Montag, 8. Februar 2016

Da waren's nur noch drei ....

oder: "Loslassen macht das Leben leichter"
Bildquelle
Vor allem, wenn man loslässt, was schon weg ist. 
Das war mein Mantra heute ab dem Zeitpunkt, an dem ich feststellen durfte, dass es nach zahlreichen erfolglosen Versuchen nun doch jemand geschafft hat, mein Stadtrad zu klauen. 
Fast 12 Jahre lang war es meine Nummer 1, wurde dann aber von mir aufgrund immer häufiger auftrender Störrigkeit und den Versuchen, mich durch schnelle Wechsel zwischen blockierter und ausgehängter Kette abzuwerfen, erst ins Werkstattstraflager verbannt und danach in die Abstellgarage. Die Reparatur sei unrentabel wurde mir mitgeteilt und so schaute ich mich nach einem Ersatz um, den ich im September 2012 auch fand. Aber erst nachdem mir mein damaliges Stadt-Eselchen endgültig entlaufen war, durfte es für die meist kurzen Stadtfahrten wieder raus an die frische Luft. Dabei benahm es sich meist auch ganz anständig, solange ich nicht zu viel hin- und herschalten wollte oder gar versuchte, das einen Hügel hinauffahrend zu tun.
Diese Eigenschaft, dann einfach die Kette auszuhängen und zu streiken, machte es nicht unbedingt zu meinem Lieblingsgefährt, aber eben zu dem, dessen Verlust mich am wenigsten schmerzen würde/schmerzt!
Jedenfalls wurde es in den vergangenen Tagen scheinbar von jemandem dringender gebraucht und darf nun in Zukunft seinen neuen Besitzer ärgern. Meinem Ex-Stadtrad wünsche ich, dass er ein Bastler ist, der ihm zu einem abwechslungsreichen 3. Leben verhilft, die Wünsche an den Fahrraddieb selbst sind nicht ganz so gnädig!

Als Stadtnachfolger wird nun wohl mein Klapprad herhalten müssen. Dabei handelt es sich um einen sehr vorschnellen Kauf, weil ich die Idee so nett fand, das Teil einfach zusammenzuklappen und mit in den Zug oder das Auto zu nehmen und dort zur Verfügung zu haben, wo ich es eventuell brauchen könnte. Leider hatte ich dabei nicht bedacht, dass 99% meiner Fahrten in völlig überfüllten Pendler- und Schülerzügen stattfinden, in denen schon Sitzplätze Mangelware sind und zusätzlicher Stauraum für Klappräder schlicht und einfach utopisch ist.
Also wird es nun "ausgestädtert" und wenn mir das fahren auf dem wackligen Teil auf die Nerven geht, bleibt mir ja immer noch die Möglichkeit, die Strecke zur und von der Arbeit mit meinem Alltags- oder auch meinem Rennrad zu absolvieren.

Kommentare:

  1. Puh ... Wieviele Räder besitzt du gleichzeitig? Wird Zeit, dass ich mir doch mal ein Zweitrad zulege.

    Und du hast vielleicht und wenn auch unfreiwillig ;) einen Beitrag zur gerechteren Fahrradverteilung auf der Welt geleistet *s*

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Guten Morgen Lizzy,
      jetzt noch 3! ;)

      Mein "Hauptrad" wurde eben mal ersetzt, das Rennrad hab ich mir vor 2 Jahren aus Spass gekauft und das Klapprad... siehe oben!
      Wobei ich immer ein Rad daheim brauche und eines in Salzburg, um jeweils zum/vom Bahnhof zu kommen. Tja, so wächst die "Familie"! :D

      Löschen
    2. Das Deponieren von Rädern an S-Bahnhöfen hat uns während der Lehrzeit meines Sohnes damals auch zwei Räder gekostet. Und als das dritte dann mit einem wirklich diebstahlsicheren Schloss wirklich immer an Eisenstangen angeschlossen wurde, klaute irgendwann jemand Sattel und Lampe. Meine Reaktionen waren damals nicht annähernd so ruhig wie deine hier erscheint und desweiteren hat mich geärgert, dass es die Polizei NULL interessierte. Auch mein Hinweis darauf nicht, dass an dem einen Klautag einige durchgekniffene Schlösser vor Ort auf einen Massen- und nicht Einzeldiebstahl hinwiesen. Haben mir locker erzählt, wie viele Räder täglich in München als gestohlen gemeldet werden (was ja wohl nur ein Bruchteil der Realtiät ist) und das war's. Mein Rad bleibt an keiner Bahnstation stehen. Jedenfalls nicht länger als einige Minuten. Tagsüber muss ich es notgedrungen manchmal irgendwo draußen anschließen. Nachts kommt es schön mit rein ins Haus und Bahnhöfe sind ein NoGo per Rad. Traurig, aber ist hier in München so.
      Deinem Klapprad wünsche ich, dass ihm ein langes gesundes und ungeklautes Dasein als Bahnhofsrad beschert ist! Dir natürlich auch.

      Löschen
    3. ... Beschieden ist ... Wäre wohl schöner, oder? Und dir wüsche ich natürlich nicht das ungeklaute Dasein selber sondern das ungeklaute Dasein deines Rades ... Ich kritzel mir einen Mist zusammen ...

