwas längere Radrunde am Samstag, bei der ich nicht stehenbleiben konnte, weil mich dann sofort die Bremsen attackiert haben und die somit auch fotolos geblieben ist. 
Sonst saß ich fast nur noch zuhause herum, so dass ich am Sonntag Abend einfach noch mal raus wollte. 
Ich fuhr mit dem Bus nach Obertrum, goß noch einmal die Pflanzen der Urlauber und spazierlief dann ganz gemächlich nach Hause. 
 
 
Es war zwar noch warm, aber nicht mehr so drückend und so kam ich ganz unverhofft noch mal zu gut 7 Kilometern, die meinen Wochenlaufumfang im Vergleich zur Vorwoche doch glatt verdoppelten! Hihi - aber für diese Woche ist keine weitere Verdoppelung geplant, nicht dass das noch jemand erwartet!

Dienstag, 4. August 2020

Seecrossing #4 - Fuschlsee

Irgendwie hatte ich nach unserem letzten Seecrossing noch immer nicht genug vom Wasser. Und glücklicherweise lebe ich ja in einer Gegend, der es nicht an Seen mangelt und so beschloss ich für mich, noch den einen oder anderen See zusätzlich (zu den Dreien, die unser Ziel waren) zu durchschwimmen. 
Da fiel mir auf, dass mir noch der Fuschlsee fehlt, den alle anderen schon in früheren Jahren mal gequert hatten, ich aber noch nie. Sollte ich ihn alleine queren? Warum eigentlich nicht? Schon begann ich, mir über einen günstigen Tag Gedanken zu machen, als mir Heide erzählte, dass sie Alex, einen Vereinskollegen von uns, der ein echt tolles 4-Tage-Schwimm-Lauf-Wander-Radelprojekt vorhatte (LINK) am Donnerstag bei seinem Start durch den Mattsee begleiten würde. Da hatte ich zwar keine Zeit, wußte aber, dass er am Sonntag noch durch den Fuschlsee schwimmen wollte und bot ihm dafür meine Begleitung (das ist relativ, da er viel schneller schwimmt, als ich, aber naja....) an. 
Und so war der Startpunkt (und damit die Schwimmrichtung) schon vorgegeben, die Startzeit machte ich mir am Sonntag dann nach einer kleinen Planänderung spontan mit ihm und seinem Supporter aus.
Nach zwei megaheißen Tagen mit Temperaturen über 30°C war der Sonntag angenehm bewölkt, es hatte in der Nacht schon ein wenig geregnet und es wehte ein lustiger (?), böiger Wind. Leider von der Hofer Seite aus, zu der wir schwimmen wollten! Kurz schaute ich mir das Wellenspiel am See an, bevor ich mich entschloss, einfach mal mit loszuschwimmen und mir nach ca. 30 Minuten zu überlegen, ob ich weiter- oder zurückschwimmen würde. Außerdem nahm ich diesesmal eine Schwimmboje mit meinem Autoschlüssel, Telefon und der Kleidung mit, dass ich im Falle eines verfrühten Ausstiegs bei Alex' Supporter Bescheid geben und zurück zu meinem Auto spazieren könnte. 
Kurz vor halb12 schwammen wir los und auch wenn die Wellen mein Schwimmtempo in unterirdische Bereiche drückte, fand ich es nicht so schlimm, wie einen Monat zuvor im Obertrumersee. (Die Beine waren ausgeruht!) So gab ich Alex dann auch nach einer guten halben Stunde Bescheid, dass ich weiterschwimmen würde und kämpfte weiter gegen die Wellen. Ein klein wenig frustriert war ich allerdings schon, als ich nach ca. 55 Minuten sah, dass ich auf diese Weise gerade mal 1,7 km gekommen war! Trotzdem wollte ich nicht aufgeben und zum Glück ließ auf der zweiten Hälfte der Wind deutlich nach und wenn ich noch einen Rest Muskelkraft in meinen Schultern und Armen gehabt hätte, hätte ich ab da auch noch etwas beschleunigen können. 
Hätte, hätte, usw.... 
Also schwamm ich einfach im "Knapp-vorm-umfallen-bzw-untergehen-Tempo" weiter und kam nach knapp zweieinhalb Stunden in Hof wieder an Land - halleluja!!! 
Alex war in der Zwischenzeit schon zum Auto gegangen, um sich für seine nächste Etappe umzuziehen und ein wenig zu stärken. Ein nachher Foto (mit eleganter Schwimmfrisur!) wurde geknipst 
und schon saß er wieder auf dem Rad, um die letzten 75km radelnd und ca. 10km laufend zu absolvieren. 
Ich fuhr hingegen gemütlich mit dem Auto nach Hause und verbrachte den restlichen Tag faul und lesend auf meiner Terrasse!

