Freitag, 20. Oktober 2017

No Sports

Montag war erst mal Laufpause. Mir taten die Beine und interessanterweise auch meine rechte Leiste weh, was ich aber mehr auf das sonntägliche Stabi-Training, als auf den Wolfgangseelauf geschoben habe.
Ich fuhr nach der Arbeit mit dem Rad zum Strandbad, um dort noch eine Stunde der Spätnachmittagssonne zu genießen und bin prompt am Steg eingeschlafen! Hihi.
Dienstag bemerkte ich dann ab Mittag schon leichtes Kratzen im Hals, was ich allerdings auf meinen Arbeitsplatz zurückführte, weil es dort (vor lauter viel Papier) schon sehr staubig ist. Leider hörte das Kratzen auch nach der Arbeit nicht auf, sondern entwickelte sich zu Husten, Hals- und Schluckweh! Tadaaa! Willkommen Schnupfen Nummer Eins in diesem Herbst!
Also wurde meine Laufpause eine Sportpause und ich beschäftigte mich diese Woche mehr damit, meinen Hals wieder heil zu bekommen, die Nebenhöhlen zu durchlüften und viel, viel, viel zu schlafen.
Um aber nicht vor lauter rumliegen Kreuzschmerzen zu bekommen, spazierte ich ein wenig in der milden Herbstsonne herum. 
 




Am Mittwoch auf den Mönchsberg, um mir im Museum der Moderne die William Kentridge Ausstellung anzusehen (wow!), danach noch mit Andrea zum Seekirchner Strandbad.









Am Donnerstag dann wie üblich mit Chaya in Obertrum, mit langer Pause auf der Sonnenbank, die sie geduldig abwartete!











Heute habe ich schon mal damit begonnen, den Garten abzuernten und aufzuräumen. Dabei fielen noch ganz schön viele Vitamine ab, die mir in den nächsten Tagen sicher helfen, die Schnupfenreste wieder ganz los zu werden. So ganz ohne Sport bleibt schon ziemlich viel Zeit übrig...




















Und heute Abend folgt noch das Highlight der Woche. Ein Besuch beim Cirque du Soleil mit der Lieblingsschwester! Ihr Geburtstagsgeschenk an mich - hach ich freu mich!!

