Sonntag, 19. April 2026

Oichtentallauf 2026

8 Jahre ist es her, dass ich in Nußdorf gestartet bin. 2018 war es der 10er, den ich in Angriff nahm, in den Jahren davor schon ein paar Mal den 5km Lauf.

Und der war heute auch endlich mal wieder am Programm! Erfreulicherweise war auch die Lieblingsschwester (und viele, viele andere VereinskollegInnen) am Start. Wir fuhren bei leicht bewölktem Himmel gemeinsam über den Haunsberg nach Nußdorf, holten unsere Unterlagen ab, quatschten hier und da mit Bekannten und gingen dann eine gute halbe Stunde vor Start (sehr "sonntagsgerecht" erst um 10:53 Uhr) zum umziehen und einlaufen. Allerdings zog es genau dann zu. Der Wind war auffrischend und die Hoffnung, dass der prognostizierte Regen an dem Tag erst nach dem Lauf eintreffen würde, schien sich zu zerschlagen. 
Mein Ziel war es, einen 6.30er Schnitt zu laufen, allerdings verlief ein Versuch mit Intervallen in genau diesem Tempo eine Woche zuvor eher ernüchternd. Aber hey, langsamer laufen muss ich nicht planen, das geht immer! 
Die dünne Jacke, die ich erst noch anhatte, zog ich dann doch kurz vor dem Start noch aus, hatte aber keine Zeit mehr, sie irgendwo zu deponieren. Also hielt ich sie eben in der Hand. Netterweise standen ja genügend Bekannte an der Strecke, so drückte ich sie schon auf den ersten 100 Metern einer Vereinskollegin in die Hand und lief weiter. Ich lief gefühlt viel zu schnell an, meine Uhr zeigte mir allerdings eine 6.48er Pace. Upsi - wenn sich das schon schnell anfühlt, ist die 6.30 wohl nicht ganz so realistisch. Also warf ich sämtliche Pläne über den Haufen und lief einfach so, wie es sich gerade noch gut anfühlte. Die Strecke ist ja wunderbar einteilbar, da sie nur 2,5km auf einer Hauptstraße misst. 
Start ist in der Mitte, man läuft aus dem Ort 1,25km zum ersten Umkehrpunkt, dann zurück, passiert den Start bei 2,5km, läuft daran vorbei wieder 1,25km in die andere Richtung aus dem Ort dort ist der zweite Umkehrpunkt und dann geht es (für die 5k Läuferinnen) zurück zum Ziel. 
Auf dem ersten Streckenabschnitt blies uns der Wind gewaltig um die Ohren, aber da war ich gut abgelenkt, weil ich im Gegenverkehr alle StarterInnen vom Verein sah. Danach setzte der Regen ein und vertrieb den Wind und so konnte ich ungestört vor mich hin traben. Gerade auf der zweiten Hälfte des Laufs konnte ich immer wieder andere LäuferInnen überholen, was natürlich Spaß machte!
Den letzten Kilometer versuchte ich dann noch ein klein wenig schneller zu werden - naja, einen Versuch war's wert!
Die offizielle Zeitnehmung zeigte mir dann einen 6.41er Schnitt an, mehr war heute einfach nicht drinnen. Ich war zufrieden, habe im Ziel auf die Lieblingsschwester gewartet, die den 10er gelaufen ist, dann folgte der gemütliche Teil mit guter Zielverpflegung, "Laufanalysen" und den Siegerehrungen.

Montag, 6. April 2026

Nikolausi? Osterhasi!!

Bei den Temperaturen des heurigen Osterwochenendes fiel mir des Öfteren das "Nikolausi-Osterhasi" von Gerhard Polt ein. Weil das Nikolausi hätte an manchen Tagen in seinem dicken Mantel auch nicht schwitzen müssen, wenn es noch unterwegs gewesen wäre.
Trotzdem habe ich es geschafft, am Freitag draußen zu schwimmen (dafür bin ich dann drinnen geradelt),
Mattsee
am Samstag bei wunderbar grauem Laufwetter eine kurze Intervallrunde zu laufen (dafür waren die Temperaturen ja ideal) und am Sonntag dann bei strahlendem Sonnenschein das erste Mal mit meinem neuen Rennrad die erste Wallerseerunde 2026 zu drehen!
Orca

Gekauft habe ich es schon Ende Februar, allerdings war ich gleich danach zwei Wochenenden unterwegs und dann kam der Winter (oder zumindest Ausläufer davon) zurück und so stand das arme Ding wochenlang völlig nutzlos herum. Bis gestern, da durfte es raus und zeigen, was es kann. Ein wenig muss der Sattel noch nachjustiert werden, aber sonst klappte unsere erste Ausfahrt schon ganz wunderbar!

