Posts mit dem Label Seecrossing werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Seecrossing werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 22. September 2020

Ab in den Süden

Nachdem sich der Sommer heuer so gar nicht vom Kalender beeindrucken lässt, mache ich das auch nicht und schwimme, radle und laufe weiter fröhlich durch die Gegend. Das klappt bei mir drum so gut, weil ich ja Urlaub habe und meine sportlichen Aktivitäten auf die schönste Tageszeit legen kann. 
Am Samstag gab es noch ein gemeinsames Mini-Seecrossing, diesesmal über den Grabensee. Da man bei dem aber nur an bestimmten Stellen hinein darf, gab es einfach ein "Breitenquerung" hin und zurück. 
Vorher

Nachher
Am Nachmittag packte ich dann die Schwimmbrille, Laufschuhe und noch ein paar andere "essentielle" Dinge in einen Rucksack, leerte meinen Kühlschrank und fuhr ausnahmsweise mal nicht in den Westen, sondern in den Süden!
Da ich so schnödes hin- und herfahren ja gar nicht mag, habe ich die Anreise gleich mal unterbrochen und einen Tag in Altaussee verbracht. So darf ein Urlaubstag von mir aus gerne aussehen... ein paar Tausend Menschen weniger hätten auch gereicht, aber man kann ja nicht alles haben. 
Und auch an den schönsten Orten findet man früher oder später ein ruhiges Plätzchen, wo man einfach nur rumsitzen kann...

Anschließend ging es dann weiter nach Kärnten, das ja auch nicht wenig Seen hat und hier habe ich eine Ferienwohnung bezogen, die nicht nur einen eigenen Seezugang, sondern auch ein paar Räder vor dem Haus stehen hat, die man sich "einfach so" nehmen kann, wenn man Lust auf eine kleine Radrunde hat oder nur mal schnell zum einkaufen will.
Also mache ich hier im Prinzip nicht unbedingt etwas Neues oder gar ungewohntes... Warum sollte ich auch?
Schwimmen im Ossiacher See - meistens alleine, obwohl das Wasser noch über 20°C hat...
Wandern...
Essen... 😉
und mit dem Rad den See umrunden...

Donnerstag, 27. August 2020

Seecrossing #5 - Der Irrsee

Noch ein See!
Vor gut zwei Wochen fuhr ich mit dem Auto nach Mondsee. Die Strecke kenne ich gut und ich mag die Aussicht auf den Irrsee, an dem man von Norden bis Süden entlangfährt. Umrundet habe ich ihn ja schon ein paar Mal, aber.... 
Beim nächsten Lauftreff frage ich in die Runde, ob schon mal jemand durch den Irrsee geschwommen ist. Die Antwort ist nein, aber die Lieblingsschwester und Heide sind sofort bereit mitzuschwimmen.
Den vereinbarten Termin schreiben wir dann noch in unsere Vereins-OpenWater-WhatsApp-Gruppe und so finden sich auch noch zwei weitere Mitschwimmerinnen.

Der Sonntag Vormittag verwöhnt uns mit schattenspendenden Wolken und so starten wir gemütlich kurz nach 10 Uhr am Südufer und schwimmen los. Und schwimmen und schwimmen. Bei mir laufen mal wieder zwei Lieder in Endlosschleife und ich bewundere die Hütten am Seeufer, weiche gelegentlich einem Fischerboot aus und wundere mich, dass ein See von innen soviel größer wirken kann, wie von außen. Gelegentlich schaue ich mich nach Heide um, die manchmal links, manchmal rechts von mir schwimmt und schwimme weiter. Irgendwann ist dann auch das Nordende des Sees gut zu erkennen, aber ich habe keine Ahnung, wo das Strandbad ist, bei dem wir aussteigen wollen. Dafür sehe ich ziemlich viel Schilf und ein paar Boote. Die Blicke auf die Uhr häufen sich, was mein Schwimmtempo auch nicht unbedingt erhöht und nach einer gefühlten (kleinen) Ewigkeit taucht das Ziel auf, wo auf dem Steg die drei schnellen Schwimmerinnen schon auf uns warten! 
Puh, wer hätte das gedacht, dass sich die gleiche Schwimmzeit (wie im Obertrumer See) so unterschiedlich anfühlen kann!
Aber trotzdem ist die Freude groß und ich kann einen weiteren See zu meinen durchschwommenen hinzufügen.
 4,8km in 2:10 h

