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Sonntag, 21. Juni 2026

Halb- und Ganz

Zwei "Bewerbe", zweimal Spaß! 


Gestern lief ich "ganz" offiziell beim "Lauf in den Sonnenuntergang" am Traunsee mit. Der Lauf ist so konzipiert, dass die Halbmarathonis, die in Ebensee am Südufer um 19:08 Uhr starten, genau zum Sonnenuntergang ins Ziel laufen, wenn sie zwei Stunden unterwegs sind. 
Es gibt aber auch zwei andere Distanzen, nämlich 5 und 11,5km, bei denen man entweder in Altmünster oder Traunkirchen startet. Ich hatte mich für die mittlere Distanz angemeldet, mit dem Hintergedanken, dass ich dann mehr längere Läufe in meinen Laufalltag bringen würde. 
Ähem. Der Plan ging nicht ganz auf, aber immerhin bin ich ja einmal für die Juni-Challenge 14 km spaziergelaufen. 
Ich machte mir deshalb auch keine großen Hoffnungen, auf einen lockeren Lauf, aber genau das ist es geworden! 
Meine Taktik, mich vor dem Lauf noch gut abzukühlen, um die Temperaturen, die immer noch bei gut 30 Grad lagen, etwas abzupuffern, ging auf.

Angereist bin ich gemeinsam mit Doris, die den Halbmarathon laufen (und in ihrer Altersklasse gewinnen) würde. Wir nahmen dann einen der früheren Shuttles zu unseren jeweiligen Startpunkten und dort setzte ich mich erst mal in den Schatten und genoss das Panorama.


Wer sich früh genug angemeldet hatte, konnte auch stilvoller anreisen!

Eine Stunde vor dem Start zog ich meine Schuhe aus, legte die Startnummer beiseite und stieg in den See, wo ich gut zehn Minuten vor mich hin dümpelte, das angenehm kühle Wasser genoss und danach tropfend in Richtung Start spazierte. Den Kleiderbeutel mit meinen Utensilien gab ich ab und wartete danach - wieder im Schatten - auf den Start. Durch das Wasser und einen leichten Wind war ich dann sogar froh, als ich loslaufen konnte! 
Die Strecke führt dem See entlang auf der komplett gesperrten Bundesstraße direkt nach Gmunden, was an sich schon ein tolles Erlebnis ist. Genug Platz, immer wieder schöne Ausblicke und immer wieder anfeuernde Zuschauer, Blasmusikkapellenunterstützung, Feuerwehrgruppen-Duschen. 
Nach meiner eher nicht perfekten Vorbereitung, hatte ich keinen Plan, wie ich den Lauf angehen wollte. Nicht zu schnell - klar, geht ja gar nicht. Einfach mal laufen, bis ich nicht mehr kann und dann gehen? Oder einfach nach fünf Kilometern anfangen gezielt Gehpausen einzubauen, damit ich gut durchkomme? Ich konnte mich nicht entscheiden und lief einfach mal los, versuchte mein momentanes Wohlfühltempo zu finden und trabte vor mich hin. Die Wasserkühlung funktionierte ganz wunderbar, zweimal trank ich ein paar Schluck Wasser an der Labe und schüttete mir den Rest über den Kopf. 
Nach 5km überlegte ich dann noch mal, wie ich weiterlaufen sollte, aber nachdem es gerade noch gut lief, blieb ich bei meinem Tempo. Und dann, vielleicht zwei Kilometer später, fühlte ich mich sogar noch besser! Statt müde zu werden, hatte ich das Gefühl, dass es so richtig rund lief. Ich blieb immer schön bei meinem Tempo und fand das ganze auch gar nicht sonderlich anstrengend. Nanu?
Dann zeigte ein Schild an, dass es nur noch 3km bis zum Ziel sind, da dachte ich mir dann - jetzt die Taktik zu ändern, wäre ja auch blöd. Also blieb ich bei meinem Zockeltrab und kam damit ohne Probleme bis ins Ziel! 