Am Nachmittag saß ich faul auf der Terrasse und stellte erfreut fest, dass Herr Amsel mich als Terrassenmitbenutzerin akzeptiert hat.

Er spaziert unter dem Tisch durch, wenn ich dort sitze, als wäre das nichts besonderes und setzt sich dann besonders gerne auf das Regal, das bei mir an der Mauer steht, um von dort aus, sein Reich zu überblicken!

Heute stand wieder ein Nachbarinnenbesuch am Plan, wobei die Entscheidung, welche es werden soll, gar nicht so einfach war, weil am heutigen Feiertag die Busverbindungen zurück nach Hause nicht so zahlreich sind. Leider habe ich keine Gemeinde mehr offen, zu der ich hin und zurück laufen könnte und so entschied ich mich für Köstendorf. Das sind dann zwar 10 km, aber ich kann mir ja Zeit lassen. Nur muss ich dann zum nächsten Bahnhof noch 3km dazurechnen. Öha!
Naja, ich habe ja Zeit - denk ich mir - ich lauf jetzt einfach mal los - denk ich mir - wird schon irgendwie gehen - denk ich mir. Aber schon nach den ersten 10 Minuten denk ich mir etwas ganz anderes. Nämlich: Beine schwer, Doris müde! Drei Tage Belastung in Folge bin ich echt nicht mehr gewohnt. Also denk ich mir, dass auch ein ganz normaler 6(+)km Lauf was Schönes ist und die Nachbarinnen ja nicht weglaufen. Nach knapp 4km überlege ich, ob ich jetzt eine kürzere Strecke zurück oder einfach zur nächsten S-Bahnstation weiterlaufen soll. Ich laufe weiter und plötzlich fällt mir auf, dass ich jetzt nach Weng unterwegs bin, das ja offiziell zu Köstendorf zählt und eine Kirche hat! Ha!! Die nehm ich!!

Denn diese Entscheidung war hier ja schon mal Thema und heute habe ich beschlossen, dass es für mich gilt, wenn die Kirche im Gemeindegebiet liegt. Denn es geht ja um die Nachbarsgemeinden und wenn ich das Bedürfnis verspüre, zur Verkomplettierung dieses Spiels weitere Kirchen in einer schon besuchten Gemeinde anzulaufen, kann ich das ja jederzeit noch machen. 

Nach einer schönen Strecke durchs Wenger Moor biege ich um die nächste Kurve und habe mein Ziel direkt vor Augen. 
Vorbei an herrlich blühenden (und summenden) Bäumen, steht sie schon da - einmal von vorne
einmal von hinten fotographiert
und den Hügel wieder runter zur S-Bahnstation, wo ich gerade noch 5 Minuten auf den nächsten Zug warten muss.

Haken drunter - hier noch mal die Strecke Ist/Soll - wäre doch noch ein gutes Stück weiter gewesen!

Samstag, 28. März 2026

Hallo Nachbarin - Hallwang

Strahlend schönes Frühlingswetter lockt mich gegen Mittag aus der Wohnung. Dass der Tag etwas schaumgebremst angefangen hat, liegt daran, dass ich den Vorabend, bzw. die halbe Nacht bei Chaya verbracht habe und mich die nächtliche Heimfahrt dann etwas aus meinem Schlaf-Wach-Rhythmus gebracht hat. Ihre Menschen waren auf dem Maturaball meines Neffen und Chaya und ich durften so einen gemütlichen Freitag-Lese-Abend gemeinsam verbringen. 
Aber so kam ich zumindest in den Genuss der Tages"höchst"temperaturen von fast 6 Grad und - viel wichtiger - zu einem gemeinsamen Lauf mit der Lieblingsschwester! Die hatte nämlich müde Beine nach der durchtanzten Nacht und brauchte eine ruhige Geh-Lauf-Einheit. Das kann ich bieten!
Dass es wieder eine One-Way Strecke würde, stand fest, die Route, die ich mir herausgesucht habe, sollte 7.4km sein. Leider kennt mich das Coros-Navigationssystem noch nicht so gut, dass es meine Verlaufer mit einberechnet und so waren es am Ende etwas über 8km. 
Der Weg ist zwar das Ziel
aber wenn ich den Weg aussuche, ist er halt leider
oft falsch!
Sie trägts mit Fassung
Und irgendwann landen wir dann doch an unserem Zielort. Die Kirche zu finden ist dann auch gar nicht mehr schwierig.
Und nach einem Beweisfoto erst ohne
dann mit den Beteiligten, bleiben uns noch genau 5 Minuten, zur nächsten Bushaltestelle zu traben und dort in den Bus nach Hause einzusteigen!
Hier fehlen die ersten 1,3km, 
ich habe vergessen, die Uhr 
mit Routenoption zu starten!


