Montag, 31. August 2026

Zwei Wochen auseiern

Die letzten zwei Wochen habe ich fast nur rumgeeiert. Zwar habe ich, weil ich am Jannersee so viel Spaß hatte, schon begonnen, mir mögliche Triathlonveranstaltungen für 2027 zu suchen, aber das war es schon, was Sport am nächsten gekommen ist.

Dafür war viel Zeit für andere Unternehmungen, wie Gitarrennachmittage im wunderschönen Garten einer Freundin,

gemütliche Sonntagsausfahrten mit Eisgenuss 
und ok, einmal lief ich vor der Arbeit sogar ein paar schnellere Runden auf der Bahn.

Die letzten beiden Tage fand wieder unser jährliches Dreiertreffen statt, heuer in Ulm. Was für eine schöne Stadt! Wir starteten gleich im Münster mit einem kurzen Mittags-Orgelkonzert und durchstreiften danach die Altstadt
inklusive Fischerviertel.
Genies unter sich ;)

Wir schlenderten der Donau entlang, beobachteten viele Eidechsen im Rosengarten, unterhielten uns über dies und das und ließen es uns gut gehen.
Rathaus

Nach einer ruhigen Nacht, in der (so hoffe ich) etwas von Einsteins Genie im Schlaf auf mich übergegangen ist, besuchten wir am Sonntag noch Neu-Ulm in Bayern, bevor wir uns am Nachmittag alle wieder auf den Weg nach Hause machten.

Und so geht es aufgetankt und dankbar für das wohltuende Wochenende in meine letzte Arbeitswoche vor dem Herbsturlaub. 

Montag, 17. August 2026

Jannersee-Triathlon

Lang, lang ist es her, dass ich (außer der Vereinsmeisterschaft) einen offiziellen Triathlon ganz absolviert habe. Um genau zu sein, 6 (in Worten: sechs) Jahre!
Warum? 
Nach meinen Starts bei ein paar sehr netten kleinen Triathlons hier in der bayrischen Nachbarschaft, startete ich 2018 beim TrumerTriathlon bei der Sprintdistanz und das war es dann erst mal. 2019 stand für mich der Ultratriathlon in BadBlumau als Staffelteilnehmerin am Plan, dann kamen in der Coronazeit einige Gruppen- oder Einzel-Selbstorganisierte Triathlons, die aber alle immer sehr gemütlich abliefen. 2022 wollte ich noch in Anger beim Höglwörther See Triathlon starten, musste aber wegen einer eitrigen Angina den Startplatz weitergeben. Dann waren da ein paar Pausenjahre wegen Fersenprobleme mit einem Start 2023 beim Aquabike-Bewerb in Mondsee und dann ... 
stand ich plötzlich letzten Samstag etwas nervös zwischen vielen anderen am Schwimmstart des Jannersee-Triathlons!

Meine Anreise ins Ländle fand an dem Wochenende untypischerweise mit dem Auto statt, was ich zum Anlass nahm, auf meiner Hinfahrt einen Zwischenstopp in Füssen einzulegen und mir die Umgebung dort anzuschauen. 

Der Spaziergang durch die Altstadt und zum Lechfall war allerdings sehr schweißtreibend, 

so dass ich schon nach ein paar Stunden wieder ins Auto stieg und nach Lauterach fuhr. Dadurch ging sich dann noch ein schöner Sonnenuntergangsspaziergang in Bregenz aus mit Kitsch-as-Kitsch-can Anblicken
und der ersten Stunde "La Traviata" von den Gratisplätzen am See neben der Festspielbühne. 

Am nächsten Tag musste ich mal wieder feststellen, dass ich kein Fan von (spät)nachmittäglichen Sportveranstaltungen bin. Klar, kann man in Ruhe ausschlafen und frühstücken, aber dann? Sitzt oder liegt man herum, macht Fotos vom Schuhregal
radelt schon mal zum Veranstaltungsort, um die Ruhe vor dem Sturm zu genießen und liegt den Rest des Tages Wassermelone essend auf der Couch. 

Irgendwann war es dann doch Zeit mit Sack und Pack aufs Rad zu steigen und dann ging alles ganz schnell. Startunterlagen geholt, Rad eingecheckt, Wechselzone und Wege angeschaut, Wettkampfbesprechung, Schwimmstart.
Was mich etwas unrund machte, waren die Startzeiten. 17:30 Uhr starteten die Damen und die Ü50 Herren, 17:34 Uhr die restlichen Herren und die StaffelschwimmerInnen (sprich: die Schnellen!). Das heißt für langsame Schwimmerinnen, wie mich, dass ich zwangsweise von den Schnellen überschwommen werde. 

