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Samstag, 3. August 2024

Halb-Halb

Bevor ich allzu euphorisch, und vom Übermut gepackt werde, was die Fortschritte beim Laufen betrifft, hat mein Körper beschlossen, mich darauf hinzuweisen, dass allzu schnelles Steigern nicht so klug ist. 
Im letzten Monat konnte ich immer 2 Läufe pro Woche machen, ohne danach irgendwelche negativen Nachwirkungen zu spüren. Auch im Alltag war wieder viel möglich, was in den letzten Monaten sonst immer Schmerzen verursacht hat und das obwohl ich die Behandlungen bei meiner Osteopathin momentan pausiert habe. 
Ok, gelegentlich ist mal ein Lauf dabei, der sich noch immer sehr unrund anfühlt und wo ich auch danach das Gefühl habe, dass etwas nicht ganz passt, aber das darf ja auch sein. Dann lasse ich mir einfach wieder ein oder zwei Tage mehr Pause und dann passt es wieder. 
Das Tollste war letzten Freitag ein Koppellauf nach einer wunderschönen 90 minütigen Radrunde
Treffpunkt zwischen Seekirchen
 und Obertrum
mit der Lieblingsschwester, bei dem ich so richtig das Gefühl hatte, ganz normal losrennen zu können. Yupiduuuu!

Die letzte Woche verlief dann aber nur mehr halb yupiduu ... 
Samstag konnte ich den Schweineyeti frühmorgens um halb 5 niederringen, stand auf und radelte zum Strandbad, um dort den absolut schönsten Schwumm dieses Jahres kurz vor Sonnenaufgang zu genießen. Danach setzte ich mich auf den Steg und wartete, bis die Sonne kam, trank meinen Kaffee, den ich in der Thermoskanne mitgenommen hatte und war kurz vor 7 Uhr wieder daheim.
Am Sonntag nutzte ich mal wieder das Regenwetter, um mir einen 1000er zu holen. Ich fuhr zum Attersee an einen öffentlichen Badeplatz, der für einen Sonntagvormittag herrlich ruhig und verlassen war und stieg ins Wasser. 
Ok, es war ziemlich windig und auch zogen noch ein paar sehr dunkle Wolken über die Berge, aber schwimmen war gut möglich. Ich hatte sogar das Gefühl, dass die Wellen weniger werden. Dann nach ca. 400 Metern änderte ich die Richtung, weil ich in einem großen Bogen wieder zurückschwimmen wollte. Und was sehe ich da, als ich zum Badeplatz zurückschaue? Orange blinkende Lichter. So ein Mist - Sturmwarnung, denke ich mir und ärgere mich, dass ich überhaupt geschaut habe. Weil das ist so ziemlich der einzige Grund für mich, einen Schwumm abzubrechen. 
Also gut, dann schwimme ich eben wieder zurück. Im Wasser ist niemand zu sehen, aber am Ufer stehen ein paar Leute in Grüppchen herum. Wieder Mist! Wenn mich jemand sieht, kann ich auch nicht direkt vor dem Ufer noch auf- und abschwimmen, um auf die 1000 Meter zu kommen. Also schwimme ich (fast) direkt wieder zurück und stelle fest, das wird sich nicht ausgehen. Jetzt habe ich aber schon in Oldenburg getrickst, um den Bornhorster See einsammeln zu können, ein zweites Mal erlaube ich mir das nicht. Da bleibt nur übrig - raus aus dem Wasser, Uhr stoppen, warten bis die Sturmwarnung vorbei ist und dann den Rest schwimmen. 
Also greife ich bei 930 Meter auf der Uhr nach dem Schwimmausstieg, schaue noch mal zur Badehütte und sehe ... einen Einsatzwagen des ÖAMTC mit orange blinkenden Warnleuchten daneben auf der Straße stehen!!!! 
Ha! Nix wie zurück ins Wasser und noch mal eine Minirunde geschwommen und tadaaa

die #16 der nassen 1000er
am 28.7. im Attersee ist erledigt!
Montag nutzte ich nach der Arbeit das Angebot der "Siemens Festspielnächte" in der Salzburger Altstadt, um mir eine Jedermannaufführung aus dem Jahre 1983 mit Klaus Maria Brandauer und Helmut Lohner anzuschauen. Am Kapitelplatz gibt es während der Festspiele jeden Tag gratis Aufzeichnungen von früheren und aktuellen Aufführungen. Sehr praktisch! 

