Posts mit dem Label Spielen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Spielen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 7. Juni 2026

Hallo Nachbarin - Double Feature - Schleedorf und Mattsee

Gestern habe ich mal so richtig zugeschlagen. Um es mit den Worten der Gebrüder Grimm zu sagen: Zwei auf einen Streich! (bzw. drei, aber dazu komme ich später).
Nein, mein Spiel wird mir nicht langweilig und ich versuche daher auch nicht, möglichst schnell die letzten Nachbarsgemeinden einzusammeln. 
Dass ich Schleedorf und Mattsee in einem Lauf erledigt habe, hat rein praktische Gründe. Schleedorf liegt - sagen wir es freundlich - ein klein wenig weg vom Schuss. Bis zur dortigen Kirche sind es aber schon gut neun Kilometer, was für mich ausschließt, hin- und zurückzulaufen. Der nächste Ort von Schleedorf aus gesehen, wo ich in einen Bus einsteigen kann, um wieder heimzufahren ist: Mattsee!
Und weil auch hier, wie schon in einigen anderen Orten, die ich durch dieses Spiel besucht habe, die Bushaltestelle direkt neben der Kirche liegt, lag es nahe, die beiden Gemeinden in einem Lauf zu erledigen.
Das Wetter war ideal für einen langen Lauf. Knapp 20°C, leichte Bewölkung, leichter Wind. Trotz dieser perfekten Bedingungen, war mein Kopf überhaupt gar nicht begeistert von dem Gedanken, mal wieder etwas länger, oder besser gesagt, mindestens doppelt so lange zu laufen, wie ich es sonst tue. In der ersten halben Stunde versuchte er mich ständig dazu zu überreden, einfach umzudrehen, zur nächsten S-Bahnstation zurück zu laufen und die Gemeindensammlerei an einem anderen Tag fortzusetzen. 
Warum ich trotzdem weiterlief? Keine Ahnung!
Und so erreichte ich nach gut einer Stunde meine erste Nachbarin, keuchte den Hügel hinauf und stand nach 9,3 Kilometern vor der Kirche. An der ich schon x-mal vorbeigefahren bin, allerdings ohne sie jemals genauer anzuschauen. So fiel mir erst gestern auf, dass es da einen Neubau und einen Teil aus Stein gibt und ein Teil der Fassade mit Holzschindeln verkleidet ist. 
Übergang von Stein auf Holz
Mein Schweineyeti war zu dem Zeitpunkt übrigens sehr beleidigt und schmollte. Zwar versuchte ich ihn noch, mit einer kurzen Rast auf der schattigen Kirchenbank zu besänftigen, aber weder die Pause, noch die (gefühlt) fünf Liter Wasser, die ich am Friedhofsbrunnen trank, konnten ihn aus seiner Reserve locken. Was soll's. 
Dann kam Teil 2, der mir trotz der schon gelaufenen Kilometer um einiges leichter fiel. Zum einen geht es nach Mattsee tendenziell bergab und ich wusste, dass ich schon 2/3 der Strecke hinter mir hatte. 
Der erste Blick auf die Weyerbucht, den Ort und die Kirche war dann so schön, dass ich in geistiger Umnachtung die Uhr gestoppt habe. Tja, so fehlt mir vermutlich knapp ein Kilometer bei meiner Aufzeichnung, aber weil der Rest so gut geklappt hat, war ich gnädig und ließ mir das durchgehen!
Dass ich bis zur Kirche weiterlief, beweisen ja auch die Fotos und der Bus, der mich nach kurzer Wartezeit wieder nach Hause brachte. 
 
Dass mein doppelt-gemoppelter Lauf eigentlich ein Triple war, hat folgenden Grund. Im Verein gibt es ja seit ein paar Jahren die 3T-Ganzjahreschallenge, bei der es jeden Monat eine (oder mehrere Aufgaben) gibt, für die man Punkte kassieren kann.
Im Juni gibt es eine Bingo-Sommeredition, die folgende Punkte von uns verlangt.  
 
 
Und da ich ja ein folgsamer Mensch bin, habe ich gleich in der ersten Woche ein Buch gelesen, einen 5km und den 14km Lauf (daher Triple) gemacht, habe Sonnengrüße geübt und bin mit einer lieben Freundin nach Hallein auf ein Eis geradelt!
Was tut man nicht alles für die Challenge!
Meine Unterstützerin!
Heute habe ich einen Punkt erledigt, der mir nicht ganz so leicht fiel, wie der obige - Rad putzen. Allerdings stand das sowieso auf meiner ToDo-Liste, denn da ich ja jetzt mit meinem Killerwal unterwegs bin, darf sich mein "Altes" eine neue Fahrerin suchen. Ok, ein wenig unterstütze ich die Suche, indem ich es auf Hochglanz poliert habe und Fotos auf Will-haben stelle, um den Rest kümmert es sich aber hoffentlich selbst!