Aber kaum war ich im Wasser, dachte ich darüber gar nicht mehr nach, weil ich einfach nur noch versuchte, zu überleben! Ich schwamm bis zur dritten Boje in so einem engen Pulk, dass ich weder nach vorne, noch zur Seite hätte irgendwie, irgendwem ausweichen können. Dazu war das Wasser (für mich) viel zu warm und ich fand es nur anstrengend. So bemerkte ich auch kaum, als die ersten schnellen bei mir vorbeiflitzten und war nur froh, aus dem See zu kommen!

Selten hab ich mich so aufs radeln gefreut! Die Strecke kannte ich ja schon, es waren überall super Streckenposten, die angefeuert haben und ich hatte sogar Zeit, ein wenig die Gegend anzuschauen, die Räder der mich Überholenden zu bewundern (es war alles dabei, vom Retro-Rennrad über Zeitfahrräder bis hin zum Gravelbike) und zu genießen. Denn mir war auch klar, dass ich den Fahrtwind beim Laufen schmerzlich vermissen würde. Zwar hatte es sogar ein klein wenig bewölkt, aber trotzdem fühlte ich mich, wie in einem Backofen. 
So beeilte ich mich auch nicht allzusehr das zweite Mal aus der Wechselzone hinaus, lief langsam und gemächlich an und machte, wenn es mir sinnvoll erschien auch mal eine kurze Gehpause. Nach gut zwei Kilometern fand ich dann in meinen Rhythmus und hatte das erste Mal Zeit, meine Uhr genauer anzuschauen. Ähem. Was zeigte die denn bitte an? Ich hatte doch bei jedem Wechsel brav auf den Knopf gedrückt, aber irgendetwas schien da nicht funktioniert zu haben. 

Das hat heuer doch auch schon mal besser geklappt! Na gut, dann mach ich halt weiter mit Triathlon, bis ich auch das schaffe!
Zumindest habe ich sie im Ziel gestoppt, kurz verschnauft und dann mit einem breiten Grinsen im Gesicht meine Siebensachen wieder eingepackt, ausgecheckt und bin wieder heimgeradelt, wo ich den Abend auf meinem Balkon ausklingen ließ. 

Dienstag, 4. August 2026

Hallo Nachbarin - Hard




Pläne und ihre Änderungen ... 

Wie im letzten Post schon geschrieben, wollte ich am Sonntag Vormittag vor meiner Rückfahrt noch eine kleine Runde (nur 3-4km!!) an der Bregenzer Ach laufen, in der Hoffnung dort der Sonne etwas zu entkommen. Der Schatten hielt sich vornehm zurück, aber mir fiel ein, dass ich ja auch zum Fitnessparcours weiterlaufen, der fast ausschließlich im Wald ist und von dort aus mit dem Bus zurück nach Lauterach fahren könnte. 
Dort war ich zwar schon zweimal, muss aber jedes Mal wieder überlegen auf welcher Höhe ich nach links in den Auwald abzweigen muss. Deswegen habe ich auch etwas aufmerksamer auf die Schilder geachtet, die am Achweg herumstehen und da las ich plötzlich das:
Seit wann zeigen die Schilder denn bitte Kirchen an?
Das konnte doch nur ein Fingerzeig sein, mal endlich wieder eine Nachbarsgemeinde zu besuchen. Hard war noch offen (eigentlich wollte ich aus Hard und Fußach wieder einen Doppelpack schnüren, aber das muss ja nicht sein), also nichts wie hin!
Das Tolle am Laufen nach Hinweisschildern ist, dass man an Orte kommt, die man sonst nie gesehen hätte. So wie der Kinderspielplatz mit einer wunderbaren Schaukel, auf der ich einen kurzen Zwischenstopp eingelegt habe, um dann den Spazierwegschildern in eine hübsche Wohngegend zu folgen. Dort war ich mir schon ziemlich sicher, irgendwo falsch abgebogen zu sein, als ich plötzlich die Kirchturmspitze hinter einem Haus hervorblitzen sah!
Damit war auch die Richtung klar und ein paar hundert Meter weiter stand ich vor meinem Ziel.
Beweisfoto von der einen und 
von der anderen Seite gemacht, ein kurzer Schwenk auf die andere Straßenseite zum Hafen
und dann Maps befragt, wie denn nun der direkteste Weg zurück nach Lauterach wäre. Der verlief dann leider mehr an Straßen, aber da ich bei der Temperatur nicht länger laufen wollte, als es sein musste, nahm ich ihn trotzdem und fiel wieder mal in meinen gewohnten Lauf-Geh-Modus. Gerade, als ich  wieder mal am Telefon kontrollieren wollte, ob ich noch am richtigen Weg bin, sah ich auch schon das Ortsschild von Lauterach
und von da an dauerte es gar nicht mehr lange, bis ich mich wieder auskannte und dann waren es auch nur mehr knapp zwei Kilometer bis zur Wohnung. Bei exakt 10km drückte ich die Uhr ab und hatte zwar den geplanten Zug verpasst, aber dafür wieder eine Nachbarin mehr auf dem Sammelkonto! 

