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Sonntag, 21. Juni 2026

Halb- und Ganz

Zwei "Bewerbe", zweimal Spaß! 


Gestern lief ich "ganz" offiziell beim "Lauf in den Sonnenuntergang" am Traunsee mit. Der Lauf ist so konzipiert, dass die Halbmarathonis, die in Ebensee am Südufer um 19:08 Uhr starten, genau zum Sonnenuntergang ins Ziel laufen, wenn sie zwei Stunden unterwegs sind. 
Es gibt aber auch zwei andere Distanzen, nämlich 5 und 11,5km, bei denen man entweder in Altmünster oder Traunkirchen startet. Ich hatte mich für die mittlere Distanz angemeldet, mit dem Hintergedanken, dass ich dann mehr längere Läufe in meinen Laufalltag bringen würde. 
Ähem. Der Plan ging nicht ganz auf, aber immerhin bin ich ja einmal für die Juni-Challenge 14 km spaziergelaufen. 
Ich machte mir deshalb auch keine großen Hoffnungen, auf einen lockeren Lauf, aber genau das ist es geworden! 
Meine Taktik, mich vor dem Lauf noch gut abzukühlen, um die Temperaturen, die immer noch bei gut 30 Grad lagen, etwas abzupuffern, ging auf.

Angereist bin ich gemeinsam mit Doris, die den Halbmarathon laufen (und in ihrer Altersklasse gewinnen) würde. Wir nahmen dann einen der früheren Shuttles zu unseren jeweiligen Startpunkten und dort setzte ich mich erst mal in den Schatten und genoss das Panorama.


Wer sich früh genug angemeldet hatte, konnte auch stilvoller anreisen!

Eine Stunde vor dem Start zog ich meine Schuhe aus, legte die Startnummer beiseite und stieg in den See, wo ich gut zehn Minuten vor mich hin dümpelte, das angenehm kühle Wasser genoss und danach tropfend in Richtung Start spazierte. Den Kleiderbeutel mit meinen Utensilien gab ich ab und wartete danach - wieder im Schatten - auf den Start. Durch das Wasser und einen leichten Wind war ich dann sogar froh, als ich loslaufen konnte! 
Die Strecke führt dem See entlang auf der komplett gesperrten Bundesstraße direkt nach Gmunden, was an sich schon ein tolles Erlebnis ist. Genug Platz, immer wieder schöne Ausblicke und immer wieder anfeuernde Zuschauer, Blasmusikkapellenunterstützung, Feuerwehrgruppen-Duschen. 
Nach meiner eher nicht perfekten Vorbereitung, hatte ich keinen Plan, wie ich den Lauf angehen wollte. Nicht zu schnell - klar, geht ja gar nicht. Einfach mal laufen, bis ich nicht mehr kann und dann gehen? Oder einfach nach fünf Kilometern anfangen gezielt Gehpausen einzubauen, damit ich gut durchkomme? Ich konnte mich nicht entscheiden und lief einfach mal los, versuchte mein momentanes Wohlfühltempo zu finden und trabte vor mich hin. Die Wasserkühlung funktionierte ganz wunderbar, zweimal trank ich ein paar Schluck Wasser an der Labe und schüttete mir den Rest über den Kopf. 
Nach 5km überlegte ich dann noch mal, wie ich weiterlaufen sollte, aber nachdem es gerade noch gut lief, blieb ich bei meinem Tempo. Und dann, vielleicht zwei Kilometer später, fühlte ich mich sogar noch besser! Statt müde zu werden, hatte ich das Gefühl, dass es so richtig rund lief. Ich blieb immer schön bei meinem Tempo und fand das ganze auch gar nicht sonderlich anstrengend. Nanu?
Dann zeigte ein Schild an, dass es nur noch 3km bis zum Ziel sind, da dachte ich mir dann - jetzt die Taktik zu ändern, wäre ja auch blöd. Also blieb ich bei meinem Zockeltrab und kam damit ohne Probleme bis ins Ziel! 

Jabbadabbaduh! 
Ich hab mich so gefreut, dass ich so gut durchgekommen bin, dass alles danach, irgendwie in einem großen Grinsen unterging. 
Am Zielkanal habe ich dann noch auf die fleißigen VereinskollegInnen gewartet, die 10km mehr absolvieren durften, als ich und nach dem Feuerwerk über dem Traunsee fuhren wir wieder nach Hause. 

