Sonntag, 29. Mai 2016

Ab jetzt...

... sportle ich wieder selbst!
Das habe ich mir gestern Abend geschworen. Einen beidseitigen Wadenmuskelkater (geholt auf der Pendelstrecke zwischen Wechselzone 1 und 2 - Erklärung folgt später) den ganzen Tag bei einer Hochzeit mit sich rumzuschleppen, kann ganz schön nervig sein. Jedenfalls fühlten sich die unteren Teile meiner Beine gestern hart und schwer, wie Beton an.

Dabei fing das Wochenende ganz harmlos an.
Da stand etwas von einer Radausfahrt in meinem Trainingsplan, Rekom-Bereich, zwei Stunden. Das müsste doch machbar sein (dachte ich). 
Aber: da achte ich nun mal auf meinen Pulsbereich beim radeln und habe den Beweis: das ist anstrengend!!! Und wie! Von wegen Rekom - da ist mein Puls ja sogar beim Laufen noch niedriger! Noch langsamer zu fahren habe ich mich nicht getraut, weil ich mir sicher war, dann umzukippen! ;)
Also beschloss ich nach gut einer Stunde das Ganze "etwas" abzukürzen und bin wieder heimgefahren.
Flitzi war auch müde...
Schön war es trotzdem!
Am Nachmittag fuhr ich dann als Begleitung/Navigationsgerät/Hundesitter und natürlich zum Spass und Anfeuern mit der Lieblingsschwester und Chaya zu einem kleinen Triathlon ins Bayrische. Wunderschöne Gegend, Weizenfelder so weit das Auge reicht, ein putziger Badesee und eine Laufstrecke, die zumindest teilweise durch den Wald führt. Alles wunderbar. Was mich aber etwas überfordert hat, waren die beiden Wechselzonen. Erst wollte ich meine Schwester überreden, das Rad doch in der zweiten stehen zu lassen, sie bestand aber darauf, mit ihm die Radstrecke zu absolvieren und nahm es einfach mit zur WZ eins. (Manno ist der Sport kompliziert!) Und dann war da der Weg von WZ2 (+ Ziel) zu WZ1. Die Kilometerangaben lagen zwischen 1,5 - 2km (ein Klacks!) und "na des werd ned reichen". Ich tendiere dazu der zweiten Aussage Glauben zu schenken. Außerdem führte die Strecke einen Radweg der Landstraße entlang, das ganze ziemlich sonnig und somit nur bedingt (Winter)hundetauglich. 
Um das ganze jetzt ein wenig abzukürzen - es war heiß, lang und anstrengend! Um noch ein wenig Fußmuskeltraining in der Woche unterzubringen, trug ich meine Barfuss-Sandalen --> daher der Muskelkater und eine dezente Blase an der Fußsohle. Trotzdem kam ich noch rechtzeitig, um mir vor dem Schwimmstart anzuschauen, wo ich danach die Schwimmutensilien der Lieblingsschwester finden würde, um diese am Rückweg mitzunehmen. 
Der Rückweg dauerte dann etwas länger - ich hatte es ja nicht mehr eilig und so verpasste ich leider die Radelei, war aber zumindest zum Zieleinlauf wieder an Ort und Stelle!
Puh - so anstrengend ist also Nichtsporteln!

Gestern schob ich einen Ruhetag ein und es fand die schon erwähnte Hochzeit zweier Chorkollegen statt, bei der wir die Messe sangen (einsingen - stehen, Messe - stehen, Gruppenfotos danach - stehen) und danach noch mitfeierten! Am Abend kam ich kaum noch die Treppen in den Keller runter und beschloss meinen Beinen heute wieder etwas gutes zu tun: 
Ein langer, langsamer Lauf! Einfach herrlich!!
Erst ein paar Blümchen im Garten abgelichtet, 

dann ab in die Laufschuhe und gemütlich gut eineinhalb Stunden vor mich hintraben, wieder Blümchen 
und einen hübschen Bach
fotographiert, eine Nachbarin (laufend) und die ehemalige Yogalehrerin (radelnd) getroffen und mit beiden "kurz" geratscht, weitergelaufen und wieder halbwegs gehfähig zu Hause angekommen!