Sonntag, 15. Oktober 2017

Wolfgangseelauf 2017

"Das ist alles nur geklaut"... geht es mir kurz nach Kilometer Zwei durch den Kopf. Noch acht weitere zu laufen und meine Beine fühlen sich alles andere, als locker, energiegeladen und laufbereit an. Mein Plan wäre gewesen, möglichst gleichmässig und eher ruhig, die 10 Kilometer durchzulaufen, aber mir ist (zu) heiß, die Beine - siehe oben - und überhaupt, wieso starte ich eigentlich bei einem 10er, wenn ich doch in den letzten Wochen so gar nicht trainiert habe?
Gut, die schöne Gegend und das absolut traumhafte (aber eben auch ziemlich sehr warme) Herbstwetter lenken mich immer wieder kurz ab. Aber eben nur kurz.
Also muss ein Strategiewechsel her. Meine taugt nicht, denn unter diesen Bedingungen wird das eine Quälerei. Also nehme ich die von... der Lieblingsschwester! Die wollte es heute nämlich nicht so gemächlich angehen und sagte im Vorfeld, sie würde einfach mal bis Kilomter Fünf Gas geben und dann sehen, ob sie das Tempo bis zum Schluß halten könne. Wenn nicht, könnte sie ja immer noch Tempo rausnehmen und ins Ziel traben. Das erschien mir plötzlich auch viel klüger. Erstens wäre so die erste Hälfte des Laufs schneller vorbei und mit ein bißchen Glück würde ich auch mein heimliches Ziel eine 1:00er Zeit zu laufen, erreichen. 
Vor dem Lauf - es war da schon sooo warm!
Also begann ich ein bißchen Tempo zuzulegen. Der Puls schoß daraufhin in Höhe, aber auf alles und jeden konnte ich jetzt auch keine Rücksicht nehmen. Dass ich ziemlich röchelte, fiel mir gar nicht so auf, weil das taten eigentlich alle um mich herum. Scheinbar hatten auch die anderen mit der Temperatur zu kämpfen. Trotzdem freute ich mich wie eine Schneekönigin, als ich durch Strobl lief, denn das bedeutete Halbzeit! Ich drückte meine Uhr ab, für mich war das Rennen geschafft. Ok, da kamen noch mal fünf Kilometer, aber die waren jetzt nicht mehr so wichtig. Da brauchte ich auch die eine oder andere "schöpferische" Pause und ließ es erst beim Zieleinlauf wieder rollen. 
Geschafft!
Und was soll ich sagen: die Schwesternstrategie ging auf und ich lief eine 1:00:38! Die erste Hälfte war mit einem 5.43er Schnitt dann für mich auch ziemlich gut und so landete ich voll und ganz zufrieden im Ziel, trank ungefähr 70 Liter (gefühlt, nicht gemessen) Wasser und Cola und klatschte noch die ersten, bald nach mir eintreffenden 27 km Läufer ins Ziel.
Im Ziel noch Vereinskollegen getroffen!
Dann ging es aber auch schon sehr bald wieder mit dem Schiff zurück nach Gschwendt und wieder nach Hause. Das ungewohnt warme Wetter bescherte mir so nebenbei nämlich auch leichte Kopfschmerzen, die ich am Nachmittag mit einem Schläfchen, etwas Hausarbeit und schließlich sogar mit einer Stunde Stabitraining bekämpfte.

Auch wenn ich heute kurzzeitig an der Sinnhaftigkeit meines Starts gezweifelt habe, bin ich mir sicher, nächstes Jahr wieder am Wolfgangsee zu starten. Die Strecken (egal, ob 5, 10 oder 27km) und die Landschaft sind einfach viel zu schön, um dort nicht mitzulaufen. Nur werde ich im nächsten Jahr die Distanz mit etwas mehr Bedacht wählen!

Dienstag, 10. Oktober 2017

Resttage

Resturlaubstage sind was tolles. Erst packt man ein, fährt weg, erlebt schöne Dinge, kommt wieder heim, packt aus, packt ein paar Tage später wieder ein, fährt weg, trifft liebe Menschen, kommt wieder heim, packt aus, putzt die Baustelle und ist erst mal froh, ein paar (freie) Tage daheim vor sich zu haben.
Ok, ich gestehe -   e i g e n t l i c h   hatte ich ja vor, diese Woche noch für 2-3 Tage in den Lungau zum wandern zu fahren, aber das Wetter lud so überhaupt nicht dazu ein und bei Regenwetter ist es zuhause ja oft am gemütlichsten. 

Um aber meine letzten Urlaubstage nicht so ganz ungenutzt (neben 2 Schwimmkursen und einer Stunde Faszientraining am Wochenende) verstreichen zu lassen, habe ich gestern einen wunderschönen Ausflug nach Admont gemacht. Dort habe ich das Stift (LINK) mit der größten Klosterbibliothek, einem kunst- und einem naturhistorischen Museum und einer Sammlung an alten Handschriften besucht. Obwohl ich mir viel Zeit genommen habe, konnte ich lange nicht alles sehen, was mich interessiert hätte. Am meisten beeindruckt war ich von der Bibliothek mit ca. 200000 Bänden, die in einem 70 Meter langem Saal mit 7 Kuppeln untergebracht sind. Dort habe ich mich auch der offiziellen Führung angeschlossen und weiß jetzt auch, wo die vier Geheimtüren verborgen sind!
Der Dauerregen machte am Nachmittag netterweise gerade dann eine Pause, als ich mir den Kräutergarten und das Klostergelände ansah.