Sonntag, 2. August 2026

Singalong am See

Voll, voller, Wochenende!
Wo fang ich an? 
Am besten mit DEM Ereignis des Jahres. Oder soll ich sagen, der letzten 80 Jahre? So lange gibt es die Bregenzer Festspiele nämlich schon und zum Jubiläum wurde das wunderbare Chorprojekt: "Singalong am See" ins Leben gerufen und ich war dabei! 
Ich habe früher ja schon von der Probe zu diesem Großereignis berichtet (LINK) und kann mich eigentlich hier nur wiederholen. 
WOW!
Mit so vielen Menschen (und auch mit Solisten der Bregenzer Festspiele) gemeinsam zu singen, auf dieser wunderbaren Tribüne einen Nachmittag in so einer fabelhaften Stimmung verbringen zu können ist einfach einmalig! 
Es wurde extra für diesen Anlass eine Bühne vor die eigentliche Seebühne gebaut, auf der unser Dirigent Steven Moore, das Orchester und die Solisten für alle gut sichtbar waren. Ich kam selbst natürlich während der Singerei vor lauter Freude gar nicht mehr zum fotographieren, aber wer einen Eindruck bekommen möchte, kann unter #singalongamsee auf Instagram ein paar Beiträge sehen oder hier und hier einen Beitrag des ORF.
Den Nachmittag/Abend ließ ich dann ganz gemütlich in Bregenz ausklingen, das sich wieder mit einem postergeeigneten Sonnenuntergang von mir verabschiedete.

Und sonst?
Den Freitag Vormittag nutzte ich, um meine Vorfreude aufs Singerlebnis schon etwas anzuheizen. Dafür spazierte ich auf den Pfänder, den Bregenzer Hausberg und schaute mir die Seebühne mal aus einer ungewohnten Perspektive an. 

Der Weg, den ich gewählt habe, verläuft fast durchgehend im Wald und so war es eine angenehme Vormittagswanderung. 
Am Nachmittag zogen dann Wolken auf, die ein klein wenig Regen brachten. Der hielt auch noch an, als ich mich am Samstag Vormittag mit Brommie zu einem Streckencheck für den geplanten Jannerseetriathlon aufmachte. Und da der See (vermutlich) aus diesem Grund komplett leer war, nahm ich mir erst die Schwimmstrecke und dann die Radstrecke vor. 
Extra für das Foto kam kurz die Sonne raus
davor und danach regnete es!
Also möglich ist die Strecke auf jeden Fall mit meinem Brommi, allerdings sind da schon ein paar Abschnitte, auf denen man Tempo machen könnte und ein weniger Luftwiderstand nicht blöd wäre.

Ich werde mich wohl spontan entscheiden, mit welchem Rad ich starte. 

Heute Vormittag wollte ich noch eine kurze Runde an der Bregenzer Ach laufen gehen, um vor der langen Zugfahrt noch etwas Bewegung zu bekommen. Was daraus wurde, folgt im nächsten Post. 

Freitag, 17. Juli 2026

Der Kreis schließt sich

Von Donnerstag zu Donnerstag hat sich nun - ungeplant - ein kleiner Musikkreis geschlossen. 