Der andere Bewerb, der unter "halb-offiziell" läuft, war der BD-Sprint-Triathlon am Wallersee. Zwar gab es keine offizielle Ausschreibung, aber doch eine Streckenverantwortliche (Brigitte), eine Verantwortliche für die Zeitnehmung (Doris) und eine Wiederholung im nächsten Jahr ist schon geplant! 
Da ein Punkt der 3T-Juni-Challenge lautete: Bei einem Triathlon mitmachen oder anfeuern, fragte ich nach, ob auch ein selbstorganisierter Triathlon gelten würde. Brigitte schlug vor, den gemeinsam zu absolvieren und genau das taten wir dann auch. 
An einem Dienstag-Vormittag fuhren wir gemeinsam Richtung Henndorf, wo wir uns am Badeplatz von Brigittes Firma die Wechselzone einrichteten.
Und dann ging es auch schon los. Endgegner an diesem Tag war der Wind - der Wallersee spielte Meeresrauschen, aber nach gut 750m waren wir wieder an Land. Dann kam die Radrunde, die zweimal zu absolvieren war, die tieffliegenden Traktoren (für den Nachmittag waren Gewitter und Regen angesagt, da fahren die Bauern gerne noch mal "schnell" zum adeln aus) machten die Strecke interessanter! Ein paar Tropfen kamen runter, aber das war schon kurz vor dem Wechsel in die Laufschuhe.
Die Laufstrecke verlief wunderschön dem Henndorfer Uferweg entlang bis zum Strandbad und über den Radweg zurück. Wir liefen genau zeitgleich über die imagniäre Ziellinie, was die (ebenfalls imagnären) Zuschauermassen begeistert beklatschten! 
Dann rückten die Gewitterwolken schnell näher und so packten wir unsere Utensilien zusammen und radelten wieder nach Hause!

Einen Punkt für die Challenge abgehakt und mal wieder eine Sprintdistanz absolviert! 

Sonntag, 17. Mai 2026

Kirchenumrundungen und bedeutende Frauen Salzburgs

Die Auflösung, ob ich zum Faltradrennen in Dornbirn geblieben bin, steht ja eigentlich schon in den Kommentaren zum vorherigen Beitrag - JA bin ich!
Nach kurzem Überlegen fand ich, dass zwei zusätzliche Tage im Ländle, ein Brommi-Rennen und damit die Möglichkeit den Hauptpreis --> ein nigelnagelneues Brompton zu gewinnen, nicht durch meine ursprünglichen Pläne getoppt werden können, meldete mich auf der Homepage an und packte den Koffer wieder aus. Ich machte mir einen gemütlichen Tag mit viel Lesen, einer schönen Spazierwanderung am Nachmittag und intensivem Couching und war schon sehr gespannt, wie das Rennen ablaufen würde. 
Am nächsten Tag fuhr ich am Nachmittag mit Brommi nach Dornbirn. Um 16.30 Uhr wurden die Radtage offiziell eröffnet, um 17 Uhr gab es ein Lastenradrennen und um 18 Uhr waren die Bromptons  dran. 
Es war ein KO-Rennen, das heißt es wurden jeweils 2 StarterInnen zusammengelost, die gegeneinander fuhren. Der Sieger kam in die nächste Runde, der zweite schied aus. Für jede Runde, die gefahren wurde, bekam man ein Los in einen Hut. Am Ende des Rennens wurde aus diesem Hut ein Los gezogen und der-/diejenige gewann den Hauptpreis. So hatten alle eine Chance, die die öfter fuhren, eine größere. (Gewonnen hat einer, der 2x gestartet ist!)
Die abgesperrte Strecke verlief um die Kirche, war sehr kurz - also eigentlich war es ein großer Kreis bzw. vier 90° Winkel mit kurzer Verschnaufpause zum aufrichten dazwischen. Nicht gerade geeignet, um schnell zu fahren und fast unmöglich jemanden zu überholen. Daher war im Vorteil, wer sein Brommi schneller fahrbereit hatte. Die standen zum Start nämlich zusammengefaltet an der Startlinie und mit dem Startzeichen, mussten sie aufgefaltet werden, um dann loszupreschen. 