Mittwoch, 29. Juli 2020

Seecrossing #3 - Obertrumer See

Geht doch!
Gestern starteten Heide und ich unseren zweiten Anlauf, den Obertrumer See zu durchqueren und waren erfolgreich! 
Frühmorgens um halb sieben Uhr trafen wir uns beim Seespitz in Obertrum, um - ganz wichtig - die Windrichtung festzustellen und danach unsere Schwimmrichtung festzulegen. Ganz sanft kam ein Lüftchen von Süd bis Südwest, was für uns bedeutete, von Obertrum zur Überfuhr zu schwimmen. Also erst mal in die Autos, um meines am Ausstiegsort zu parken und dann ging es wieder zurück zum Treff- und Startpunkt.
Bei Sonnenschein und sehr milden Wassertemperaturen (sogar Heide fand, das Wasser sei warm!!!), starteten wir pünktlich um 7 Uhr. Schwammen so vor uns hin, immer den Wartstein als Orientierungspunkt vor Augen. 
Irgendwann bemerkte ich, dass ein paar, beim Start noch sehr harmlos über dem Haunsberg liegende Quellwolken immer mehr, immer dunkler und immer schneller wurden. Außerdem stieg meine Schwimmgeschwindigkeit, denn der Wind schob von hinten an und brachte auch so einige Wellen mit sich. Dass die Wolken die Sonne abschirmten, war mir nur recht und so beachtete ich sie nicht weiter.
Knapp vor dem Wartstein blieben wir dann aber mal kurz stehen, um uns die Wettersituation etwas genauer anzuschauen. Allerding sah es so aus, als würden die Wolken nur schnell vorbeiziehen, es regnete nicht und der Wind war auch eher wieder weniger geworden. Also schwammen wir weiter und begannen unseren Ausstiegspunkt zu suchen, was vom Wasser aus gar nicht so einfach ist. Geholfen hat uns dabei die Landstraße, die direkt über die Überfuhr geht, denn die darüberfahrenden Autos konnte man schon bald gut erkennen. 
Mittlerweile war auch die Sonne wieder zurück und so stiegen wir nach gut zwei Stunden und ca. fünf Kilometern wieder aus dem Wasser!
Geschafft!
Die Schwimmzeit war für mich absolut phänomenal, aber gut, wenn man sich vom Wind schieben lässt, geht es natürlich leichter - hihi!