Sonntag, 1. Februar 2026

Hallo Nachbarin - Obertrum

Auch wenn sich an den Laufbedingungen noch nicht viel geändert hat, geht es fröhlich weiter mit den Besuchen der Nachbarsgemeinden. Zwar gab es letzte Woche tagsüber gelegentlich schon wieder zarte Plusgrade (die mich am Dienstag auf meiner kurzen Mittagslaufrunde auch prompt ins Schwitzen brachten - sowas ist man ja gar nicht mehr gewöhnt!), aber die machen die Straßen nun wieder eher glatt, weil in der Sonne der Schnee an den Straßenrändern anschmilzt, über die Straße läuft und dort in der Nacht wieder gefriert! 
So war es auch auf der ersten Hälfte der Strecke nach Obertrum und ich kam weniger zum laufen, als geplant. Auch gut - so hatte ich mehr Zeit zum fotographieren! 
Hier sieht man die Eisbänder
Aber auch solche Abschnitte gab es - nur zum genießen

Bis Obertrum sind es ja gerade mal gut 7km, die aber über einen kleinen Hügel führen. Dadurch kann man sich auf der ersten Hälfte gut warmlaufen und dann ab der Mitte locker dahinrollen. Dann kommt immer der schöne Augenblick, wenn man das erste Mal nach Obertrum schauen kann. 
Erster Blick aufs "Ziel"
Nach dem kleinen Wäldchen sieht man schon mehr - von links nach rechts: Kirche - Trumer Brauerei - Obertrumer See

Und auf diesem letzten Stück schaute ich dann auch das erste Mal auf die Uhr, denn gestern war schon beim loslaufen klar, dass es eine "One-Way-Variante" des Spiels wird. Samstag fahren die Busse hier wie werktags und ich hatte gute Chancen, ohne Wartezeit bis zur Kirche und danach zur Bushaltestelle zu kommen. 
Spoiler: es hat geklappt! 

Kleine (unwichtige) Info - der Bus, mit dem ich heimfuhr, ist die gleiche Linie, in die ich auch in Eugendorf einsteigen hätte können. 
Der kam dann auch drei Minuten nach mir und eine gute Viertelstunde später war ich wieder daheim!
Haken drunter. 


Freitag, 23. Januar 2026

Hallo Nachbarin - Eugendorf

Die Lauferei hat sich wieder ein klein wenig zurückentwickelt, was aber - zum Glück - nicht meinen Gräten, sondern den Straßenbedingungen hier geschuldet ist .
Denn das ist keine Mondlandschaft, 


sondern die stabile Eisschicht, die sich nach den Schneefällen vor zwei Wochen überall dort gebildet hat, wo der Schnee nicht sofort entfernt wurde. Durch die ständigen Minustemperaturen (so lange, so kalt hatten wir es schon ewig nicht mehr hier) gibt es kein Abschmelzen und das einzige, was passiert, ist dass sie oben immer glatter wird!
Jetzt sind also die meisten Straßen (fast) frei, aber Gehwege, Gehsteige, etc. noch immer ziemlich abenteuerlich. 

Trotzdem habe ich heute meinen nächsten Nachbarinnenbesuch gemacht. Da ich bis Eugendorf größtenteils gut auf Straßen laufen kann, fiel die Entscheidung nicht schwer. 

Gegen Mittag lief ich bei -3° noch bei Sonnenschein los. Allerdings fing es schon etwas zuzuziehen, was, als ich gegen die Sonne lief, eine tolle Stimmung ergab, allerdings war ich so geblendet, dass ich froh, um die Straße war. Die hat wenigstens nicht ganz so viel Licht reflektiert. 

Ich lief über Ried und die S-Bahn-Station Eugendorf den Hügel zur Hauptstraße rauf (bzw. ging ich) und hatte schon bald den ersten Blick auf mein Ziel. 