Jabbadabbaduh! 
Ich hab mich so gefreut, dass ich so gut durchgekommen bin, dass alles danach, irgendwie in einem großen Grinsen unterging. 
Am Zielkanal habe ich dann noch auf die fleißigen VereinskollegInnen gewartet, die 10km mehr absolvieren durften, als ich und nach dem Feuerwerk über dem Traunsee fuhren wir wieder nach Hause. 

Der andere Bewerb, der unter "halb-offiziell" läuft, war der BD-Sprint-Triathlon am Wallersee. Zwar gab es keine offizielle Ausschreibung, aber doch eine Streckenverantwortliche (Brigitte), eine Verantwortliche für die Zeitnehmung (Doris) und eine Wiederholung im nächsten Jahr ist schon geplant! 
Da ein Punkt der 3T-Juni-Challenge lautete: Bei einem Triathlon mitmachen oder anfeuern, fragte ich nach, ob auch ein selbstorganisierter Triathlon gelten würde. Brigitte schlug vor, den gemeinsam zu absolvieren und genau das taten wir dann auch. 
An einem Dienstag-Vormittag fuhren wir gemeinsam Richtung Henndorf, wo wir uns am Badeplatz von Brigittes Firma die Wechselzone einrichteten.
Und dann ging es auch schon los. Endgegner an diesem Tag war der Wind - der Wallersee spielte Meeresrauschen, aber nach gut 750m waren wir wieder an Land. Dann kam die Radrunde, die zweimal zu absolvieren war, die tieffliegenden Traktoren (für den Nachmittag waren Gewitter und Regen angesagt, da fahren die Bauern gerne noch mal "schnell" zum adeln aus) machten die Strecke interessanter! Ein paar Tropfen kamen runter, aber das war schon kurz vor dem Wechsel in die Laufschuhe.
Die Laufstrecke verlief wunderschön dem Henndorfer Uferweg entlang bis zum Strandbad und über den Radweg zurück. Wir liefen genau zeitgleich über die imagniäre Ziellinie, was die (ebenfalls imagnären) Zuschauermassen begeistert beklatschten! 
Dann rückten die Gewitterwolken schnell näher und so packten wir unsere Utensilien zusammen und radelten wieder nach Hause!

Einen Punkt für die Challenge abgehakt und mal wieder eine Sprintdistanz absolviert! 

Donnerstag, 4. Juni 2026

3T Vereinsmeisterschaft 2026

Fazit gleich zu Beginn - es war ein Fest!

Das Wetter war uns heuer hold, die angekündigten Gewitter warteten sogar netterweise die Grillerei und die Siegerehrung ab und kündigten sich durch schwarze Wolken und auffrischenden Wind so deutlich an, dass alle Tische, Bänke und Schirme genau zum einsetzenden Schütteregen weggeräumt waren und sich alle auf die überdachte Bühne flüchten konnten.
 
