Sonntag, 7. März 2021

Zwei Seen und zwei Jahreszeiten

Ich bin gerne zuhause. Je länger dieser Lockdown dauert, desto weniger kann ich mir vorstellen, nach der Arbeit noch Termine "außerhalb" zu haben. Zu sehr habe ich mich schon auf meine Beschäftigungen daheim eingestellt und mich daran gewöhnt, ausreichend Zeit dafür zu haben. Trotzdem gibt es Tage, an denen ich einfach mal etwas anderes sehen will. Nicht immer den gleichen Ausblick, nicht immer die gleichen Laufrunden. 
Deswegen habe ich mich heute für meinen Sonntagslauf erst mal in die S-Bahn gesetzt und bin nach Oberhofen gefahren. Von dort ließ ich mich von meiner Uhr auf der gestern herausgesuchten Strecke bis nach Mondsee lotsen. Ich habe versucht, die Strecke so zu planen, dass wenig Straßen dabei sind und das hat auch zum größten Teil wunderbar geklappt.
Erst mal musste ich zwar auf dem Radweg los,
aber nicht sehr lange. Am Vormittag war es kurz mal bewölkt gewesen, aber die paar Schäfchenwolken verzogen sich ganz schnell wieder. Es war mit ca. 8° sehr angenehm, die Sonne wärmte kräftig und nach kurzer Zeit wurde mir warm.
Aber schon bald begegnete ich ein paar Winterresten!
Dann wieder Frühling und erster Blick auf den Irrsee - schööön!
In und um Gegend gibt es ganz schön viel Gegend. Und schön ist sie auch.
Zwischendurch kam ich dann zwar doch wieder auf die Straße, die um den Irrsee führt, aber die habe ich einfach für eine Pause vom fotographieren genutzt. Das war notwendig, denn sonst wäre ich noch länger unterwegs gewesen - hihi. Es war aber einfach oft so schön, dass ich gar nicht anders konnte, als stehenzubleiben und zu schauen. 
Dann schon ganz nah an Mondsee kam mir der Winter näher, als ich das gebraucht hätte!
Aber selbst dieses Ungemach konnte mich nicht aufhalten und kurz darauf wurde ich mit diesem hübschen Wegstück belohnt.
Dann wurden die Beine schon ein bißchen schwer und so war ich froh, gleich nach dem Ortsschild Mondsee meine Uhr abzustoppen und in den Schlendermodus zu fallen. 
In Ermangelung an offenen Cafés, gab es dann einen Toast und eine Bananenschnitte "to go", die ich auf einer Sonnenbank vor der Basilika hl. Michael verspeist habe.
So gestärkt wollte ich mich dann noch an die Seepromenade begeben, habe dieses Vorhaben aber ganz schnell wieder fallen lassen, als sich sah, welche Menschenmassen sich dort entlanggewälzt haben.
Also blieb es bei einer kleinen Runde durch den Ort und dann fuhr ich mit dem Bus wieder zurück. Naja zumindest teilweise. In Eugendorf musste ich umsteigen und da der nächste Bus fast 50 Minuten Wartezeit bedeutet hätte, spazierte ich das letzte Teilstück des heutigen Ausflugs auch noch heim und war knapp vor der Busankunftszeit zurück. 

Und falls sich jemand fragt, wie sich der Winter in dieser Gegend so lange halten konnte, wo wir doch schon Hochfrühling hatten...
 
 
 
 
 
 
 
 
Der kam am Freitag mit dicken Flocken einfach wieder zurück. Und zwar pünktlich zum Start (oder eben auch nicht) der Froschklaubersaison!
 
 
 
 
 
 
Also stand der Zaun mal wieder im Schnee.


Aber schon am nächsten Tag sorgte die Sonne - dort wo sie hinkam - dafür, dass er sich ganz schnell wieder aus dem Staub machte!

Dienstag, 2. März 2021

Es geht bergauf!

Das nächste Bingokästchen ist abgehakt!
Eigentlich hatte ich ja vor, die "Leute grüßen" Aufgabe am Samstag bei meinem langen Lauf zu erledigen, aaaaber... 
Das Wetter - ein Träumchen! Es hatte in der Nacht geregnet und abgekühlt, es war grau, wolkig bei ca. 6°. Bei solchen Bedingungen traue ich mich sogar am Wochenende in Richtung Wenger Moor. Also trabte ich fröhlich los und begegnete am Hinweg auch nur gelegentlich dem einen oder anderen Menschen. 
Leere Wege!
Ich glaub' ich steh im Walde...
Frühlingsboten
Nach gut sieben Kilometer lief ich eine kleine Wendeschleife durch Weng
und machte mich dann wieder auf den Heimweg. 
Und plötzlich kamen von überall her Spaziergehermeuten! Keine Ahnung was da los war, jedenfalls gab ich dann relativ schnell meine Grüßerei auf und lief einfach still und leise zurück. Machte im Naturstrandbad in Zell noch eine kleine schöpferische Pause und
Vom Gaisberg blitzt der Schnee herüber
war schon bald wieder mit 15 Kilometer am Konto zurück. 

