Montag, 1. Oktober 2018

Socken gibt's...

Um den Abschluss des halben Jahres "Mehrarbeit" gebührend zu würdigen, habe ich das letzte Wochenende verlängert, bzw. die Woche verkürzt. Und was könnte ich mit drei freien Tagen im Frühherbst anfangen? Schlafen, Schwimmen, Laufen, Wandern, Radeln?
Ich entschied mich für letzteres und wählte als Ziel einen kleinen Ort im östlichen Weinviertel namens Herrnbaumgarten, von dem ich vor ein paar Wochen erzählt bekommen hatte.  Dieser Weinbauort ist nämlich eines sicher nicht - alltäglich! Ganz offiziell wird damit geworben "Das verruckte Dorf" zu sein, statt eines gewöhnlichen "Mu-" gibt es das "Nonseum" mit lauter Erfindungen, die die Welt nicht braucht, Einzelsocken werden geehrt und manch Alltagsgegenstand wird wörtlicher genommen, als man es gewohnt ist!
Das alles klingt doch perfekt, um aus dem Alltag auszusteigen!

Freitags fuhren mein aufgepacktes Eselchen und ich erst mal mit der Westbahn nach Wien und von dort noch einige Kilometer weiter in den Norden. In Wolkersdorf stiegen wir aus und schon begann das fröhliche Verfahren!?! Wer will denn schon einen Ort auf dem direkten Weg verlassen, wenn sie auch sieben unterschiedliche Runden um den Bahnhof drehen kann??
Irgendwann fand ich aber doch die passende Losfahrrichtung, um knapp zwei Kilometer später an der nächsten Kreuzung wieder zweifelnd auf meine Wegbeschreibung zu starren. Oje, in diesem Tempo würde ich die drei Tage nur für die Anfahrt brauchen. Also beschloss ich mich von der netten Stimme von Komoot leiten zu lassen, die es mir auch nicht übel nahm, wenn ich sie als "blöde Kuh" bezeichnete, wenn sie mich über solche
"Radwege" jagte!
So kam ich jedenfalls auf sehr abwechslungsreicher Strecke meinem Ziel immer näher und bewunderte die viele Gegend rings um mich.
 
 
Nach knapp 60km war ich dann am Ziel, fand schnell meine Pension und bekam ein wunderbar gemütliches Zimmer im Weingut zur Schlafmütze zugewiesen.
Nach dieser Radelei fand ich ein paar Spazierschritte ganz angenehm und ich sah mich schon mal im Ort ein wenig um.


Dabei entdeckte ich nicht nur wunderbare Kellergassen (der Ort hat mehr Keller- als Straßenkilometer), sondern auch schon ein paar Eigenheiten, wie die Kiste vor dem Gemeindamt des Ortes (gleich neben dem Gemeinderad).
Dass Socken - besonders Socken-Singles - einen ganz besonderen Stellenwert haben, wurde mir schon klar, als ich bei der Buchungsbestätigung den Zusatz fand, ich möge mich doch nach Einzelsocken umsehen und sie gegebenfalls mitbringen.
Und so fand eine schon länger bei mir im Dornröschenschlaf liegende Einzelsocke eine neue Besitzerin!
Hildegard Parth
Mein Verdacht, dass ich nicht die Einzige war, die dieser Aufforderung nachkam, bestätigte sich gleich nach einem herrlichen Frühstück!
Spiegelei



  Anschließend besuchte ich noch das Nonseum, mit seinen gar nicht soooo unnützen Erfindungen
 
 
 
 
und machte am Nachmittag ein wenig Sightseeing an und über der tschechischen Grenze.

Am Sonntag schrie die Sonne wieder nach einer längeren Radtour uns so wurde wieder aufgesattelt und ich machte mich auf den Weg in Richtung Donau. Warum mich der Wind mit aller Kraft davon abhalten wollte anzukommen, konnte ich nicht herausfinden, aber höflichst umschrieben könnte man sagen, dass ich ihm an diesem Tag nicht unbedingt freundlich gestimmt blieb!
Aber alles hat ein Ende, ein wunderbarliches Wochenende genauso, wie eine anstrengende Radfahrt und so kam ich nach 80? 90? Kilometer (ich habe scheinbar zwischendurch meine Uhr abgestoppt und es erst sehr viel später bemerkt!) irgendwann doch nach Korneuburg, von wo aus ich nur mehr ein paar ebene, beinahe windfreie Radkilometer zu meinem Abfahrtsbahnhof dahingleiten musste!

Sonntag, 23. September 2018

Hallo Herbst



Jetzt ist er da, mit Äpfeln und Farben,
Regen und Gatsch!
Schön!!