Aber von vorne. 
Nachdem ich meine Startnummer abgeholt und die Salatspende für die Feier am Nachmittag abgebeben hatte, blieb noch genügend Zeit, im Schatten zu sitzen und mal wieder mit der einen oder anderen Vereinskollegin zu plaudern. Dann habe ich meinen kleinen Killerwal aus dem Auto geholt (was soll ich machen, wenn das Radmodell "Orca" heißt?) und bin los in Richtung Wechselzone. Dort habe ich mein Neues erst mal noch ein wenig am Rand geparkt, damit es sich den Trubel in Ruhe aus der Distanz ansehen kann. Mein vorheriges Rennrad habe ich damals von der Lieblingsschwester gekauft, das kannte Triathlon ja schon, aber das hier war das erste Mal dabei! 
Die Trinkflasche gab's beim Brommi-Rennen, als Startgeschenk!
Dann wurde es ernst. Einchecken, rausfinden, wer links und rechts von mir in der Wechselzone ist. Sehr gut war, dass links von mir Brigitte war, die hatte nämlich einen Schuhlöffel dabei! Dann kam auch schon die Wettkampfbesprechung und schon spazierten wir in Richtung See. 
Nach dem Start der Herren warteten wir bis sie in Richtung Ausstieg unterwegs waren, dann starteten auch die Damen. 
Quelle: https://kc-photography.at/
Quelle: https://kc-photography.at/
Spätestens beim Ausstieg merkte ich, dass Wechseltraining gar nicht so verkehrt ist. Wäre. Gewesen wäre! Ich brauchte erst mal ein paar ruhige Schritte, bis ich lostraben konnte, in Richtung Rad. Dann raus auf die Straße. Vor mir fuhr Monika so ein angenehmes Tempo, dass ich zwar schon irgendwie an ihr vorbei gekommen, aber dann vermutlich in der Hälfte eingegangen wäre. Also blieb ich in gebührlichem Abstand hinter ihr und zwar bis in die Wechselzone.
Quelle: https://kc-photography.at/
Und was soll ich sagen - sie lief auch vor mir raus und wir wiederholten die ganze Verfolgersache auch auf der Laufstrecke.  
Quelle: https://kc-photography.at/
Auch hier beschloss ich ein weiteres Mal nach der ersten Japs-Geh-Pause, dass ich in Zukunft gelegentlich mal Wechseltraining in meinen nicht vorhandenen Trainingsplan aufnehme. 
Geschafft!
Und dann kam der altbekannte gemütliche Teil. 
Alle, die noch ins Ziel kamen, ausgiebig bejubeln, auschecken, beim Zusammenräumen der Wechselzone helfen, alle Siebensachen und das brave Rookie-Rad zurück ins Auto verfrachten und dann einen gemütlichen Nachmittag mit vielen netten Menschen verbringen. 
Wie schon eingangs gesagt - es war ein Fest! 

Samstag, 27. September 2025

Dann tu ich halt einfach so, als ob ...

Letztes Wochenende hat der Sommer noch mal bei uns vorbeigeschaut, was ich für eine gemeinsame Rennradausfahrt mit der Lieblingsschwester am Samstag
und für eine kleine Wanderung durch den Wald in Waldprechting am Sonntag
genutzt habe. 
Sonntag Abend war ich dann kurz vor Sonnenuntergang noch mal im Strandbad, die letzten Sommergefühle auskosten und jetzt bin ich bereit für den Herbst. 

Zumindest fast - denn eine Aktion ist noch offen. Nachdem ich Anfang August hier überlegt habe, ob ich überhaupt noch Lust auf Triathlon verspüre, war ich kurz versucht, mich spontan für einen September-Triathlon hier in der Nähe anzumelden und es auszuprobieren.
Aber, ganz ehrlich, das war eine Schnapsidee. Nach 2 Jahren nicht laufen und auch sonst nicht vorbereitet sein, wäre das einfach nur grandios in die Hose gegangen. Aber das heißt ja nicht, dass ich das nicht für mich selbst versuchen kann. Die Idee war, 500m im See zu schwimmen, dann mit dem Rad eine ca. 20km Runde anzuhängen und danach noch 2-4km (je nach Tageslaune der Ferse) zu laufen. 
Dann kam aber erst mal das Kärnten Wochenende, danach Lauterach, das Wochenende drauf kam endlich eine schöne, schon lange geplante Radausfahrt mit C. zustande, dann fuhr ich nach Ravensburg und dann nach Slowenien. Und dann: fror ich! 
So toll Temperaturen um die 10 Grad für mich zum Schwimmen und Laufen sind, mit nassen Klamotten aufs Rad zu steigen, reizt mich gar nicht mehr. Trotzdem wollte ich noch einmal versuchen, wie sich Triathlon anfühlt. Wenn ich das schon nur für mich mache, kann ich ja auch im See schwimmen, danach heimradeln, mich für 20km auf die Rolle setzen und anschließend noch ein wenig durch die Gegend traben. 
So der Plan!

