Manchmal läuft es nicht ganz so, wie man es sich wünscht und trotzdem kommt an der Ziellinie ein schöner Lauf dabei heraus.
Dass ich heuer doch bei der Herbstrosentrophy gestartet bin, obwohl ich dieses Wochenende erst nach Lauterach fahren wollte (drei bzw. mit dem Lauf vier sehr lohnenswerte Veranstaltungen ließen mich dann umentscheiden), war an sich ja schon ein großes Plus, weil ich diesen Lauf einfach gerne mag. (Ok, die Nachbarinnenbesuche in Vorarlberg leiden dafür unter der Planänderung, aber man kann nicht alles haben!)
Kurze Anfahrt, schöne Strecke, das weltbeste Kuchenbuffet und viele bekannte Gesichter - was will man mehr! Prognostiziert war bestes Laufwetter - Nieselregen und 10 Grad. Die äußeren Umstände sprachen also alle dafür, dass es ein runder Lauf werden würde. Da eine nette Vereinskollegin unsere Startnummern schon am Vortag abgeholt hatte, konnten wir gemütlich eine halbe Stunde vor dem Start ankommen, kurz noch mit Bekannten plaudern und uns dann schon für den Lauf bereitmachen. Ich habe mich sogar aufgewärmt, bin ein bisschen rumgehüpft und (zu?) kurz warmgelaufen.
Pünktlich um 11 Uhr durften wir loslaufen. Und da ich die Strecke kenne, wusste ich, dass die erste Kurve noch angenehm flach ist, die Strecke danach aber ganz leicht und sehr fies anzieht. Also achtete ich auf mein Tempo und trabte schon bald am Ende des Feldes dahin. Aber schon kurz danach (immer noch auf dem ersten Kilometer) hatte ich das Gefühl, dass mein Puls gleich explodieren würde (ich hab nachgeschaut, tat er nicht). Ich ging ein paar Schritte und lief wieder an. Nach ein paar hundert Metern das gleiche noch mal. Also bin ich nur mehr ganz langsam vor mich hingetrippelt, das änderte aber gar nichts. Ich überlegte, wie weit wohl der nächste Defibrillator entfernt sei, wenn ich hier und jetzt umfallen würde, beschloss, dass der Aufwand zu hoch wäre und ging wieder ein paar Schritte. Das Läuferfeld vor mir verschwand in der Zwischenzeit in einem Waldstück. Nach ca. 100 Schritten lief ich wieder an und siehe da, es fühlte sich plötzlich viel runder und flüssiger an. Auf diesem Streckenabschnitt sind zwei klitzekleine Steigungen, die ich wieder gegangen bin, aber danach konnte ich sofort wieder anlaufen, hatte genug Luft und es flutschte wieder. So blieb es dann auch bis ins Ziel, wo ich zwar etwas außer Atem war, aber durchaus das Gefühl hatte, noch weiterlaufen zu können.
Zusammenfassend könnte ich also schreiben: zwei Kilometer Murks, ein Kilometer Übergang und zwei Kilometer Laufspaß!
Die offizielle Zielzeit lautete 33:10 min und zum allerersten Mal lief ich als letzte ins Ziel!
Das störte aber den gemütlichen Ausklang dieser Veranstaltung gar nicht, nach einer heißen(!) Dusche folgte der gemütliche Teil. Kalorien wieder auffüllen, plaudern und Vereinskolleginnen am Treppchen beklatschen.
Woran es lag, dass die ersten 10-15 Minuten gar so holprig liefen? Meine Vermutung ist, dass ich noch zu wenig aufgewärmt war und ich werde versuchen, das bei meinen nächsten parkrun-Teilnahmen zu ergründen,
(Fotos werden nachgereicht).






















