      Löschen
    4. Ein Schloss! Das ist es!! Danke für die Erinnerung. Ich muss ja erst ein neues Schloss kaufen, weil das KLeine bisher ja nur im Wechsel mit dem Alltagsrad verwendet wurde (mit fliegendem Schlosswechsel).
      Aber egal, ob beschieden oder beschert... lange ungeklaut soll es bleiben! :D

      Löschen
  2. ja, Klapprad... theoretisch fand ich das auch sehr praktisch.
    aber da ich dummerweise eins erwischte, das sich nur mit Hilfe eines Schraubenziehers auch wieder zusammenklappen ließ, blieb mir die Erfahrung mit "kein Platz in Öffis" erspart. und ich wohne eh keine 5 Minuten von der U-Bahn entfernt ;)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Schlange,
      schön, mal wieder von dir zu lesen!
      5 Minuten - da würde ich wohl auch zu Fuß gehen... und meines wird dann wohl in Zukunft auch aufgeklappt bleiben. :)

      Löschen
  3. Liebe Doris,
    das darf doch nicht wahr sein! Schlimm, dass Klauerei immer mehr um sich greift. Zwar bist Du ja noch gut bestückt mit weiteren Rädern, aber man entscheidet ja eigentlich lieber selber, wann man sich von einem Besitztum trennt. Möge also dem dreisten Entwender das Kettenproblem in einem richtig blöden Moment zum Verhängnis werden. Und Du von weiteren Erlebnissen dieser Art verschont werden.
    Bei Deiner Klapprad-Überlegung musste ich schmunzeln. Bei mir steht auch eines im Keller, weil mir der Mechanismus zu blöd ist und die Bahn öfter zu voll ;-)
    Liebe Grüße
    Elke

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Elke,
      in Salzburg ist das schon immer ein ziemliches Problem. Daher auch die Lösung mit dem Stadtrad. Ich habe mir auch schon alte, ausgemusterte Räder für ein paar Euro zu genau diesem Zweck gekauft, damit der Schaden und der Ärger nicht zu groß sind.
      Die Klapprad Überlegung hatten da scheinbar schon mehrere... hihi! :D

      Löschen
  4. Liebe Doris,

    Du gehst ja gelassen mit dem Diebstahl um. Ich finde ja, dass das Rädchen es verdient hat, zu neuem Leben erweckt zu werden. Aber dem Dieb sollte sich die Kette mal so richtig um die Finger wickeln - mit ganz viel aua!

    Gruß
    Anja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Anja,
      wie oben geschrieben - was weg ist, ist weg. Jetzt noch ärgern bringt mir nix. :)
      Aber, wie du schreibst - den Dieb verfolgen keine guten Gedanken!

      Löschen
  5. Das Risiko fährt wohl in jeder etwas größeren Stadt mit, liebe Doris.

    Da ist es alternativlos für die Pendelzwecke so eine alte Möhre einzusetzen. So ist der Ärger erstmal keines zu haben und sich wieder eines besorgen zu müssen wahrscheinlich größer als der Verlust als solcher.

    Gute Fahrt mit dem neuen alten :-)

    Liebe Grüße
    Volker

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Lieber Volker,
      stimmt, der Aufwand wieder eines zu finden ist wirklich oft das größte Ärgernis.
      So kommt mein Klappi nun auch zu seinem Einsatz - besser, als es steht zuhause im Weg rum! :D

      Löschen
  6. Nun denn. Das mit den geklauten Rädern ist wirklich ein ärgerliches Stadtproblem. Karin und ich haben schonmal gleichzeitig unsere Vehikel verloren, als wir noch mitten in der Stadt gewohnt haben. Besonders dreist war allerdings der Diebstahl des Bikes unseres Sohnes, auf das er so stolz war. Das war ein Drama, angeschlossen auf dem Schulparkplatz und trotzdem weg. Sauerei!

    Du fährst jetzt mit Klapprad? Da muss ich doch schmunzeln ...

    Liebe Grüße
    Rainer

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Lieber Rainer,
      mein Haupt-/Alltagsrad zu verlieren würde mich ganz schön sauer machen. Komischerweise wurde mir nie ein Rad geklaut, als ich noch in Salzburg gewohnt habe. Auch wenn ich es oft draußen stehen hatte. Aber das 2.Rad ist einfach öfter mal einige Tage an einer Bushaltestelle oder S-Bahn Station. Da steigt die Gefahr!
      Ja, Klappi und ich werden in Zukunft die Gegend unsicher machen - vielleicht springt ja sogar mal ein Foto von uns dabei raus! :D

      Löschen
  7. Liebe Doris,

    soll er/sie glücklich werden mit seiner Beute. Manchmal ist es verhext, da werden die vermeintlich maroden Dinge von jemandem entwendet, obwohl das Rad schon von weitem suggeriert, "Hier, ich bin voll mit Fehlern und reparaturbedürftig!", wir haben ein Rad vor unserem Haus den ganzen Sommer abgestellt, auf dass es jemand mitnimmt...ne, ich habe es im Winter wieder in den Hof räumen dürfen :-)

    Salut

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Lieber Christian,
      hihi - das sah vermutlich zu sehr nach Falle aus! ;)

      Ich habe einen Nachbarn, der an 4 von 5 Arbeitstagen sein (sauteures) Mountainbike hier am Bahnhof unversperrt abstellt und es nach 2,5 Jahren immer noch hat!
      Sachen gibt's ...! :D

      Löschen
  8. Liebe Doris,
    ich finde es unverantwortlich und gemein, ein so treues Gefährt seinem Besitzer zu entreisen.
    Wie kann man denn so gemein sein.
    Ein Pfui auf den Dieb. Wünschen wir ihm die Fahrrad Krätze an den Hals, damit er nie nie nie wieder Räder klauen kann.
    Liebe Grüße
    Helge

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Helge,
      hihi - Fahrradkrätze ist gut. Mir würde auch ein Abwurf mitten auf einer Kreuzung gut gefallen...
      :D

      Löschen