Info nebenbei - im Hintergrund des Starts sieht man das "Rote Haus", das Wahrzeichen der Stadt Dornbirn.
Ich war leider eine Sekunde langsamer beim Auffalten, als mein Gegner und auch wenn ich ihn in der ersten Runde noch vor mir sah, gab er in der zweiten dann Gas und gewann souverän. So war ich aus dem Rennen und hatte die Möglichkeit mir gemütlich den Rest anzuschauen und den Sieger und den Gewinner des Hauptpreises zu bejubeln. Nach der Siegerehrung gönnte ich mir noch eine kleine Stärkung und pedalierte anschließend wieder nach Hause. Leider habe ich nirgends Fotos von der Veranstaltung gefunden, sorry!
 
Am Donnerstag setzte ich mich dann in den Zug nach Salzburg und verbrachte den Resturlaub mit lesen, essen und
wie schon im letzten Jahr, dem Cup&Cino-Frühstückslauf!
Nachdem mir im letzten Jahr so viel Spaß gemacht hat, das geführte Sightrunning mitzumachen, habe ich mich auch heuer wieder dazu angemeldet. Da wusste ich allerdings das noch nicht!
Da die Wettervorhersage für den Samstag wirklich abscheufürchterlich war, hat der Veranstalter sogar alle für den Samstag-Nachmittag geplanten Läufe abgesagt, bzw. auf Juni verschoben. Die Frühstücksläufer durften aber starten und ich habe mich heuer für eine neue Route entschieden. 
Eine absolute Fehlentscheidung war allerdings, den Start von der Volksgartenhalle (überdacht, warm, windgeschützt, WC-Anlage) nach hinten in den Park zu verlegen und dann noch wegen ein paar Zuspätkommern, alle pünktlich gekommenen und bis dahin blau gefrorenen LäuferInnen noch eine Viertelstunde länger warten zu lassen!
Die Rettung waren unsere beiden wunderbaren Guides und die von ihnen ausgesuchte Strecke, die uns gleich half, wieder warm zu werden. 
Wir liefen durch den Arenbergpark mit seinen Skulpuren über den Bürgelstein mit fantastischer Aussicht auf die Festung, 
weiter über die Karolinenbrücke 
zum Landesgericht, wo Rosa Hofmann als Vertreterin für die vielen Widerstandskämpferinnen im 2. WK vorgestellt wurde. Danach ging es ein kurzes Stück zum und in den Chiemseehof, wo der Salzburger Landtag seinen Sitz hat (Praktisch, wenn die Laufguide auch Landtagsabgeordnete ist und den Zugangscode in den Sitzungssaal hat.) und bekamen das Wappenrelief erklärt. 
Danach trabten wir zum Waagplatz und bekamen eine kleine Wegzehrung. Aber nicht, weil wir bis dahin schon so viel läuferisch geleistet hätten, sondern weil die nächste bedeutende Frau, die uns vorgestellt wurde, die Schöpferin dieses Bildes ist, das so viele Menschen kennen!
Danach liefen wir im Zick-Zack weiter, was nicht nur den Folgestationen sondern auch den zunehmenden Touristengruppen in der Altstadt geschuldet war und fanden uns schließlich in unserem "eigentlichen" Ziel, im Cup&Cino in Salzburg ein, wo wir mit diesem üppigen Frühstück verwöhnt wurden und diesen Lauf gemütlich ausklingen ließen.

Und das waren sie auch schon - meine zwei Wochen Frühjahrsurlaub - nächste Woche geht es bei mir dann wieder ruhiger weiter - schööön!

Sonntag, 19. April 2026

Oichtentallauf 2026

8 Jahre ist es her, dass ich in Nußdorf gestartet bin. 2018 war es der 10er, den ich in Angriff nahm, in den Jahren davor schon ein paar Mal den 5km Lauf.

