Ein Wochenende ohne Termine und stabiles Wetter ... da könnte ich doch wieder mal radwandern gehen! Auf meiner Want-to-do-Liste stehen schon seit längerem zwei Radtouren, die jeweils in zwei Tagen geradelt werden können. Die eine kürzere ist mit nur einer Übernachtung machbar, die andere bräuchte wohl den Anfahrtstag mit extra Nächtigung, weil sie beide (Anfahrt und Radetappe) länger sind.
Also wähle ich die erste Variante und starte am Freitag Morgen los in Richtung Mostviertel.
Erst mal mit dem Zug (der, mit dem ich sonst immer in die Arbeit fahre)
nach Salzburg, von dort aus mit einem schnelleren nach Amstetten, noch
einmal umsteigen (zum Glück haben beide Züge, gleich viel Verspätung)
und schon nach knapp 2,5h bin ich in Pöchlarn, dem Ausgangspunkt des
Erlauftalradwegs.
Sehr begeistert von der guten Beschilderung radle ich gemütlich los. Es sind nur 60 Kilometer, die ich an diesem Tag zurücklege, also habe ich Zeit, mich gelegentlich um Fotos zu kümmern, die Wolken zu klassifizieren (ähem ... mein Wolkenstudium hat in den letzten Wochen etwas gelitten, stelle ich fest!)
und die Gegend zu bewundern.
Diese Radtour ist auch etwas besonderes, weil erstmals meine schon letztes Jahr gekaufte Arschrakete zum Einsatz kommt und mein neues, leichtes, extra für Radtouren gekauftes Zelt!
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Alles dabei, was ich brauche! |
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Alles da, was es für eine erholsame Pause braucht |
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beste Radelverpflegung überhaupt! |
Nach dem einzigen - für mich - herausfordernden Teil der Strecke auf den letzten Kilometern, rolle ich gut verschwitzt nach Lunz am See, wo ich schon bald die Hinweistafeln zum Campingplatz finde und (nach einigem Suchen der Besitzerin) auch mein Plätzchen für die Nacht.
Das neue Zelt ist schnell aufgestellt, nur der eher harte Untergrund ist herausfordernd, aber nachdem ich mir vom Nachbarn einen Vorschlaghammer (naja, fast so groß war er schon!) ausgeliehen habe, klappt auch das.
Dann folgt der gemütliche Teil des Kurzurlaubs ... Spaziergang durch den Wald zum See ... großes Eis mit Füßen im Wasser ... Abendessen auf der Terrasse einer Pizzeria ... lesen bis zur Dunkelheit.
Am nächsten Morgen organisiere ich mir Kaffee und Frühstück, unterhalte mich mit meinen Stellplatznachbarn, die in ihrem Auto (selbstumgebaut, als Microcamper) geschlafen haben, breche meine Zelte wieder ab und mache mich auf den Weg zurück. Diesesmal ist es der Ybbstalradweg, der in einem kleinen Bogen zurück nach Ybbs führt.
Mich führt er allerdings nicht ganz so weit, ich beende den Ausflug schon nach ca. 80 wunderschönen Kilometern in Amstetten. Die Aussicht, bei 34° weitere 20 Kilometer durch ziemlich bebautes Gebiet zu radeln + das Wissen, dass ich genau dieses Stück wieder mit dem Zug zurückfahren und an dem Bahnhof, an dem ich jetzt absteige, umsteigen müsste, machen mir die Entscheidung leicht.
Glück habe ich auch, denn nach nicht mal einer Viertelstunde fährt schon ein Zug Richtung Salzburg ab, der mich schwubb-di-wubb wieder zurück bringt. Und so bin ich schon am späten Nachmittag wieder zuhause, habe Zeit mein Zeug auszupacken, Zelt, Schlafsack und Liegematte auszulüften, bzw. zu trocknen (waren noch etwas feucht von der Nacht) und den Abend gemütlich mit einem Gläschen Wein ausklingen zu lassen.
PS: und wie ich schon in einem der früheren Posts erwähnt habe ... radeln und fotographieren geht bei mir einfach nicht so gut!
PS: und wie ich schon in einem der früheren Posts erwähnt habe ... radeln und fotographieren geht bei mir einfach nicht so gut!