Samstag, 14. März 2026

Hallo Nachbarin - Henndorf

Manfred hatte bei seinem letzten Kommentar schon hellseherisch vorausgesagt, dass ich dieses Wochenende meine Couch mal für einen Nachbarinnenbesuch verlassen werde und genau so war es. Ok, ich war unmittelbar davor nicht auf der Couch sondern am Wochenmarkt und danach auch noch einige Zeit auf der Terrasse, die ich nun schrittweise wieder "bewohnbar" machen will, aber da ich den Rest des Tages sehr faul verbracht habe, stimmt die Aussage trotzdem. 
Das Wetter war mild und trocken und so beschloss ich, eine One-Way-Strecke zu laufen. Nach Henndorf wären es auch auf der direktesten Strecke über 5 Kilometer und da ich ja selten die kürzeste Strecke wähle, wollte ich mit dem Bus dann wieder zurückfahren. Da ist es ganz angenehm, wenn ich nicht gerade bei Sturm und Wolkenbruch auf den nächsten Anschluss warten muss. 

Schon kurze Zeit nach dem loslaufen stellte ich fest, dass ich den jährlichen Fehlgriff bei der Auswahl der Laufsachen getan hatte. Mir war viel zu heiß! Also gleich mal die dünne Jacke aus und schon fühlte ich mich wohler. Da ich ja sowieso mit dem Bus heimfahren würde, überlegte ich gar nicht lange, welche Strecke die direkteste wäre, sondern lief einfach so, wie es mir in den Sinn kam. 

Erst mal Richtung Strandbad los, dann über die Fischach und nach Fischtagging. Ich trabte gemütlich vor mich hin, die Steigungen bin ich spaziert und nach einem kurzen Stück auf der Straße kam gleich der Abzweig Richtung Fenninger Spitz. Wäre ich geradeaus der Straße aus weitergelaufen, wäre das wohl die kürzeste Variante gewesen, aber ich wollte einfach so gerne mal wieder den Uferweg in Henndorf laufen. 
Und dieser kleine Umweg hat sich wirklich ausgezahlt!  

Danach fiel mir ein, dass ich im Herbst bei der Liter-Rad-Tour ein hübsches Sträßchen nach Henndorf kennen gelernt habe, das zwar auch wieder einen Extra-Schlenker beinhaltet, aber dafür sehr idyllisch dem Grabenbach entlang führt. Also auch diesen kleinen Umweg noch mitgenommen und dann in Henndorf festgestellt, dass ich somit die Kirche beinahe eingekreist habe. 
Dann stellte sich noch eine (geglaubte) Abkürzung als "Kein-Weg" heraus, aber ein paar Meter weiter fand ich dann doch noch den Zugang zur Kirche. 
Die Friedhofshennen konnte ich mit meinem Geschnaufe nicht aus der Ruhe bringen

aber nach einer weiteren kleinen Umrundung wieder eine Nachbarin abhaken!
Dann spazierte ich wieder zurück zur Hauptstraße, diesesmal durch einen netten kleinen Park, wo verschiedene Zitate von Schriftstellern ausgestellt sind, die alle einen Bezug zu Henndorf haben. 
Zurück ging es dann mit Bus und Zug, den Nachmittag verbrachte ich dann wieder in aller Ruhe und gut durchgelüftet daheim. 

Sonntag, 8. März 2026

Na sowas!


Jetzt habe ich dieses Wochenende doch glatt schon wieder eine Kirche fotographiert, obwohl es dieses Mal nicht um mein Nachbarinnenspiel ging. Und so verbrachte ich den Samstag Abend auch nicht laufend zu, sondern sitzend und andächtig lauschend in einer Kirche. 
Genauer gesagt, in der Kirche St. Otmar in St. Gallen. Und vielleicht hätte ich auch mit viel goodwill einen Nachbarinnenbesuch daraus basteln können, liegt sie doch immerhin in einem Nachbarland meines Wohnortes. 

