Zwei "Bewerbe", zweimal Spaß!
Gestern lief ich "ganz" offiziell beim "Lauf in den Sonnenuntergang" am Traunsee mit. Der Lauf ist so konzipiert, dass die Halbmarathonis, die in Ebensee am Südufer um 19:08 Uhr starten, genau zum Sonnenuntergang ins Ziel laufen, wenn sie zwei Stunden unterwegs sind.
Es gibt aber auch zwei andere Distanzen, nämlich 5 und 11,5km, bei denen man entweder in Altmünster oder Traunkirchen startet. Ich hatte mich für die mittlere Distanz angemeldet, mit dem Hintergedanken, dass ich dann mehr längere Läufe in meinen Laufalltag bringen würde.
Ähem. Der Plan ging nicht ganz auf, aber immerhin bin ich ja einmal für die Juni-Challenge 14 km spaziergelaufen.
Ich machte mir deshalb auch keine großen Hoffnungen, auf einen lockeren Lauf, aber genau das ist es geworden!
Meine Taktik, mich vor dem Lauf noch gut abzukühlen, um die Temperaturen, die immer noch bei gut 30 Grad lagen, etwas abzupuffern, ging auf.
Angereist bin ich gemeinsam mit Doris, die den Halbmarathon laufen (und in ihrer Altersklasse gewinnen) würde. Wir nahmen dann einen der früheren Shuttles zu unseren jeweiligen Startpunkten und dort setzte ich mich erst mal in den Schatten und genoss das Panorama.
Wer sich früh genug angemeldet hatte, konnte auch stilvoller anreisen!
Eine Stunde vor dem Start zog ich meine Schuhe aus, legte die Startnummer beiseite und stieg in den See, wo ich gut zehn Minuten vor mich hin dümpelte, das angenehm kühle Wasser genoss und danach tropfend in Richtung Start spazierte. Den Kleiderbeutel mit meinen Utensilien gab ich ab und wartete danach - wieder im Schatten - auf den Start. Durch das Wasser und einen leichten Wind war ich dann sogar froh, als ich loslaufen konnte!
Die Strecke führt dem See entlang auf der komplett gesperrten Bundesstraße direkt nach Gmunden, was an sich schon ein tolles Erlebnis ist. Genug Platz, immer wieder schöne Ausblicke und immer wieder anfeuernde Zuschauer, Blasmusikkapellenunterstützung, Feuerwehrgruppen-Duschen.
Nach meiner eher nicht perfekten Vorbereitung, hatte ich keinen Plan, wie ich den Lauf angehen wollte. Nicht zu schnell - klar, geht ja gar nicht. Einfach mal laufen, bis ich nicht mehr kann und dann gehen? Oder einfach nach fünf Kilometern anfangen gezielt Gehpausen einzubauen, damit ich gut durchkomme? Ich konnte mich nicht entscheiden und lief einfach mal los, versuchte mein momentanes Wohlfühltempo zu finden und trabte vor mich hin. Die Wasserkühlung funktionierte ganz wunderbar, zweimal trank ich ein paar Schluck Wasser an der Labe und schüttete mir den Rest über den Kopf.
Nach 5km überlegte ich dann noch mal, wie ich weiterlaufen sollte, aber nachdem es gerade noch gut lief, blieb ich bei meinem Tempo. Und dann, vielleicht zwei Kilometer später, fühlte ich mich sogar noch besser! Statt müde zu werden, hatte ich das Gefühl, dass es so richtig rund lief. Ich blieb immer schön bei meinem Tempo und fand das ganze auch gar nicht sonderlich anstrengend. Nanu?
Dann zeigte ein Schild an, dass es nur noch 3km bis zum Ziel sind, da dachte ich mir dann - jetzt die Taktik zu ändern, wäre ja auch blöd. Also blieb ich bei meinem Zockeltrab und kam damit ohne Probleme bis ins Ziel!
Dann zeigte ein Schild an, dass es nur noch 3km bis zum Ziel sind, da dachte ich mir dann - jetzt die Taktik zu ändern, wäre ja auch blöd. Also blieb ich bei meinem Zockeltrab und kam damit ohne Probleme bis ins Ziel!
Jabbadabbaduh!
Ich hab mich so gefreut, dass ich so gut durchgekommen bin, dass alles danach, irgendwie in einem großen Grinsen unterging.
Ich hab mich so gefreut, dass ich so gut durchgekommen bin, dass alles danach, irgendwie in einem großen Grinsen unterging.
Am Zielkanal habe ich dann noch auf die fleißigen VereinskollegInnen gewartet, die 10km mehr absolvieren durften, als ich und nach dem Feuerwerk über dem Traunsee fuhren wir wieder nach Hause.
Der andere Bewerb, der unter "halb-offiziell" läuft, war der BD-Sprint-Triathlon am Wallersee. Zwar gab es keine offizielle Ausschreibung, aber doch eine Streckenverantwortliche (Brigitte), eine Verantwortliche für die Zeitnehmung (Doris) und eine Wiederholung im nächsten Jahr ist schon geplant!
Da ein Punkt der 3T-Juni-Challenge lautete: Bei einem Triathlon mitmachen oder anfeuern, fragte ich nach, ob auch ein selbstorganisierter Triathlon gelten würde. Brigitte schlug vor, den gemeinsam zu absolvieren und genau das taten wir dann auch.
An einem Dienstag-Vormittag fuhren wir gemeinsam Richtung Henndorf, wo wir uns am Badeplatz von Brigittes Firma die Wechselzone einrichteten.
Und dann ging es auch schon los. Endgegner an diesem Tag war der Wind - der Wallersee spielte Meeresrauschen, aber nach gut 750m waren wir wieder an Land. Dann kam die Radrunde, die zweimal zu absolvieren war, die tieffliegenden Traktoren (für den Nachmittag waren Gewitter und Regen angesagt, da fahren die Bauern gerne noch mal "schnell" zum adeln aus) machten die Strecke interessanter! Ein paar Tropfen kamen runter, aber das war schon kurz vor dem Wechsel in die Laufschuhe.
Die Laufstrecke verlief wunderschön dem Henndorfer Uferweg entlang bis zum Strandbad und über den Radweg zurück. Wir liefen genau zeitgleich über die imagniäre Ziellinie, was die (ebenfalls imagnären) Zuschauermassen begeistert beklatschten!
Dann rückten die Gewitterwolken schnell näher und so packten wir unsere Utensilien zusammen und radelten wieder nach Hause!
Einen Punkt für die Challenge abgehakt und mal wieder eine Sprintdistanz absolviert!




















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