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Sonntag, 21. Juni 2026

Halb- und Ganz

Zwei "Bewerbe", zweimal Spaß! 


Gestern lief ich "ganz" offiziell beim "Lauf in den Sonnenuntergang" am Traunsee mit. Der Lauf ist so konzipiert, dass die Halbmarathonis, die in Ebensee am Südufer um 19:08 Uhr starten, genau zum Sonnenuntergang ins Ziel laufen, wenn sie zwei Stunden unterwegs sind. 
Es gibt aber auch zwei andere Distanzen, nämlich 5 und 11,5km, bei denen man entweder in Altmünster oder Traunkirchen startet. Ich hatte mich für die mittlere Distanz angemeldet, mit dem Hintergedanken, dass ich dann mehr längere Läufe in meinen Laufalltag bringen würde. 
Ähem. Der Plan ging nicht ganz auf, aber immerhin bin ich ja einmal für die Juni-Challenge 14 km spaziergelaufen. 
Ich machte mir deshalb auch keine großen Hoffnungen, auf einen lockeren Lauf, aber genau das ist es geworden! 
Meine Taktik, mich vor dem Lauf noch gut abzukühlen, um die Temperaturen, die immer noch bei gut 30 Grad lagen, etwas abzupuffern, ging auf.

Angereist bin ich gemeinsam mit Doris, die den Halbmarathon laufen (und in ihrer Altersklasse gewinnen) würde. Wir nahmen dann einen der früheren Shuttles zu unseren jeweiligen Startpunkten und dort setzte ich mich erst mal in den Schatten und genoss das Panorama.


Wer sich früh genug angemeldet hatte, konnte auch stilvoller anreisen!

Eine Stunde vor dem Start zog ich meine Schuhe aus, legte die Startnummer beiseite und stieg in den See, wo ich gut zehn Minuten vor mich hin dümpelte, das angenehm kühle Wasser genoss und danach tropfend in Richtung Start spazierte. Den Kleiderbeutel mit meinen Utensilien gab ich ab und wartete danach - wieder im Schatten - auf den Start. Durch das Wasser und einen leichten Wind war ich dann sogar froh, als ich loslaufen konnte! 
Die Strecke führt dem See entlang auf der komplett gesperrten Bundesstraße direkt nach Gmunden, was an sich schon ein tolles Erlebnis ist. Genug Platz, immer wieder schöne Ausblicke und immer wieder anfeuernde Zuschauer, Blasmusikkapellenunterstützung, Feuerwehrgruppen-Duschen. 
Nach meiner eher nicht perfekten Vorbereitung, hatte ich keinen Plan, wie ich den Lauf angehen wollte. Nicht zu schnell - klar, geht ja gar nicht. Einfach mal laufen, bis ich nicht mehr kann und dann gehen? Oder einfach nach fünf Kilometern anfangen gezielt Gehpausen einzubauen, damit ich gut durchkomme? Ich konnte mich nicht entscheiden und lief einfach mal los, versuchte mein momentanes Wohlfühltempo zu finden und trabte vor mich hin. Die Wasserkühlung funktionierte ganz wunderbar, zweimal trank ich ein paar Schluck Wasser an der Labe und schüttete mir den Rest über den Kopf. 
Nach 5km überlegte ich dann noch mal, wie ich weiterlaufen sollte, aber nachdem es gerade noch gut lief, blieb ich bei meinem Tempo. Und dann, vielleicht zwei Kilometer später, fühlte ich mich sogar noch besser! Statt müde zu werden, hatte ich das Gefühl, dass es so richtig rund lief. Ich blieb immer schön bei meinem Tempo und fand das ganze auch gar nicht sonderlich anstrengend. Nanu?
Dann zeigte ein Schild an, dass es nur noch 3km bis zum Ziel sind, da dachte ich mir dann - jetzt die Taktik zu ändern, wäre ja auch blöd. Also blieb ich bei meinem Zockeltrab und kam damit ohne Probleme bis ins Ziel! 

Jabbadabbaduh! 
Ich hab mich so gefreut, dass ich so gut durchgekommen bin, dass alles danach, irgendwie in einem großen Grinsen unterging. 
Am Zielkanal habe ich dann noch auf die fleißigen VereinskollegInnen gewartet, die 10km mehr absolvieren durften, als ich und nach dem Feuerwerk über dem Traunsee fuhren wir wieder nach Hause. 