Heute stand mehr häusliches Programm auf dem Plan. Der Installateur meines Vertrauens widmete der Warmwasseranlage meiner Wohnung gut drei Stunden seiner wertvollen Arbeitszeit, um am Ende festzustellen, dass mein ursprünglicher Vorschlag - eine andere Art von Warmwasseraufbereitung zu wählen, statt die vorhandene zu reparieren/auszutauschen/zu pimpen - durchaus diskussionswürdig sei...
Daraufhin musste ich erst mal laufen gehen, was mir einen ganz wunderbarliche Herbsteindrücke einbrachte, wofür ich ihm natürlich sehr dankbar bin und beschlossen habe, ihm den Folgeauftrag auch zukommen zu lassen.
Knapp 6km im einzigen Sonnenfenster des Tages... 
Die Piratenflagge flattert an der Fischach
Schiefe Hütte (inspiriert vom schiefen Turm
in Ostfriesland)
A Traumtägle...
und zum Abschluß noch ein herbstliches Kneippbad...
Mit so erfrischten Beinen machte ich mich dann gleich auf den Weg zum Fachbetrieb, um dort den inzwischen fertiggestellten Kostenvoranschlag zu unterschreiben. 
Hurra - die nächste Baustelle folgt in 2 Wochen!

Samstag, 7. Oktober 2017

Aller guten Dinge sind drei

Urlaub ist schön. Laufen ist schön. Freunde besuchen ist schön. Was liegt also näher, als diese drei schönen Dinge zu verbinden!? Wie ja schon in Volkers Blog zu lesen war, führte mich mein (heuer schon dritter) Läuferbloggerbesuch (nach Trier und Köln) in den hohen Norden nach Oldenburg.

Nach einer bequemen Zuganreise stürzten wir uns als erstes gleich mal in einen kurzen und entspannten Regenlauf (siehe auch HIER), damit ich meine Beine ein wenig ausschütteln und auch gleich mal zwei "gute Bekannte" aus Volkers Blog - die Bornhorster Seen - begrüßen konnte.
Volker (fast) im Wasser!
Danach saßen wir mit lockeren Beinen und ebensolchen Mundwerken noch ziemlich lange beisammen, schmausten gut und besprachen den nächsten Tag.
Da stand Sightseeing am Programm - eine Stadtführung durch Oldenburg eröffnete den Tag, der uns mit tourifreundlichem Sonnenschein verwöhnte,
so dass wir zwischendurch auch mal ganz gemütlich in der Sonne rumsitzen konnten. Herrlich! Nach vielen, vielen Kilometern ging es danach noch zu einem ganz anderen Teil von Volkers Laufrevier - dem Utkiek!  
Für einen Sonntagnachmittag war es dort erstaunlich ruhig und so konnten wir in aller Ruhe die drei Hügel(chen) anschauen, die sich in Summe gesehen, über ein weit größeres Areal erstrecken, als ich das aus Volkers Berichten gedacht hätte.

Das Sightseeing ging auch am Montag weiter, da allerdings läuferisch. Zu zweit machten wir uns auf Volkers Standardlaufrunde, damit ich auch mal die Deiche, die Hunte, Deichschafe und die berühmt, berüchtigte (hihi) Huntebrücke zu Gesicht bekam! Darüber gibt es schon einen Blogbeitrag von Volker und mir (hier der LINK) auf seinem Blog.

Am Dienstag machten wir uns dann mit dem Auto auf den Weg und Volker zeigte mir den Charme der flachen Landschaft von Ostfriesland. Es waren so viele schöne Eindrücke, die ich an diesem Tag gesammelt habe, dass ich nicht sagen kann, was mir am besten gefallen hat.
Hier ein paar Eindrücke von der handbetriebenen Fähre, dem malerischen Städtchen Leer (in dem ich eine Einführung in die ostfriesische Teezeremonie bekam), einem schieferen Turm, als dem in Pisa und der Nordsee, wo es allerdings so "frisch" war, dass wir unsere Schritte schnell mit eingezogenen Köpfen wieder in Richtung Auto lenkten.
 