Und der war heute auch endlich mal wieder am Programm! Erfreulicherweise war auch die Lieblingsschwester (und viele, viele andere VereinskollegInnen) am Start. Wir fuhren bei leicht bewölktem Himmel gemeinsam über den Haunsberg nach Nußdorf, holten unsere Unterlagen ab, quatschten hier und da mit Bekannten und gingen dann eine gute halbe Stunde vor Start (sehr "sonntagsgerecht" erst um 10:53 Uhr) zum umziehen und einlaufen. Allerdings zog es genau dann zu. Der Wind war auffrischend und die Hoffnung, dass der prognostizierte Regen an dem Tag erst nach dem Lauf eintreffen würde, schien sich zu zerschlagen. 
Mein Ziel war es, einen 6.30er Schnitt zu laufen, allerdings verlief ein Versuch mit Intervallen in genau diesem Tempo eine Woche zuvor eher ernüchternd. Aber hey, langsamer laufen muss ich nicht planen, das geht immer! 
Die dünne Jacke, die ich erst noch anhatte, zog ich dann doch kurz vor dem Start noch aus, hatte aber keine Zeit mehr, sie irgendwo zu deponieren. Also hielt ich sie eben in der Hand. Netterweise standen ja genügend Bekannte an der Strecke, so drückte ich sie schon auf den ersten 100 Metern einer Vereinskollegin in die Hand und lief weiter. Ich lief gefühlt viel zu schnell an, meine Uhr zeigte mir allerdings eine 6.48er Pace. Upsi - wenn sich das schon schnell anfühlt, ist die 6.30 wohl nicht ganz so realistisch. Also warf ich sämtliche Pläne über den Haufen und lief einfach so, wie es sich gerade noch gut anfühlte. Die Strecke ist ja wunderbar einteilbar, da sie nur 2,5km auf einer Hauptstraße misst. 
Start ist in der Mitte, man läuft aus dem Ort 1,25km zum ersten Umkehrpunkt, dann zurück, passiert den Start bei 2,5km, läuft daran vorbei wieder 1,25km in die andere Richtung aus dem Ort dort ist der zweite Umkehrpunkt und dann geht es (für die 5k Läuferinnen) zurück zum Ziel. 
Auf dem ersten Streckenabschnitt blies uns der Wind gewaltig um die Ohren, aber da war ich gut abgelenkt, weil ich im Gegenverkehr alle StarterInnen vom Verein sah. Danach setzte der Regen ein und vertrieb den Wind und so konnte ich ungestört vor mich hin traben. Gerade auf der zweiten Hälfte des Laufs konnte ich immer wieder andere LäuferInnen überholen, was natürlich Spaß machte!
Den letzten Kilometer versuchte ich dann noch ein klein wenig schneller zu werden - naja, einen Versuch war's wert!
Die offizielle Zeitnehmung zeigte mir dann einen 6.41er Schnitt an, mehr war heute einfach nicht drinnen. Ich war zufrieden, habe im Ziel auf die Lieblingsschwester gewartet, die den 10er gelaufen ist, dann folgte der gemütliche Teil mit guter Zielverpflegung, "Laufanalysen" und den Siegerehrungen.

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Leimüller Silvesterlauf 2025

Manche Rituale bleiben nicht nur über viele Jahre, sie machen auch viele Jahre Spaß. 
Der Leimüller Silvesterlauf ist einer davon, nicht nur, weil er direkt vor meiner Haustüre stattfindet, sondern auch weil er mir jedes Jahr die Gelegenheit bietet, viele, viele Bekannte zu sehen und sich zu unterhalten. Heuer fand er unter sehr winterlichen Bedingungen statt, was mir aber, zumindest nach dem tollen Aufwärmen, das immer 15 Minuten vor Start stattfindet, ganz angenehm war. Gelaufen bin ich "alleine" und das war auch gut so, weil ich je nach Gefühl, das Tempo anpassen konnte. Innerliches Ziel war, unter einem 7.0er Schnitt zu bleiben und das ist mir mit 6.45 auch erstaunlich leicht gelungen. 
Dass ich damit wieder die Schlussläuferin für unseren Verein war, ist ok, immerhin bin ich trotzdem am Ende noch am Treppchen gestanden! 
1. Platz Vereinswertung

Erleichtert im Ziel angekommen!


Und sonst so?
Von einer gewohnten Begleiterin, verabschiede ich mich mit Jahresende - gerade noch rechtzeitig zum Silvesterlauf hat eine neue Sportuhr den Weg zu mir gefunden und auch wenn ich noch mit so einigen "Features" kämpfe, habe ich es doch zumindest geschafft, sie soweit in Betrieb zu nehmen, dass sie meine Einheiten aufzeichnet. Bis jetzt habe ich nur spazieren und laufen getestet, die anderen Sportarten folgen dann so nach und nach. 

           
  









Der Hauptgrund für diese Neuanschaffung ist, dass ich nächstes Jahr wieder bei Triathlon(s) starten möchte und die Garmin ja leider keine Multisporteinheiten aufzeichnen kann. Voraussetzung dafür ist aber auch, dass die Ferse weiterhin so brav mitspielt, wie sie es heuer getan hat - ich bin doch wirklich bei 6 Laufveranstaltungen gestartet! 