Am Sonntag genoß ich meine Terrasse so intensiv, dass ich sie auch gleich für ein wenig Bankstabi genutzt habe mit dem Ergebnis eines tollen Oberschenkelhinterseitenmuskelkaters! Aber nicht mal der konnte mich heute von meinem Treppenlaufplan abbringen. 
Beim Anziehen bekam ich noch Besuch von Herrn Amsel, der scheinbar momentan Ärger mit seiner Liebsten hat. Jedenfalls vertreibt sie ihn von der allgemeinen Futterstelle, wann immer die beiden gemeinsam dort sind. Deswegen bekam der junge Herr eine eigene Futterstelle und hat sie auch nach kurzem gefunden und akzeptiert!
Und dann ging es auch schon los. Ich lief erst eine kleine Runde zum See, um mich aufzuwärmen und dann die Bahnhofstraße zurück. Dort bog ich ab, lief (naja, schlich) die Stufen der Überführung hinauf, auf der anderen Seite runter, dann gleich weiter die Stufen zur Wallerseestraße rauf und von dort zur Unterführung, die ca. 300 Meter weiter liegt. Auch dort wieder die Stufen rauf und das waren auch schon deutlich über 50 Stufen! Aber das ganze machte gerade soviel Spaß, dass ich einfach noch eine Runde gedreht habe und dann nach der Unterführung nach rechts zu mir nach Hause weiterlief. 
Dann schnell umgezogen und mit dem nächsten Bus nach Obertrum, wo Chaya schon auf mich wartete. Erst besuchten wir den See und dann
habe ich bei der weiteren Streckenführung wohl etwas zu wenig nachgedacht! Sonst wäre es sicher nicht dieser Weg geworden!
Egal - schön war es trotzdem und Chaya ist es egal, ob ich zwei oder zwanzig Minuten für die Strecke brauche. 😁

Donnerstag, 25. Februar 2021

Drei auf einen Streich!

Aber Bingokönigin werde ich wohl trotzdem nicht. 

Am Sonntag kam dieses Bild per WhatsApp von Heide in unsere Gruppe mit der Frage: Wer macht mit?
Ohne mich von den abscheufürchterlichen Farben abhalten zu lassen, antwortete ich kurzentschlossen mit: JA! Erst danach überlegte ich, wie das jetzt eigentlich funktioniert. Nach einem kurzen Telefonat beschlossen wir, dass wir versuchen soviele Felder wie möglich zu erledigen. Es zählt wohl jede ganze Reihe und dann, wer als Erste alle Felder geschafft hat. 
Da ich am Vormittag eine kleine Runde laufen war, schaute ich gleich auf die Kilometer, fand 12,21 auf meiner Uhr und konnte somit das erste Kästchen abhaken. Später am Abend stellte ich überrascht fest, dass ich auch die Aufgabe direkt darüber (aus Versehen) schon erledigt hatte! Na bitte, geht doch!
Dann kam der Montag = Faultag, also nix.
Dienstag wollte ich dann schwimmen gehen, bevor ich zu Chaya fuhr, stellte aber fest, dass ich vor dem Mittag wohl noch immer nicht recht weit kommen würde.
Zwar dünnes Eis, aber noch da!
Wie macht sie das eigentlich?
Also radelte ich erst mal gen Obertrum und kaufte am Hinweg noch ein Geburtstagsgeschenk für Chaya. Nachdem sie sich gestärkt hatte (es gab ein Paar Knacker), zogen wir los. Sie ist übrigens vom plötzlichen Temperaturanstieg nicht so begeistert und sprang in jedes Bächlein und natürlich auch in den Feuerwehrtümpel am Weg, um deutlich zu machen, WIE heiß ihr war!
Nasses Geburtstagskind
Und was sie kann, kann ich auch - also stattete ich dem Obertrumersee dann noch einen Kurzbesuch ab. Am Heimweg wollte ich noch einkaufen gehen, aber wenn ich sowas sehe, vergeht mir ehrlich gesagt die Lust dazu...
Da fühlt man sich doch gleich willkommen :(
Zuhause hatte ich noch ein wenig Zeit, um mich fürs virtuelle Vereinstraining fertig zu machen. Am Dienstag stand Yoga am Programm --> Haken unter das dritte Kästchen!
Gestern machte ich das Gegenteil von Kästchen 1/2 - ich saute mein Tourenrad am Weg zur Arbeit und zurück nämlich richtig schön ein - hihi!
Aber heute musste wieder ein Haken sein.... oder zwei?
Es wurden drei!!!
Ich lief in kurz/kurz (anders wäre gar nicht möglich gewesen bei den Temperaturen) ohne Uhr meine Runde und streute zwischendurch 300 Schritte rückwärtslaufen ein.