Kleinwagenfreundliche Brücke
  
 
Leer

 

 

Und nach diesen vier wunderbaren Tagen setzte ich mich mit all diesen neuen und schönen Eindrücken im Kopf wieder in den Zug, um mich von ihm zurück an den Wallersee bringen zu lassen. Hier passte das Timing, denn am nächsten Tag legte Xavier die Bahnverbindungen in ganz Nordeutschland lahm!


Danach brauchte ich einfach ein paar Tage (die ich mit Putzen nach dem Badezimmerumbau, Chaya sitten und einem Herbstlauf, der von Sonne bis Hagel alles bot, verbrachte), um die Eindrücke soweit sacken zu lassen, damit ich sie in einen Blogbeitrag packen konnte. Noch immer muss ich grinsen, wenn ich die Bilder betrachte und möchte auf diesem Weg nochmal ein großes Danke in den hohen Norden an Volker und Jens schicken, die mir diesen tollen Aufenthalt beschert haben!

Freitag, 29. September 2017

Zwischenbericht

Was tut man so im Urlaub, wenn zwischen zwei geplanten Unternehmungen, unerwarteterweise ein paar Tage daheim dazukommen. Ich mach "das Übliche", dann muss ich nicht so viel überlegen. (Das hatte ich beim Radwandern ja zur Genüge!)

Mit Chaya spazieren gehen:
Blick vom Buchberg
Richtung Obertrum
im schattigen Wald
Belohnungskeksi danach
Laufen - (ohne Bilder, ich habe mich am Mittwoch bis zum Abend zurückgehalten und bin zum Lauftreff gegangen und da ist es jetzt leider schon wieder zappenduster!)

Vorbereitungen für den Badezimmerumbau treffen - noch steht meine Neue im Wohnzimmer, aber wenn ich nächste Woche wieder da bin, ist alles fertig!
Radfahren - da teste ich momentan gerade das Rennrad meiner Schwester. Sie hat sich ein neues gekauft und mir netterweise ihres leihweise überlassen. 
und Schwimmen. Zweimal war ich diese Woche im See, die Lufttemperatur um die 20° machten es  möglich und wer weiß, ob es nach der nächsten Regenfront, die für Sonntag prognostiziert ist, noch so angenehm sein wird!

Morgen fahre ich dann wieder in die Ferne. Hach ich freu mich schon so - und werde berichten!

Dienstag, 26. September 2017

Radwandern am Inn

Urlaub! Ach wie hab ich mich heuer auf ihn gefreut. 
Gestern war mein erster offizieller Urlaubstag, aber schon am Freitag habe ich mein Rad gesattelt und bin mit ihm nach Innsbruck gereist. 
Geplant war, innerhalb von sieben Tagen den Innradweg von Innsbruck bis Passau entlangzuradeln. Warum? Schwer zu sagen. Jedesmal wenn jemand von einer langen oder mehrtägigen Radtour berichtete, sei es live (ja, liebe Beate, dich meine ich) oder im Blog (liebe Alexandra, da warst du sehr stark beteiligt), war ich ganz begeistert und dachte mir: sowas will ich auch mal machen.
Ein paar Ideen wurden gewälzt und wieder verworfen, der Inn blieb schließlich für meinen Erstversuch über. Eigentlich hatte ich auch vor, einen kleinen Teil des Radwegs schon Anfang September zu Testzwecken zu radeln (remember? Brrrrr.....), um mal festzustellen, ob mir diese Art von Urlaub gefällt. Fiel dann aber dem Herbsteinbruch zum Opfer.