Der andere Bewerb, der unter "halb-offiziell" läuft, war der BD-Sprint-Triathlon am Wallersee. Zwar gab es keine offizielle Ausschreibung, aber doch eine Streckenverantwortliche (Brigitte), eine Verantwortliche für die Zeitnehmung (Doris) und eine Wiederholung im nächsten Jahr ist schon geplant! 
Da ein Punkt der 3T-Juni-Challenge lautete: Bei einem Triathlon mitmachen oder anfeuern, fragte ich nach, ob auch ein selbstorganisierter Triathlon gelten würde. Brigitte schlug vor, den gemeinsam zu absolvieren und genau das taten wir dann auch. 
An einem Dienstag-Vormittag fuhren wir gemeinsam Richtung Henndorf, wo wir uns am Badeplatz von Brigittes Firma die Wechselzone einrichteten.
Und dann ging es auch schon los. Endgegner an diesem Tag war der Wind - der Wallersee spielte Meeresrauschen, aber nach gut 750m waren wir wieder an Land. Dann kam die Radrunde, die zweimal zu absolvieren war, die tieffliegenden Traktoren (für den Nachmittag waren Gewitter und Regen angesagt, da fahren die Bauern gerne noch mal "schnell" zum adeln aus) machten die Strecke interessanter! Ein paar Tropfen kamen runter, aber das war schon kurz vor dem Wechsel in die Laufschuhe.
Die Laufstrecke verlief wunderschön dem Henndorfer Uferweg entlang bis zum Strandbad und über den Radweg zurück. Wir liefen genau zeitgleich über die imagniäre Ziellinie, was die (ebenfalls imagnären) Zuschauermassen begeistert beklatschten! 
Dann rückten die Gewitterwolken schnell näher und so packten wir unsere Utensilien zusammen und radelten wieder nach Hause!

Einen Punkt für die Challenge abgehakt und mal wieder eine Sprintdistanz absolviert! 

Sonntag, 7. Juni 2026

Hallo Nachbarin - Double Feature - Schleedorf und Mattsee

Gestern habe ich mal so richtig zugeschlagen. Um es mit den Worten der Gebrüder Grimm zu sagen: Zwei auf einen Streich! (bzw. drei, aber dazu komme ich später).
Nein, mein Spiel wird mir nicht langweilig und ich versuche daher auch nicht, möglichst schnell die letzten Nachbarsgemeinden einzusammeln. 
Dass ich Schleedorf und Mattsee in einem Lauf erledigt habe, hat rein praktische Gründe. Schleedorf liegt - sagen wir es freundlich - ein klein wenig weg vom Schuss. Bis zur dortigen Kirche sind es aber schon gut neun Kilometer, was für mich ausschließt, hin- und zurückzulaufen. Der nächste Ort von Schleedorf aus gesehen, wo ich in einen Bus einsteigen kann, um wieder heimzufahren ist: Mattsee!
Und weil auch hier, wie schon in einigen anderen Orten, die ich durch dieses Spiel besucht habe, die Bushaltestelle direkt neben der Kirche liegt, lag es nahe, die beiden Gemeinden in einem Lauf zu erledigen.
Das Wetter war ideal für einen langen Lauf. Knapp 20°C, leichte Bewölkung, leichter Wind. Trotz dieser perfekten Bedingungen, war mein Kopf überhaupt gar nicht begeistert von dem Gedanken, mal wieder etwas länger, oder besser gesagt, mindestens doppelt so lange zu laufen, wie ich es sonst tue. In der ersten halben Stunde versuchte er mich ständig dazu zu überreden, einfach umzudrehen, zur nächsten S-Bahnstation zurück zu laufen und die Gemeindensammlerei an einem anderen Tag fortzusetzen. 
Warum ich trotzdem weiterlief? Keine Ahnung!
Und so erreichte ich nach gut einer Stunde meine erste Nachbarin, keuchte den Hügel hinauf und stand nach 9,3 Kilometern vor der Kirche. An der ich schon x-mal vorbeigefahren bin, allerdings ohne sie jemals genauer anzuschauen. So fiel mir erst gestern auf, dass es da einen Neubau und einen Teil aus Stein gibt und ein Teil der Fassade mit Holzschindeln verkleidet ist. 
Übergang von Stein auf Holz
Mein Schweineyeti war zu dem Zeitpunkt übrigens sehr beleidigt und schmollte. Zwar versuchte ich ihn noch, mit einer kurzen Rast auf der schattigen Kirchenbank zu besänftigen, aber weder die Pause, noch die (gefühlt) fünf Liter Wasser, die ich am Friedhofsbrunnen trank, konnten ihn aus seiner Reserve locken. Was soll's. 
Dann kam Teil 2, der mir trotz der schon gelaufenen Kilometer um einiges leichter fiel. Zum einen geht es nach Mattsee tendenziell bergab und ich wusste, dass ich schon 2/3 der Strecke hinter mir hatte. 
Der erste Blick auf die Weyerbucht, den Ort und die Kirche war dann so schön, dass ich in geistiger Umnachtung die Uhr gestoppt habe. Tja, so fehlt mir vermutlich knapp ein Kilometer bei meiner Aufzeichnung, aber weil der Rest so gut geklappt hat, war ich gnädig und ließ mir das durchgehen!
Dass ich bis zur Kirche weiterlief, beweisen ja auch die Fotos und der Bus, der mich nach kurzer Wartezeit wieder nach Hause brachte. 
 
