Dienstag, 4. August 2026

Hallo Nachbarin - Hard




Pläne und ihre Änderungen ... 

Wie im letzten Post schon geschrieben, wollte ich am Sonntag Vormittag vor meiner Rückfahrt noch eine kleine Runde (nur 3-4km!!) an der Bregenzer Ach laufen, in der Hoffnung dort der Sonne etwas zu entkommen. Der Schatten hielt sich vornehm zurück, aber mir fiel ein, dass ich ja auch zum Fitnessparcours weiterlaufen, der fast ausschließlich im Wald ist und von dort aus mit dem Bus zurück nach Lauterach fahren könnte. 
Dort war ich zwar schon zweimal, muss aber jedes Mal wieder überlegen auf welcher Höhe ich nach links in den Auwald abzweigen muss. Deswegen habe ich auch etwas aufmerksamer auf die Schilder geachtet, die am Achweg herumstehen und da las ich plötzlich das:
Seit wann zeigen die Schilder denn bitte Kirchen an?
Das konnte doch nur ein Fingerzeig sein, mal endlich wieder eine Nachbarsgemeinde zu besuchen. Hard war noch offen (eigentlich wollte ich aus Hard und Fußach wieder einen Doppelpack schnüren, aber das muss ja nicht sein), also nichts wie hin!
Das Tolle am Laufen nach Hinweisschildern ist, dass man an Orte kommt, die man sonst nie gesehen hätte. So wie der Kinderspielplatz mit einer wunderbaren Schaukel, auf der ich einen kurzen Zwischenstopp eingelegt habe, um dann den Spazierwegschildern in eine hübsche Wohngegend zu folgen. Dort war ich mir schon ziemlich sicher, irgendwo falsch abgebogen zu sein, als ich plötzlich die Kirchturmspitze hinter einem Haus hervorblitzen sah!
Damit war auch die Richtung klar und ein paar hundert Meter weiter stand ich vor meinem Ziel.
Beweisfoto von der einen und 
von der anderen Seite gemacht, ein kurzer Schwenk auf die andere Straßenseite zum Hafen
und dann Maps befragt, wie denn nun der direkteste Weg zurück nach Lauterach wäre. Der verlief dann leider mehr an Straßen, aber da ich bei der Temperatur nicht länger laufen wollte, als es sein musste, nahm ich ihn trotzdem und fiel wieder mal in meinen gewohnten Lauf-Geh-Modus. Gerade, als ich  wieder mal am Telefon kontrollieren wollte, ob ich noch am richtigen Weg bin, sah ich auch schon das Ortsschild von Lauterach
und von da an dauerte es gar nicht mehr lange, bis ich mich wieder auskannte und dann waren es auch nur mehr knapp zwei Kilometer bis zur Wohnung. Bei exakt 10km drückte ich die Uhr ab und hatte zwar den geplanten Zug verpasst, aber dafür wieder eine Nachbarin mehr auf dem Sammelkonto! 

Sonntag, 2. August 2026

Singalong am See

Voll, voller, Wochenende!
Wo fang ich an? 
Am besten mit DEM Ereignis des Jahres. Oder soll ich sagen, der letzten 80 Jahre? So lange gibt es die Bregenzer Festspiele nämlich schon und zum Jubiläum wurde das wunderbare Chorprojekt: "Singalong am See" ins Leben gerufen und ich war dabei! 
Ich habe früher ja schon von der Probe zu diesem Großereignis berichtet (LINK) und kann mich eigentlich hier nur wiederholen. 
WOW!
Mit so vielen Menschen (und auch mit Solisten der Bregenzer Festspiele) gemeinsam zu singen, auf dieser wunderbaren Tribüne einen Nachmittag in so einer fabelhaften Stimmung verbringen zu können ist einfach einmalig! 
Es wurde extra für diesen Anlass eine Bühne vor die eigentliche Seebühne gebaut, auf der unser Dirigent Steven Moore, das Orchester und die Solisten für alle gut sichtbar waren. Ich kam selbst natürlich während der Singerei vor lauter Freude gar nicht mehr zum fotographieren, aber wer einen Eindruck bekommen möchte, kann unter #singalongamsee auf Instagram ein paar Beiträge sehen oder hier und hier einen Beitrag des ORF.
Den Nachmittag/Abend ließ ich dann ganz gemütlich in Bregenz ausklingen, das sich wieder mit einem postergeeigneten Sonnenuntergang von mir verabschiedete.

Und sonst?
Den Freitag Vormittag nutzte ich, um meine Vorfreude aufs Singerlebnis schon etwas anzuheizen. Dafür spazierte ich auf den Pfänder, den Bregenzer Hausberg und schaute mir die Seebühne mal aus einer ungewohnten Perspektive an. 