In der Klausur hatte ich auch noch die eine oder andere Idee, was ich im Jahr 2026 in meiner Freizeit unternehmen könnte. Nichts Großes, aber es sind auch blogtaugliche Unternehmungen dabei, von denen ich dann sicher hier berichten werde. Ein wenig mehr Zeit möchte ich wieder dem Cloudspotting widmen, das wurde mir gestern auf einem kurzen Nachmittagsspaziergang klar, als ich diese wunderhübsche Wolkenwand vor mir sah und keine der Wolken mit Namen ansprechen konnte!
Wolkenschauen ist einfach wunderbar

Danke an alle Leserinnen und Leser, die hier gelegentlich oder regelmäßig vorbeischauen, ich wünsche euch ein gutes und glückliches Jahr 2026!

Dienstag, 22. Juli 2025

Zwei Wochenenden

Wenn ich noch länger damit warte, einen neuen Beitrag zu schreiben, kann ich ihn, in Anlehnung an den Letzten "Raus aus dem Juli" nennen! 
Manchmal passiert einfach nichts Berichtenswertes und manchmal ist so viel los, dass ich nicht dazu komme, die Fotos zu sortieren und ein paar Worte dazu zu schreiben. 

In der zweiten Juniwoche fuhr ich wieder nach Lauterach - wieder war ein Konzert der Anlass und wieder fand es Lindau statt! Bevor es soweit war, nutzte ich meine Zeit dort, um mich mit lieben Freundinnen zu treffen, 
im Park der Inatura auf einer Bank zu sitzen und die Seerosen zu bewundern, 
im Dreierlei köstlich zu speisen,
gleich dort ums Eck ein Buchcafé zu entdecken (und natürlich ein paar Bücher zu kaufen), im Bodensee zu schwimmen und sogar nach Feldkirch zu fahren, um dort die Zieleinfahrt der Tour of Austria mitzuverfolgen. Naja, zumindest stand ich an der vorletzten Kurve vor dem Ziel und stellte fest, je höher die Blaulichtfahrzeugdichte, desto näher der Sieger! Da ich keine Ahnung hatte, wer mitfuhr, führte oder ähnliches, hielt sich meine Aufregung in Grenzen, aber es war schon beeindruckend und die Stimmung sehr gut. 

Trotzdem war mir mein Abendprogramm dann doch lieber - ich fuhr früh genug nach Lindau, um dort noch gemütlich am See Abend zu essen und ging dann (wieder) zum Zeughaus, wo das Konzert auf dem Innenhof davor stattfand. 
Wenn die Ohren jubilieren und die 
Herzen übergehen - Max Prosa in Lindau
Das Wetter hielt durch, die prognostizierten Gewitter blieben aus, ich genoss den wunderschönen Abend, die Stimmung, die Musik, die Schwalben, die uns Gesellschaft leisteten und fuhr überglücklich wieder nach Hause.  
In meiner Abwesenheit scheint sich ein Eichhörnchen auf meiner Terrasse eingenistet zu haben, das sehr verwirrt war, als ich am Dienstag wieder an meinem Tisch saß und schrieb. Mittlerweile kommt es nicht mehr vorbei, zumindest nicht, wenn ich da bin. 

Das zweite Wochenende gehörte wieder ganz dem Trumer Triathlon und ich war vier Tage wieder entweder als Helferin bei der Vorbereitung und Ausgabe der Startnummern vor Ort,

als Starterin beim Charity-Run, bei dem ich immerhin 5 Spendenrunden (= 4km) beisteuern konnte, stand zum Anfeuern an der Strecke und 
betreute zwischendurch auch Chaya, deren Rudel auch durchgehend eingespannt war. (Was für mich immer der angenehmste Teil des ganzen Wochenendes ist!)



Seit gestern hat der Alltag wieder Einzug gehalten und ich genieße die unangestrengte Routine! 

Samstag, 17. Mai 2025

Der Cup&Cino Frühstückslauf "Run of Modern Art"

Nachdem der Kulturlauf in Weimar vor drei Wochen so gut funktioniert hat, habe ich beschlossen, in Salzburg am Cup&Cino Frühstückslauf teilzunehmen, der jedes Jahr im Rahmen des Salzburg Marathon Wochenendes angeboten wird. 