Dass mein doppelt-gemoppelter Lauf eigentlich ein Triple war, hat folgenden Grund. Im Verein gibt es ja seit ein paar Jahren die 3T-Ganzjahreschallenge, bei der es jeden Monat eine (oder mehrere Aufgaben) gibt, für die man Punkte kassieren kann.
Im Juni gibt es eine Bingo-Sommeredition, die folgende Punkte von uns verlangt.  
 
 
Und da ich ja ein folgsamer Mensch bin, habe ich gleich in der ersten Woche ein Buch gelesen, einen 5km und den 14km Lauf (daher Triple) gemacht, habe Sonnengrüße geübt und bin mit einer lieben Freundin nach Hallein auf ein Eis geradelt!
Was tut man nicht alles für die Challenge!
Meine Unterstützerin!
Heute habe ich einen Punkt erledigt, der mir nicht ganz so leicht fiel, wie der obige - Rad putzen. Allerdings stand das sowieso auf meiner ToDo-Liste, denn da ich ja jetzt mit meinem Killerwal unterwegs bin, darf sich mein "Altes" eine neue Fahrerin suchen. Ok, ein wenig unterstütze ich die Suche, indem ich es auf Hochglanz poliert habe und Fotos auf Will-haben stelle, um den Rest kümmert es sich aber hoffentlich selbst!

Dienstag, 12. Mai 2026

Hallo Nachbarin - Bregenz

Wenn ich schon mal ein paar Tage länger als sonst im Ländle bin, kann ich mir die Gelegenheit eine weitere Nachbarin hier im Westen abzuhaken, natürlich nicht entgehen lassen. 
Obwohl ich in Bregenz ja die Qual der Wahl habe, welche Kirche ich anlaufen soll (HIER noch mal meine Auswahlmöglichkeiten), starte ich am Sonntag Vormittag in Richtung Landeshauptstadt. Ich habe beschlossen, St.Gallus anzulaufen, nicht nur weil die Distanz dorthin (ca. 4km) passend ist, sondern auch, weil sie ihren ganz eigenen Charme hat. Das Kirchengebäude steht unter Denkmalschutz und es soll wohl an dem Standort schon im 5. Jhdt. eine Kirche gegeben haben. Jedenfalls haben später ein paar irische Wandermönche - unter anderen auch der Namensgeber Gallus, der später in die Schweiz weitergewandert ist, dort mit dem Wiederaufbau der Kirche begonnen. 
Schon am Weg dorthin lacht mir vom Gebhartsberg die Ruine der Burg Hohenbregenz entgegen (dort oben gäbe es ja auch eine Kapelle, die ich mal besuchen könnte...)

und gleich danach unterquere ich die Rheintalautobahn und überquere gleichzeitig die Bregenzer Ache. Danach trabe ich erst entlang der Radstrecke nach Bregenz, biege dann aber rechts ab, vorbei am Landeskrankenhaus und schon nach der nächsten Kurve habe ich mein Ziel vor mir!
Ich denke kurz an Elke, deren Kirchen sich auch manchmal zieren, sich ganz fotographieren zu lassen!