Aber ich bin ja nicht hingelaufen, sondern bequemst mit der Bahn angereist und der Grund, warum ich mich dort einfand war auch nicht sportlicher Natur, sondern pure Neugier. Meine Freundin Pia macht immer wieder bei sehr spannenden Chorprojekten mit. Vor einiger Zeit schrieb sie mir, dass sie in einer Stummfilm-Vertonung mitsingen würde. Zu dem Filmklassiker "Sodom und Gomorrha", zu der Zeit die teuerste österreichische Filmproduktion mit über 3000 Komparsen, würde ihr Chor singen und zusätzlich auch ein Organist improvisieren. (Link) Das klang für mich so grandios, dass ich sofort im Kalender nachschaute, ob sich an diesem Datum ein Kurzbesuch in meiner Geburtsstadt ausgehen würde. Es ging!
Und so saß ich pünktlich eine halbe Stunde vor Konzert-/Kinobeginn in der gut geheizten Kirche und war schon sehr gespannt, was da auf mich zukommen würde. 
Es war wirklich epochal! Die Chorbegleitung und die Orgel standen der Dramatik des Films in keinster Weise nach, die Einsätze waren (typisch Schweiz) sekundengenau und die Akustik in der Kirche einfach phänomenal!
Nach dem Konzert begleitete mich Pia noch zum Bahnhof und so blieb uns noch eine gute halbe Stunde zum plaudern, was den Abend ganz wunderbar abrundete. 

Obwohl das ganze Konzert wirklich abwechslungsreich und kurzweilig gestaltet war, tat mir irgendwann mal mein Hintern vom Sitzen auf der Kirchenbank weh. (Bin ich halt auch nicht gewöhnt!) Da war ich froh, den Weg vom Bahnhof zur Kirche davor noch zu Fuß absolviert zu haben, 
zu sehen gab es ja genug.
Über Mittag war ich auch schon eine Runde mit Brommi unterwegs - nach der langen Winterpause musste das Kleine einfach mal wieder an die frische Luft!

Und damit war ich jetzt das dritte Wochenende in Folge unterwegs, was mir die Aussicht auf die nächsten paar unverplanten, zu-Hause-bleib-Wochenenden sehr rosig erscheinen lässt!


Samstag, 28. Februar 2026

Schwerpunkt Musik

Wenn eine Künstlerin, die ich sehr schätze (vor 1,5 Jahren hab ich hier schon mal über ein Konzert von ihr geschrieben) nicht nur selbst ein Konzert gibt, sondern gleich ein ganzes Gitarrenfestival auf die Beine stellt, ist das doch Grund genug, mit Brownie ins Nachbarland zu fahren und ein Wochenende in Giengen an der Brenz zu verbringen!
Julie Malia veranstaltet dieses Wochenende für Gitarrenenthusiasten schon zum 8. Mal und in einem Anflug von Selbstüberschätzung habe ich nicht nur Konzertkarten gekauft, sondern mich auch gleich für die drei Workshops am Samstag angemeldet. 

Freitag Mittag fuhr ich los und kam fast staufrei am Nachmittag in Giengen an. Schon die Lage des Hotels in dem ich abgestiegen bin, (fürs Brownie-Campen war es mir mit den Februartemperaturen noch zu unsicher) stimmte mich auf das Wochenendprogramm ein. 

Ganz nebenbei sei noch erwähnt, dass ich über die Beethoven-Straße zur Konzerthalle gelangte. Bevor es aber soweit war, sah ich mir die Innenstadt ein wenig an, besichtigte das Steiff-Museum (von außen) und genoss die milden Temperaturen. 

Abends lauschte ich dann begeistert das Konzert von Julie Malia und Kevin Sedikki und war sehr beeindruckt und beseelt, gleichzeitig aber auch nervös, denn bei beiden würde am nächsten Tag einen Workshop besuchen. 

