Freitag, 16. Oktober 2026

Hallo Nachbarin - Anthering

Ein schöner Freitag mit genügend Zeit über Mittag - das schreit ja geradezu danach, den letzten Nachbarsgemeindenbesuch in Salzburg zu starten! 
Gedacht, gemacht.

Los geht es kurz vor 12 Uhr, mein Energielevel ist zwar nicht unbedingt überschäumend, aber ich hab es ja nicht eilig und so wird dieser letzte Sammelpunkt ganz gemütlich im Lauf-Geh-Lauf-Modus absolviert. Erst trabe ich Richtung Mayerlehen und weiter nach 

Wies. Da das Gemeindegebiet von Seekirchen ja ziemlich groß ist, befinde ich mich auch nach der Hälfte der Strecke noch immer in meiner Heimatgemeinde.

Dann quere ich die Mattseer Bundesstraße und schon bald sehe ich den ersten Hinweis auf mein Ziel. Da ich eine Strecke laufe, auf der ich sonst eher mit dem Rad unterwegs bin, staune ich, was man im langsameren Tempo alles sehen kann!

Dann kommt der Teil der Strecke, den ich am liebsten mag, da kann ich nämlich von dem Plateau auf dem ich laufe, zur Salzach und darüber hinaus nach Deutschland sehen. 
Über Trainting und Hupping geht es weiter und da unten (Suchbild)
kann man die Kirche von Anthering schon sehen. Also geht es den Hügel von Berg (heißt dort wirklich so) runter und nach den nächsten zwei Kurven ist sie schon deutlicher zu sehen.
Kurz darauf biege ich von der Straße ab und nähere mich der Kirche von hinten,
umkreise sie einmal und 

hake damit meinen letzten Nachbarinnenlauf in Salzburg ab. 
Zurück geht es mit dem Bus nach Salzburg und von dort weiter nach Hause. 

Samstag, 10. Oktober 2026

Spielfortschritte

Mein Urlaub ist vorbei, der Alltag hat mich wieder!
Gleich in der ersten Arbeitswoche hat mich ein kräftiger Schnupfen ausgebremst, zumindest was sportliche Unternehmungen betraf. Dafür hatte ich viel Zeit, mich mit meinem Jahresspiel zu beschäftigen und schon ein paar Pläne für 2027 zu schmieden.

Das Jahr schreitet voran und da habe ich mal zusammengezählt, wie viele Nachbarsgemeinden, ich bisher besucht habe und wie viele mir noch fehlen. 
Dreizehn habe ich bisher besucht, 
davon acht Seekirchner Nachbarinnen und 
fünf Lauteracher.


Es fehlen insgesamt noch drei; In Vorarlberg - Fußach und Lustenau. Beide nicht gerade ums Eck, also nicht geeignet für einen kurzen Sonntagslauf, bevor ich in den Zug einsteige. Die wollen geplant sein. Und was gerade nicht geplant ist, ist ein neuerlicher Ländlebesuch. Tja.
In Salzburg fehlt nur noch Anthering, das müsste zu schaffen sein. 
Bis das Jahr um ist, habe ich ja noch mehr als zweieinhalb Monate und für das nächste Jahr, reift schon eine neue Spieleidee in mir. Die ist zwar nicht so bequem von zuhause aus zu machen, aber vielleicht reizt mich ja gerade das. Sie beinhaltet außerdem parkruns, die mich, seit meiner zweiten Teilnahme dort im September, gar nicht mehr loslassen.
So war ich heute auch wieder in Hellbrunn und bin bei herrlich grauem Herbstwetter meine Runden dort gelaufen. Habe mich anschließend wieder bestens mit ein paar Mitläufern unterhalten. Einer kam aus Salzburg, ein Paar aus England, aus einem Ort, den ich selbst vor zwei Jahren besucht habe und dann war noch eine kleine Gruppe aus Kassel da, die uns Salzburgern sehr "ihren" parkrun ans Herz gelegt haben. 
Also wird es vielleicht im nächsten Jahr ein paar weitere Beiträge zu parkruns hier und da geben.  

Dienstag, 29. September 2026

Kaiserlauf bei Kaiserwetter

Zum zweiten Mal hat es mich heuer ins schöne Bad Ischl getrieben, um beim Fun Run (8,4km) des Kaiserlaufs teilzunehmen. Ich wollte heuer im Herbst gerne noch einen kleinen Lauf mitnehmen, beim Jedermannlauf in Salzburg war die kurze Distanz schon ausgebucht und bei der Herbstrosentrophy werde ich vermutlich nicht hier sein. Allzu weit fahren wollte ich auch nicht und so bot sich ein Sonntagsausflug nach Bad Ischl ja geradezu an.

