Freitag, 27. Oktober 2023

Kurzstrecke

Lauter kleine, feine Ausflüge und Unternehmungen habe ich mir in den letzten beiden Wochen gegönnt. Mein obligatorischer Herbsturlaub verlief zwar nicht wie geplant, aber das ist mit einer aktiven Baustelle ja auch nicht sooo ungewöhnlich. 
Hatte ich ursprünglich im Kopf, in der ersten Urlaubswoche mit Brownie in den Süden zu fahren, die zweite Woche für Termine hier zu nutzen und danach eventuell, wenn nötig noch nach Vorarlberg zu fahren, änderte sich das schon 10 Tage vor Urlaubsbeginn mit einem Mail der Hausverwaltung. Heizungsentlüftung war (in meiner ersten Urlaubswoche) angesagt, meine Anwesenheit also notwendig, dann kann ich doch gleich noch ein paar andere Termine dort ausmachen. Zb. die Schlüsselübergabe an die Firma, die das Badezimmer renoviert, die Entscheidung welche Fenster hineinkommen (+ Ausmaß) usw. 
Außerdem habe ich dieses mal Brownie vollgeladen, um schon mal ein paar sperrige Dinge in den Keller zu stellen. Die Bahnstrecke zwischen hier und dort war an diesen Tagen nämlich gleich zweimal unterbrochen (Schienenersatzverkehr) und so spare ich mir den Transport bei der nächsten Zugfahrt.

Da ich am Mittwoch noch Zeit hatte, nutzte ich das trockene Wetter auch auch, um neue Wege mit dem Rad zum See zu erkunden. Oh da gibt es wunderschöne Strecken und zu meiner Freude auch gut beschilderte Radwege!
So kam ich gleich noch zu meinem obligatorischen Bodensee-Meditations-Besuch, bevor es am nächsten Tag von einem Termin zum nächsten ging. Leider kam an dem Wochenende ein Föhnsturm in die Gegend, was mich von weiteren Campingplänen abbrachte und so fuhr ich am Donnerstag nach einem kurzen Schwumm im schwäbischen Meer wieder nach Hause.
Da war nämlich auch Föhn und das ganz ohne Sturm! Also durfte Quietschi noch mal mit auf eine Ausfahrt rund um den Tannberg. 



Ebenfalls am Wochenende habe ich begonnen, die Terrasse winterfest zu machen. Die Tomaten sind nun abgeerntet, die Töpfe geleert und verstaut, ein Teil der Möbel schon im Keller und dabei habe ich auch gleich meinen Rollentrainer hervorgekramt und schon mal vorsorglich in die Wohnung gestellt!


Aber solange ich frei habe, kann ich mich ja noch gut in den Mittagsstunden draußen bewegen, wie am Montag bei einer (ebenfalls kurzen) Wanderung zum Eibensee,

am Dienstag und Mittwoch mit Chaya in Obertrum

Herbstschwimmen vom Feinsten!

und heute hoffentlich dann auch wieder mal laufend auf Kurzstrecke. Die 3 Geh-Tage in Folge haben den Fuß so gar nicht amused, also durfte er gestern hochgelagert auf der Couch (und abends im Hallenbad) verbringen. 
We'll see!

Sonntag, 15. Oktober 2023

5km Bloggerlauf - virtuell

Nachdem ich vormittags meine arg müden Beine (gestern war mal wieder Tauschbörse vom Verein und dieses Rumstehen ist einfach anstrengend!) im Wallersee ein wenig ausgelockert habe und dabei auch gleich noch das Finish des heurigen Backyard Ultra bestaunen konnte (27 Runden!), habe ich mich über Mittag meiner Wäsche gewidmet. Und als ich versuche halbwegs ordentliche Stapel zu bauen, merke ich, dass ich kaum mehr was sehe. Draußen wird es dunkel, windig und dann beginnt es zu gießen. Wie wunderbar! Noch 15 Minuten bis zum Bloggerlauf! Das nenn' ich Service.
Es zieht zu
Also statt der Windjacke, die Regenjacke geschnappt, eine Kreide eingesteckt und dann nix wie raus! Schnell male ich mir eine Startlinie auf die Straße (hält eh nicht lange bei dem Wetter), mache ein paar Fotos und los geht's. Zeitgleich mit mir starten heute Volker offiziell in Oldenburg, Elke im Rheinland, Manfred in Darmstadt, Oliver in Düsseldorf, Helge im Hunsrück und zeitversetzt um 13.30 Uhr Ortszeit, Roni in Texas. 
Ich habe mir vorgenommen, abwechselnd zu laufen und zu gehen und weil ich das in der Ebene genau so machen würde, kann ich ja auch gleich den Hügel rauf nach Waldprechting geh-laufen. Vorbei an der Kirche,
dann rechts rein in den Wald. 
Da gibt es nämlich eine nette Runde, die nach dem kurzen Waldstück über eine Wiese in einem Bogen zurück zur parallel verlaufenden Straße führt. 
Nur war die heute leider durch eine Groupie-Veranstaltung gesperrt! Schon als ich aus dem Wald komme, wundere ich mich über die Kühe und vermute dann, dass der Weg weiter rechts verläuft, als ich es im Kopf habe. Beim näherkommen sehe ich aber, dass ich mich nicht getäuscht habe; geschlossene Veranstaltung!
Ein Blick auf die Uhr sagt mir, dass ich genauso gut umdrehen und wieder zurücklaufen kann, was ich dann auch mache.
Um die 5 km voll zu machen, laufe ich noch eine kleine Schleife zu mir nach Hause und stoppe die Uhr genau beim einbiegen in meine Straße ab!
Hach, das hat mal wieder Spaß gemacht mit euch zu laufen! 