Puh und was soll ich sagen - ich war zwar schon bei den Übungsstücken zum Aufwärmen der Hände oft einfach zu langsam, um mit den anderen mitspielen zu können, aber gleichzeitig hatte ich auch so einige Aha-Momente, hab mir viele Notizen gemacht (von denen ich hoffe, auch noch in einem Monat zu wissen, was sie bedeuten!) und die Begeisterung unserer Workshopleiter und aller TeilnehmerInnen war ganz wunderbar und wohltuend. Auch das dritte Seminar bei John Smith war ganz besonders interessant, obwohl ich mir erst bei dem Titel "Songwriting" nicht sicher war, ob ich überhaupt hingehen sollte. 
Am späten Nachmittag packte ich meine Gitarre und ein paar neue CDs und LPs (hüstel! Aber immerhin konnte ich widerstehen, mir eine neue Gitarre zu kaufen, denn 5 verschiedene Gitarrenbauer stellten im Konzertgebäude ebenfalls ihre Schönheiten vor) in mein Auto und tschukerte langsam und gemütlich wieder nach Hause. 
Nach soviel Input innerhalb 24h freue ich mich jetzt auf einen ruhigen Sonntag!

Und noch ein wichtiges Ereignis möchte ich hier erwähnen - Chaya feierte am Montag ihren 13. Geburtstag. Ich war zwar erst am Dienstag bei ihr, das Geburtstagsgeschenk in Form einer Wurst hat sie aber dankenswerter Weise trotzdem akzeptiert! 
Geburtstagswurst!

Sonntag, 22. Februar 2026

Hallo Nachbarin - Wolfurt

Die Entscheidung, das Wochenende in Lauterach zu verbringen, stand schon länger fest. Dass ich damit den Schneemassen, die im Rest von Österreich fielen, "entkommen" konnte, war ein netter Nebeneffekt.

Den Freitag verbrachte ich mit ein paar Erledigungen und einem kurzen Treffen mit einer ehemaligen Schulkollegin in Dornbirn. Auf meinem Heimweg bin ich mich kurzentschlossen aus dem Bus ausgestiegen und meinen alten Schulweg von dort aus zum früheren Haus meiner Eltern spaziert. Das war sehr lustig, denn da tauchen plötzlich bei (fast) jedem Haus Namen auf, an die ich seit Jahrzehnten nicht mehr gedacht habe. Was für mich am erstaunlichsten war, wie kurz die Strecke eigentlich ist! Das Haus selbst wurde nach dem Verkauf 2001 komplett umgebaut und erinnert gar nicht mehr an das, in dem ich aufgewachsen bin. Dann spazierte ich noch weiter, schaute mir die frühere Nachbarschaft an und fuhr nach dieser kurzen Unterbrechung zurück in meine Wohnung. 
Für den Samstag hatte ich wieder einen Nachbarinnenbesuch geplant und wollte erst Bregenz abhaken. Aber ... was mache ich, wenn es in einer Nachbarsgemeinde mehrere Kirchen gibt? Für Bregenz fielen mir da auf die Schnelle schon drei ein und eine Suche im Internet lieferte dann noch "ein paar" mehr. Zu welcher sollte ich da laufen? Zur nächsten? Zu allen? 

Unentschlossen wie ich nun mal bin, verschob ich diese Entscheidung auf später und lief einfach nach Wolfurt! Das ist wohl der kürzeste Besuch von allen, denn die Kirche liegt nur gut 2km entfernt. 
Das war mir allerdings bei dem Dauerregen dann gar nicht so unrecht. 
Wohin ich laufen musste, war auch sehr schnell klar, 
und kurz darauf stand ich auch schon direkt unterhalb des Kirchhügels. 
Da sah ich allerdings, dass dort vermutlich gleich eine Messe oder Beerdigung losging, denn es spazierten von allen Seiten Leute dort hinauf, da wollte ich mich nicht einreihen und stören. Ich lief dann einfach die Straße entlang um die Kirche herum und verzichtete auf ein Foto direkt davor. 
Dafür hatte ich von dort aus noch einen guten Blick auf Schloß Wolfurt, fotographierte statt der Kirche eben das und lief weiter über mir größtenteils unbekannte kleine Straßen zurück nach Hause.
Am Heimweg in der Ferne noch ein Blick auf Burg Gebhartsberg
Insgesamt kam ich auf 5 Kilometer und konnte den nächsten V-Haken unter meine Besuchsreihe setzen!
Wenn ich im Uhrzeigersinn weitermache, käme als nächstes Dornbirn dran, wo ich mich auch für eine Kirche entscheiden muss. Aber bis dahin ist ja noch Zeit!