Den Zeitpunkt habe ich gut gewählt, denn am Vorplatz wird gerade der Rest einer Agape weggeräumt. Wäre ich eine halbe Stunde früher dort gewesen, hätte ich vermutlich die Hochzeit gesprengt!
Nach einer Umrundung tripple ich die Stiege zum Kloster Thalbach hinunter, umrunde die Kirche quasi noch mal eine Etage tiefer - mit Blick aufs Deuring Schlössle

und laufe auf ähnlichem Weg wieder zurück in meine Wohnung. 
Bregenzbesuch abgehakt und 8,5km mehr auf meinem Laufkonto!

Am nächsten Tag schlägt das Wetter um. Gut, dass ich mich mit Petra zum Schwimmen im Hallenbad Bregenz verabredet habe. Da ist es egal, dass draußen Gewittergüsse runterkommen (die Jeans, die noch vom hingehen tropft, föhne ich nach dem Schwimmen einfach wieder trocken). Am Dienstag will ich wieder heimfahren, aber gerade während ich alles zusammenpacke und -räume bimmelt ein Email herein mit folgendem Anhang. 

Was tun? 
Meinen ursprünglichen Plan beibehalten, nach Hause fahren und am Mittwoch genüsslich durch die Salzburger Altstadt schlendern und wunderbare Chorkonzerte bei der "Langen Nacht der Chöre" genießen?
Oder umdisponieren, auspacken und beim Brommi-Rennen nach der ersten Runde ausscheiden?
Wie ich mich entschieden habe, erfahrt ihr im nächsten Blogbeitrag! 😄😄


Samstag, 25. April 2026

Hallo Nachbarin - Elixhausen


Heute stand wieder ein Besuch in einer Nachbarsgemeinde auf meinem Programm. Samstag eignet sich für die One-Way-Strecken, weil es da mehr Busse, als am Sonntag gibt. Ich wollte nicht allzu spät los, was sich allerdings heute nicht machen liess. Wegen eines wunderbaren Konzertes gestern Abend kam ich erst nach Mitternacht nach Hause und musste einfach etwas länger schlafen ... und überhaupt: Konzerte, Theater, Kultur! Was tut sich da nicht Tolles in meinem Umfeld. Im März ein musikalischer Kabarettabend im Emailwerk, ein LESE-Abend in der Gärtnerei und die Baselitz Jetzt! Ausstellungseröffnung im Museum der Moderne am Mönchsberg. Im April Priscilla im Landestheater und Aufhören im Emailwerk, gestern Julie Malia und Don Ross in Neuötting und morgen der Abschluss des Buzz-Festivals in Obertrum. 
Und es geht so weiter ... ich habe noch Karten für vier weitere Konzerte hier liegen, Termine für 2 Lesungen eingetragen und einen Tisch bei einem Krimi-Pubquiz in unserer Bibliothek (leider am 5.5.!) reserviert. 
 
Aber zurück zum Thema:
Elixhausen liegt zwischen Salzburg und Obertrum und der Weg dorthin führt über kleine Straßen, Wiesen und Wälder. Normalerweise radle ich diese Strecke und war heute wirklich überrascht, wie hügelig sie ist! Aber ich hatte es ja nicht eilig und so wurde der heutige Besuch eine gemütliche Geh-Lauf-einheit. Das Wetter war (auch zu Mittag noch) sehr lauffreundlich mit strahlendem Sonnenschein, aber kühlem Wind.  
Das schöne ist, dass es mindestens vier verschiedene Strecken von mir nach dort gibt, das bedeutet, auch wenn ich mal nach links statt geradeaus laufe, komme ich trotzdem an!
Kurz vor dem Ortschild bot sich mir dann noch ein erfrischender Anblick von den schneebedeckten Gipfeln,
der Gaisberg allerdings ist schon schneefrei.
Und dann ging es ganz schnell. Schon 500 Meter weiter, linst die Kirche hinter den Bäumen hervor und 
das Beste ist: die Bushaltestelle zurück ist direkt davor!

