Freitag, 19. Januar 2018

Fließende Übergänge

Das schönste am Sport ist ja, wenn der Muskelkater nachlässt. 😉 Diese Woche kam es aber gar nicht dazu. Nicht, weil ich keinen entwickelt hätte, sondern weil einer, in den Nächsten, in den Nächsten überging!
Begonnen hat es am Sonntag Nachmittag mit einer Stunde Stabi-Training, die gaaaanz harmlos begann (mit Balance-Boards), sich dann aber kräftig steigerte! Das Ergebnis am Montag: deutliches Ziehen im Bauch-Rumpfbereich, lachen, husten und niesen wird vom Tagesplan gestrichen!
Trotzdem hielt ich an meinem Nacharbeitslauf fest und trabte vorsichtig los. Die Sonne kam gerade wieder vorbei und ich genoss die wärmenden Strahlen. (Nachdem ich am Samstag eher fröstelig unterwegs war, hatte ich an diesem Tag kompensatorisch ein bißchen zu warme Kleidung eingepackt). Schnell laufen, wäre also unklug (ich könnte ja überhitzen!), außer.... da gibt es doch direkt an meiner Standardstrecke diese Sportanlage mit Laufbahn. Ich bog ab und da war sie... halb in der Nachmittagssonne, ganz verwaist! 
Ich also hin, Jacke ausgezogen, aufgewärmt war ich ja schon (ca. 3km einlaufen reicht) und hab versucht eine Runde Tempo zu machen. Puh, das war anstrengend. Aber lustig! Kurze Pause und eine zweite Runde gleich hinten nach.
Das musste für das erste Tempotraining des Jahres reichen und ich trabte gemütlich wieder zurück zur Arbeit. 

Am Dienstag fühlten sich meine Beine ziemlich schwer an und so gönnte ich ihnen am Abend ein knappes Stündchen Rolle zum auslockern.

Mittwoch war Lauftreff und ständig wechselnder Schnee-Regen-Gewitter-Sturm. Gut, dass die Strecke in den Teufelsgraben führte, eine hügelige Waldstrecke, da ist man ein bißchen geschützt. Spannend, wenn die Lieblingsschwester mitläuft und wir ihr Trainingsprogramm (teilweise) mitmachen. Sprich nach 10 Minuten laufen, ca. 5 Minuten Stabiübungen. Kniebeugen, Ausfallschritte, Standsprünge. Nach 70 Minuten sind wir wieder im Vereinsheim und ich verabschiede mich schnell, um meine jaulende Oberschenkelhinterseite in der Badewanne zu besänftigen!

Gut, dass ich am Donnerstag nur ganz ruhig mit Chaya eine Runde drehen darf (obwohl ich kaum die paar Stiegen, die am Weg liegen, hinauf komme - hihi), bevor es am Abend ins Schwimmtraining geht!
Die Ruhe vor dem Sturm (wetter- und trainingstechnisch) tut gut und sieht schön aus!
da ganz weit hinten scheint sogar die Sonne noch!
Kurz darauf - stürmische Wolkenformationen
bis es finster wird
Zum Schwimmtraining fahre ich dann mit sehr müden Beinen, aber als ich erst die 100 m Kraulbeine überlebt habe, kann mich nichts mehr erschüttern! Das Pyramidenschwimmen zum Schluß ist auch irgendwann überstanden und heute kann ich wirklich nicht mehr genau sagen, welcher Muskel mir von welchem Training weh tut! Ist aber auch egal. Es ist Pausentag und erst morgen wird wieder gelaufen!

Samstag, 13. Januar 2018

Ausgetrickst

Nachdem dieser Winter mich mit Schneefreiheit verwöhnt, wie kaum einer vor ihm, nutze ich die freien Straßen und Wege doch einfach schon mal, um meine Laufumfänge langsam wieder nach oben zu schrauben. 
Zwar sind es bis zum nächsten geplanten Bewerb noch Wochen und Monate hin, aber wer weiß, ob nicht weiße Ostern die Schneearmut vom Jänner wieder wettmachen wollen! 

Allerdings hat sich die Sonne wieder in andere Gebiete verzogen und das winterliche grau-braun zurückgelassen, das nicht unbedingt stimmungsaufhellend auf mich wirkt. Aber trotzdem habe ich mir gestern eine schöne Runde überlegt, erst ein wenig den Hügel nach oben und dann am Hochplateau einen Bogen und von der Seeseite wieder zurück. Geplant waren knapp 13km. 
Vor dem Lauf wollte ich noch auf dem Wochenmarkt etwas besorgen, spazierte zum Stadtplatz und ... fror! Zwar sollte es gerade noch Plusgrade haben, aber der Wind ließ die +2 bis 3°C eher wie Minusgrade wirken. Gar nicht motivierend für einen langsamen Langen! Zuhause angekommen, verstaute ich meine Einkäufe und beschloß kurzerhand, eine andere Runde zu laufen. Ähnlich weit, abkürzen allerdings nicht möglich, bzw. nicht, ohne noch mehr frieren zu müssen. 
So lief ich heute nach langem mal wieder um den Obertrumer See! Abkürzen nur für Eisschwimmer möglich und eine fast flache Strecke, die ein gleichmässiges Tempo zulässt!
Ca. in der Hälfte, am Übergang zwischen Grabensee und Obertrumer See blieb ich mal kurz für eine Fotopause stehen, aber schon für einen zweiten Versuch war mir zu kalt! Also ging es über Mattsee wieder zurück und nach 1h37 und genau 14km war ich wieder am Startpunkt angekommen!