Dann also ohne Generalprobe - Radtaschen ausgeliehen, bepackt, los ging's.
aufgesattelt
Erst mal mit der S-Bahn nach Salzburg (hach macht das Spass in den überfüllten Schülerzügen nicht nur ein Rad, sondern ein vollbepacktes mitzunehmen) und von dort mit dem Railjet nach Innsbruck.
Dem Konstrukteur dieser Züge wünsche ich, er möge in der Hölle bis zum Sanktnimmerleinstag schwere Fahrräder durch diese steilen, engen Ein-/Ausstiege hinein- und hinauswuchten müssen, auf dass er viel Freude mit seiner Arbeit haben möge!
Aber es ging ja ums Rad- und nicht ums Zugfahren. Also stieg ich in Innsbruck wieder aus, suchte den kürzesten (Hüstel...) Weg zum Inn und fuhr los.
Kaum war ich etwas aus der Stadt draußen, war ich erst mal sehr positiv überrascht. Die Ausschilderung des Radwegs ließ sogar so einen Orientierungsdepp wie mich, sicher die richtige Strecke finden. Das war ja Luxus pur!
Mein Plan war, die Tagesetappen eher kurz zu halten, da ich es nicht gewohnt bin, lange Strecken zu radeln und schon gar nicht, mehrere Tage lang. Also suchte ich mir am Freitag schon bald mal ein Zimmer und verbrachte den Nachmittag damit, ein wenig durch die Gegend zu spazieren.
Auch wenn die Gegend um Kramsach sehr malerisch ist, stellte ich fest, dass das irgendwie langweilig ist. Nur rumspazieren, kann ich daheim ja auch. Da hätte ich auch noch den neuen Krimi liegen, und überhaupt...
Also neue Planung: Ab Tag 2 längere Strecken radeln. Um zwischendurch ein wenig besser vorplanen zu können, wollte ich am Samstag dann den Routenplaner am Handy befragen, das aber meinte, so ganz ohne des nächtens aufgeladen zu werden, wolle es nicht mehr mit mir kommunizieren. Ups. Hatte ich wohl vor lauter Entspannung vergessen. Aber dafür hatte ich ja mein "tragbares Ladegerät" mit und dank des Wetters, funktionierte es sogar einwandfrei!
 
Länger radeln hieß dann auch, Kufstein nur zu streifen und zu sehen, wie weit meine Beine gewillt waren zu treten.
Die "Perle" Tirols
Die Beine waren willig und so kam ich an diesem Tag bis knapp vor Rosenheim, wo ich (etwas mühsam, aber doch) ein Zimmer fand. Dass es in dem kleinen Ort keinen Bankomat gab und in dem Gasthaus nur Barzahlung akzeptiert wurde, brachte mir dann noch 10 Extrakilometer, weil "ist ja nicht weit". 
So machte das Ganze schon mehr Spaß. Nach dem Ausflug in den Nachbarort (wo es eine ausgezeichnete Bäckerei mit RIESENkuchenstücken gab), war noch Zeit zu duschen, ein bißchen nachzulesen, wie weit ich am nächsten Tag fahren könnte und dann gab es schon Abendessen.
Der Sonntag war der sonnigste und wärmste Tag meiner kleinen Tour und so brauchte ich schon kurz nach Rosenheim den ersten Stopp, um mich aus ein paar Schichten Kleidung zu schälen und ein paar Kitschfotos zu machen.
Immer diese schweren Entscheidungen
Was leider etwas nachließ, war die Häufigkeit der Wegweiser, was mich aber erst dann zu stören begann, als der Radweg kaum mehr direkt am Inn, sonder mehr im Hinterland verlief. Da fuhr ich dann schon des öfteren ziemlich ratlos durch die Gegend, fand zwar Zeichen für Radwege , aber eben kaum mehr solche des Innradwegs. Das machte das Ganze etwas mühsam (Orientierungslegastheniker, werden das verstehen) und mich etwas mürbe. Dazu kam, dass die Strecke in diesem Abschnitt doch das eine oder andere Hügelchen aufwies, das meine Beinkraft zum Teil überforderte. 
Jedenfalls sank am Sonntag die Vorfreude auf vier weitere Radtage rapide ab. Kürzere Etappen wollte ich aber auch nicht wieder machen, also beschloss ich einfach in Mühldorf zu übernachten, die Radreise am Montag in Braunau zu beenden und von dort aus mit dem Zug wieder nach Hause zu fahren.
Nebellandschaft
Ob es dieser Entschluß war oder wirklich die Streckenführung weiß ich nicht, aber am Montag habe ich mich öfter verfahren, als in den drei Tagen zuvor. Teile des Innradwegs sind nach den Hochwasserschäden von Ende August noch gesperrt und Umfahrungen gar nicht angegeben oder nur sehr spärlich ausgeschildert. 
In Marktl fuhr ich dann zweimal im Kreis, bevor ich wieder auf den richtigen (?) Radweg fand und nachdem ich den kurz darauf wieder verloren habe, ließ ich mich vom Navi Richtung Braunau lotsen und war sehr glücklich dort am Bahnhof schon einen REX Richtung Salzburg stehen zu sehen.