Also habe ich gestern Nachmittag das Rad auf der Rolle vorbereitet, meine Wechselzone im Gang eingerichtet und bin zum See gefahren. 
Ach wie schön ist das momentan ... kaum Menschen, das Wasser war zwar etwas kabbelig, aber mit fast 18° noch gut schwimmbar, der Wind fühlte sich zwar sehr kühl an (es hatte ca. 14°), aber ich würde ja nicht lange draußen sein. 
Ausgezogen, schnell rein ins (gefühlt) warme Wasser und Uhr gestartet. Die ersten paar Meter bekam ich gleich mal Wasser ins Gesicht und schluckte kräftig, dann kam ich in den Wellenrhythmus und hatte Spaß. Das erste Mal schaute ich nach gut 300m auf die Uhr. Ok, wenn ich jetzt umdrehen würde, wäre die Schwimmstrecke halt ein wenig länger. Aber es war gerade soooo schön im Wasser, dass ich einfach noch ein Stückchen weitergeschwommen bin. Nach einer halben Stunde kletterte ich aus dem Wasser und war so tiefenentspannt, dass ich noch auf der Bank am Steg sitzen blieb. Der Gedanke an einen Triathlon at home, war weg, ich saß da, schaute auf den See und grinste innerlich vor mich hin. Dann radelte ich gemütlich nach Hause und erst als ich im Gang die Laufschuhe sah, fiel mir wieder ein, was ich vorgehabt hatte. Also nach Triathlon würde sich das alles jetzt sowieso nicht mehr anfühlen, also habe ich umgeschwenkt, mich dann später noch knapp eineinhalb Stunden auf die Rolle gesetzt und es damit gut sein lassen. 
Vielleicht erwische ich im Oktober ja noch mal einen milden Tag, dann kann ich ja einen neuen Versuch starten!

Freitag, 8. August 2025

To Tri or not to Tri - That is the Question

Sorry, lieber William, dass ich bei dir geklaut habe, aber ich könnte es selbst nun mal nicht besser ausdrücken!
Mag ich überhaupt noch bei Triathlons starten? Meine Unlust in diesem Jahr, mich auch nur gedanklich mit einem Start bei einem Triathlon - oder zur Schonung der Ferse auch noch bei einem Aquabike, die immer öfter angeboten werden - zu beschäftigen, lässt diese Frage immer öfter auftauchen. 
Ich schwimme noch immer leidenschaftlich im See herum, fahre gerne mit dem Rad eine kleine Runde (das Radreisen ist heuer bisher leider dem Wetter zum Opfer gefallen und der August + Teile des Septembers sind wochenendmässig völlig verplant ...) und freue mich wie eine Schneekönigin, dass ich jetzt wieder abends nach der Arbeit einfach mal eine halbe Stunde vor mich hintraben kann. Aber das alles kombinieren? Wettbewerbe? Puh ...
Andererseits fahre ich begeistert zu den Triathlons in meiner Umgebung, schaue zu und finde eben gerade die Kombination aus diesen drei Sportarten grandios. Auch werde ich immer hellhörig, wenn mir jemand von einem geplanten Start bei einem Triathlon (danke Karina!) erzählt oder ich mir die Starts der Lieblingsschwester in meinen Kalender eintrage, um sie dort anzufeuern. 

Dass mich diese Frage gerade jetzt so beschäftigt, ist natürlich ein Klassiker - die von mir bevorzugten "kleineren" Veranstaltungen in der Gegend sind schon vorbei, die kommenden Wochenenden sehr verplant (heute geht es nach Kärnten auf ein Yoga-Seminar!) und so kann ich den einfachsten Lösungsansatz: einfach mal wieder zu starten, vergessen und hirne eben zuhause herum.

Wenn ich den Kopf frei kriegen will, hilft eines ganz sicher: raus gehen!
Mal mit dem Rad - wie am Dienstag in der Mittagspause, wo ich eine wunderbare Runde nach Berndorf gefahren bin,
mal in den Laufschuhen, wie mittwochs nach der Arbeit, da lief ich eine kleine Runde (4km) in der Abendsonne, ganz ohne Plan, alle Anstiege bin ich gegangen und kam so zu den guttuenden Pausen für die Ferse. Danach dehnen ist schon Gewohnheit geworden und mir helfen die Videos dabei, lange genug in der Position zu bleiben.
Und da ich ja drei Sportarten betreibe, gehe ich jetzt gleich noch eine Runde schwimmen! 