Soweit die erste Hälfte der Woche. Die zweite verlief dann sehr viel weniger abwechslungsreich. Am Mittwoch bekam ich spätabends plötzlich starke Schmerzen im linken Bein, liegen ging gar nicht, sitzen auch nicht gut, herumwandern in der Wohnung nur mit Abstützen. 
Am Morgen beschloss ich trotzdem zur Arbeit zu gehen, weil dort wäre ich zumindest abgelenkt und meine Vermutung, dass die Schmerzen von der Wirbelsäule (bzw. den Bandscheiben) verursacht werden, ließ mir die Nähe zur neurochirurgischen Wirbelsäulenambulanz sehr positiv erscheinen. Allerdings ließen die Schmerzen bis Mittag so nach, dass ich ohne weitere Abklärung wieder nach Hause fuhr. 
Die geplante Fahrt nach Lauterach (der Koffer stand schon gepackt im Gang) für dieses Wochenende blies ich ab, weil 5h Zugsitzen in dem Zustand nicht so verlockend klang und außerdem wollte ich auf Nummer sicher gehen, falls die Verbesserung nur kurz dauern würde. Hier habe ich die Hausärztin ums Eck und kenne sämtliche Ärzte der Wirbelsäulenstation persönlich. 
Zwar wurde es nicht mehr schlimmer, aber meine Hoffnung, wenn die Schmerzen in den ersten 12h nach Auftreten schon nur mehr halb so schlimm waren, sie in den folgenden 12h wieder ganz verschwinden, erfüllte sich nicht. Also ging es gestern doch zu meiner Hausärztin, bekam Schmerzmittel, Verordnung für Physiotherapie und eine Zuweisung zum MRT.
Das Telefonat mit einem befreundeten Physiotherapeuten hat mich dann noch mal etwas runtergebremst. Er hat mir Tipps zur Entlastung der Wirbelsäule beim Liegen gegeben und mir für die ersten 3 Tage Schonung empfohlen. Spazieren und Alltagsbewegung ja, aber kein Sport, kein Turnen. 
Also spaziere ich seit gestern eben nur durch die Gegend, bemerke aber schon deutlich, wie die Schmerzmittel greifen, die ja auch entzündungshemmend sind. Die Räder und den See lasse ich jetzt einfach mal links liegen, werde mich ins Wenger Moor begeben und dort ein wenig "draußen" genießen. 

Sonntag, 15. August 2021

Manche mögen's heiß!

Ich nicht unbedingt. Zumindest nicht zum laufen. 😄
So verlief diese Woche wieder äußerst laufarm. 
Montag fuhr ich abends zum schon obligatorisch gewordenen Nacharbeitsschwumm. Kaum aus dem Wasser, kam ebendieses vom Himmel gefallen! Da ich schon nass war und es auch auf der Heimfahrt bleiben würde, verzichtete ich aufs umziehen und radelte im Badeanzug nach Hause. 
Und genau auf diesen paar Meterchen kam dann auch noch die Sonne heraus und ich wurde mit diesem absolut grandiosen Regenbogen belohnt!
Mittwoch wanderte ich den schattigen Steig zum Eibensee hinauf, setzte mich an sein Ufer und genoss einfach nur die kühle Waldluft. Auf meinem Weg dorthin umflatterten mich ständig Schmetterlinge, ich war so fasziniert, dass ich völlig vergessen habe, Fotos zu machen! Nur ganz am Anfang zückte ich mein Telefon noch, dann blieb es im Rucksack.
Abends ging es dann wieder zum Lauftechniktraining - es stand meine Lieblingseinheit am Programm: Barfusslaufen auf dem Fussballplatz! 

Donnerstag gab es dann Kultur vom Feinsten. Mit der Lieblingsschwester besuchte ich die Händeloper "Il trionfo del Tempo e del Disinganno" bei den Salzburger Festspielen. Wow! Wir waren beide absolut beeindruckt von der Inszenierung, die Musik ist ja schon alleine traumhaft wurde aber noch durch die herrlich miteinander harmonierenden 4 Stimmen der KünsterInnen unterstrichen. Ein Genuss der Extraklasse!