Dienstag, 4. August 2020

Seecrossing #4 - Fuschlsee

Irgendwie hatte ich nach unserem letzten Seecrossing noch immer nicht genug vom Wasser. Und glücklicherweise lebe ich ja in einer Gegend, der es nicht an Seen mangelt und so beschloss ich für mich, noch den einen oder anderen See zusätzlich (zu den Dreien, die unser Ziel waren) zu durchschwimmen. 
Da fiel mir auf, dass mir noch der Fuschlsee fehlt, den alle anderen schon in früheren Jahren mal gequert hatten, ich aber noch nie. Sollte ich ihn alleine queren? Warum eigentlich nicht? Schon begann ich, mir über einen günstigen Tag Gedanken zu machen, als mir Heide erzählte, dass sie Alex, einen Vereinskollegen von uns, der ein echt tolles 4-Tage-Schwimm-Lauf-Wander-Radelprojekt vorhatte (LINK) am Donnerstag bei seinem Start durch den Mattsee begleiten würde. Da hatte ich zwar keine Zeit, wußte aber, dass er am Sonntag noch durch den Fuschlsee schwimmen wollte und bot ihm dafür meine Begleitung (das ist relativ, da er viel schneller schwimmt, als ich, aber naja....) an. 
Und so war der Startpunkt (und damit die Schwimmrichtung) schon vorgegeben, die Startzeit machte ich mir am Sonntag dann nach einer kleinen Planänderung spontan mit ihm und seinem Supporter aus.
Nach zwei megaheißen Tagen mit Temperaturen über 30°C war der Sonntag angenehm bewölkt, es hatte in der Nacht schon ein wenig geregnet und es wehte ein lustiger (?), böiger Wind. Leider von der Hofer Seite aus, zu der wir schwimmen wollten! Kurz schaute ich mir das Wellenspiel am See an, bevor ich mich entschloss, einfach mal mit loszuschwimmen und mir nach ca. 30 Minuten zu überlegen, ob ich weiter- oder zurückschwimmen würde. Außerdem nahm ich diesesmal eine Schwimmboje mit meinem Autoschlüssel, Telefon und der Kleidung mit, dass ich im Falle eines verfrühten Ausstiegs bei Alex' Supporter Bescheid geben und zurück zu meinem Auto spazieren könnte. 
Kurz vor halb12 schwammen wir los und auch wenn die Wellen mein Schwimmtempo in unterirdische Bereiche drückte, fand ich es nicht so schlimm, wie einen Monat zuvor im Obertrumersee. (Die Beine waren ausgeruht!) So gab ich Alex dann auch nach einer guten halben Stunde Bescheid, dass ich weiterschwimmen würde und kämpfte weiter gegen die Wellen. Ein klein wenig frustriert war ich allerdings schon, als ich nach ca. 55 Minuten sah, dass ich auf diese Weise gerade mal 1,7 km gekommen war! Trotzdem wollte ich nicht aufgeben und zum Glück ließ auf der zweiten Hälfte der Wind deutlich nach und wenn ich noch einen Rest Muskelkraft in meinen Schultern und Armen gehabt hätte, hätte ich ab da auch noch etwas beschleunigen können. 
Hätte, hätte, usw.... 
Also schwamm ich einfach im "Knapp-vorm-umfallen-bzw-untergehen-Tempo" weiter und kam nach knapp zweieinhalb Stunden in Hof wieder an Land - halleluja!!! 
Alex war in der Zwischenzeit schon zum Auto gegangen, um sich für seine nächste Etappe umzuziehen und ein wenig zu stärken. Ein nachher Foto (mit eleganter Schwimmfrisur!) wurde geknipst 
und schon saß er wieder auf dem Rad, um die letzten 75km radelnd und ca. 10km laufend zu absolvieren. 
Ich fuhr hingegen gemütlich mit dem Auto nach Hause und verbrachte den restlichen Tag faul und lesend auf meiner Terrasse!