Dienstag, 22. Juli 2025

Zwei Wochenenden

Wenn ich noch länger damit warte, einen neuen Beitrag zu schreiben, kann ich ihn, in Anlehnung an den Letzten "Raus aus dem Juli" nennen! 
Manchmal passiert einfach nichts Berichtenswertes und manchmal ist so viel los, dass ich nicht dazu komme, die Fotos zu sortieren und ein paar Worte dazu zu schreiben. 

In der zweiten Juniwoche fuhr ich wieder nach Lauterach - wieder war ein Konzert der Anlass und wieder fand es Lindau statt! Bevor es soweit war, nutzte ich meine Zeit dort, um mich mit lieben Freundinnen zu treffen, 
im Park der Inatura auf einer Bank zu sitzen und die Seerosen zu bewundern, 
im Dreierlei köstlich zu speisen,
gleich dort ums Eck ein Buchcafé zu entdecken (und natürlich ein paar Bücher zu kaufen), im Bodensee zu schwimmen und sogar nach Feldkirch zu fahren, um dort die Zieleinfahrt der Tour of Austria mitzuverfolgen. Naja, zumindest stand ich an der vorletzten Kurve vor dem Ziel und stellte fest, je höher die Blaulichtfahrzeugdichte, desto näher der Sieger! Da ich keine Ahnung hatte, wer mitfuhr, führte oder ähnliches, hielt sich meine Aufregung in Grenzen, aber es war schon beeindruckend und die Stimmung sehr gut. 

Trotzdem war mir mein Abendprogramm dann doch lieber - ich fuhr früh genug nach Lindau, um dort noch gemütlich am See Abend zu essen und ging dann (wieder) zum Zeughaus, wo das Konzert auf dem Innenhof davor stattfand. 
Wenn die Ohren jubilieren und die 
Herzen übergehen - Max Prosa in Lindau
Das Wetter hielt durch, die prognostizierten Gewitter blieben aus, ich genoss den wunderschönen Abend, die Stimmung, die Musik, die Schwalben, die uns Gesellschaft leisteten und fuhr überglücklich wieder nach Hause.  
In meiner Abwesenheit scheint sich ein Eichhörnchen auf meiner Terrasse eingenistet zu haben, das sehr verwirrt war, als ich am Dienstag wieder an meinem Tisch saß und schrieb. Mittlerweile kommt es nicht mehr vorbei, zumindest nicht, wenn ich da bin. 

Das zweite Wochenende gehörte wieder ganz dem Trumer Triathlon und ich war vier Tage wieder entweder als Helferin bei der Vorbereitung und Ausgabe der Startnummern vor Ort,

als Starterin beim Charity-Run, bei dem ich immerhin 5 Spendenrunden (= 4km) beisteuern konnte, stand zum Anfeuern an der Strecke und 
betreute zwischendurch auch Chaya, deren Rudel auch durchgehend eingespannt war. (Was für mich immer der angenehmste Teil des ganzen Wochenendes ist!)



Seit gestern hat der Alltag wieder Einzug gehalten und ich genieße die unangestrengte Routine! 

Dienstag, 27. Mai 2025

3T - Vereinsmeisterschaft 2025



Ach war das ein herrlicher Sonntag! Nach meinem fersenbedingten Nichtantreten im Vorjahr, war ich heuer schon ein wenig nervös, wie es mir bei der Vereinsmeisterschaft gehen würde. Nicht nur beim Laufen selbst, sondern auch von der Kondition, denn auch wenn ich regelmäßig schwimme, gerne mal mit dem Rad eine Runde fahre und 1-2x die Woche spazierlaufe, Training ist was anderes. 
Aber diese Bedenken wurden schon im Laufe der Woche immer mehr zerstreut, denn es schien, als ob der Wettergott eine ganz eigene Herausforderung für uns bereithalten wollte - nämlich nicht zu erfrieren! 