Mein Fazit: Radwandern jederzeit wieder, aber erst mal eher für 2-3 Tage mit längeren Etappen. Für eine wirklich längere Tour fehlt mir die Kondition, um mehrere Tage am Stück fahren zu können.

Montag, 18. September 2017

Wenn der Puls...

... bei einer Pace von knapp unter 7 auf 170 ist, ist der Infekt wohl noch nicht ganz ausgestanden! So geschehen, gestern Vormittag bei meinem Versuchs"läufchen". 
Seit einer Woche habe ich versucht, diverse Anzeichen (Ohrenstechen, Schnappatmung beim hügelraufspazieren, leichte Appetitlosigkeit) so gut es ging zu ignorieren, also beschloss mein Körper etwas deutlicher zu werden. Am Freitag wachte ich mit Hals- und Schluckweh auf und fühlte mich nicht unbedingt, wie der junge Morgen! 😌
Nachdem es aber der einzige Tag des Wochenendes war, an dem sich die Sonne noch blicken ließ, hielt ich an meinem Plan fest, eine kleine Bergwanderung zu machen. Als Ziel wählte ich den Faistauer Schafberg, weil es da bis knapp unter dem Gipfel nur sehr moderat bergauf geht und ich mich dort immer noch hätte entscheiden können, wieder runter zu gehen. So richtig schlecht fühlte ich mich ja auch nicht, aber von zügigem Gehen war ich meilenweit entfernt. Eher schlenderte ich in Richtung Gipfel, wobei ich mir den dann auch nicht nehmen ließ und mir oben ein kleines Frühstück gönnte!
 
Frühstück!
Den Nachmittag verbrachte ich dann mit Urlaubsplanung - ich hab mir mal einen Reiseführer durchgelesen, um nicht ganz unvorbereitet loszustarten.


Am Samtag war mir dann so überhaupt nicht nach Sport, ich fühlte mich einfach nur steif und müde. Also habe ich ausgiebig gedehnt und meine Faszienrolle bewegt und den Rest des Tages nur ein paar Erledigungen gemacht dem Gras beim Wachsen zugesehen und rumgefault.



Nachdem ich aber weder am Samstag, noch Sonntag Früh noch Halsschmerzen hatte, dachte ich, dass ein klitzekleiner Testlauf wohl nicht schaden könnte. Naja - Ergebnis, siehe Überschrift!
 
Ich war gerade erst warmgelaufen, als ich beschloß, die Runde stark abzukürzen und wieder nach Hause zu traben. So waren es dann nur 4,5km im Schleichtempo, aber schön war es trotzdem!
Dafür hatte ich dann am Nachmittag noch ausreichend Zeit mal wieder im Kino einen ganz wunderbaren Film anzusehen: "Walk with me" - eine Dokumentation über das Leben in einem Zen-Kloster. Herrlich, welche Ruhe die Bilder ausstrahlen. Mit diesen Eindrücken ließ ich das Wochenende  ausklingen.