Mittwoch, 29. Juli 2020

Seecrossing #3 - Obertrumer See

Geht doch!
Gestern starteten Heide und ich unseren zweiten Anlauf, den Obertrumer See zu durchqueren und waren erfolgreich! 
Frühmorgens um halb sieben Uhr trafen wir uns beim Seespitz in Obertrum, um - ganz wichtig - die Windrichtung festzustellen und danach unsere Schwimmrichtung festzulegen. Ganz sanft kam ein Lüftchen von Süd bis Südwest, was für uns bedeutete, von Obertrum zur Überfuhr zu schwimmen. Also erst mal in die Autos, um meines am Ausstiegsort zu parken und dann ging es wieder zurück zum Treff- und Startpunkt.
Bei Sonnenschein und sehr milden Wassertemperaturen (sogar Heide fand, das Wasser sei warm!!!), starteten wir pünktlich um 7 Uhr. Schwammen so vor uns hin, immer den Wartstein als Orientierungspunkt vor Augen. 
Irgendwann bemerkte ich, dass ein paar, beim Start noch sehr harmlos über dem Haunsberg liegende Quellwolken immer mehr, immer dunkler und immer schneller wurden. Außerdem stieg meine Schwimmgeschwindigkeit, denn der Wind schob von hinten an und brachte auch so einige Wellen mit sich. Dass die Wolken die Sonne abschirmten, war mir nur recht und so beachtete ich sie nicht weiter.
Knapp vor dem Wartstein blieben wir dann aber mal kurz stehen, um uns die Wettersituation etwas genauer anzuschauen. Allerding sah es so aus, als würden die Wolken nur schnell vorbeiziehen, es regnete nicht und der Wind war auch eher wieder weniger geworden. Also schwammen wir weiter und begannen unseren Ausstiegspunkt zu suchen, was vom Wasser aus gar nicht so einfach ist. Geholfen hat uns dabei die Landstraße, die direkt über die Überfuhr geht, denn die darüberfahrenden Autos konnte man schon bald gut erkennen. 
Mittlerweile war auch die Sonne wieder zurück und so stiegen wir nach gut zwei Stunden und ca. fünf Kilometern wieder aus dem Wasser!
Geschafft!
Die Schwimmzeit war für mich absolut phänomenal, aber gut, wenn man sich vom Wind schieben lässt, geht es natürlich leichter - hihi!

Aber wieso eigentlich der zweite Anlauf? 
Und wo waren denn die anderen Seecrosser?
Was ich bisher verschwiegen hatte, war unser erster - für Heide und mich mißlungener - Versuch, den Obertrumersee zu queren vor gut drei Wochen.
Damals starteten wir zu viert - Kerstin konnte wegen Fußproblemen leider nicht dabei sein - in Überfuhr, weil wir die dritte und letzte gemeinsame Seequerung eben gerne in Obertrum beenden wollten. Der Tag war sehr warm, die Sonne schien vom Himmel und es war... windig! Auch an diesem Tag kam der immer mehr auffrischende Wind aus südlicher Richtung, was für uns bedeutete gegen die Wellen schwimmen zu müssen. Und zwar gleich von Anfang an. 
Meine Hoffnung, dass es weniger werden würde, wenn wir erstmal um den "Knick" bei der Überfuhr herumgeschwommen wären, erfüllte sich nicht und mit jedem Schluck Wasser, den ich ungewollt schluckte oder inhalierte, sank meine Laune und mein Bewältigungsglaube. 
Meine Beine fühlten sich an wie Senkbleie (lag vielleicht an der 90km Radfahrt vom Vortag?) und kurz vor dem Wartstein sah ich, wie vor uns eine Regatta Aufstellung nahm. Das hieß, geradeaus weiterschwimmen ging nicht, sondern wir müssten ganz ans Ufer, um den Seglern nicht in die Quere zu kommen. Das war bei mir (und bei Heide) der Punkt, wo wir ans Aufgeben dachten und nachdem keine von uns die andere vom Gegenteil zu überzeugen versuchte, taten wir genau das!
Kletterten aus dem See und machten uns zu Fuß auf Richtung Obertrum. Dabei konnten wir sogar vom Weg aus Birgit und Stefan schwimmen sehen, wie sie sich gegen die Wellen vorankämpften. Und - wie es nun mal so ist - kaum ging es uns ein wenig besser,  packte uns schon das schlechte Gewissen, weil wir aufgegeben hatten und nicht weitergekämpft. Da schien uns dann auch das Heimspazieren nicht mehr so toll und so beschlossen wir, wieder ins Wasser zu steigen, um zumindest noch ein weiteres Teilstück zu schwimmen.
Einstiege in und um Obertrum kennen wir ja zur Genüge und so ging es zurück ins kühle Nass, wir schwammen ein Stück in den See, um dort "stehenzubleiben" und Birgit und Stefan zu applaudieren, die schon bald angeschwommen kamen. Mit, bzw. hinter ihnen schwammen wir dann ans Ziel.
Und auch wenn wir aufs Finisher-Foto mit drauf durften, war uns ganz klar, dass wir diese offene Rechnung noch begleichen mussten, was gestern geschehen ist!