Samstag, 20. Februar 2021

Regen bis Sonne

Sonst heißt es in der Wettervorhersage ja immer "heiter bis wolkig", aber das hier ist ja keine Vorhersage, sondern eine Rückschau.
Am Dienstag lief ich ausnahmsweise mal mit Chaya eine Runde, statt mit ihr spazierenzugehen. Der Grund war eine Güterzugentgleisung am 11.2. auf meiner Arbeitsbahnstrecke, die eine zehntägige Totalsperre zur Folge hatte. Das hieß für mich auf den Bus umsteigen, was die Fahrten fast doppelt so lange dauern lässt. Deswegen fiel der Vorarbeitslauf am Mittwoch flach und statt dessen radelte ich hin und her. (Mittwoch fange ich später an, da ist es nicht mehr so kalt wie um halb sieben!)
Also musste Chaya eben mit mir durch die Gegend traben. Zum Glück ist sie da sehr tolerant und so machten wir uns auf in Richtung Teufelsgraben. Erst dem See entlang bis Matzing und dann den Hügel rauf. Das Wetter war mal wieder ganz nach meinem Geschmack - leichter Regen und ca. 5°C zauberten wunderschöne Dunstwolken über die Landschaft.
Da unten ist der Obertrumer See... irgendwo
Dann ging es runter in den Graben, wo natürlich noch ein bißchen mehr Winterfeeling übrig war. Hier neben dem Bach habe ich es dann auch geschafft, meine V-Trails von oben mit Gatsch zu befüllen...
Das gab am Heimweg ein tolles Lauffeeling!

Am Donnerstag kam dann schon die richtig frühlingshafte Luft bei uns an und so konnte ich einfach nicht widerstehen und drehte heute mit Quietschi und meinem Gravelrad die erste Runde 2021!
Am schwierigsten war, sich für diese Temperatur passend anzuziehen, weil im Februar der Kopf einfach nicht so leicht vom Thermometer zu überzeugen ist.
Und nicht nur Quietschi war heute mit dabei, sondern auch mein neues Spielzeug, dass ich mir im Spätherbst noch gekauft habe. 
Schon den ganzen Sommer hatte ich mit einem Radnavi geliebäugelt, Testberichte durchgelesen und mich auch immer wieder mal mit anderen über ihre Erfahrungen unterhalten. So richtig entscheiden konnte ich mich aber für keines. Dann kam über die Vereins-WhatsApp-Radgruppe die Meldung, dass jemand den Wahoo Elemnt Bolt weiterverkauft und eine halbe Stunde später waren wir uns einig.
So schnell kann's gehen!

Sonntag, 14. Februar 2021

Zwei Sonntagsläufe und ein Teil des Arbeitsweges

Ein neuer Weg ganz in der Nähe! 
Letzten Sonntag lief ich erst am Nachmittag los. Irgendwie zog es mich nicht nach draußen und als ich mich endlich auf den Weg machte, war die Motivation so lala.
Also nahm ich mir nur vor eine Stunde lang zu laufen, Tempo egal. Ich lief dem See entlang Richtung Wenger Moor und hatte vor, nach einer halben Stunde einfach umzudrehen. Ein Podcast lenkte mich gut ab und als ich auf die Uhr sah, waren schon 30 Minuten vorbei. 
Und da sah ich ihn. Rechts von mir ein "neuer" Weg. Nein, neu war er sicher nicht, aber ich bin ihn noch nie gelaufen. Also nichts wie rein. Nach ein paar Metern kam ein Fahrverbotsschild mit Schranken und danach ging es durch einen wunderhübschen Wald (leider noch sehr rutschig) weiter bis zum See. Und aus. 
Gut, jetzt weiß ich auch, warum den sonst noch nie jemand mit mir gelaufen ist - aber hübsch war es dort trotzdem! Und mit dem kleinen Erkundungshaken kam ich dann auch auf 75 Minuten laufen. 
 