Und wenn wir schon beim Thema laufen sind, hier gleich noch ein Statusbericht. Diese Woche habe ich schon mal 5km gewagt, im gleiche Modus. Gehen und laufen abwechselnd. Dienstag wählte ich eine kleine Runde um den Grabensee, 
weil dort auch ein gutes Stück über Wiesen und im Wald verläuft, was meinem Fuß mehr behagt, als Straßen. Ganz kurze Läufe von 20 - 30 min dürfen mittlerweile wieder dreimal die Woche sein. Auch schwimmen geht immer, deswegen bin ich gleich noch reingesprungen. Es war aber auch sooo verlockend. 
Vor 2 Wochen hat auch das Schwimmtraining in der Halle wieder begonnen, was momentan bei mir noch zu Armhebeproblemen an den beiden folgenden Tagen führt ...
Aber wenn ich nicht schwimmen kann, gehe ich eben radeln. 
Freitag Mittag war das auch sehr nötig, um meinen rauchenden Kopf (ich kämpfe mit der Formatierung des neuen Buchprojekts) durchzulüften. 
Danach war ich wieder tiefenentspannt und ließ den Computer einfach das restliche Wochenende aus. 

Dienstag, 3. Oktober 2023

Mittendrin #7 - Kärnten

Ein bisschen Anlauf habe ich genommen, um Mittelpunkt Nummer 7 zu erobern. Im Spätsommer - von Herbst mag ich bei diesen Temperaturen noch gar nicht sprechen, bietet es sich an, ins nahe Kärnten zu fahren. Da gibt es Seen, Wanderwege, Campingplätze und natürlich auch einen Mittelpunkt!
Also habe Brownie wieder gesattelt und bin am Freitag losgezogen. 
Die Hinfahrt an sich war schon ein kleiner Ausflug, ich wählte die Strecke über den Radstädter Tauern und die Turracher Höhe. Dort gibt es einen entzückenden, kleinen See, den ich erst spazierend umrundet und dann erschwommen habe. Auf 1700 m ist das Wasser nämlich schon etwas kühler, als bei uns und das wollte ich mir doch nicht entgehen lassen. 
Bundesländergrenze Kärnten-Steiermark

Danach ging es noch eine knappe Stunde weiter zum Ossiacher See auf einen fast leeren Campingplatz, auf dem ich mir ein Plätzchen mit direktem Blick auf den See gegönnt habe.
Am späteren Nachmittag habe ich dann mein Brommie gesattelt und wollte den Sonnenuntergang am Ostufer genießen. Leider kam ich nur ca. die Hälfte der Strecke. Ein echt fieser Absatz, der am Ende einer kleinen abschüssigen Strecke lag, war der Tod für den hinteren Schlauch. Reifen platt! Das war ja schon ein wenig ärgerlich. Mehr geärgert habe ich mich dann aber, als mir einfiel, dass ich das Reparaturset mit Ersatzschlauch und Werkzeug, nicht mit dabei hatte. Und da meine ich jetzt nicht mit auf dem Rad, sondern nicht mit in Kärnten! Das hatte ich bei meiner vorletzten Ländlefahrt nämlich aus dem Auto genommen und nicht wieder zurückgelegt. Hoppla!
Aber nachdem ich ja ein Glückskind bin, stand ich ca. 2 Meter neben einer Bushaltestelle, an der 10 Minuten später ein Bus zurück zum Campingplatz fahren würde! Und mit einem Brompton kann man ja bequem überall einsteigen, was ich dann auch gemacht habe. 
So musste ich zwar meinen Samstagsplan, dem Drauradweg entlang zu radeln ändern, aber das Alternativprogramm durch Villach zu bummeln und dann mit Zug und Schiff zurückzufahren, hatte durchaus Urlaubspotential!
Die Drau in Villach

Ossiacher See am Abend

Am Sonntag packte ich alles zusammen und fuhr eine knappe halbe Stunde nach Arriach, stellte Brownie auf dem "Mittelpunktparkplatz" (ja, sowas gibt es da!) ab und spazierwanderte bei absolutem Kaiserwetter die ca. 5km Strecke zum Mittelpunkt Kärntens.

Punktlandung!
Nach einer kurzen Trinkpause neben dem Mittelpunkt spazierte ich den gleichen Weg wieder zurück, suchte mir in Arriach noch ein Gasthaus, genoss ein herrliches Nachmittagsessen, fuhr anschließend wieder zurück nach Hause und hatte das Gefühl eine Woche Urlaub gehabt zu haben! 