Aber wieso eigentlich der zweite Anlauf? 
Und wo waren denn die anderen Seecrosser?
Was ich bisher verschwiegen hatte, war unser erster - für Heide und mich mißlungener - Versuch, den Obertrumersee zu queren vor gut drei Wochen.
Damals starteten wir zu viert - Kerstin konnte wegen Fußproblemen leider nicht dabei sein - in Überfuhr, weil wir die dritte und letzte gemeinsame Seequerung eben gerne in Obertrum beenden wollten. Der Tag war sehr warm, die Sonne schien vom Himmel und es war... windig! Auch an diesem Tag kam der immer mehr auffrischende Wind aus südlicher Richtung, was für uns bedeutete gegen die Wellen schwimmen zu müssen. Und zwar gleich von Anfang an. 
Meine Hoffnung, dass es weniger werden würde, wenn wir erstmal um den "Knick" bei der Überfuhr herumgeschwommen wären, erfüllte sich nicht und mit jedem Schluck Wasser, den ich ungewollt schluckte oder inhalierte, sank meine Laune und mein Bewältigungsglaube. 
Meine Beine fühlten sich an wie Senkbleie (lag vielleicht an der 90km Radfahrt vom Vortag?) und kurz vor dem Wartstein sah ich, wie vor uns eine Regatta Aufstellung nahm. Das hieß, geradeaus weiterschwimmen ging nicht, sondern wir müssten ganz ans Ufer, um den Seglern nicht in die Quere zu kommen. Das war bei mir (und bei Heide) der Punkt, wo wir ans Aufgeben dachten und nachdem keine von uns die andere vom Gegenteil zu überzeugen versuchte, taten wir genau das!
Kletterten aus dem See und machten uns zu Fuß auf Richtung Obertrum. Dabei konnten wir sogar vom Weg aus Birgit und Stefan schwimmen sehen, wie sie sich gegen die Wellen vorankämpften. Und - wie es nun mal so ist - kaum ging es uns ein wenig besser,  packte uns schon das schlechte Gewissen, weil wir aufgegeben hatten und nicht weitergekämpft. Da schien uns dann auch das Heimspazieren nicht mehr so toll und so beschlossen wir, wieder ins Wasser zu steigen, um zumindest noch ein weiteres Teilstück zu schwimmen.
Einstiege in und um Obertrum kennen wir ja zur Genüge und so ging es zurück ins kühle Nass, wir schwammen ein Stück in den See, um dort "stehenzubleiben" und Birgit und Stefan zu applaudieren, die schon bald angeschwommen kamen. Mit, bzw. hinter ihnen schwammen wir dann ans Ziel.
Und auch wenn wir aufs Finisher-Foto mit drauf durften, war uns ganz klar, dass wir diese offene Rechnung noch begleichen mussten, was gestern geschehen ist!

Samstag, 25. Juli 2020

Triathlon! Triathlon?

War das heute Vormittag nun eigentlich ein Triathlon oder einfach nur Gruppenschwimmen, -radeln und -laufen?
Nachdem heuer (so gut wie) keine Bewerbe stattfinden und mir doch auch viele andere lustige Sachen einfallen, die man im Wasser und an Land mit und ohne Rad machen kann, habe ich mich nicht weiter mit dem Thema Triathlon beschäftigt. Ganz im Gegensatz zur Lieblingsschwester und einigen VereinskollegInnen. Die haben letzte Woche nämlich einfach mal so für sich eine Sprintdistanz absolviert und hatten scheinbar so viel Spaß daran, dass sie für dieses Wochenende eine olympische Distanz geplant hatten. Und weil ich ja noch nie über die Sprintdistanz hinausgekommen bin, hab ich mich da einfach drangehängt. 
Um 8 Uhr morgens traf ich mich mit Birgit, Heide und Alex beim Vereinsheim, wo wir unsere Wechselzone 2 einrichteten (dh. wir stellten die Laufschuhe hin!) Mit dem Rad fuhren wir zum See, wo wir besprachen, dass wir alle drei Disziplinen gemeinsam machen wollten. Das hieß für mich, dass ich Birgit fragte, wie lange sie für die 1500m schwimmen brauchen wollte und dann einfach die gleiche Zeit geschwommen bin. Natürlich weniger weit! 
Die Wechsel waren das gemütlichste, da wurde zusammengewartet, bis alle da und umgezogen waren, um dann gemeinsam weiterzumachen. 
Geradelt sind wir einen Teil der Strecke des Trumer Triathlons, aber nur soweit, dass wir den See nicht umrunden mussten. Daher fiel die Radstrecke auch ein wenig kürzer aus. 
Beim Laufen war mir schon von vorherein klar, dass ich ein wenig abkürzen würde, da die 10km der olympischen Distanz momentan ungefähr meinem Wochenumfang entsprechen. Daher lief ich auch nicht alle Ecken mit, sondern einfach mal ein Stückchen für mich. Dadurch traf ich dann auch wieder auf Birgit und so konnten wir gemeinsam den Gruppentriathlon beenden!
Bleibt nur noch die Frage, ob es so etwas wie eine 3/4 OD gibt? Ich finde ja, denn meine Distanzen: 1100m schwimmen, 36km radeln und 7,7km laufen sprechen dafür!