Seit meinem ersten Start dort sind zwölf Jahre vergangen, damals war Volker mit dabei und der Streckenverlauf war noch eine große Runde. 2021 wurde das geändert, seit dem laufen die "FunRunner" zwei Runden, die Halbmarathonis fünf. Die Strecke ist aber nach wie vor sehr schön und abwechslungsreich, so läuft man zum Teil auf der berühmten Esplanade direkt am berühmten Café Zauner vorbei, aber auch Richtung Süden über schöne und herrlich schattige Schotterwege in den Sisipark und dann der Traun entlang wieder zurück ins Zentrum zum Kurpark.
Runde eins teste ich, was meine Beine zu meinem persönlichen Ziel (Zielzeit unter 1h) sagen und da sie keine Einwände haben, behalte ich dieses Tempo auch in Runde zwei noch bei. Einmal zwingt mich zwar ein akuter Hustenanfall zu ein paar Gehschritten, aber sonst kann ich auch die zweite Runde relativ regelmäßig durchlaufen.
Als ich nach meiner zweiten Runde dann rechts ins Ziel abbiege, mag ich mir gar nicht vorstellen, noch weiterlaufen zu müssen!
Hurra - geschafft!
Die Zieluhr macht es offiziell, dass ich mein Ziel erreicht habe, die offizielle Zeit lautet dann sogar 58:08!

Danach folgt der gemütliche Teil - erst mal zur Zielverpflegung und den Kratzehals mit Wasser beruhigen, dann noch ein wenig Zeit im Zielbereich verbringen, ein paar Bekannte ins Ziel klatschen und nachdem der letzte Läufer der langen Distanz im Ziel ist, wieder zum Auto spazieren und nach Hause fahren.
Danke Bad Ischl - es war mir ein kaiserliches Vergnügen!

Dienstag, 22. September 2026

Hallo Nachbarin - Dornbirn

Mein Urlaub geht weiter und so nutze ich die Gunst der Stunde, ein paar Tage (mehr als sonst), in Lauterach zu verbringen. Da bietet es sich an, eine der noch fehlenden Nachbarinnen zu besuchen.
Meine Wahl fällt am gestrigen bewölkten Montag Vormittag auf Dornbirn. Da ich momentan fast täglich Strecken für Ausflüge heraussuche, freue ich mich, mal einen oft geradelten Weg unter die Füße zu nehmen. 


Und so trabe ich die gut 8 Kilometer so meditativ dahin, dass ich gar nicht daran denke, ein Foto zu machen! Ok, so richtig malerisch ist die Strecke, die größtenteils am Bahnbegleitweg oder über kleine Straßen verläuft auch nicht.
Erst als ich - schon in Dornbirn - einen Blick auf die erste erreichbare Kirche in der Stadt erhasche, hole ich das Telefon raus.

Da hinten steht sie, die Kirche von Haselstauden, der Stadtteil, in dem ich gewohnt habe, als ich noch hier gewohnt habe. Aber mein Plan lautet, zum Marktplatz weiter zu laufen und das mache ich auch. Immerhin sind die noch fehlenden gut 2 Kilometer sehr abwechslungsreich, denn Montag Vormittag ist so einiges los. 
Als ich dann in die letzte Straße vor meinem Ziel einbiege, zücke ich schon mal das Telefon, um zu fotographieren, aber ich sehe nichts ...
Jetzt haben die mir einfach meinen Kirchturm versteckt!
Wenn auch schön beschriftet - das finde ich jetzt gar nicht nett. 

Aber ich kann es nun mal nicht ändern und so stoppe ich die Uhr, knipse ich meine Beweisfotos und spaziere zum Bahnhof, um mit dem nächsten Bus wieder heim zu fahren.

Was gab es sonst in meiner zweiten Urlaubswoche?
Nach meinem Brownieausflug verbrachte ich ein paar Ruhetage daheim auf der Couch, bevor ich in den Westen fuhr, um hier Ausflüge mit Zug und/oder Brommie zu unternehmen. 
Hier ein kleiner Querschnitt meiner Eindrücke:
Ein Ausflug nach Wangen im Allgäu

Besuch der Hundertwasser-Ausstellung in Lindau

Wandern im Bregenzerwald und die Entdeckung eines Lyrikwegs!

Fehlende Abschnitte am Bodenseeradweg "auffüllen"

Und ein Besuch der Stiftsbibliothek St. Gallen, in der ich einfach gerne sitzen geblieben wäre... 

Aber gemeinerweise schließen die einfach um 18 Uhr die Tore und verlangen, dass man geht. 
So schade! Also bin ich schweren Herzens wieder heimgefahren und genieße die letzte Urlaubswoche eben woanders.