Donnerstag, 28. September 2023

In vollen Zügen

Helge hat es in ihrem Kommentar gut zusammengefasst. Nix los am Blog, viel los bei mir. 

Aber der Herbst ist da - egal, was die Temperaturen sagen. Das Licht ist anders, die Luft frischer, die Tage kürzer. Und all das genieße ich in vollen Zügen und in den letzten Wochen auch buchstäblich, nämlich fahrend in vollen Zügen.
Es gab da zB. zwei Zugfahrten ins Ländle für Handwerkertermine, Eigentümerversammlung, einmal für zwei Tage mit Brommi als Begleiter, einmal am gleichen Tag hin und zurück. 

Dann stand wieder unser Mädelswochenende mit Pia und Carina am Programm. Heuer trafen wir uns in Augsburg (während sich ein Großteil der Bloggergemeinschaft in Berlin herumtrieb) und wie schon bei der Premiere im letzten Jahr, war es von der ersten bis zur letzten Minute einfach nur bereichernd, lustig und wohltuend. 
Wir haben viel gesehen, viel gegessen und viel geratscht!

Durch diese Ausflüge war dann eben nicht mehr allzuviel Zeit für große sportliche Unternehmungen. Aber eine schöne Radrunde,

ein kurzer Waldlauf,
und regelmäßiges Feierabendschwimmen

gehen sich immer aus.
Dann noch die Zeit mit Chaya
und die Herbstpracht im Garten - alles Dinge, die ich in vollen Zügen genieße!


Meine Abende widme ich momentan dem neuen Buchprojekt und freue mich, dass schön langsam die Zielgerade erahnbar wird!

Montag, 4. September 2023

Finally

Sonntag 8:10 Uhr. Es ist September und ich stehe das erste Mal in dieser Saison am Start eines Triathlons - und bin ganz schön nervös. Die fehlende Routine machte sich schon am Vorabend bemerkbar, als ich zuhause mühsam alle nötigen Utensilien für den Bewerb zusammensuche. 
Aber kaum stehe ich im Wasser, freue ich mich auf ein bißchen pritscheln im und anschließend etwas kurbeln um den Mondsee. Danach ist für mich Schluss. Um die zarten Fortschritte in punkto Laufen nicht zu gefährden (und nicht brutalst auf meine nicht mehr vorhandene Kondition hingewiesen zu werden), habe ich mich für den Aquabike-Bewerb in der Sprintdistanz angemeldet. 
Die Mitteldistanzler sind schon seit 45 Minuten auf der Strecke, als um 8.15 Uhr der Startschuss für uns fällt. Und hach - das Wasser ist herrlich, die Wendeboje gut sichtbar und (vermutlich) wegen des Neoverbotes schwimme ich gemütlich abwechselnd im Wasserschatten eines Athleten oder zwischen zwei brustschwimmenden Herren, die auf Grund ihres Schwimmstils ja viel mehr sehen und daher - so hoffe ich - Idealline schwimmen. Dass ich trotzdem im Endeffekt 870 m statt der 750 auf meiner Uhr habe, schiebe ich auf den Wellengang, vermutlich hat die Uhr die Höhenmeter auch mitgezählt. 😉
Danach spaziere ich gemächlich (laufen ist heute nicht) in Richtung Wechselzone, genieße einmal mehr, dort viel Platz zu haben, schnappe mein Rad und spaziere zum Radstart. Dann ist erst mal Schluss mit rumtrüddeln, die Strecke ist leider nicht gesperrt und so heißt es aufmerksam sein. Wenn der Autoverkehr das Tempo bremst, nutze ich das als Verschnaufpause, habe ich freie Bahn versuche ich mein Tempo möglichst gleichmässig zu halten, zu überholen wenn geht und natürlich auch die tollen Ausblicke auf den Mondsee zu genießen. Der wird nämlich einmal umrundet - 20km sagt die Ausschreibung, 23 km sagt meine Uhr. (Ich glaube, da ein Prinzip zu erkennen.) Die Beine muss ich ja nicht schonen, nach der Runde ist für mich der Bewerb schon wieder vorbei. 
Da geht es nur noch raus aus der Wechselzone und rein ins Ziel! 
Kurz erschrecke ich, als der Moderator mich als 2. des Aquabike-Bewerbs begrüßt. Da waren doch 4 Teilnehmerinnen angemeldet, unter ihnen auch C. die Vereinskollegin, die wie ich bei der Vereinsmeisterschaft nicht nicht-gelaufen ist. (LINK) Wo sind denn die anderen geblieben? Haben die sich verfahren? 
Nach einer kurzen Pause im Zielbereich erfahre ich den Grund - die anderen beiden sind gar nicht gestartet und so bekommen wir eine vereinsinterne Ehrung, zu der wir uns gegenseitig natürlich höflichst gratulieren!
Sehr sympathisch, bei diesem Veranstalter gibt es anstatt eines Pokals eine Flasche Traubensaft und die Siegerin bekommt eine Ananas!