Im Prinzip handelt es sich dabei um geführte Sightseeingläufe, die alle (es gibt vier verschiedene Routen) in einem Café in Salzburg, dem "Cup&Cino" bei einem Frühstück enden.  Ich habe mich für die Route "Run of Modern Art" entschieden, die uns vom Volksgarten in Salzburg
Unser Guide
erstmal zum Chiemseehof geführt hat. 
Die Sprache der Vögel (Anselm Kiefer)
Dann ging es zurück an die Salzach
Connection (Manfred Wakolbinger)
und von dort wieder auf die andere Salzachseite. Durch die Steingasse liefen wir - übrigens immer in einem sehr gemütlichen Quatschtempo, dass wirklich alle locker mithalten konnten, wobei auch hinten noch ein Guide mitlief, um eventuell Langsamere noch aufzuklauben - zum Makartplatz.  An dieser Stelle kam dann auch der für den ganzen Vormittag prognostizierte Regen auf einen Sprung vorbei, verzog sich aber wieder, kaum dass wir alle unsere Kapuzen und Kappen aufgesetzt hatten. 
Caldera (Anthony Cragg)
Danach ging es wieder zur Salzach, genauer gesagt, zur Staatsbrücke, wo wir gleich zwei Kunstwerke bewundern konnten. Warum das Foto des zweiten (Beyond Recall von Brigitte Kowanz) verschwunden ist, kann ich auch nicht beantworten!
Spirit of Mozart (Marina Abramovic)
Nach diesen luftigen Höhen (15m hoch) kehrten wir wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und liefen in die Altstadt, genauer gesagt, in den Innenhof der Universität. 
AWILDA (Jaume Plensa)

Von dort aus ging es weiter zum Dom, vorbei am Residenz- und Domplatz auf die Hinterseite, wo Stephan Balkenhols "Spheara" (sprich: Mann auf Kugel) zu sehen ist. Warum der Künstler ihn überlebensgroß und das weibliche Pendant dazu,
Frau im Fels
nur 1m40 groß gemacht hat, bleibt offen.
Von dort aus war es nur ein Katzensprung zu den Gurken von Erwin Wurm, die gegenüber der Festspielhäuser und morgen direkt neben dem Zielbereich des Salzburg Marathons geduldig ihre zahlreichen BetrachterInnen hinnehmen.
Danach liefen wir durch die Gstättengasse entlang des Mönchbergs zum letzten Halt vor der Frühstückseinkehr.
Mozart (Markus Lüpertz)
Das Frühstück war köstlich, das Wetter hielt, der Fuß auch (fast) und ich war froh die morgendlichen Unlustgefühle nicht ernst genommen zu haben, die mich am liebsten wieder ins Bett zurückgeschickt hätten!

Mittwoch, 30. April 2025

Goethe Kultur Lauf - Der Urlaub geht weiter!

Der eigentliche Grund für mich, diese beiden Wochen im April Urlaub zu nehmen, war der "Goethe-Kultur-Lauf" in Weimar. 
Elke erzählte mir schon im Herbst davon und nachdem ich das Konzept schon beim Bauhaus-Marathon 2019 faszinierend fand, meldete ich mich an. 

Zwar plagte mich die Frage, welche der vier angebotenen Distanzen ich laufen sollte, weil ich ja das eine oder andere kleine Problemchen mit meinem linken Fuß hatte. 

Aber durch das Laufkonzept dort, das ja Pausen nicht nur erlaubt, sondern geradezu vorschreibt, traute ich mich dann doch auf die Strecke "Sinnlichkeit", mit 7,8km. 