Montag, 20. Juli 2020

Kurz. Kürzer. Am kürzesten!

Es wurde mal wieder Zeit für ein Seminar!

Geplant war es ja "eigentlich" schon für Ende März, aber gewisse Umstände führten dazu, dass es auf vergangenes Wochenende verschoben wurde. Kurzgeschichten sollten es sein, weil diese Art des Geschichtenerzählens mir sowohl als Leserin, als auch als Schreibende sehr gut gefällt. Nur schrieb ich bisher eben einfach so dahin, ohne recht zu wissen, was genau die Merkmale einer echten "Short Story" sind. 
Soviel Unwissenheit musste beseitigt werden und so meldete ich mich zu einem Seminar beim Schreibwerk Ost an und fuhr 'gen Westen.

Am Vortag des Seminars ging sich dann auch noch ein kurzer Nachmittagspaziergang auf den Pfänder mit Traumblick auf den Bodensee
 
und ein erfrischendes Bad in ebendiesem aus. 
Aber dann wurde geschrieben! Und nicht nur das - es gab viel theoretischen Input, gegenseitiges Vorlesen und Verbesserungstipps, viel zu lachen, anregende und wohlschmeckende Pausen und all das in einer herrlichen Umgebung!
 








Zum Abschluss gab es dann noch diese wunderbare Schreibtasse mit der letzten Übung, eine Kürzestgeschichte darauf zu schreiben! 



Dienstag, 14. Juli 2020

Radwandern

Jetzt fehlt mir wirklich nur mehr Strobl!
Heute habe ich radwandernd (im wahrsten Sinn des Wortes) die zwei anderen noch offenen Gemeindeämter besucht, nämlich Ebenau und Koppl, die Nummern 35 und 36. 
Schon bei der Planung dieser Runde war mir klar, dass da der eine oder andere eher fordernde Abschnitt dabei sein würde, aber da ich heute viel Zeit hatte und alleine am Weg war, war mir lieber so, als zu viel Zeit auf Hauptstraßen zu verbringen. 
Die Anfahrt nach Ebenau führte mich wieder durch Plainfeld mit dem dahinterliegenden Anstieg, aber den kannte ich ja schon. Von dort aus war es nur mehr ein kurzes Stück zur Wolfgangsee-Bundesstraße, die ich queren musste, um die Wiestal-Landstraße bis Ebenau zu sausen. (Da ging es stetig leicht bergab und das mit Rückenwind - herrlich!)
Kaum in den Ort abgebogen wurde mir klar, dass das wieder eine Gemeinde ist, die ich noch nie "richtig" besucht habe. Zu Motorradzeiten bin ich oft durchs Wiestal gefahren, das ist eine sehr beliebte und wunderbar kurvige Strecke, die um Salzburg herumführt.  Und wieder habe ich durch die Gemeinden(be)such-Challenge so einen richtig netten Ort kennengelernt!
Da ich ein wenig suchen musste, um das Gemeindeamt zu finden, hatte ich die Möglichkeit, mich ein wenig umzuschauen. 😉
Dann ging es weiter nach Koppl. Und das war der Teil, den ich nur mehr ein Stückchen gefahren und dann gewandert bin, denn der als Radweg ausgewiesene Teil ist ziemlich sehr "gravelig" und steil! Hihi. Allerdings wußte ich das, denn diesen Streckenteil kenne ich vom wanderlaufen in der Gegend und vom mozart100.
Da geht's rauf
Nicht unbedingt Rennrad geeignet



