Montag, 6. April 2026

Nikolausi? Osterhasi!!

Bei den Temperaturen des heurigen Osterwochenendes fiel mir des Öfteren das "Nikolausi-Osterhasi" von Gerhard Polt ein. Weil das Nikolausi hätte an manchen Tagen in seinem dicken Mantel auch nicht schwitzen müssen, wenn es noch unterwegs gewesen wäre.
Trotzdem habe ich es geschafft, am Freitag draußen zu schwimmen (dafür bin ich dann drinnen geradelt),
Mattsee
am Samstag bei wunderbar grauem Laufwetter eine kurze Intervallrunde zu laufen (dafür waren die Temperaturen ja ideal) und am Sonntag dann bei strahlendem Sonnenschein das erste Mal mit meinem neuen Rennrad die erste Wallerseerunde 2026 zu drehen!
Orca

Gekauft habe ich es schon Ende Februar, allerdings war ich gleich danach zwei Wochenenden unterwegs und dann kam der Winter (oder zumindest Ausläufer davon) zurück und so stand das arme Ding wochenlang völlig nutzlos herum. Bis gestern, da durfte es raus und zeigen, was es kann. Ein wenig muss der Sattel noch nachjustiert werden, aber sonst klappte unsere erste Ausfahrt schon ganz wunderbar!

Am Nachmittag saß ich faul auf der Terrasse und stellte erfreut fest, dass Herr Amsel mich als Terrassenmitbenutzerin akzeptiert hat.

Er spaziert unter dem Tisch durch, wenn ich dort sitze, als wäre das nichts besonderes und setzt sich dann besonders gerne auf das Regal, das bei mir an der Mauer steht, um von dort aus, sein Reich zu überblicken!

Heute stand wieder ein Nachbarinnenbesuch am Plan, wobei die Entscheidung, welche es werden soll, gar nicht so einfach war, weil am heutigen Feiertag die Busverbindungen zurück nach Hause nicht so zahlreich sind. Leider habe ich keine Gemeinde mehr offen, zu der ich hin und zurück laufen könnte und so entschied ich mich für Köstendorf. Das sind dann zwar 10 km, aber ich kann mir ja Zeit lassen. Nur muss ich dann zum nächsten Bahnhof noch 3km dazurechnen. Öha!
Naja, ich habe ja Zeit - denk ich mir - ich lauf jetzt einfach mal los - denk ich mir - wird schon irgendwie gehen - denk ich mir. Aber schon nach den ersten 10 Minuten denk ich mir etwas ganz anderes. Nämlich: Beine schwer, Doris müde! Drei Tage Belastung in Folge bin ich echt nicht mehr gewohnt. Also denk ich mir, dass auch ein ganz normaler 6(+)km Lauf was Schönes ist und die Nachbarinnen ja nicht weglaufen. Nach knapp 4km überlege ich, ob ich jetzt eine kürzere Strecke zurück oder einfach zur nächsten S-Bahnstation weiterlaufen soll. Ich laufe weiter und plötzlich fällt mir auf, dass ich jetzt nach Weng unterwegs bin, das ja offiziell zu Köstendorf zählt und eine Kirche hat! Ha!! Die nehm ich!!

Denn diese Entscheidung war hier ja schon mal Thema und heute habe ich beschlossen, dass es für mich gilt, wenn die Kirche im Gemeindegebiet liegt. Denn es geht ja um die Nachbarsgemeinden und wenn ich das Bedürfnis verspüre, zur Verkomplettierung dieses Spiels weitere Kirchen in einer schon besuchten Gemeinde anzulaufen, kann ich das ja jederzeit noch machen. 

Nach einer schönen Strecke durchs Wenger Moor biege ich um die nächste Kurve und habe mein Ziel direkt vor Augen. 
Vorbei an herrlich blühenden (und summenden) Bäumen, steht sie schon da - einmal von vorne
einmal von hinten fotographiert
und den Hügel wieder runter zur S-Bahnstation, wo ich gerade noch 5 Minuten auf den nächsten Zug warten muss.

Haken drunter - hier noch mal die Strecke Ist/Soll - wäre doch noch ein gutes Stück weiter gewesen!