Dienstag, 24. April 2012

Welttag des Buches

Hoppla, den hätte ich doch glatt übersehen. Der war nämlich schon gestern!!!
Da fiel mir aber gleich ein, dass ich schon ziemlich lange nichts mehr über die Bücher geschrieben habe, die ich lese, genieße und auch gerne weiterempfehle (und weitergebe, für die, die in meiner Nähe wohnen!).

Da waren die Bücher zum Thema Laufen, die ich teils aus Interesse, teils als Motivationshilfe las, wie zB. "Born to Run", das sich zwar wie ein Roman liest, allerdings einer mit sehr vielen Abschweifungen. Ich habe es - wie die meisten Bücher, zwar ziemlich zügig in 2 Ansätzen ausgelesen, tat mir aber gelegentlich trotzdem schwer, wieder zum roten Faden zurück zu finden. Für Langsamleser wahrscheinlich noch schwieriger. Der Inhalt ist spannend, ich hatte einfach Probleme mit dem Schreibstil. Zuviel geschrieben und zuwenig gesagt - liegt vielleicht daran, dass der Autor Journalist war (oder noch ist).
Dann las ich "Bekenntnisse eines Nachtläufers", so als kleine Auflockerung, das Buch ist witzig geschrieben und man muss ja auch nicht unbedingt alle Kapitel der Reihe nach lesen, da jedes quasi in sich abgschlossen ist. Ich fand es bewundernswert und werde nie, nie, nie mehr wieder die Ausrede "keine Zeit zum trainieren" von mir oder irgendjemand anders gelten lassen!!!

Dann konnte ich in der Bücherei doch wirklich und wahrhaftig den neuen und lang ersehnten Krimi von Fred Vargas ergattern "Die Nacht des Zorns" den ich verschlungen und genossen habe, wie eine 300g Tafel Milka! Mmmmhhhhhh. Ich bin absoluter Vargas Fan und bis auf zwei ihrer Bücher, die ich jetzt nicht ganz oben auf meiner Besten-Bücher-Liste ansiedeln würde, kann ich alle nur uneingeschränkt empfehlen.
Als Heimatkrimi angepriesen, aber für mich im Prinzip mehr Rezeptbuch für Kräutertees, empfand ich "Schwarztee" von Anni Bürkl. Immerhin hat sie es geschafft, hier eine Hauptperson zu beschreiben, die mir so derartig unsympathisch war, dass ich das ganze Buch hindurch gehofft habe, der nächste Mordanschlag auf sie möge von Erfolg gesegnet sein. (Ich sag jetzt aber nicht, ob diese Hoffnung erfüllt wurde - selbst lesen!)

Dann war da noch ein wunderbares Genuss-Buch - "Marina" von Carlos Ruiz Zafon. Es ist auf meiner persönlichen Bestenliste das 2.liebste von ihm. In Führung ist da immer noch "Der Schatten des Windes", vielleicht auch, weil es das erste war, das ich von ihm gelesen habe, das erste, dass mich in seine wie verzauberte Welt, mitgenommen hat. Auch Marina ist wieder so zauberhaft, so intensiv geschrieben, dass ich so ganz und gar in die Geschichte eintauchen konnte und am Ende richtig traurig wurde, dass ich nicht noch mehr Zeit mit den Figuren in dem Buch verbringen durfte.

Im Moment lese ich gerade einen "Neumarkter Schelmenroman", nämlich "Schädelweh am Wallersee", das mich so ein bißchen an Nachbarschaftsklatsch erinnert und das ich aus diesem Grund auch nur kleinhäppchenweise zu mir nehme!

Kommentare:

  1. Kennst du "Why we run" von Bernd Heinrich? Ich weiß gerade nicht, wie das auf Deutsch heißt und habe es nicht gelesen, lese aber sonst alles von ihm.
    VG
    Elke

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    1. Ja, ich glaube das heißt auf deutsch "Laufen" (siehe http://adora-blog.blogspot.com/2012/03/mehr-vom-leben.html)
      Das ist absolut super! Das habe ich jetzt schon zum 2. Mal wieder angefangen Kapitelweise nachzulesen!!

      LG Doris

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