... heute machte der Versuch nämlich statt dessen eine dicke fette Blase an meiner linken Ferse.
Aber von vorne.
Nachdem die Ferse bei meinen zwei kurzen Läufchen pro Woche schon relativ stabil ist und ich gelegentlich in der gleichen Woche auch einen etwas längeren Spaziergang zusätzlich einstreuen konnte, wollte ich es heute mit einer kleinen Wanderung versuchen. (Den Ausflug auf den Schloßberg in Hohenems zähle ich nicht als Wanderung, der war schon sehr kurz.) Wenn heute der Versuch gut gehen würde, hätte ich nämlich eine hübsche Idee für den nächsten Brownie-Urlaub.
Also beschloss ich, mit dem Bus nach Koppl zu fahren und von dort aus den Ostgrat entlang auf den Gaisberg zu wandern. Das ist eine sehr angenehme Strecke, nur gut 6km bis zum Gipfel, die Anfahrt ist kurz und sollte ich Probleme mit der Ferse bekommen, fährt von dort alle 2 Stunden ein Bus nach Salzburg.
Zur Sicherheit wollte ich auch die Wanderstöcke einpacken, zu trinken brauchte ich auch was, also einen kleinen Laufrucksack gepackt und wenn ich den schon am Rücken habe, kann ich doch auch gleich eine kleine Jause für "oben" einstecken, schließlich will ein Gipfelsturm nach so langer Zeit doch gebührend gewürdigt werden!
Nur die Wahl der Schuhe bereitete mir einiges Kopfzerbrechen. Gelaufen bin ich jetzt immer in gut gedämpften Laufschuhen, gewandert bin ich früher aber am liebsten mit den VFF oder den sehr leichten Trail-Laufschuhen. Aber ob ich die schon wieder so gut vertrage? Ein Blick in meinen Schuhschrank brachte mich dann auf eine ganz andere Idee. Ich habe ein Paar festere, halbhohe Trekking-Schuhe, die ich sonst nur bei sehr kalter und nasser Witterung für meine Chaya-Spaziergänge trage. Zwar kam ich mir dann mit diesen Schuhen, dem Laufrucksack und den Wanderstöcken fast ein wenig "overdressed" vor, aber was soll's.
Von der Bushaltestelle spaziere ich auf einer kleinen Straße direkt Richtung Ortszentrum, wo die Wanderwege dann los gehen. Mein Weg führt mich erst ein kurzes Stück durchs Koppler Moor, bevor er dann abzweigt und durch den Wald den Gaisberg hinauf führt. Doch schon nach gut zwei Kilometern spüre ich, dass da an der Ferse etwas gar nicht so ist, wie es sein sollte. Nein, es ist nicht die mir wohlbekannte Stelle selbst, sondern ein reiben und brennen, das eindeutig vom Schuh verursacht wird!
Grmmmpffffff... was tun? Ignorieren oder umkehren? Noch ist es nicht so schlimm, dass ich nicht weitergehen könnte, allerdings liegt die eigentliche Steigung ja noch vor mir. Bei der nächsten Weggabelung bleibe ich vor den Hinweisschildern stehen. Rechts geht es zum Gaisberg, links zurück zum Ort.
Ich gehe nach links, jetzt in dem Wissen, dass Wanderstöcke und Jause wirklich etwas zu viel des Guten waren und fahre mit dem nächsten Bus wieder nach Hause.
Die Blase ist trotz der frühen Umkehr riesig, aber zum Glück noch zu - die werde ich nun erst mal verheilen lassen, bevor ich den nächsten Versuch starte. Dann aber sicher mit anderen Schuhen!