Von da an sind es nur mehr ein paar hundert Meter, auf denen ich dann allerdings schon überlegte, ob ich zurück mit dem Bus fahren oder doch laufen sollte. Die Bushaltestelle ist nämlich direkt vor der Kirche und lange warten hätte ich auch nicht müssen. Dann hab ich mit mir vereinbart, dass ich laufe, wenn ich am Umkehrpunkt noch unter 5km auf der Uhr habe. Tja ausgemacht ist ausgemacht, die Uhr zeigte 4,7km an, als ich dieses Foto gemacht habe!

Zurück lief ich dann aber den kürzeren Weg über Mühlberg, auch wenn ich dabei ein kleines Stück auf einem Wanderweg durch den Wald laufen musste. Ich habe einfach gehofft, dass es im Wald nicht ganz so eisig sein würde. 
Ich hab mich getäuscht. 

Auf dem Bild sieht man es schlecht, aber nach der Kurve geht der Weg sanft aufwärts, was jeden Schritt irgendwie zu einem ruckeligen nach hinten wegrutschen gemacht hat. Ein kleines Stückchen ist ein Zaun neben dem Weg, an dem ich mich dann hochgezogen habe. Es waren gerade mal 400 Meter, auf denen meine Pace dann aber von einer 7er auf 21runtergefallen ist!
Umso größer die Freude, dass ich somit meine zweite Nachbarin abhaken konnte!

Montag, 5. Januar 2026

Neues Jahr, neues Spiel! "Hallo Nachbarin" - Kennelbach

Mein neues Spiel ist von der Grundidee her geklaut. Vor Jahren gab es mal im Verein bei den Lauftreffs die "Kirchturmläufe", bei denen jeweils (wenig überraschend) der Kirchturm einer umliegenden Gemeinde laufend besucht, ein Beweisfoto gemacht und dann wieder nach Hause gelaufen wurde. 
Da ich meine Laufumfänge heuer gerne wieder etwas ausdehnen möchte, habe ich nach möglichen Zielen gesucht, die ich laufend besuchen könnte und da beschloss ich die Kirchturmläufe für mich etwas anzupassen und zu versuchen, alle Kirchen der direkt an Seekirchen angrenzenden Gemeinden laufend oder gehlaufend zu besuchen. Allerdings mit der ausdrücklichen Erlaubnis der Spieleleiterin, den Rückweg auch mit Bus oder Bahn zu bestreiten, wenn die volle Distanz zuviel für mich ist. 
Hurra! Sofort habe ich mir die Gemeinden, die an Seekirchen grenzen herausgesucht und festgestellt, das sind ganz schön viele!


- Obertrum
- Mattsee
- Schleedorf
- Köstendorf
- Henndorf
- Eugendorf
- Hallwang
- Elixhausen
- Anthering

Vermutlich werde ich diese Besuche als lange Läufe einbauen, wenn es gut passt, am ehesten am Wochenende. Nur blöd, dass ich schon das erste Wochenende des Jahres nicht daheim bin, sondern im Ländle ...  Hmm... Wer zwei Wohnsitze hat, hat ja auch zweimal Nachbarsgemeinden! Und so saß ich auf der Fahrt hierher im Zug und habe die Nachbarinnen von Lauterach ebenfalls notiert, die da wären: 


- Kennelbach
- Wolfurt
- Dornbirn
- Lustenau
- Fußach
- Hard
- Bregenz

Und so ging es am Samstag Vormittag gleich zur ersten Nachbarin nach Kennelbach. In der Nacht hatte es geschneit, die Gehwege waren zum Teil aber schon wieder freigeschaufelt und so lief ich, soviel möglich war und ging zwischendurch, wenn nötig. 
So ging es los
Da will ich hin!

Kirchen sind ja relativ leicht zu finden ...

Gleich geschafft

Hallo Nachbarin!

Den Weg zu meiner ersten Nachbarin ließ ich mir übrigens von meiner neuen Uhr anzeigen, was sehr gut funktioniert hat. Zurück lief ich dann allerdings auf einer anderen Strecke, entlang der Bregenzer Ache, einfach, weil es so schön war!
Nach 7,36 km und 1h03 war ich wieder zurück und konnte freudig den ersten V - Haken unter mein 2026er Spiel setzen.

Freitag, 17. Oktober 2025

Achtung - Zahlen!