Kommentare:

  1. Liebe Doris, vielleicht ist deinem Körper das Radeln auf dem Flitzer fremd geworden? Wie schon geschrieben: Mich wundert sehr, dass er gestreikt hat, denn ich halte dich für ziemlich fit.

    Das mit dem Tria-Support klingt anstrengend und verwirrend ... dass du in Barfußschläppchen Fuß- und Wadenprobleme gekriegt hast, ist wohl normal, wenn du noch nicht so oft längere Strecken in den Dingern unterwegs warst. 3, 4 km sind da schon "länger".

    Wie gut, dass dann heute wieder ein gaaaaanz entspannter Lauf drin war. Manchmal kann man damit ja "schwere Beine" wieder rauslaufen.

    Liebe Grüße & schönen Restsonntag,
    Anne

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    1. Liebe Anne,
      nö, ich finde radeln ja immer anstrengend. Sogar auf meinem Komfort-Tourenrad. Kaum geht es hügelaufwärts, keuche und schwitze ich. Ist wohl einfach nicht mein Sport!
      Aber wie du geschrieben hast - laufen ist mir ja wichtiger! :)

      Weil es mich interessiert hat, habe ich jetzt gerade noch die Strecke auf gpsies.com nachgemessen. One Way: 4,12km! :D Da dürfen die Waden jaulen, Chaya hätte es auch getan, wenn sie noch gekonnt hätte!
      Da war der Lauf heute so richtig gut zum Wochenendabschluss und lockern - jaaaaa!

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  2. Liebe Doris,

    ein anstrengender Support fürs Schwesterchen ;-) Und trotzdem hast Du noch Zeit zum sporteln gefunden, da wundert es mich nicht, dass die Waden mucken...
    Erhol Dich gut.

    Salut

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    1. Lieber Christian,
      ich finde ja die Begleitung bei Wettkämpfen oft wirklich anstrengender, als die Teilnahme. Hmm... naja, kommt auf den Wettkampf drauf an! ;)
      Der Lauf heute und das Gartenjäten waren schon sehr erholsam! Und morgen erhole ich mich beim arbeiten weiter.
      Ich wünsch' dir einen guten Wochenstart!

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  3. Liebe Doris,

    also so ganz verstehe ich diese Tri-Geschichte nicht. Ist es nicht so dass man das Rad nimmt eine Runde fährt und dann wieder zurückstellt?
    Barfusssandalen habe ich diesen Urlaub auch getestet. Erstaunlicherweise eignen die sich selbst für km-lange Wanderungen im felsigen Terrain. Ich optimalisiere allerdings noch an den Riemchen, da die Ferse gerne runterrutscht.
    Der lange Lauf sieht sehr erholsam aus. Grün, Blumen, Bach - immer noch schön bei dir!
    Lieben Gruss!

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    1. Liebe Roni,
      danke - mir ging es ebenso!
      Meistens ist es ja auch wirklich so, dass es eine Wechselzone gibt, in der man/frau Rad und Laufutensilien deponiert, nach dem Schwimmen das eine und nach dem radeln das andere holt. Hier war es eben anders - es gab zwei Wechselzonen (und daher brauchte es auch jemanden, der die Sachen aus WZ1 wieder abholte und mit zu WZ2 nahm. :)
      Die Zusatzriemchen habe ich schon, ohne die hielt das Fersenband nicht. So sind sie sehr bequem!

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  4. Liebe Doris,

    das mit den Wechselzonen etc. hab ich nicht ganz verstanden, das scheint wirklich kompliziert zu sein. Das mit dem Muskelkater verstehe ich dann schon eher.

