Samstag, 13. Juni 2015

Flucht!

Starke Fluchttendenzen verspür(t)e ich diese Woche.

Waren es zu Beginn der Woche noch die Zweifel, ob ich die richtige Person für die Stelle bin, die ich letzte Woche angetreten hatte, die mich schon wieder nach Alternativen Ausschau halten (und auch prompt finden) ließen, ist es seit gestern der Wunsch mein Häuschen abzusperren, zu verammeln und mich aus dem Staub zu machen.
Der Reihe nach: Die Arbeitssituation hat sich seit Donnerstag wieder entspannt. Der Haken an der Sache war, dass ausser meinem Chef scheinbar niemand wußte, was mein Aufgabengebiet dort sein würde und er gleich mal 10 Tage auf Dienstreise war. Also saß ich etwas überflüssig meine Stunden ab und fühlte mich nicht sonderlich wohl dabei. Bei einem kurzen Gespräch am Donnerstag gab er zu, dass es da einige Kommunikationsdefizite gegeben hatte und beseitigte diese. Ergebnis: jetzt hab ich was zu tun und auch die restliche Abteilung weiß, warum ich seit einiger Zeit einen Arbeitsplatz in Anspruch nehme!

Flucht Nummer zwei wird heute Nachmittag/Abend vollzogen denn:
Aussicht, wenn ich aus dem Haus komme
Die Freiwillige Feuerwehr im Ort feiert. Sie haben ein neues Feuerwehrhaus fertiggestellt und um dieses Eregnis zu würdigen, wurde ein riesengroßes (am Foto wirkt es eher mickrig, aber das ist die Perspektive) Festzelt DIREKT in der Wiese vor meiner Haustüre aufgestellt. Der Rest der Wiese wurde als Parkplatz umfunktioniert und da gibt es jetzt 3 Tage lang Volksfest! 
Gestern begann es am Abend mit der "Starnacht am Wallersee", was bedeutete, dass ab 19 Uhr ein Schlagersternchen dem nächsten das Mikrophon weitergab. Nach ca. einer Stunde ging ich laufen. In den Wald, in die Ruhe. (8,9km, 170Hm, 1:02h, 24°C)
Die Sonne fing gerade an unterzugehen
Im Wald wurde es angenehm kühl
und die Ausblicke waren ein Traum!
Nach meiner Heimkehr schloss ich alle Fenster und Türen, schwitzte die halbe Nacht vor mich hin und träumte wirres Zeug. Heute wird am Nachmittag dann das Programm weiter geführt, am Abend gibt's Bierzelt mit Humptata-Musik und morgen Vormittag noch Frühschoppen.
Da ich morgen Vormittag aber sowieso nach Obertrum geradelt/-laufen/-fahren wäre, um die Lieblingsschwester und ihre Vereinskolleginnen bei ihrer Vereinsmeisterschaft anzufeuern, werde ich die "Abreise" einfach vorziehen und bei ihr nächtigen! Dann habe ich Triathlon-Action, statt bierselige Grölerei. Dann noch ein Sprung in den einen oder anderen See und bis ich wieder heimkomme, ist der ganze Spuk (hoffentlich) wieder vorbei!

Kommentare:

  1. Liebe Doris,

    so ein Arbeitsstart ist ja echt doof. Mir ist das auch schon mal passiert - zumindest wussten ein paar, wozu ich eingestellt worden bin aber nicht die ganze Firma. Und wenn man da jemandem die Stelle "weggenommen" hat, dem das aber nicht kommuniziert wurde, kommt man ohne eigene Schuld in ziemliche Schwulitäten. Gut, dass es bei Dir geklärt wurde und ich hoffe, dass das nun die größte Hürde war.

    Was das Feuerwehrfest angeht: Durchhalten - kommt ja nicht häufig vor. Den anderen sei der Spaß gegönnt und dann kehrt ja auch wieder Ruhe ein. Dein Fluchtplan ist ja gelungen und ich wünsche Dir ganz viel Freude und schöne Tümpel an der Strecke.