Der Weg, den ich gewählt habe, verläuft fast durchgehend im Wald und so war es eine angenehme Vormittagswanderung. 
Am Nachmittag zogen dann Wolken auf, die ein klein wenig Regen brachten. Der hielt auch noch an, als ich mich am Samstag Vormittag mit Brommie zu einem Streckencheck für den geplanten Jannerseetriathlon aufmachte. Und da der See (vermutlich) aus diesem Grund komplett leer war, nahm ich mir erst die Schwimmstrecke und dann die Radstrecke vor. 
Extra für das Foto kam kurz die Sonne raus
davor und danach regnete es!
Also möglich ist die Strecke auf jeden Fall mit meinem Brommi, allerdings sind da schon ein paar Abschnitte, auf denen man Tempo machen könnte und ein weniger Luftwiderstand nicht blöd wäre.

Ich werde mich wohl spontan entscheiden, mit welchem Rad ich starte. 

Heute Vormittag wollte ich noch eine kurze Runde an der Bregenzer Ach laufen gehen, um vor der langen Zugfahrt noch etwas Bewegung zu bekommen. Was daraus wurde, folgt im nächsten Post. 

Freitag, 17. Juli 2026

Der Kreis schließt sich

Von Donnerstag zu Donnerstag hat sich nun - ungeplant - ein kleiner Musikkreis geschlossen. 

Letzte Woche las ich "zufällig" in der Zeitung, dass das neue Album der Rolling Stones (ich bin Fan seit ich 14 bin!), das am Freitag veröffentlicht wird, in nur drei ausgesuchten Plattenläden in ganz Österreich schon am Vorabend vorgestellt und verkauft werden darf. Einer davon war hier in Salzburg, was für mich natürlich bedeutete - nix wie hin!
Ich war schon kurz nach 20 Uhr im Musikladen in der Linzer Gasse, allerdings nicht die Erste! In der darauffolgenden Stunde tröpfelten immer mehr Hör- und Kaufwillige ein und exakt um 21 Uhr durften wir die Doppel-LP (in perfekter Tonqualität) anhören.
Dass sogar die Presse dabei war, ließ zwar meine geplante Inkognito-Aktion auffliegen, aber was solls! Um 22 Uhr begann der Verkauf und da war mein Vorteil ganz vorne zu stehen, denn so konnte ich mich schon kurz danach stolze Besitzerin der Red-Limited-Edition nennen! (Marketing können die alten Herren richtig gut!)

Gestern hörte ich mir die LP noch an, bevor ich gegen Mittag mit Brownie in Richtung Sperken losfuhr, um den Abend mit weiteren "älteren Herren" zu verbringen. Dort steht die Burg Clam  mit einem wunderbaren Konzertgelände. 
Es gaben sich die Ehre: Johnny Lee Hooker Jr., Ron Wood mit seiner Band und Van Morrison. 
Letzteren habe ich vor über 20 Jahren das letzte Mal live gehört, was an sich schon Grund genug gewesen wäre nach Sperken zu fahren. Aber mit Ron Wood verdoppelte sich der Grund gleich noch und so begegnete ich gestern wohl mehr Stones-T-Shirt-TrägerInnen, als noch vor einer Woche im Musikladen. 
Ich buchte zur Konzertkarte gleich das Camping am 10 Minuten entfernten Campingparkplatz mit, der mit Warmwasserduschen, WCs und sogar Brötchenverkauf vom dorfeigenen Bäcker am Morgen aufwartete!
So konnte ich vor dem Einlass ins Konzertgelände noch etwas chillen (und das noch nasse Badetuch und Badeanzug) trocknen lassen. Der Attersee lag am Weg, also wäre es doch komisch gewesen, dort nicht für einen Schwumm kurz anzuhalten.
Danach ging es aufs Gelände, das durch seine Lage wunderbar Platz und gute Sicht bietet.
Man hat die Wahl zwischen gemütlich am Hang sitzend oder, wenn da ein Stones Gitarrist Stimmung macht, 
stehend, tanzend oder sonst wie das Konzert zu genießen. 
Vor dem Auftritt von Van Morrison gönnte ich mir noch eine kulinarische Stärkung und fand dann einen wunderbaren Stehplatz mit guter Sicht, wo ich bis zum Ende des Konzerts blieb.
Konzerte, Stimmung, Umgebung, Verpflegung - 1A!
Der warme Sommerabend lud dann noch ein, ein wenig sitzen zu bleiben, bevor ich es mir in Brownie gemütlich machte und nur kurz bei einem Regenguss in der Nacht aufwachte. 
Heute Früh hatten sich die Wolken schon wieder verzogen und so konnte ich bei Sonnenaufgang gemütlich 
frühstücken, zusammenpacken und wieder nach Hause fahren. 

Sonntag, 12. Juli 2026

Mal wieder fällig

Ich weiß wirklich nicht, wie lange es her ist, dass ich einen meiner Lieblingsberge spazierwandernd besucht habe. Jedenfalls war es am Freitag endlich mal wieder soweit, dass ich am Vormittag gemütlich auf das 12er-Horn gewandert bin und das bei herrlichem Wetter und durchaus angenehmen Temperaturen (ca. 24°).
Das schönste war, dass nicht nur meine Kondition gereicht hat, sondern dass Fuß und Ferse keinerlei Nachwehen gezeigt haben und das obwohl ich insgesamt doch fast drei Stunden unterwegs war!