Lustigerweise wechselt am höchsten Punkt der Straßenbelag wieder zu Asphalt und so konnte ich zum nächsten Gemeindeamt nach Koppl  wieder fahren (wenn man 3km/h noch als fahren bezeichnen möchte, aber schneller ging es bei diesen Hügeln einfach nicht mehr).
Koppl
Danach galt es nur mehr die Querverbindgungssträßchen zurück nach Plainfeld zu finden und dann ging es (fast) den gleichen Weg wieder zurück nach Hause.

44km, 600HM, 2,5h 

Sonntag, 12. Juli 2020

Schwitzend zum Gipfelkreuz*

Dass 7 Uhr als Treffpunkt für eine gemeinsame Wanderung zu dieser Jahreszeit schon sehr spät sein kann, war mir schon klar. Aber dass der Freitag wirklich der heisseste Tag der Woche (des Monats) sein würde, hätte ich nicht gedacht, war doch im Vorfeld von Bewölkungszunahme ab Mittag die Rede. 
Jedenfalls starteten Ingrid und ich frühmorgens noch sehr motiviert unsere gemeinsame Wanderung in Hintersee. Aber schon auf dem ersten Wegstück spürte ich ganz deutlich, dass ich nicht unbedingt in Höchstform war. Trotzdem gingen wir - nicht schnell, aber stetig - weiter, schwitzten und plauderten vor uns hin. 
Zweimal fragte mich Ingrid bei einer Abzweigung, ob ich auf den Gipfel wolle oder ob wir die kürzere Runde zur Bergalm gehen sollten. Und ich antwortete beide Male ganz schnell, bevor die Vorstellung mir einige Höhenmeter zu ersparen zu verlockend werden konnte mit: Gipfel!
Also gingen wir weiter und je steiler es wurde, desto beeindruckter war ich, wie langsam man sich fortbewegen kann, ohne umzufallen! Allerdings fiel mir auch auf, dass auch Ingrid des öfteren eine kurze Verschnaufpause zu brauchen schien. Aber auch im Schneckentempo kommt der Gipfel immer näher und nach knapp zweieinhalb Stunden hatten wir es geschafft! 😌
Geschafft!
 
 
 
Zumindest den Aufstieg. Denn wirklich viel einfacher war das erste Stück bergab auch nicht unbedingt. Da bot es sich an auf der Neureithütte eine Rast einzulegen und einen Most und eine Käseplatte dort zu genießen! Ziemlich fertig saßen wir dort fast eine Stunde und stellten fest, dass wir "eigentlich" beide die Runde lieber abgekürzt hätten, aber nicht diejenige sein wollten, die es vorschlägt! 😵
Tja, blöd gelaufen! Danach war es aber nur mehr eine knappe Stunde gemütlich bergab zum Parkplatz und als Belohnung stürzten wir uns am Heimweg noch in den Hintersee, den ich zwar auch gequert habe (sogar hin- und zurück), aber eben nicht der Länge nach, warum ich ihn auch nicht in meine Liste der Seecrossings aufnehme.
Den Nachmittag und den Samstag habe ich dann sehr ruhig und viel ruhend zuhause verbracht, was mir die Gelegenheit gab, die Entstehung eines Bombenmuskelkaters genau zu verfolgen. Der war auch heute Morgen ausschlaggebend, dass ich nicht mit Heide nach Strobl geradelt bin, sondern mich erst gegen Mittag auf eine sehr kurze, sehr gemütliche Laufrunde gemacht habe, um die Beinmuskulatur wieder etwas zu lockern. 
Wie heißt es so schön? Der Schmerz geht... ich hoffe bald! 😁

*in Anlehnung an Elkes Blogbeitrag: "Gemütlich zum Gipfelkreuz", den ich gerade gelesen habe!