    Die Waden waren sicherlich für den kleinen Lauf sehr dankbar. Ich bins auch, danke für die Blumenbilder.

    Grüße in den Süden.

    Anja

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    1. Liebe Anja,
      meine Verwirrung über die beiden Wechselzonen hat meine Schwester jedenfalls sehr amüsiert - und vermutlich auch jeden anderen Triathleten...
      Gut, dass ich nun auch hier im Blog Verwirrung gestiftet habe. :D
      Meine Waden sind heute schon wieder "fast gut" - morgen werde ich wieder mit einer kleinen Radrunde weitermachen.

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  5. Nun stell Dir mal vor wie anstrengend so ein Triathlon erst selber sein muß. Dieses Getüddel mit den Wechselzonen würde mich wahnsinnig machen :-( Vom Schwimmen will ich da gar nicht erst reden ;-)

    Und statt angesichts Deines Wochenendprogramms hektische Flecken zubekommen erfreue ich mich lieber an den Bilder, speziell Teich und Bach haben es mir angetan :-)

    Liebe Grüße
    Volker

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    1. Lieber Volker,
      ich will mir das gar nicht vorstellen, ich probier es einfach aus! :D
      Hektische Flecken? Wegen mir? Aber nicht doch!!! ;)

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  6. Liebe Doris,
    ähm, das mit der Wechselzonengeschichte habe ich auch nicht ganz verstanden. Deine Schwester braucht doch ihr Rad in der ersten, wo sie nachm dem Schwimmen ankommt, und fährt daruf zur zweiten... oder ist das bei Euch anders?
    Aber egal, Du hattest auch Deinen sportlichen Anteil am ganzen und möge der Muskelkater sich bald verziehen!
    Liebe Grüße
    Elke

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    1. Liebe Elke,
      das stimmt natürlich - woran man erkennt, dass DU die Wechselzonengeschichte im Gegensatz zu mir schon verstanden hast! :D
      Muskelkater ist schon am abklingen - morgen geht der Trainingsplan weiter!

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  7. Liebe Doris,
    ganz eindeutig, Nicht-Sport hört auf jeden Fall anstrengender an als Sport... warum ein Triathlon mitmachen, wenn man zwischen die Wechselzonen hetzen kann ;-)
    Das Radfahren kann ganz schön anstrengend sein und vor allem ist es manchmal schwer im richtigen Pulsbereich zu bleiben beim bergauf fahren - es geht mir genau gleich, wenn ich in meinem vorgegebenen Pulsbereich fahren würde, würde ich umkippen... ;-)
    Deinen langen langsamen Lauf gestern hört sich aber herrlich an und die Bilder sind ein Traum!!
    Ich wünsche Dir gute Erholung beim Arbeiten!! :-)
    Liebe Grüße Anna

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    1. Liebe Anna,
      ja genau - hihi - kostet auch gar nichts, wenn man so hin- und herrennt! :D
      Danke, dass du das auch so schreibst, mit den Pulsbereichen. Manchmal habe ich das Gefühl, ich sei einfach nicht Radkompatibel! ;)
      Danke, momentan blüht und explodiert hier alles voller Farben und Blüten - herrlich! (Und ich erhole mich gerade ;) )

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  8. Liebe Doris,
    lass dir von Volker nicht einreden das Triathlon selber machen anstrengender ist als einen Starter beim Triathlon zu supporten.
    Nein, ganz und gar nicht. Wie du wieder eindrucksvoll bewiesen hast, ist das unterstützen und anfeuern eines Starters eine wirkliche Herausforderung. Während das selber machen einfach nur Spaß macht :-)
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Liebe Helge,
      hihi - am Freitag hätte ich mir wirklich ein Rad gewünscht, aber da wäre Chaya wohl nicht begeistert gewesen! :D
      Das mit dem Spass machen probiere ich einfach mal aus - dann weiß ich mehr! :)

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