 



10 Kilometer Genuß pur!!

Donnerstag, 20. September 2018

Wiedersehen macht Freude

Zumindest das Wiedersehen, das ich letztes Wochenende in Dornbirn hatte.
Mein 30jähriges Maturatreffen stand an und nachdem ich schon beim letzten Termin vor 5 Jahren gefehlt hatte, wollte ich diesesmal wieder dabei sein. Da war es mir auch egal, dass ich dafür am Samstag hin- und am Sonntag wieder heimfahren musste, weil gerade um dieses Wochenende kein Urlaubstag möglich war.
Zumindest konnte ich die Zugfahrt so legen, dass sich am Nachmittag noch eine schöne Wanderung auf den Staufen ausging.
Der Staufen, rechts davor der Karren
Die ersten paar Kilometer ging es gleich mal kräfig bergauf. Für Kurzstrecken-und/oder HöhenmeterliebhaberInnen (Anna??) wäre sicherlich der Staufenlauf eine wunderbare Option. Mich brachte dieses Schild eher ins grübeln, als dass es mich aufbaute.
Aber ich hatte Zeit und spazierte einfach gemütlich in meinem Tempo weiter, über den Kühberg zum Rundwanderweg
 mit seinen herrlichen Ausblicken.
 
 
 
Wieder zurück im Hotel brauchte ich erst mal ziemlich viel Wasser für innen und außen! Die Temperaturen waren  nämlich durchaus noch sehr sommerlich! 
Das Maturatreffen am Abend fand in einem Lokal gleich in der Nähe meines Hotels statt. Gut so, vom runtergehen waren meine Beine nämlich ganz schön schwer! Aber schon bald vergaß ich schwere Beine, Zugfahrt und sonstiges, denn der Abend war einfach nur nett und interessant. Ich habe es (glaube ich) geschafft, mit jeder/m, die da war eine Zeitlang zu reden. 
Viel später, als geplant kam ich ins Bett und der für Sonntag geplante Morgenlauf fiel erstmal aus. Erst später, bei meiner Mutter packte mich die Lauflust, als um elf Uhr im benachbarten Park der Inatura der Startschuß für einen Spenden-Stundenlauf fiel. Da sah ich die ganzen Läufer direkt beim Haus vorbeisausen und beschloß es ihnen gleich zu tun!
Von sausen konnte bei mir allerdings keine Rede sein, ich trabte nur gemütlich vor mich hin und zwar zum Fitnessparcours an der Dornbirner Ache. Ich wollte meine Beine ein wenig auslockern und mich einmal "durchbewegen". Dafür eignet sich diese Anlage bestens!
Nach einer Runde mit allen möglichen und (für mich) unmöglichen Übungen ging es wieder zurück zur Wohnung meiner Mutter,
wo ich bis zur Heimfahrt blieb.
Um acht Uhr abends war ich wieder zurück und war zwar nicht unbedingt ausgeruht von den beiden Tagen, aber trotzdem sehr froh, dabei gewesen zu sein.

Donnerstag, 13. September 2018

Spätsommertage

Ich bin gerade mehr als begeistert von diesen wunderbaren Spätsommertagen. Klar, der Hochsommer ist vorbei, die Tage schon wieder deutlich kürzer, die Morgenstunden und Abende zum Teil schon empfindlich kühl.
Aber dieses Licht,
die Farben, die feuchten Wiesen, die ich jetzt beim morgendlichen in die Arbeit radeln wieder ungestört bewundern kann, weil ja kaum mehr Radler auf meiner Strecke unterwegs sind, einfach nur herrlich.
Die Schule hat wieder begonnen und ich darf wieder regelmässig Chayasitten.



















Wo man hinschaut gibt es Äpfel und Zwetschken ab Hof (oder ab Tisch) zu kaufen,
im See treffe ich fast nur mehr Enten, Schwäne und Fische und kaum mehr Menschen - einfach traumhaft. Besonders das spätnachmittägliche Schwimmen ist so schön, wenn die Sonne schon sehr tief steht.
Beim gestrigen Lauftreff habe ich auf die 21km Runde verzichtet, weil ich mir knapp 2 Stunden vorher zwei meiner Zehen sehr unelegant aufgeschreddert habe, als mein Roller beim Start aus dem Zug heraus einfach zusammengeklappt ist. Publikum hatte ich genug, Applaus gab es aber keinen! Hihi!
Dafür habe ich gemeinsam mit Heide einen Weg erkundet, den wir eigentlich vor ein paar Wochen in die Gegenrichtung hätten laufen wollen, aber nicht gefunden haben. Das war sehr lustig und brachte uns auf gut 6km immerhin 110 HM ein. Der Zeigezeh ist heute bläulich, aber sonst wieder fast wie neu.
Heute Morgen gab es dann diese tolle Wolkenstimmung über dem Gaisberg aus meinem Bürofenster zu bewundern.
Apropos Büro - in gut zwei Wochen ist meine Zeit der Mehrarbeit wieder vorbei und es darf wieder mein "normaler" Arbeitsrhythmus einkehren. Yipieh!