Für die Kinderbewerbe wurde deshalb schon am Vortag das Schwimmen gestrichen, für die Erwachsenen nicht. Empfohlen wurde mit Neoprenanzug zu schwimmen, aber da es dann doch einige/viele Anfragen gab, ob man das Schwimmen nicht ganz weglassen könne, fand der Vorstand eine Spezialregelung, um allen eine Möglichkeit zu bieten, mitzumachen:
Niemand muss schwimmen. Diejenigen, die sich dagegen entscheiden, müssen aber im Schwimmoutfit beim Schwimmausstieg warten, bis die/der Letzte ihrer Klasse aus dem Wasser kommt und dann zur Wechselzone laufen. Dadurch haben sie dann die langsamste Schwimmzeit, werden aber gewertet. 
Wettkampfbesprechung
Das haben dann doch einige in Anspruch genommen - was mich im Vorfeld auf die Idee brachte, dass ich, wenn ich gaaaaanz langsam schwimme (im Wasser war es mit 15-16° deutlich wärmer als draußen mit ~10°) den Nichtschwimmerinnen ein ungewohnt schlechtes Ergebnis bescheren könnte - was ich dann natürlich nicht gemacht habe!
Vor dem Schwimmstart
Das Schwimmen verlief wie immer - ich bin gemütlich in der letzten Reihe gestartet und ohne große Hektik die kurze Runde zu Ende geschwommen. 
Die Wasserrettung steht bereit
Fotoquelle: https://kc-photography.at/
Zur Wechselzone habe ich dann gleich mal meinen Fuß getestet, habe ein paar Laufschritte gemacht und war erfreut, wie ruhig er dabei blieb. 
Dann kam der schwierige Teil, nass in zwei (ja ehrlich!) Jacken zu schlüpfen, Socken und Schuhe anzuziehen und raus auf die Radstrecke zu kommen. Nachdem auch in der Wechselzone ja alles nass war, beschloss ich, dass einmal Schuhkampf ausreicht und bin gleich in die Laufschuhe geschlüpft.
Fotoquelle: https://kc-photography.at/
Ich hatte mich entschieden, nicht mit dem Rennrad zu starten, weil ich bei nassen Straßen immer etwas unsicher bin und stattdessen mit dem Gravelbike gefahren. Das hat breitere Reifen, ein wenig Profil und Scheibenbremsen, was sich für mich einfach besser anfühlte. 
Fotoquelle:https://kc-photography.at/
Das tolle an dem kühlen Regenwetter war, dass wir weit weniger Verkehr um den Obertrumer See hatten, als bei Stahle-, Badewetter! So fuhr sich diese Runde auch ohne größere Vorkommnisse, außer dass ich kurz nach der Hälfte schon ziemlich ins Schnaufen kam. So wurde mir zumindest innerhalb der Regenjacke warm! Die Oberschenkel blieben eher unterkühlt, aber das kann ich ihnen auch nicht vorwerfen. 
Dann ging es schon zurück zum zweiten Wechsel, der war superschnell (klar, ohne Schuhwechsel!), eine Jacke zog ich aus und begann mit meinem Lauf-, Geh-Wechselmodus.
Fürs Foto wird natürlich
gelaufen! ;)
Fotoquelle: https://kc-photography.at/
Nach der Hälfte war der Fuß immer noch ganz friedlich und so bin ich auf dem Rückweg sogar etwas mehr gelaufen und kam mit einer wunderschönen binären Zeit ins Ziel!
Danach kam der gesellige Teil - Wechselzone abbauen, umziehen, feiern! 
Es war einfach herrlich, wieder dabei gewesen zu sein und ein wenig Triathlonluft schnuppern zu können. 