Letzte Woche las ich "zufällig" in der Zeitung, dass das neue Album der Rolling Stones (ich bin Fan seit ich 14 bin!), das am Freitag veröffentlicht wird, in nur drei ausgesuchten Plattenläden in ganz Österreich schon am Vorabend vorgestellt und verkauft werden darf. Einer davon war hier in Salzburg, was für mich natürlich bedeutete - nix wie hin!
Ich war schon kurz nach 20 Uhr im Musikladen in der Linzer Gasse, allerdings nicht die Erste! In der darauffolgenden Stunde tröpfelten immer mehr Hör- und Kaufwillige ein und exakt um 21 Uhr durften wir die Doppel-LP (in perfekter Tonqualität) anhören.
Dass sogar die Presse dabei war, ließ zwar meine geplante Inkognito-Aktion auffliegen, aber was solls! Um 22 Uhr begann der Verkauf und da war mein Vorteil ganz vorne zu stehen, denn so konnte ich mich schon kurz danach stolze Besitzerin der Red-Limited-Edition nennen! (Marketing können die alten Herren richtig gut!)

Gestern hörte ich mir die LP noch an, bevor ich gegen Mittag mit Brownie in Richtung Sperken losfuhr, um den Abend mit weiteren "älteren Herren" zu verbringen. Dort steht die Burg Clam  mit einem wunderbaren Konzertgelände. 
Es gaben sich die Ehre: Johnny Lee Hooker Jr., Ron Wood mit seiner Band und Van Morrison. 
Letzteren habe ich vor über 20 Jahren das letzte Mal live gehört, was an sich schon Grund genug gewesen wäre nach Sperken zu fahren. Aber mit Ron Wood verdoppelte sich der Grund gleich noch und so begegnete ich gestern wohl mehr Stones-T-Shirt-TrägerInnen, als noch vor einer Woche im Musikladen. 
Ich buchte zur Konzertkarte gleich das Camping am 10 Minuten entfernten Campingparkplatz mit, der mit Warmwasserduschen, WCs und sogar Brötchenverkauf vom dorfeigenen Bäcker am Morgen aufwartete!
So konnte ich vor dem Einlass ins Konzertgelände noch etwas chillen (und das noch nasse Badetuch und Badeanzug) trocknen lassen. Der Attersee lag am Weg, also wäre es doch komisch gewesen, dort nicht für einen Schwumm kurz anzuhalten.
Danach ging es aufs Gelände, das durch seine Lage wunderbar Platz und gute Sicht bietet.
Man hat die Wahl zwischen gemütlich am Hang sitzend oder, wenn da ein Stones Gitarrist Stimmung macht, 
stehend, tanzend oder sonst wie das Konzert zu genießen. 
Vor dem Auftritt von Van Morrison gönnte ich mir noch eine kulinarische Stärkung und fand dann einen wunderbaren Stehplatz mit guter Sicht, wo ich bis zum Ende des Konzerts blieb.
Konzerte, Stimmung, Umgebung, Verpflegung - 1A!
Der warme Sommerabend lud dann noch ein, ein wenig sitzen zu bleiben, bevor ich es mir in Brownie gemütlich machte und nur kurz bei einem Regenguss in der Nacht aufwachte. 
Heute Früh hatten sich die Wolken schon wieder verzogen und so konnte ich bei Sonnenaufgang gemütlich 
frühstücken, zusammenpacken und wieder nach Hause fahren. 

Sonntag, 12. Juli 2026

Mal wieder fällig

Ich weiß wirklich nicht, wie lange es her ist, dass ich einen meiner Lieblingsberge spazierwandernd besucht habe. Jedenfalls war es am Freitag endlich mal wieder soweit, dass ich am Vormittag gemütlich auf das 12er-Horn gewandert bin und das bei herrlichem Wetter und durchaus angenehmen Temperaturen (ca. 24°).
Das schönste war, dass nicht nur meine Kondition gereicht hat, sondern dass Fuß und Ferse keinerlei Nachwehen gezeigt haben und das obwohl ich insgesamt doch fast drei Stunden unterwegs war!

Die zweite Unternehmung des Wochenendes, die auch schon überfällig war, war das Kennenlernen der neuen Räder von Birgit (sie hat ihres letztes Jahr gekauft) und mir. Die beiden waren noch nie gemeinsam auf der Straße und das haben wir heute auf dem Weg zur Drachenwand am Mondsee nachgeholt. 
Schwänli und der Killerwal

Diese Runde war einfach nur unglaublich schön! Trotz des perfekten Radelwetters keine überfüllten Radwege, auch sonst wenig Verkehr, herrliche Landschaft und natürlich beste Begleitung!

In St. Lorenz sprangen wir dann in den Mondsee, schwammen ein bisschen hin und her und fuhren dann wieder gemütlich zurück.