Der nächste Lauf fand wieder am Mittwoch vor der Arbeit statt. Ich stieg in Salzburg am Bahnhof aus und lief eine kleine Schleife zu den Salzachseen und dann der Salzach entlang zur Glan. Das letzte Stück ist übrigens das gleiche, wie wenn ich von zuhause zur Arbeit laufe oder radle und nachdem ich  vergangene Woche geschrieben hatte, dass ich bei meinen Pendelläufen nie fotographiere, habe ich das geändert! Et voilà - die letzten eineinhalb Kilometer vor der Klinik.
linke Glanzeile
Da waren die Temperaturen noch äußerst angenehm und so habe ich auch glatt die Zeit übersehen, als ich ein paar Meter weiter eine Vereinskollegin getroffen habe, die gerade mit dem Rad unterwegs war. (upsi) Da merkt man mal, wie sehr man sich über solche zufällige Begegnungen freut, wenn man sonst einfach nie jemanden trifft! Jedenfalls haben wir fast eine halbe Stunde gequatscht und auch mein "Schlusssprint" hat mich nicht mehr pünktlich am Arbeitsplatz erscheinen lassen. 
Donnerstag habe ich geruht und Freitag bin ich bei so arktischen Temperaturen mit Claudia in Schleedorf gelaufen, dass einfach keine Fotopause drinnen war, sonst wären wir wohl festgeeist! Außerdem mussten wir uns beeilen, denn am Abend hatte ich eine Karte für eine Lesung! Jawoll! Weil wenn die Leserinnen nicht ins Literaturhaus dürfen, kommt das Literaturhaus eben zu uns nach Hause. 
Und so genoss ich mit einem Glas Rotwein in der Hand die Lesung von Norbert Gstrein und weiß schon, welches Buch als nächstes von mir gelesen wird!
Am Samstag habe ich dann meine Portion Frischluft ganz ohne Bewegung getankt. Über Mittag war es in meinem windgeschützten Terrasseneck schon gut auszuhalten.
Heute ließ der Ostwind, der die Temperaturen in den letzten Tagen immer im zweistelligen Minusbereich hielt netterweise nach und so trabte ich ganz gemächlich eineinhalb Stunden durch die sonnige Kälte. Auf den ersten 2,5 Kilometern begleitete ich die Lieblingsschwester, die mit einer Freundin den Wallersee umrundete, danach bog ich ab und kam nach gut 3 Kilomtern auf die gleiche Runde, die ich auch für den Griesheimer Silvesterlauf gewählt hatte.
Sie bietet einfach so herrlich weite Ausblicke und lässt sich ganz nach Belieben verlängern oder abkürzen.

Freitag, 5. Februar 2021

Pendelbewegungen

Pendelbewegung vs. Rundlauf - 3:2
wäre auch eine passende Überschrift für diesen Post gewesen. 

Letzte Woche lief / spazierte ich nämlich nur zweimal im Kreis, nutzte aber dreimal einen Teil meiner Arbeitsstrecke, um zu radeln und zu laufen. Da könnte man jetzt sagen, dass das ja nicht nur völlig egal, sondern sogar sehr praktisch ist, weil man den Arbeitsweg so gut zum Frischluft schnappen nutzen kann, aber...
Wenn ich von der Arbeit heimradle oder einen Teil der Strecke (die ganzen 16 km sind mir momentan noch zu weit) laufe, mache ich scheinbar nie Fotos! 
Und so kann ich heute nur von meinem Sonntagslauf mit der Lieblingsschwester berichten. Sie rief mich am Vormittag an, nachdem sie feststellen musste, dass ihre geplante Langlaufeinheit dem Regen zum Opfer gefallen war und wollte stattdessen den Wallersee umrunden. Der war mir zwar zu weit, aber auf den ersten 5 km habe ich sie begleitet. 
Verschnaufpause als Fotostop getarnt!
Danach bog ich links ab, weg vom See, spazierte den Hügel nach Tödtleinsdorf hinauf und lief dann eine Etage höher wieder zurück nach Seekirchen. Kam kurz vor Ende des Laufs noch beim Froschteich vorbei, wo sich das Eis nun auch schon wieder zurückzieht und trabte der Hauptstraße entlang nach Hause. Für mich der längste Lauf im heurigen Winter, mit 1h40 Laufzeit!
Am Montag genoss ich dann zum ersten Mal im heurigen Jahr den Heimweg von der Arbeit zum ausradeln. Herrlich! Zwar liegt noch kiloweise Rollsplit auf den Wegen, aber es ist einfach entspannend, den Arbeitstag so beenden zu können. 
Dienstag ist Hundesittertag. Es war überraschenderweise viel milder, als gedacht und so spazierte ich mit Frühlingsgefühlen in Chayas Begleitung durch Obertrum. 
Ohne Worte - einfach nur schön!
Mittwoch lief ich einen Teil meines Heimwegs bis es finster wurde, dann nahm ich für den Rest der Strecke doch den Zug. An eine Stirnlampe hatte ich beim einpacken nämlich nicht gedacht. Hihi.  Und weils am Montag schon so schön war, wiederholte ich gestern noch mal das nach-Hause-Radpendeln und hängte noch eine kleine Schleife an, weil es grad so schön war!