Donnerstag, 9. Juli 2020

Flachgauer Gemeindesammeln 28 - 34 (und ein paar Kirchtürme waren auch dabei)

Letzte Woche beschloss Heide, am Samstag ihre noch fehlenden Kirchtürme (7 an der Zahl) in einer Runde einzusammeln. Die Lieblingsschwester wollte sie dabei begleiten und da ich genau diese sieben Gemeinden auch noch nicht abhaken konnte, beschloss ich mich anzuhängen. 
Treffpunkt war kurz nach 7 Uhr, ich wartete in Seekirchen auf die beiden
und los ging es!

Alle 3 noch frisch und munter!
Auf für uns alle neuen Wegen fuhren wir über Plainfeld (das Heide zwar nicht mehr brauchte, aber es lag wirklich genau auf unserer Strecke und deshalb sammelte ich gleich los)




nach Hof. 
Ich hielt Ausschau nach dem Gemeindeamt - die Kirche war wie immer schon von der Ferne zu sehen - fand und fotographierte es und folgte den anderen zur Kirche. Auch hier ein kurzer Fotostop und weiter ging es Richtung Faistenau.


Die Straße dorthin war etwas mühsam zu fahren, da bei diesem Kaiserwetter Millionen von autofahrenden Ausflüglern plus ein paar "Einheimische" eben auch unterwegs waren und einige dieser Straßenmitbenutzer irgendwie unentspannt wirkten.

ABER: die Belohnung folgte sofort im Ortszentrum, denn Kirche und Gemeindamt liegen direkt nebeneinander und passen sogar auf ein Foto! 
Hintersee





Nach einer kurzen Klopause vergesse ich mal wieder die Uhr zu starten und so bleiben die nächsten ca. 20 Kilometer unbewiesen! Wie gut, dass ich zwei Zeuginnen dabei habe, die bezeugen können, dass ich wirklich selbst nach Hintersee geradelt bin und dort am Ende des Ortes schließlich das Gemeindamt gefunden habe!
Hintersee ist auch eine dieser Sackgassen-Gemeinden, von denen aus man nicht einfach weiterfahren kann, sondern die gleiche Strecke wieder zurück muss. 

Das machen wir dann auch und gelangen über höchst abenteuerliche "Hügelchen" nach Fuschl am See.
Fuschl am See












Meine Beine sind mittlerweile schon etwas müde, die Temperatur steigt und meine Motivation versucht das alles auszugleichen, indem sie sinkt. 

Zum Glück geht es zur nächsten Gemeinde zur Abwechslung mal hauptsächlich bergab. Und das mit Schwung - das hebt die Laune und den Schnitt! 





In St.Gilgen selbst geht es allerdings nur mehr im Schritttempo weiter. Der Ort ist voll und jeder scheint ganz schnell irgendwohin zu wollen. 
Egal, die Gemeinde ist dank ortskundiger Hilfe der Lieblingsschwester (sie liebt den Weihnachtsmarkt in St. Gilgen) schnell gefunden und dann geht es weiter zur Kirche.