Die zweite Unternehmung des Wochenendes, die auch schon überfällig war, war das Kennenlernen der neuen Räder von Birgit (sie hat ihres letztes Jahr gekauft) und mir. Die beiden waren noch nie gemeinsam auf der Straße und das haben wir heute auf dem Weg zur Drachenwand am Mondsee nachgeholt. 
Schwänli und der Killerwal

Diese Runde war einfach nur unglaublich schön! Trotz des perfekten Radelwetters keine überfüllten Radwege, auch sonst wenig Verkehr, herrliche Landschaft und natürlich beste Begleitung!

In St. Lorenz sprangen wir dann in den Mondsee, schwammen ein bisschen hin und her und fuhren dann wieder gemütlich zurück.

Sonntag, 5. Juli 2026

Flucht vor dem Fest

Jedes Jahr treibt mich das Stadtfest in Seekirchen ein Wochenende in die Flucht. Ich habe schon versucht, trotz Lärm zu Hause zu bleiben und die Nacht durchzulesen, war im Lungau, am Attersee, einmal im Schwesternasyl und in Lauterach. 
Heuer fiel ein schon länger geplanter Ausflug an den Moldaustausee leider meiner zu kurzfristigen Planung (alle - für mich - möglichen Campingplätze ausgebucht!) zum Opfer, aber da ich ja eine längere Ausflugswunschliste habe, war der Ersatz schnell gefunden. 

Ziel war ein kleiner Ort im bayrischen Landkreis Weilheim-Schongau namens Polling, der eine faszinierende Kunstinstallation bietet. Wie ich auf "STOA169" aufmerksam geworden bin, weiß ich selbst nicht mehr, aber es steht seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste. 
Samstag ging es schon früh los, wenn ich schon mal von selbst um kurz nach 5 Uhr aufwache, nutze ich die Zeit doch gleich. Kaffeetrinkend wird Brownie gesattelt und los geht es. Vorteil der frühen Stunde - kein Verkehr auf der A8 und so habe ich in Bad Tölz einen kleinen Zwischenstopp und Frühstüstückspause eingelegt. 

Dank der frühen Stunde kann ich in aller Ruhe durch die Fußgängerzone spazieren und danach über kleine Gässchen wieder zurück zum Parkplatz schlendern. 

Danach geht es weiter nach Polling und dem Hauptpunkt meines Ausflugs. Brownie darf auf dem ausgeschilderten Parkplatz stehen bleiben, ich folge den Pfeilen, die zur Ausstellung führen. Auf den ersten (und vielleicht auch noch auf den zweiten) Blick wirkt sie überschaubar. 

Aber sobald ich beginne, mir die Säulen genauer anzuschauen, vergesse ich den ersten Eindruck und schaue und staune und entdecke bei jeder neuen Runde etwas, was mir zuvor noch nicht aufgefallen ist. 

Ich mäandere durch die Gänge, die nicht nur die unterschiedlichsten Säulen zeigen, 
sondern auch durch die offene Architektur tolle Anblicke
und Ausblicke.
Immer wieder bleibe ich bei einer bestimmten Säule stehen und lasse sie wirken
lese 
und begegne auch bekannten Künstlern (Erwin Wurm der auch die Gurkerl gegenüber der Salzburger Festspielhäuser gestaltet hat).
Es gibt auch Spiegelsäulen, die dazu einladen, mit der Fotoperspektive zu spielen ...
Nach einer kurzen Pause auf einer der Bänke, die um die Installation stehen, verabschiede ich mich von den springenden Giraffen und radle über Umwege wieder zurück zum Parkplatz. 

Danach gilt es, den "eigentlichen Zweck" dieses Ausflugs zu erfüllen und einen ruhigen Platz zum Übernachten zu suchen. Nach ein paar Versuchen finde ich einen am Walchsee, wo ich (dank eines Falschparkers auf dem mir eigentlich zugewiesenen Stellplatz) einen 1. Reihe fußfrei am See bekomme. 
Lässt sich aushalten!
Mit einem Buch und einem entspannten Schwumm verbringe ich den restlichen Nachmittag und gönne mir ein gutes Abendessen und einen schönen Spaziergang zum Sonnenuntergang. 
Die Abendstimmung deutete schon an, dass heute das Wetter bewölkt-regnerisch sein wird und so schwimme ich in der Früh noch eine Runde im Regenguss, bevor ich meine Siebensachen wieder verstaue und auf fast leeren Nebenstraßen nach Hause fahre. 
Zu Mittag ist der Kurzurlaub mit Brownie wieder beendet, die Reste des Stadtfestes werden noch weggeräumt und ich verfolge im Fernsehen die Führenden der Challenge Roth auf ihren letzten Kilometern bis ins Ziel. So habe ich zumindest noch ein wenig Passiv-Sport und kann den Rest des Tages beruhigt auf der Couch verbringen.