Montag, 4. September 2023

Finally

Sonntag 8:10 Uhr. Es ist September und ich stehe das erste Mal in dieser Saison am Start eines Triathlons - und bin ganz schön nervös. Die fehlende Routine machte sich schon am Vorabend bemerkbar, als ich zuhause mühsam alle nötigen Utensilien für den Bewerb zusammensuche. 
Aber kaum stehe ich im Wasser, freue ich mich auf ein bißchen pritscheln im und anschließend etwas kurbeln um den Mondsee. Danach ist für mich Schluss. Um die zarten Fortschritte in punkto Laufen nicht zu gefährden (und nicht brutalst auf meine nicht mehr vorhandene Kondition hingewiesen zu werden), habe ich mich für den Aquabike-Bewerb in der Sprintdistanz angemeldet. 
Die Mitteldistanzler sind schon seit 45 Minuten auf der Strecke, als um 8.15 Uhr der Startschuss für uns fällt. Und hach - das Wasser ist herrlich, die Wendeboje gut sichtbar und (vermutlich) wegen des Neoverbotes schwimme ich gemütlich abwechselnd im Wasserschatten eines Athleten oder zwischen zwei brustschwimmenden Herren, die auf Grund ihres Schwimmstils ja viel mehr sehen und daher - so hoffe ich - Idealline schwimmen. Dass ich trotzdem im Endeffekt 870 m statt der 750 auf meiner Uhr habe, schiebe ich auf den Wellengang, vermutlich hat die Uhr die Höhenmeter auch mitgezählt. 😉
Danach spaziere ich gemächlich (laufen ist heute nicht) in Richtung Wechselzone, genieße einmal mehr, dort viel Platz zu haben, schnappe mein Rad und spaziere zum Radstart. Dann ist erst mal Schluss mit rumtrüddeln, die Strecke ist leider nicht gesperrt und so heißt es aufmerksam sein. Wenn der Autoverkehr das Tempo bremst, nutze ich das als Verschnaufpause, habe ich freie Bahn versuche ich mein Tempo möglichst gleichmässig zu halten, zu überholen wenn geht und natürlich auch die tollen Ausblicke auf den Mondsee zu genießen. Der wird nämlich einmal umrundet - 20km sagt die Ausschreibung, 23 km sagt meine Uhr. (Ich glaube, da ein Prinzip zu erkennen.) Die Beine muss ich ja nicht schonen, nach der Runde ist für mich der Bewerb schon wieder vorbei. 
Da geht es nur noch raus aus der Wechselzone und rein ins Ziel! 
Kurz erschrecke ich, als der Moderator mich als 2. des Aquabike-Bewerbs begrüßt. Da waren doch 4 Teilnehmerinnen angemeldet, unter ihnen auch C. die Vereinskollegin, die wie ich bei der Vereinsmeisterschaft nicht nicht-gelaufen ist. (LINK) Wo sind denn die anderen geblieben? Haben die sich verfahren? 
Nach einer kurzen Pause im Zielbereich erfahre ich den Grund - die anderen beiden sind gar nicht gestartet und so bekommen wir eine vereinsinterne Ehrung, zu der wir uns gegenseitig natürlich höflichst gratulieren!
Sehr sympathisch, bei diesem Veranstalter gibt es anstatt eines Pokals eine Flasche Traubensaft und die Siegerin bekommt eine Ananas!

Freitag, 14. Juli 2023

RambaZamba

Von sehr viel RambaZamba wird das kommende Wochenende begleitet, findet in Obertrum doch wieder der Trumer Triathlon statt. Gestern ging es (für die Helfer) schon los, ich sortierte wieder mal Startnummern ein und werde heute und morgen noch bei der Zielverpflegung einige Zeit verbringen. 
Da tut es gut, zwischendurch zuhause die Ruhe ganz bewußt zu genießen, den See nur am frühen Vormittag zu besuchen, bevor die Badegäste das Strandbad stürmen und einfach mal die Terrassentüre zuzumachen, um den Alltag auszusperren.

So ganz kann ich aber von meiner Terrasse doch nicht lassen, befindet sich dort mittlerweile mein persönlicher Hofladen.
Mit meinem Salat kann ich schon meine Kolleginnen mitversorgen, die ersten Tomaten erröten schon zaghaft, die Stachelbeeren liefern täglich süß-saure Gaumenfreuden und mein Lieblingskaktus erfreut mich heuer gleich mit vier Blüten!

Montag, 5. Juni 2023

Aufhören ist gar nicht so einfach ...

