Keine Sorge, ich werde keine Weihnachtslieder anstimmen. Obwohl - von mir aus müsste das Fest des Konsums auch nur alle zwei Jahre stattfinden. Oder seltener...
Aber zurück zum eigentlichen Thema: Alle zwei Jahre zieht es mich im Wonnemonat Mai in wärmere Gefilde. Dorthin, wo die Sträucher schon viel grüner, die Blumen bunter, die Temperaturen milder sind und viele nette Menschen wohnen, die abwechselnd durch die Gegend laufen, radeln und schwimmen. Nein, ich spreche nicht von einem Trainingslager in Kroatien, ganz im Gegenteil. Mich zieht es in den Nord(west)en, genauer gesagt nach Trier!
So auch vergangenes Wochenende. Da sich eine Teilnahme am
Hospizlauf heuer für mich leider wieder nicht ausgehen wird, das Wochenende des Freundschaftslaufes des SV Olewig aber völlig unberührt vor mir lag, meldete ich mich kurzentschlossen am Dienstag noch an. Das hieß: Mittwoch packen, denn am Donnerstag machte ich mich direkt nach der Arbeit auf den Weg.
In zwei Etappen und mit vielen schönen Zwischenstopps an der südlichen Weinstraße näherte ich mich ganz gemütlich meinem Ziel bei Familie Midlaufcrisis. Ein gemütlicher Nachmittag auf deren Terrasse in angenehmer Gesellschaft von Karin und wunderbarem Wolkenkino,
stimmte schon auf den Abend ein, an dem wir gemeinsam mit Anne vorsorglich genügend Kalorien für den nächsten Tag (oder war's für die nächste Woche?) zu uns nahmen.
Der Samstag führte mich dann erst mal in die Innenstadt von Trier, wo ich heuer erst den Dom unter Rainers kundiger Führung und anschließend die Porta Nigra besser kennen lernte.
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Der Kreuzgang des Trierer Domes |
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In der Porta Nigra |
Am Nachmittag ging es dann los. Treffpunkt war am Sportplatz Olewig, wo wir uns für eine Strecke (10, 16 oder 25km) entscheiden durften. Ich wählte in weiser Voraussicht und noch lebhafter Erinnerung an meine Teilnahme vor 2 Jahren die kürzeste Distanz, da sich die Höhenmeter in dieser wunderschönen Gegend irgendwie immer nach "etwas mehr" anfühlen!
Anne lief in Rainers Gruppe die 16km mit, Karin sorgte bei Kilometer 5 für Erfrischungen an der Strecke.
Ein Panoramalauf war uns versprochen worden und wer Panorama will, muss erst mal nach oben! Also führten uns unsere beiden Guides
erst mal 5 Kilometer lang einige viele zum Glück noch ziemlich schattige Höhenmeter nach oben. Die Temperaturen waren wärmer, als gedacht und so manch eine(r) stöhnte nicht schlecht. Aber die wunderbaren An- und Ausblicke entschädigten für das Schnaufen und Schwitzen und die vielen Fotopausen hielten den Puls im vertretbaren Bereich.
Dann begegneten wir noch den sympatischsten Rasenmähern überhaupt und von da an waren es nur mehr negative Höhenmeter, die uns unter die Beine kamen und schon bald waren wir wieder an unserem Ausgangspunkt zurück.
Wer Lust hat, noch mehr tolle Fotos von diesem Lauf zu sehen, kann bei
Anne oder
Rainer weiterschwelgen!
Nach und nach trudelten dann alle Gruppen wieder beim Sportplatz ein, wo eine weitere Höchstleistung zu vollbringen war, nämlich sich zu entscheiden, welche der mehr als reichlich vorhandenen Verpflegung vernichtet werden sollte! Yammie!!
Nach einem gemütlichen Abend und einem üppigen Sonntagsfrühstück auf der Terrasse
ging es für mich als 2017er Premiere ins Wasser ohne Halle drum rum! Für eine halbe Stunde lockerte ich meine Beine im Nordbad noch ein wenig aus, bevor ich mich wieder auf den Heimweg machte.
Auch hier noch mal vielen Dank liebe Karin und lieber Rainer für eure Gastfreundschaft, es war ein herrliches Wochenende bei euch!