Dann stehen wir erst mal am Ufer des Wolfgangsees und beraten, wie wir weiter fahren. 
Als nächstes wäre Strobl geplant, die Gemeinde, die am weitesten entfernt liegt. Wäre... denn dorthin müssen wir auf der Bundesstraße fahren, der Radweg ist nicht rennradtauglich und an einem Tag wie diesem mit Fußgängern und Spazierradlern überfüllt. 
Die Straßen sind mit unentspannten Autofahrern überfüllt, das Schiff nach Strobl hat 5 Minuten zu früh abgelegt und schwimmen wollen wir auch nicht. (Keine von uns hat ein Fahrradschloss mit und schwimmen mit Fahrrad am Rücken haben wir alles noch nie ausprobiert. Und so wird mein Vorschlag Strobl für diese Runde zu streichen von den anderen angenommen. 
Also verlassen wir den Wolfgangsee und machen uns auf zum Mondsee, um dort erst mal unter der Drachenwand eine wohltuende Pause mit Kalorienausgleich einzulegen.
Unter der Drachenwand
Und danach geht es "nur" noch zurück nach Hause! Das allerdings gegen den Wind, was mich, die ich mich wie so oft in Heides Windschatten flüchte, nicht ganz so hart trifft, wie sie, aber es radelt sich für mich zumindest wieder etwas leichter, als noch vor einer Stunde. 
Der letzte Fotostop ist in Thalgau (auch hier war es nicht ganz so einfach, die Gemeinde zu finden, aber mit einem Tipp haben wir es doch geschafft)
und "kurz darauf" sind wir wieder an unserem morgendlichen Treffpunkt angelangt und beenden die Radrunde mit einem Eis!
Nicht mehr ganz so frisch, aber glücklich!!!
Fazit: 90 Kilometer (für die beiden anderen 105, weil sie zusätzlich noch von und nach Obertrum mussten), 800 HM, knapp 5h Fahrtzeit. Müde Beine!
Es wird überschaubar!

Freitag, 3. Juli 2020

Seecrossing #2 - Der Wallersee

Genau eine Woche nach der ersten Seequerung (oder heißt das dann Seelängung, wenn man ihn der Länge nach durchschwimmt?) folgte die Nummer Zwei.
Diesesmal nahmen wir den Wallersee unter die Arme, Bäuche und Beine. 
Praktischerweise für mich ohne lange Anfahrtszeit, trafen wir uns eine Viertelstunde vor dem geplanten Start beim Strandbad Seekirchen. Kurz wurde die geplante Linie besprochen, die wir schwimmen wollten, um es unseren beiden Begleitern im Kanu leichter zu machen, uns im Auge zu behalten. (Anm. der Verfasserin: Besprochen heißt nicht eingehalten... ich will hier aber keine Namen nennen!)
Paul hatte dieses Mal Verstärkung von einem Freund.
Ich war im Voraus schon sehr hin und hergerissen, ob ich mit oder ohne Neo schwimmen sollte. Dafür sprach, dass ich doch ziemlichen Respekt vor der Distanz (am Ende hatte ich 5,9km auf meiner Uhr) hatte, dagegen die Temperaturen und vor allem der wolkenlose Himmel. Der Respekt siegte und so paddelte ich vorsichtig los. Aber schon nach einer guten Stunde wurde mir warm. Die Sonne schien mir fröhlich auf den Rücken und ins Gesicht und ich versuchte eine weitere halbe Stunde Eisberge zu imaginieren, was mir aber nur sehr bedingt gelang. Und wenn dann schmolzen sie dahin. 

Zum dahinschmelzen war allerdings auch der Tag. Es war absolut windstill, das Wasser spiegelglatt (und der See dadurch erfreulicherweise frei von Segelbooten und Kite-Surfern) und es war einfach nur schön. Heide schwamm immer ein Stückchen neben mir und von Zeit zu Zeit machten wir Konversations-, Staun- und Orientierungpausen. 
Mit ihrer Hilfe ließ ich dann auch die Idee in Henndorf auszusteigen, fallen und schwamm einfach weiter, bis wir irgendwann (nach ca. 3h) in Neumarkt Boden unter den Füßen spürten!

Birgit und Markus kamen als zuerst ans Ziel
Danach Stefan und Kerstin
Paul und Nico mit unseren Essensvorräten
Und schließlich auch Heide und ich!

Kein Schwund! Alle wieder da!!!
Mein Nacken bekam danach erst mal 3 Tage Verwöhnprogramm, fühlt sich aber heute schon wieder an wie neu. Und da das Wochenende vor der Tür steht, kann ja auch der nächste Spaß kommen!