Beim Beantworten eines Kommentars fiel mein Blick kürzlich auf mein Blog-Archiv, bzw. die Anzahl meiner Blogbeiträge im heurigen Jahr. 
Und da war sie - die wunderbare 3 - 5 - 3 - 4 - 3 - 5 - 3 - 4 - 3 Zahlenfolge. 
Dass ich sie im Oktober durchbrechen werde, ist ziemlich sicher (deshalb musste ich die Gelegenheit nutzen und jetzt gleich diesen Beitrag schreiben).
Im Oktober werden es nämlich sicher keine fünf Beiträge, dafür ist es momentan draußen im Herbst einfach viel zu schön!
Dieses Foto habe ich letzten Sonntag gemacht, nach meinem Helfereinsatz bei der 3T-Tauschbörse. So nett es immer ist, dort mit anderen Vereinskolleginnen bei der Warenannahme oder der Kasse mitzuhelfen, so müde sind die Beine und der Kopf nach gut sieben Stunden Turnhalle. Da brauchte ich erst einen kurzen Spaziergang am See und später am Nachmittag noch eine ganz kurze Radausfahrt, um die Beine auszulockern, Frischluft zu tanken und ein paar schöne Herbstfotos zu machen. 
Am Tag vor der Tauschbörse fand das jährliche Abschwimmen im Obertrumer See statt. Das ist immer das letzte (offizielle) gemeinsame Open-Water-Schwimmen vom Verein. Für mich war es (inoffiziell) auch der Einstieg in die Kaltwasser-Saison, da bis dahin die Seetemperaturen durchaus noch (spät)sommerlich waren. 
Am liebsten genieße ich die Herbsttage gemeinsam mit Chaya, die auch die momentanen Temperaturen der Hitze vorzieht und herumhüpft, wie eine Junge!
Heute hat sie Doris-frei, weil so ein Menschensitter-Dasein ist schon ganz schön fordernd und am Nachmittag wartet schon die nächste Aufgabe auf sie!

Freitag, 29. August 2025

Homo ludens

 ... oder der Versuchung erlegen!

Vor gut zwei Jahren habe ich mir in einem Anfall von ichweißnichtwas, eine kleine Action-Cam gekauft (hier der Blogbeitrag), bin aber nie so ganz warm damit geworden. Zwar habe ich immer wieder mal versucht, sie beim Laufen mitzunehmen, aber für die Rückentaschen war sie mir zu schwer und beim Radeln bin ich am fehlenden Platz am Lenker oder an meinem Unwillen, sie auf den Helm zu montieren, gescheitert. Aber gerade fürs Radfahren hätte ich sie gerne verwendet, denn genau da ist es mir oft (im Gegensatz zum laufen) zu mühsam, immer wieder stehen zu bleiben, die Kamera auszupacken, Fotos zu machen und weiterzufahren. Auch bin ich mit dem Handling nie so recht warm geworden und habe sie dementsprechend selten benutzt. 
Als sich vor gut einem Monat die Gelegenheit ergab, sie fast zum damals gezahlten Kaufpreis weiterzuverkaufen, tat ich das leichten Herzens. Gut, dann würde ich eben doch wieder mit dem Telefon fotographieren, wie ich es in den letzten Jahren ja immer schon gemacht hatte. 
Und dann saß ich eines Abends am Laptop suchte ein wenig rum (nach einem anderen "Spielzeug", das ich genau so wenig oder noch weniger brauchen würde) und sah eine Werbung für eine klitzekleine (und sehr günstige) Action-Cam und ehe ich mich versah, war der Kauf auch schon getan. Upsi!

Praktisch - sie ist so klein, dass sie überall eingesteckt werden kann, am Mittwoch fuhr ich abends noch eine kleine Runde mit dem Rad, um noch ein wenig Frischluft zu tanken, da habe ich sie mir einfach um den Hals gehängt und probehalber ein wenig mitlaufen lassen. Die Ergebnisse waren erstaunlich gut, nur fehlt mir noch ein Programm, um die Videos zu bearbeiten und mir Fotos daraus zu ziehen. Am Telefon habe ich zwar eines, aber ich bevorzuge doch die größere Ansicht am Laptop. Besonders mit dem Ton muss ich mich beschäftigen, denn mein Keuchen (es ging gerade sanft, aber stetig bergauf), muss da nicht bleiben. Hihi!
Wenn ich sie mit dem Telefon kopple, kann ich auch direkt Fotos machen, die dann allerdings etwas verzerrt wirken. 
Also scheinbar muss in meinem Haushalt irgendwo so ein Teil herumliegen und so habe ich beschlossen, selbst, wenn ich sie nie benutzen werde, auch nicht mehr herzugeben, damit ich nicht auf die Idee komme, mir dann wieder einen Ersatz zu kaufen!