Montag, 14. September 2026

Radwandern an der Isar und ein lang aufgeschobener Ausflug

In meiner ersten Urlaubswoche nutzte ich gleich mal das stabile Wetter, um eine kleine Radtour zu machen, die ich seit letztem Jahr auf meiner Want-to-Do-Liste stehen habe. 
Sie beinhaltet den Isar- und den Donauradweg und kann je nach Lust und Laune zwischen 2 und 5(6?) Tagen dauern. 
Die Strecke ist fast ein Quadrat - von hier Richtung Landshut, 
dann den Isarradweg bis zur Isarmündung in die Donau
Isarmündung
und dann am Donauradweg weiter bis Linz und von dort wieder zurück nach Seekirchen. 
Ich habe mich für eine dreitägige Zug-Rad-Zug-Variante entschieden und bin von hier bis Mühldorf am Inn mit dem Zug gefahren. Von dort aus ging es auf kleinen Straßen mit erfreulich wenig Autoverkehr nach Landshut, wo ich Kalorien auffüllte, durch die Altstadt spazierte und schließlich am Isarradweg weiterfuhr. 
Eine Übernachtung später ging es weiter zur Isarmündung und dem Donauradweg. Und mit dem wurde ich von Anfang an nicht so richtig warm. Meine geplante Route verlief links der Donau, doch dafür hätte ich sie kurz nach der Isarmündung schon queren sollen. 
Aber: 

Niedrigwasser an der Donau
Naja, kann passieren. Dass dann aber der Radweg auf der rechten Donauseite streckenweise gesperrt und die Umleitung grottig schlecht ausgeschildert war, ärgerte mich im Laufe des Tages immer mehr. Dann fand ich kein Café zum einkehren, die Lebensmittelgeschäfte waren auch geschlossen und überhaupt sank meine Laune immer mehr. 

Als ich dann zufällig doch noch einen offenen Edeka fand, saß davor eine andere Radlerin neben ihrem aufgepackten Rennrad, die von Regensburg losgefahren und Richtung Linz unterwegs war. Wir unterhielten uns über unsere Eindrücke des Donauradwegs und sie schien ähnlich genervt zu sein, wie ich. Als sie mich fragte, wie weit ich noch fahre, sagte ich (zu meiner Überraschung) wie aus der Pistole geschossen: bis Passau (statt, wie geplant bis Linz). Und genau so machte ich es dann auch.
Statt mir in Passau noch mal ein Zimmer zu suchen, fuhr ich zum Bahnhof und tschuckelte dann mit ein paar Umstiegen zurück nach Seekirchen. 
Fazit: Der Donauradweg kann mich mal!
Im letzten Zug auf der Heimfahrt!

Der nächste Ausflug fand mit Brownie statt - weil ich im Südtirol in der Region, wo ich hinwollte, keinen Platz auf einem Campingplatz fand, fuhr ich stattdessen in den Norden Richtung Nürnberg. Etwas westlich davon liegt Cadolzburg, das nicht nur an sich ein wunderhübsches Städtchen ist, sondern auch ein ganz besonderes Buchcafé  bieten kann, das ich mir schon länger mal anschauen wollte. (Letztes Jahr war geplant auf meinem Heimweg von Weimar dort Halt zu machen, aber das war blöderweise am Montag = Schließtag des Buchcafés!) 
Cadolzburg

Durch diesen Torbogen durch, gleich dahinter links liegt: "Janas kleine Buchhandlung", die ich nicht nur besucht, sondern natürlich auch durch den Kauf von einem oder zwei Büchern ein klein wenig unterstützt habe. 
Mein Plan, auf dem dortigen WoMo-Stellplatz zu übernachten, scheiterte leider an der defekten/gesperrten WC-Anlage. Nach längerer Grübelzeit (zurück nach Hause? weiterfahren, bis ich einen Campingplatz finde? am Parkplatz übernachten und den Resttag nichts mehr trinken ;) ?) fuhr ich noch 30km weiter nach Veitsbronn. Dort wollte ich heuer im Jänner hinfahren (Gekniffen!), um an einem Eisschwimmbewerb teilzunehmen. Eis gab es nicht, aber die äußerst nette Zimmervermietung, bei der ich mein gebuchtes Zimmer im Jänner leider wieder stornieren musste hatte Platz für mich und auch das Veitsbad war noch geöffnet, was mir am nächsten Morgen eine knappe Stunde herrliches Schwimmen auf einer 50m Bahn ermöglichte!

Danach fuhr ich wieder zurück in den Süden, allerdings blieb ich noch zwei Nächte und eine schöne kleine Wanderung auf einem Campingplatz am "Schwarzen Regen" , wo es sich ganz gut aushalten ließ. 
Pilze hab ich auch gefunden, allerdings wollte niemand mein Pilzsüppchen verkosten ...