Und dann war da noch das Wochenende. 
Gestern war ich einfach nur faul. War einkaufen und hab den Grünstreifen gemäht. Bin rumgesessen und hab gegessen. Damit mir das heute nicht wieder passiert, bin ich mit Birgit und einer weiteren Vereinskollegin nach Mattsee gefahren, um die Strecke nach Obertrum zurück zu schwimmen. Haben wir ja schon öfter mal gemacht. Nur noch nie, nachdem ich seit eineinhalb Jahren kein Schwimmtraining mehr besucht habe und die ganze Saison noch nie weiter als 1km geschwommen bin! Huch, war das anstrengend!
Aber irgendwann kommt auch die langsamste Schwimmerin ans Ufer
und wird dann noch wunderbarerweise die letzten Meter an Land eskortiert!

Samstag, 5. August 2017

Doppelt gemoppelt

Für mich zählt es schon als "kulturell interessiert", wenn ich einmal alle paar Jahre nach Bregenz fahre, um mir auf der Seebühne eine Oper anzusehen/-hören. So auch heuer, "Carmen" stand auf dem Programm und es war wieder ganz wunderbar!
Aber dass ich auf der gestrigen Heimfahrt einen Anruf bekomme, ob ich für heute Nachmittag eine Karte für die Generalprobe von "Wozzeck" bei den Salzburger Festspielen haben möchte, hat mich dann doch sehr überrascht und gefreut!
Darum also gleich 2 Opern innerhalb von 2 Tagen!

Schon am Mittwoch reiste ich gemütlich in den Westen, um mich am Nachmittag mit meiner Freundin Pia am und im Bodensee zu vergnügen. Jedesmal wieder ist es ein tolles Gefühl, in diesem Riesensee zu schwimmen, der "meine" Heimseen irgendwie, wie kleine Schwimmteichs wirken lässt!
Donnerstag war erst mal Familienbesuch auf dem Programm, nur mittags unterbrochen von einem kleinen Spaziergang auf den Karren.
Die Temperaturen "unten" waren nämlich alles andere, als einladend für Sport und da dachte ich mir, dass es "oben" sicher etwas luftiger und kühler sei. Tja. War es. Ein kleines bißchen!
Trotzdem tat es sehr gut, mir mal die Füße zu vertreten und nach kurzem Durchschnaufen oben, fuhr ich mit der Bahn wieder runter und war pünktlich zu Kuchen und Kaffee wieder zurück bei meiner Mutter!
Am Abend rief dann die Seebühne und ich folgte!
Ich hatte wieder einen fantastischen Sitzplatz und konnte beinahe die Mimik der Künstler erkennen, so nahe waren sie.
Mir gefiel die Inszenierung sehr gut, weil sie ganz stark den See und das Wasser miteinbezogen hat. So springt Carmen in einer Fluchtszene von der Bühne in den Bodensee und krault davon!!! Am Ende wird sie auch nicht erstochen, sonder ertränkt, was sich halt einfach anbietet! 😉
Noch 10 Minuten bis zur Aufführung!
Hier links springt Carmen später ins Wasser und flüchtet!
Der Abend war mit gut 25°C herrlich warm und einfach perfekt für eine Open-Air-Veranstaltung! 
Am Freitag saß ich dann wieder bei meiner Mutter, nur unterbrochen von einem kurzen halbStunden-Läufchen, während sie zu Mittag ruhte. Schließlich durfte ich am späteren Nachmittag dann ja noch länger im Zug sitzen und genau dort erreichte mich der Anruf meiner Schwester, wegen der Aufführung in Salzburg!
Und so ergab es sich, dass wir heute beide einen ähnlichen Tagesablauf hatten: am Vormittag startete sie in Weyeregg bei der Atterseequerung (2,5km) und belegte dort den fabelhaften 2. AK-Platz, ich machte heuer wieder bei der "Expedition-Wallersee" (1,9km) mit, der Querung ohne Zeitnahme. 
 (Ein Teil des) TrumerTriTeam nach der Wallerseequerung
Zurück lassen wir uns führen!

Nachmittags schmissen wir uns dann in Schale und besuchten noch die Oper von Alban Berg. Nun bin ich ja keine Opernkennerin, aber was mir hier perfekt erschien, war wie die Musik die Gefühle des Stücks verdeutlichen. Das Bühnenbild war so vielschichtig und fantastisch, dass ich es beinahe schade fand, dass es "nur" Bühnenbild war und nicht ein Kunstwerk an sich. Zum Teil war ich etwas überfordert von der Vielschichtigkeit, aber insgesamt sehr begeistert.

Und morgen? Mach ich mal gar nix! (Zumindest habe ich noch nichts geplant 😏)