    Gruß
    Anja

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    1. Liebe Anja,
      die Stelle, die ich habe, gab es vorher noch nicht, daher ist auch die Stellenbeschreibung noch etwas "schwammig". Das muss sich alles erst noch entwickeln, aber für mich war es eben ziemlich mühsam, im Weg herum zu sitzen. Seit Donnerstag hat sich da schon einiges geändert - ich bin sehr zuversichtlich, dass das wird.
      So ein Fest kommt nicht häufig vor - zum Glück! :D

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  2. Schön ist das nicht, so ein Arbeitseinstand mit Kommunikationsmängeln. Kommt aber sicher sehr sehr häufig vor. Im Grunde kenne ich es nicht anders ;o)

    Ich wünsche dir einen immer besser werdenden Einstand und positive Entwicklungen auf jeder Linie.

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    1. Liebe Lizzy,
      ich war es bisher eher gewöhnt, an Stellen zu landen, wo die Arbeit schier überging. Dass ich mir hier erst meinen Bereich "erarbeiten" muss ist ungewöhnlich!
      Danke für die Wünsche, ich habe schon das Gefühl, dass es jetzt besser wird. :)

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  3. Stell dir mal vor wie doof es wäre die Feuerwehr hätte kein gut funktionierendes Gerätehaus und könnte nicht mehr zuverlässig üben und im Notfall parat stehen. Da würde ich dann 3 Tage Feierrei auch durchstehen. Auch wenn es direkt vor der Türe bestimmt nervig sein kann. Und okay, ich bin voreingenommen ...

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    1. Lieber Markus,
      ich gönne der Feuerwehr ihr Haus, ihr Fest und alles!
      Die Feierei halte ich deswegen trotzdem nicht aus... eine Nacht mit Schlager"stars" war wirklich genug. Aber ich kenne mich gut und deshalb bin ich auch geflohen! :D
      Bist du zufällig bei der Freiwilligen Feuerwehr? ;)

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  4. Liebe Doris,
    wenn du wüsstest wie gut ich dich verstehe! Wir haben jedes Jahr im September 3 Tage Kirmes bei uns. Auf der Dorfwiese welche direkt an unseren Garten grenzt. Ca. 30 m von unserem Schlafzimmer entfernt steht das Festzelt. Grauenhaft! !!. Wir unternehmen jedes Jahr im September eine 3 tägige Kurzreise :-)
    Anders ist es nicht auszuhalten. :-))))
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Liebe Helge,
      dem habe ich nichts hinzuzufügen! :D
      Wir verstehen uns!!!

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  5. "WAAAAAAHNSINN - warum schickst du mich in die Hölle? HÖLLEHÖLLEHÖLLE" - jetzt weiß ich auch, warum mein Blogpost-Titel auch auf deinen Post gepasst hätte! Warum dieser Schlagerfuzzi mich in die Hölle schickt, frag ich mich auch immer wieder - dieses Gegröhle zu hören ist die Hölle - oder wenigstens eine Vorstufe davon!

    Kommunikationsmängel im Job sind zwar nicht die Hölle, aber doch richtig mistig! Zum Glück hat es jetzt einige klärende Gespräche gegeben, die Hoffnung darauf machen, dass es besser weitergeht und du im neuen Job ankommen kannst und nicht gleich weiter ziehen musst!

    Willkommen zurück aus dem Exil in der hoffentlich wieder eingekehrten Ruhe!

    Anne

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    1. Genau das, liebe Anne!
      Und noch dazu mit Verstärkern, die die Bässe so wummern ließen, dass im Vorhaus die Scheiben durchgehend "sangen"!
      Ich war erstaunt, wie schnell der Vorstand auf meine Mitteilung reagiert hat und das lässt mich hoffen, dass es in Zukunft besser weiterläuft!
      Das Exil war Gold wert und ich kam heute Nachmittag gegen 5 Uhr punktgenau mit dem Ende der Musi an. Es gab noch eine Zugabe und jetzt verläuft sich der ganze Pulk schön langsam! Schööööön! :D

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  6. Liebe Doris,
    oh, dann hoffe ich, dass die Kommunikation in Deinem neuen beruflichen Umfeld nun reibungslos verläuft und Du diesbezüglich Deine Fluchtgedanken nicht weiter vertiefen musst!
    Was das Feuerwehrfest mit seinen Begleiterscheinungen angeht: Da kann man wahrscheinlich wirklich nur die Flucht ergreifen, wenn man nicht mir Ohrstöpsel im hintersten Kellerraum verbarrikadiert 3 Tage verbringen will.... Mein Beileid! Wird ja aber hoffentlich nach den 3 Tagen wieder alles abgebaut, oder...?
    Tröstende Grüße
    Elke