Sonntag, 9. September 2018

09-09-18

Ein Tag mit so schönem Datum muss doch was ganz besonderes sein.
Stimmt!

Zum einen ist heute der "Welttag für Suizidprävention" zu dessen Anlass das Schloß Mirabell in Salzburg ganz in gelb-orange beleuchtet wird. Da lasse ich mich doch nicht lumpen und mache mit! 



 Zum anderen fand heute quasi vor meiner Haustüre wieder der Rupertilauf (10,2km) und der Wallerseehalbmarathon statt. Schon letztes Jahr habe ich daran teilgenommen und auch heuer habe ich mich noch sehr kurzentschlossen für die kurze Distanz angelmeldet.
Das Wetter war grenzwertig - mit ca. 22° die sich allerdings nach viel, viel mehr anfühlten und Sonne pur, hatte ich schon ein wenig zu kämpfen. So auch mit einer E-Bikerin, die glaubte, wenn sie mit Dauergeklingle hinter der Läuferschar herfährt, würden alle zur Seite springen oder mit einem Autofahrer, der das Anhaltezeichen des netten Streckenposten nur als Option ansah, mir direkt vor die Füße fuhr und sich dafür ein Schreiduell mit mir liefern durfte. 😠
Aber sonst verlief alles sehr friedlich. Es waren viele nette Menschen auf der Strecke, mit denen ich mich (bis Kilometer 8, dann fehlte mir die Luft) unterhalten habe, sehr viele Vereinskollegen, mit denen ich nach Dusche und Jause daheim (schon praktisch, wenn man nur über die Straße gehen muss) noch zusammen gesessen bin.
Dann folgte die Siegerehrung, bei der die 3Tler kräftig abgesahnt haben und heuer war sogar ich am Stockerl!
 
Letztes Jahr war ich zwar schneller (da habe ich auch nicht versucht den Verkehr zu regeln), aber heuer war ich eben in einer anderen Altersklasse - hihi!

Am Nachmittag habe ich dann erst mal geruht, um später noch mit Heide paddelnd über den Obertrumer See zu gleiten. Das mit dem Gleichgewicht wird immer besser und mittlerweile kann ich die SUP-Ausflüge schon als Entspannung ansehen!

Freitag, 7. September 2018

Kleine Runde zur Abendstunde

Es gibt Wochen, die sind einfach zu "zu".
Zu viel dies, zu viel das, zu eng, zu laut, zu nah, zu lange.

Dann braucht es auch mal mehr Abstand, als es ein Lauf um den Ort mir bieten kann - also wohin? Ein paar Höhenmeter helfen da immer, also setzte ich mich in mein Auto und fuhr in die Tiefbrunnau. Zwar kam ich erst kurz nach 6 Uhr abends los, aber ein "Kurzer" ging sich trotzdem noch aus. Die ersten zehn Minuten bin ich noch vor mich hingestürmt,
dann war der erste Druck mal weg.
Weiter oben fand ich dann meinen Rhythmus,
kam bei ein paar Kühen, Pferden und Esel vorbei, die sich von mir nicht stören ließen und war nach einer Stunde oben.
 Genoß die Aussicht
 und machte mich gleich wieder auf den Rückweg, weil es schon dämmerte.
Nach zwei Stunden war ich wieder beim Auto, der Druck und das Tageslicht waren weg.
Schönes Wochenende!

Samstag, 1. September 2018

Raindrops keep falling...

on my head.  ♬♪♫♩🎶🎼♬
Dieses und viele andere, heuer beinahe in Vergessenheit geratene Regenlieder summe, pfeife und singe ich seit gestern wieder vor mich hin. Wunderbarer (Dauer)Regen verwöhnt mich, lässt die trockenen Böden aufatmen, spült Staub von den Straßen und lässt mich mit Dauergrinsen durch die Gegend spazieren.




Im Garten starten die Schnecken einen Großangriff, aber ich habe unerwarteterweise Unterstützung von einem Tigerschnegel im Kampf gegen die Gemüsediebe erhalten! Allerdings musste ich dieses Tier erst googeln - denn gekannt habe ich es noch nicht!





Mein Rad hat Pause, außer es muss mich, so wie gestern noch schnell vor Einbruch der Dämmerung zum Strandbad bringen, damit ich die Westbucht ganz für mich alleine, schwimmend genießen kann.
Heute verbrachte ich noch mehr Zeit im kühlen Nass - ein langer Lauf stand am Programm und bei angenehmen 13° genoß ich eine große Runde um Seekirchen.
Gut zwei Stunden genoß ich den feinen Regen und freute mich über die leeren Wege!

 
 
 
Den Regen sieht man zwar mal wieder nicht auf den Bildern, aber zumindest einen Teil der wunderbaren Wolkenstimmung!