Mittwoch, 8. Juli 2015

Laufen oder Lesen

Die Einen laufen ihn, die Anderen lümmeln gemütlich auf der Terasse (oder heute nach dem Temperatursturz) auf der Couch rum und lesen ihn: den Marathon!
Wie das geht? 
Ganz einfach mit dem Buch: 42,195 von Matthias Politycki. Untertitel: Warum wir Marathon laufen und was wir dabei denken.

Der Autor beschreibt in jedem Kapitel einen Kilometer eines Marathons mit den dazugehörigen Gedanken und Überlegungen. Wie sie bei ihm sind. Sein können. Das Ziel - die "postmarathonale Depression" vor dem "Frieden auf Erden". Seine Gedanken sind nicht immer ganz ernst, manchmal philosophisch oder auch ganz banal. Die Dauer eines Marathons gibt einem ja genügend Zeit, den verschiedensten Gedankengängen nachzuspinnen. Vorausgesetzt es ist noch genügend Sauerstoff fürs Gehirn übrig! Was ich mich nun frage - denkt man/frau beim Halbmarathon nur halb so viel? Doppelt so schnell? Einiges kommt mir bekannt vor, obwohl ich noch nie einen Marathon gelaufen bin... 
Aber egal - heute habe ich ihn schon mal die ersten 18km begleitet und freue mich auf die nächsten!

Kommentare:

  1. oder Leben (was ich im Moment lese und daher manchmal ein bisschen fast geniesse, nicht zu laufen ;)

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    1. Liebe Lizzy,
      leben ist immer gut - egal ob Marathon oder was anderes! :D

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  2. Das ist bestimmt spannend zu lesen. Ich versuche immer die Leute um mich herum zu beobachten bei solchen langen Dingern. Also damit ich nicht viel nachdenken muss :-))
    Ich bin mir sicher beim HM hat man auch nur die Hälfte an Gedanken
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Liebe Helge,
      beobachten macht immer Spass, das stimmt! Und es lenkt wunderbar ab :D.
      Ich suche mir auch ganz gerne für einen oder zwei Kilometer einen bestimmten Läufer aus, den ich dann "verfolge" (oder es zumindest versuche!).

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  3. Liebe Doris,

    das klingt mal interessant. Auf so einer Strecke geben sich ja viele Gedanken ihr Stelldichein. Sicherlich noch mal abhängig, ob an der Strecke viel los ist oder wenig.

    Gruß
    Anja

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    1. Liebe Anja,
      während des lesens habe ich mir mal überlegt, ob ich weiß, was ich in gut 2 Stunden so alles denke... Nein, weiß ich nicht! Jedenfalls könnte ich es danach nicht aufschreiben! :D

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  4. Oh, interessant!

    Ich überlege gerade, ob ich meine Gedanken nach Kilometern sortieren könnte. Wohl eher nicht. Aber ein witzige Idee und ein guter Aufhänger für ein Buch über den Marathon :-)

    Liebe Grüße
    Volker

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    1. Lieber Volker,
      ich glaube, die Gedanken so richtig zu sortieren ist kaum möglich. Einmal denkt man schon bei Kilometer 3 an das Weißbier danach, dann wieder bei Kilometer 15 welche Schleife man noch anhängen könnte! Aber das Buch liest sich wunderbar - ich bin schon bei Km 28!

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  5. Denken auf den 42,195 km? Ich laufe doch schon, was soll ich denn noch alles machen? ;)
    Mal im Ernst: Ich kann dir echt meistens nicht sagen was unterwegs in mir so vor sich ging...

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    1. Lieber Markus,
      geht mir gleich...
      Aber dass der Kopf nicht stundenlang leer und ruhig bleibt auch. Mich hat das Buch angeregt, bei meinen nächsten längeren Läufen mal auf meine Gedanken zu achten!

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  6. Denken beim Laufen? Jede Menge! Aber nach dem Wettkampf ist das meiste davon vergessen - nur das nicht, was ich bloggen will. Ich glaube ja, je kaputter man ist, desto weniger denkt man - ergo würde ich beim Marathon annehmen, dass man ab km 35 gar nicht mehr denkt, sondern nur noch ankommen will. Aber wer weiß, ich werde das wohl nie erfahren.

    Liebe Grüße,
    Anne

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    1. Liebe Anne,
      bin schon gespannt, was Herr P. ab Km 35 noch alles so über seine Gedanken schreibt! :D
      Aber wer weiß, ob wir das nicht doch eines Tages selbst auch erfahren?

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  7. Liebe Doris,
    denken und laufen - ja, manchmal passt das bei mir nicht zusammen. Und weiß nur, dass ich bei jedem offiziellen Lauf bisher zwischendurch gedacht habe: "Warum machst Du das hier?" Und: "Nie, wieder!"
    Interessant zu lesen, was da beim Marathon so alles zusammen kommen kann.
    Liebe Grüße
    Bianca

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    1. Liebe Bianca,
      die "warum eigentlich" frage habe ich mir nur bei meinem ersten HM im Startbereich gestellt. Sobald ich losgelaufen war, wußte ich es wieder ! :)
      Interessant ist das Buch auf jeden Fall, ich bin schon fast durch! (Mein erster Marathon sozusagen!)

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  8. Liebe Doris,
    interessanter Gedanke: Halb soweit laufen= halb soviel denken oder doppelt so schnell. Hm. Ich "nage" beim Marathon an vielen Knochen. Oft sehe ich etwas am Straßenrand und dann läuft eine Lawine von Assoziationen ab. Deswegen laufe möchte ich Marathon am liebsten in Städten laufen, wo es unterwegs viel zu sehen gibt. Ich denke aber auch, das ist für jeden verschieden. Ich las mal irgendwon von jemandem, der jeden km einen Mitmenschen "widmet" und so gedanklich mit diesem den km absolviert. Auch interessant.
    Aber vielleicht machst Du eines Tages ja mal den Selbstversuch...?
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
    Elke

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    1. Liebe Elke,
      mal sehen... ich taste mich erst mal vorsichtig an die 21+ ran! :)
      Ich mag es auch ganz gerne, wenn der Kopf beschäftigt ist - Hauptsache ich fange nicht an zu denken: Wie weit denn noch? Wie lang denn noch? usw.! ;D

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    2. Ach, beim Marathon ist das dann schon wieder toll, wenn die Rest-km einstellig werden, wenn Du weißt, nun nur noch ein kleines Stückchen, wenn die Vorfreude aufs Finish langsam steigt, wenn man weiß, man schafft das.... Das ist schon sehr speziell.

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    3. Über die einstelligen Restkilometer freue ich mich aber auch schon beim HM! ;D

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