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    1. Liebe Elke,
      nein, ich glaube die berufliche Flucht bleibt mir erspart. Ich war schon sehr positiv überrascht, wie schnell auf das Gespräch reagiert wurde! :)
      Das Fest ist vorbei, aber ein paar Übriggebliebene sitzen noch rum und grölen rum. Solange sie das ohne Verstärker und vor 22 Uhr tun, ist es ok und ich lass die Kettensäge im Gartenhäuschen! ;D

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  7. Liebe Doris,
    ich habe an Deinen Neustart gedacht letzte Woche. Etwas holprig ist er wohl gelaufen. Aber wenn nun alle Unklarheiten beseitigt sind, dann wird's schon.
    Feuerfest so nah - ok, da wäre ich auch nicht sooo begeistert ob der Geräuschbelästigung. Da bleibt nur Mitfeiern oder Flucht. Du hast zum Glück einen Unterschlupf gefunden!
    Liebe Grüße
    Bianca

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    1. Liebe Bianca,
      ja, als holprig könnte man die letzten beiden Wochen wohl bezeichnen! ;)

      Aus diesen beiden Alternativen habe ich ganz klar die Flucht gewählt und das war auch gut so! Es war sogar lustigerweise das erste Mal, dass ich bei meiner Schwester übernachtet habe! :D

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  8. Hallo Doris,

    das ist blöd so ein Arbeitseinstand. (Hatte ich auch einmal, niemand wusste dass ich komme - nach 2 Tagen und viel Aufwand hatte ich einen Gebäudeschlüssel und sass dann ohne Aufgaben mutterseelenallein im neuen Büro bis der Chef zurück kam.) Aber es scheint sich ja alles zu regeln nun.

    Die Lauffotos sind doch wieder versöhnlich, da lohnt sich die Flucht vorm Fest doch!

    Herzlichen Gruß!

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    1. Liebe Roni,
      ja, das war gut, dass ich gleich was gesagt habe. Heute war ich schon fast ein bißchen zu viel gefordert, aber das ist mir lieber so, da vergeht auch die Zeit viel besser!
      Die Freitags-Abend Flucht hat sich absolut gelohnt. Ich bin zwar nicht genau dort rausgekommen, wo ich wollte, aber das passiert mir im Wald öfter mal! :D

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  9. Liebe Doris,

    es freut mich, dass sich die verständlich unwohlige Situation auf der neuen Stelle so schnell entspannt hat. Nichts ist schlimmer als gleich von Anfang an das Gefühl zu haben, ins Klo gegriffen zu haben.

    Diese schöne, friedliche Wiese wurde zum Fest- und Parkgelände? Wie schrecklich. Wie kann man das der Idylle vor Deiner Haustür nur antun? Aber wünschen wir dem neuen Feuerwehr nun ein langes Leben, damit sich das Elend nicht so schnell wiederholt! :-)

    Liebe Grüße
    Volker

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    1. Lieber Volker,
      "ins Klo gegriffen" trifft die Stimmung ganz wunderbar! :D

      Ja, heute wurde aber tagsüber schon wieder abgebaut und von dem Festzeltwahnsinn blieben nur ein großer gelber Fleck und die Reifenspuren der Autos auf der Wiese zurück... Zum Glück!
      Ich hoffe, dort bald wieder Kühe stehen zu sehen! :)

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  10. Liebe Doris,

    zum Glück hat sich inzwischen alles wieder entspannt. Ich kann mir gut vorstellen, wie nervig das war. Aber der Besuch bei der Lieblingsschwester war sicherlich die richtige Idee. Und das mit der Arbeit ... was soll man dazu sagen ...

    Hoffentlich ist Dein Chef nicht auch bei anderen Dingen so schusselig

    Liebe Grüße
    Rainer

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    1. Lieber Rainer,
      im Rückblick ist es dann ja meist immer sehr schnell wieder vorbei! ;)
      Die Wiese ist wieder leergeräumt und dank den trockenen Wochenendes sieht es auch nicht schlimm aus.
      In der Arbeit läuft es jetzt wirklich sehr gut - jetzt muss ich mich aber jeden Tag hinsetzen und büffeln! :D

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