Mittwoch, 10. Januar 2018

Spielwiese

Manchmal kann eine Spielwiese auch eine Straße sein. Heute beschloß ich nämlich, mich mit einem ganz bestimmten Hügelchen anzufreunden. Es ist nur ein kurzes Straßenstück in S-Form, das mich allerdings immer und immer wieder zum gehen bringt/zwingt.
Also trabte ich entspannt die 2,5km an,
holte tief Luft und lief los...
Ich kam aber nur um die erste Kurve, bevor mein Puls in schwindelnde Höhen stieg und meine Atemfrequenz schon an Hyperventilation erinnerte. Hmmmm.... erster Versuch also gescheitert, das hieß: nochmal runter und zweiter Anlauf.
Diesesmal mit langsameren Anfangstempo und gleichbleibender Trittfrequenz. Und siehe da - es hat geklappt! Kurz überlegte ich oben angekommen, ob ich es gleich noch ein drittes Mal versuchen sollte, aber ich will ja nicht übertreiben und so lasse ich es gut sein. Allerdings steht der Plan für den nächsten Besuch schon fest - den Versuch aus dem Laufen heraus wiederholen. 



Der Weg zurück führt dann über trockene (fast) kiesfreie Straßen und so ziehe ich kurzerhand die Laufschuhe aus und trabe ein Stückchen barfuß dahin. Leider ist die Straße schon nach gut einem Kilometer aber im Schatten der Häuser wieder nass und voller Rollsplit und so lasse ich es gut sein.
Mit den Schuhen unterquere ich dann noch die Bahnlinie - ein Foto, das in die Kategorie "ugly places" gehört, aber kurz vor daheim noch einmal einen kurzen Treppensprint erlaubt





6km, sonnig und gut für den Bewältigungsglauben!

Samstag, 6. Januar 2018

Schildorner Dreikönigslauf

Wups, diese Woche war vielleicht schnell vorbei! Der Silvesterlauf war schon Geschichte
Silvesterlauf 1. Runde - später zog es sich mehr auseinander!
und ein ruhiger Neujahrstag, dessen Wetter herrlich zum Couchgammeln einlud leitete eine gemütliche erste Januarwoche ein. Erst am Nachmittag konnte ich mich dazu motivieren, mal in die Senkrechte zu kommen und beschloß, dass mir ein wenig Frischluft sicher gut tun würde.
Zum laufen hatte ich keine Lust, also habe ich die "Jungfernfahrt" mit meiner neuesten Errungenschaft absolviert!
Ein Bummelrad für die Stadt
Da ich im Dezember eine Radbox an "meinem" S-Bahnhof in der Stadt ergattern konnte, habe ich mir ein neues Stadtrad gegönnt. Das alte drohte schon unter mir zusammenzubrechen und mit dem einen (kleinen) Gang, kam ich zwar in höchste Trittfrequenzen, aber kaum von der Stelle! Am Montag fuhr ich es von Seekirchen in seine neue Garage, wo es jetzt für Fahrten im Bereich von Salzburg immer zur Verfügung steht. 
Nutzen konnte ich es schon gestern - es war ein strahlend sonniger und sehr milder Tag. Am Nachmittag hatte ich mich für einen Schreibworkshop angemeldet und die Zeit über Mittag nutzte ich, um eine Stunde gemütlich an der Saalach und Salzach entlangzurollen, so kam ich an die Sonne und war "bewegt" bevor ich den Nachmittag still sitzen musste/durfte!

Heute war eine Laufveranstaltung der besonderen Art dran. Der Schildorner Dreikönigslauf (Link) ist ein Lauf-, Walking-, Radelbewerb, bei dem man sich zwischen einer 10, 14, 18, 22 und 30km langen Runde entscheiden kann. Die Radler können auch 60km fahren. Dabei handelt es sich um eine große Runde von 30km, die man früher oder später abkürzen kann. Entscheiden kann man sich während des Laufs und am Ziel gibt man einfach an, welche Strecke man absolviert hat und so wird das dann notiert.
Strahlewetter vom Sonnenauf- bis zum Sonnenuntergang und frühlingshafte Temperaturen lockten so einige Läufer und Radler an und auch wir fuhren vom Verein zu acht
ins nahe Innviertel, um uns auf die verschiedensten Distanzen zu begeben.





Zum Glück war die Runde so hügelig, so hatte ich genügend Gehpassagen, um auch immer wieder Fotos von der traumhaften Landschaft machen zu können. Bis zum ersten Anstieg lief ich noch im "Pulk",








dann dünnte es sich schön langsam aus und nach der Abzweigung zur 10km Runde lief ich ganz alleine in meiner Geschwindigkeitsklasse.

















Zwar war ich zeitweise etwas verunsichert, ob ich nicht einen Abzweigungshinweis übersehen habe, aber die meiste Zeit genoss ich einfach diesen traumhaft schönen Tag.






 
 
 

14km, 200HM, 1:42h, 10°C, mit Krampfgefahr für die Gesichtsmuskulatur, weil da muss man doch einfach dauergrinsen!