Was tun, wenn die Lauferei vorübergehend eingestellt ist, jedoch das Jahreshighlight - die Vereinsmeisterschaft - ansteht?
Angemeldet hatte ich mich schon lange vorher, der Termin stand im Kalender und nicht hingehen ist keine Option. Allerdings musste ich mich entscheiden, ob ich den Start sausen lasse und mich als Helferin an die Strecke stelle oder ob ich starte und nach dem radeln aufhöre. 
Sonntagmorgen - ich war noch etwas groggy von den vergangenen beiden Tagen mit Kurzurlaub im Ländle, Chorfest in Seekirchen und abendlicher Lesung mit musikalischer Begleitung - tendierte ich stark zu Ersterem. 
Dann aber läutete das Telefon und C., eine weitere "Versehrte" (2 Kreuzband-OPs in den letzten Monaten), rief an, um mir mitzuteilen, dass sie auf jeden Fall starten, aber auf keinen Fall auf die Laufstrecke gehen würde. Um auch ganz sicher zu gehen - wir kennen uns ja beide gut und wissen, dass wenn wir mal dran sind, das triathlieren doch Spaß macht und man/frau gerne die eigenen Bedenken beiseite wischt, hätte sie nur ihre sehr klobigen MB-Schuhe eingepackt, damit könne sie gut radeln, aber gehen/laufen sei kein Thema.
Ok, das klang nach einem Plan. Dann wären wir beide eben nach dem radeln fertig und könnten gemeinsam die echten Finisher ins Ziel klatschen. 

Also trafen wir beiden vernünftigen Personen uns vor dem Vereinsheim, versicherten uns noch mal, dass unser Plan super sei und bewegten uns in Richtung Rad-CheckIn. Dann nahm alles seinen gewohnten Lauf. 
Wettkampfbesprechung, Spaziergang zum Schwimmstart, bissi plaudern, gemütliches Schwimmen durch den wunderbaren Obertrumer See, dann der Spaziergang zur Wechselzone, umziehen, rauf aufs Rad und eine Runde um den See. Da habe ich dann doch versucht, immer wieder mal ein wenig Druck auf die Pedale zu bekommen, weil ich ja wußte, danach ist Schluss, wozu noch Körner sparen?
Wieder in der Wechselzone stellte ich mein Rad ab, schlüpfte aus den Radschuhen und -helm und zog die Laufschuhe an. Die würde ich zum rumstehen ja eh noch brauchen. Und weil ich nicht so blöd in der Wechselzone rumstehen wollte, ging ich eben raus. Erst zur Labe, trank etwas und spazierte dann um den Zielbereich herum ... auf die Laufstrecke. Da überlegte ich dann, wie weit ich wohl gehen sollte, bevor ich umdrehen und den Triathlon abbrechen würde. Weil ich mir nicht sicher war, bin ich dann auch einfach mal ein paar Schritte getrabt, damit die anderen auch sehen, dass ich es ja versucht hätte. Und dann kamen mir die ganzen anderen ja dauernd entgegen und feuerten mich an, und klatschten ab und ... 
Ich kürze ab: Die Laufstrecke habe ich nicht abgekürzt, sondern in einem grandiosen 8er Schnitt geh-laufend absolviert. Irgendwann überlegte ich, was sich C. wohl denkt, wenn sie mich nicht wie ausgemacht in der Wechselzone findet. Die Antwort darauf bekam ich früher als gedacht, nämlich exakt an der Stelle, an der man nach einer kleinen Schlaufe wieder in den Gegenverkehrsbereich der Laufstrecke kommt. Da kam sie mir nämlich - gehend und grinsend - entgegen!
C in gelb, ich in orange eingezeichnet!
Mit diesem Heldinnengang wurde sie dann auch verdiente Genussfinisherin und bekam den schönsten Pokal des Tages!
Danach wurde aufgeräumt, gegrillt, gegessen und getrunken und ein gemütlicher Sonntagnachmittag verbracht. Falls ich noch Fotos bekomme, auf denen ich zu sehen bin, reiche ich sie noch nach, das beste ist aber ganz sicher das Gruppenbild von uns.
 
Und hier, wie versprochen noch ein paar Fotos (Quelle: triyourlife) von der Strecke:
vorher
während
geschafft!