Aber von vorne. 
Ich fahre ja nicht so gerne lange mit dem Auto, also habe ich beschlossen, die Fahrt nach Weimar in zwei Etappen anzugehen. Ein kurzer Blick auf die Karte zeigte mir, dass ich einen Halt in Regensburg einlegen könnte - die Stadt wollte ich schon letztes Jahr besuchen, damals war aber gerade Hochwasser in der ganzen Region und ich habe verschoben.
Dann entdecke ich noch zusätzlich den Termin einer Lesung in Regensburg, die mich sehr interessiert und schon ist der Campingplatz für Donnerstag bis Samstag gebucht.
Das Wetter meint es gut mit mir, hat es in den Tagen vor meiner Abfahrt geregnet, ist der Himmel zwar grau, aber kurz nach meiner Ankunft lässt sich sogar die Sonne kurz blicken und ermöglicht mir eine erste Stärkung im Freien. 
Anschließend fahre ich mit dem Rad (Brommi leistet auch in diesem Urlaub wieder sehr gute Dienste) in die Altstadt und drehe schon ein paar Runden. 
Die Lesung - Pippo Pollina "Der Andere" findet in einer Buchhandlung mitten in der Altstadt  statt und ist sehr gut besucht. Ich kannte ihn bisher nur als Sänger und war gespannt auf das Buch. So gespannt, dass ich es schon gelesen habe, als es mir in der Stadtbücherei "zufällig" mal unterkam! So kannte ich den Inhalt schon, umso interessanter waren aber die Zusatzinfos über die Hintergründe dieses Werks.
Was für ein toller Auftakt!
Nach ein paar netten Gesprächen sause ich mit Brommi wieder zurück zum Campingplatz. Wobei "sausen" es nicht ganz trifft. Der Radweg entlang der Donau ist nämlich zappenduster. Und das Radlicht jetzt nicht unbedingt schnellfahrtauglich! Aber egal, ich komme heil beim Campingplatz an und mache es mir im Auto gemütlich. 
Den einsetzenden Regen höre ich noch, als ich einschlafe und nachdem er auch am Morgen noch andauert, gibt es den Kaffee eben drinnen.
Zum Glück nieselt es den restlichen Freitag nur, sodass ich in Ruhe die Altstadt besichtigen kann, Goethe winkt mir auch hier schon zu!
Am Samstag geht es weiter nach Weimar. Die Wolken lasse ich hinter mir und komme bei strahlendem Sonnenschein an, richte mich am Campingplatz ein und sause mit dem Rad den Hügel von Ettersburg nach Weimar. Dort hole ich als erstes meine Startunterlagen für den nächsten Tag, was schnell erledigt ist und treffe mich anschließend mit Elke und Chris für einen gemütlichen Nachmittag mit Kaffeeklatsch und einem herrlichen Abendessen!
Zurück am Campingplatz fällt mir der klitzekleine Nachteil des klaren Himmels auf, es kühlt empfindlich ab! Aber ein kurzer Abschluss des Tages vor dem Auto muss noch sein - bei diesen Ausblicken! 
Am nächsten Tag ist es dann soweit. Als ich gemütlich zum Start spaziere - Rad und Tasche mit Wechselkleidung im Zielbereich deponiert - sind Elke und Chris schon eine Stunde unterwegs. 
Ich sehe noch die Läufer die sich für die Strecke "Phantasie" entschieden haben, auf die Strecke gehen, zehn Minuten später bin ich dann an der Reihe.

Ach ist das hier gemütlich. Ein paar traben an, ein paar gehen, ich entscheide mich für einen gemütlichen Trippeltrab, den ich für die Etappe bis zur ersten Auszeit "Römisches Haus" beibehalte. Hier kann man Postkartengrüße verfassen, ob in Goethes Stil oder im eigenen, bleibt offen!
Weiter geht es durch den Ilmpark und dann eine leichte Steigung hinauf bis zum Schloss Belvedere, das mir Wasser (draußen) und eine wunderbaren Aussicht und Musikgenuss (drinnen) bietet, sodass ich körperlich und geistig erfrischt und beschwingt, den Weg zurück in Angriff nehmen kann. 
Auch den Rückweg absolviere ich in meinem bewährten Spazierlauf-Modus und komme zufrieden nach 1:18:57 ins Ziel.
Nach einer kurzen Pause mache ich mich wieder auf den Weg zum Campingplatz und lasse mich von Google-Maps dazu verführen, einen "schnelleren" Weg zu nehmen. 
Ähem. Brommi schieben macht ja auch Spaß! 
Nach diesem ungeplanten Trailintermezzo beschließe ich am Nachmittag den Bus nach Weimar zu nehmen, besuche dort noch die Herzogin Anna Amalia Bibliothek, bevor ich meinen Ausflug zu diesem wunderbaren Lauferlebnis bei einem gemeinsamen Abendessen mit Elke und Chris abschließe. 

Am Montag wird Brownie wieder aufgesattelt und es geht erst nach Bamberg, wo ich einen sonnigen Tag verbringe
und später wieder nach Hause, wo ich jetzt noch ein paar Tage das süße Nichtstun genieße!