Freitag, 3. Juli 2020

Seecrossing #2 - Der Wallersee

Genau eine Woche nach der ersten Seequerung (oder heißt das dann Seelängung, wenn man ihn der Länge nach durchschwimmt?) folgte die Nummer Zwei.
Diesesmal nahmen wir den Wallersee unter die Arme, Bäuche und Beine. 
Praktischerweise für mich ohne lange Anfahrtszeit, trafen wir uns eine Viertelstunde vor dem geplanten Start beim Strandbad Seekirchen. Kurz wurde die geplante Linie besprochen, die wir schwimmen wollten, um es unseren beiden Begleitern im Kanu leichter zu machen, uns im Auge zu behalten. (Anm. der Verfasserin: Besprochen heißt nicht eingehalten... ich will hier aber keine Namen nennen!)
Paul hatte dieses Mal Verstärkung von einem Freund.
Ich war im Voraus schon sehr hin und hergerissen, ob ich mit oder ohne Neo schwimmen sollte. Dafür sprach, dass ich doch ziemlichen Respekt vor der Distanz (am Ende hatte ich 5,9km auf meiner Uhr) hatte, dagegen die Temperaturen und vor allem der wolkenlose Himmel. Der Respekt siegte und so paddelte ich vorsichtig los. Aber schon nach einer guten Stunde wurde mir warm. Die Sonne schien mir fröhlich auf den Rücken und ins Gesicht und ich versuchte eine weitere halbe Stunde Eisberge zu imaginieren, was mir aber nur sehr bedingt gelang. Und wenn dann schmolzen sie dahin. 

Zum dahinschmelzen war allerdings auch der Tag. Es war absolut windstill, das Wasser spiegelglatt (und der See dadurch erfreulicherweise frei von Segelbooten und Kite-Surfern) und es war einfach nur schön. Heide schwamm immer ein Stückchen neben mir und von Zeit zu Zeit machten wir Konversations-, Staun- und Orientierungpausen. 
Mit ihrer Hilfe ließ ich dann auch die Idee in Henndorf auszusteigen, fallen und schwamm einfach weiter, bis wir irgendwann (nach ca. 3h) in Neumarkt Boden unter den Füßen spürten!

Birgit und Markus kamen als zuerst ans Ziel
Danach Stefan und Kerstin
Paul und Nico mit unseren Essensvorräten
Und schließlich auch Heide und ich!

Kein Schwund! Alle wieder da!!!
Mein Nacken bekam danach erst mal 3 Tage Verwöhnprogramm, fühlt sich aber heute schon wieder an wie neu. Und da das Wochenende vor der Tür steht, kann ja auch der nächste Spaß kommen!

Sonntag, 21. Juni 2020

Im und in Mattsee - Seecrossing #1

Also heute waren definitiv ein paar Meterchen für Helge mit dabei!

Was könnte man in unserer Gegend denn noch für Vorhaben umsetzen? Schon im Winter entstand die Idee (von wem genau ist nicht mehr eruierbar), "unsere" Seen mal alle der Länge nach zu durchschwimmen. Womit gemeint sind: der Mattsee mit  4,5km, der Obertrumer See mit 4,9km und der Wallersee mit 5,5 km Länge. 
Schon bei unserem ersten Treffen nach der Ausgangsbeschränkung setzten wir (Heide und Stefan, Kerstin, Birgit und ich) einfach mal ein paar Termine an, um nicht allzulange damit zu warten. 
Heute ging es mit dem Mattsee los. Spontan schloss sich uns noch Alex an.
Paul begleitete uns sehr geduldig mit dem SUP und Werner sorgte dafür, dass neben einem schon dort geparkten Auto noch ein zweites an unserer Ausstiegstelle für die Rückfahrt bereit stand.
Kurz vor halb10 ging es in Mattsee los, Wetter grau, 15° Luft-, 18° Wassertemperatur.
Tja was soll ich sagen... schwimmen ist ja nicht die kommunikativste aller Sportarten und so hatte ich knapp 2 Stunden Zeit mir die Gegend (hauptsächlich die rechts von mir) anzuschauen, meinen Gedanken nachzuhängen, eine CD (innerlich) zu hören und mich immer wieder mal nach Heide - wir haben ungefähr das gleiche Schwimmtempo - und Paul am SUP umzuschauen. (Die Anderen waren  nach 5 Minuten nicht mehr zu sehen).
Dank des etwas kühleren Wetters war der See herrlich leer und so kletterten wir ohne Zwischenfälle in Gebertsham wieder an Land, zogen uns was trockenes an
und füllten die abgeschwommenen Kalorien bei einer herrlichen Grillerei bei der Lieblingsschwester wieder auf.
Anschließend fuhr ich nach Hause und beschäftigte mich intensiv mit meiner Couch. 😴😴
Allerdings wurde das Wetter am späteren Nachmittag immer heller und trockener und nachdem ich die ganze Woche noch keine einzige Gemeinde eingesammelt hatte, beschloss ich kurz nach halb acht noch schnell nach Mattsee zu radeln um Gemeinde Nummer 27 abhaken zu können!
Die "Straße" zum Amt stellte sich als nicht unbedingt befahrbar heraus, also nahm ich das letzte Stück zu Fuß!
Dann fuhr ich gemütlich den Radweg Richtung Obertrum um noch den Sonnenuntergang des längsten  Tages im Jahr auskosten zu können. So darf die erste Urlaubswoche gerne enden!