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Freitag, 17. Juli 2026

Der Kreis schließt sich

Von Donnerstag zu Donnerstag hat sich nun - ungeplant - ein kleiner Musikkreis geschlossen. 

Letzte Woche las ich "zufällig" in der Zeitung, dass das neue Album der Rolling Stones (ich bin Fan seit ich 14 bin!), das am Freitag veröffentlicht wird, in nur drei ausgesuchten Plattenläden in ganz Österreich schon am Vorabend vorgestellt und verkauft werden darf. Einer davon war hier in Salzburg, was für mich natürlich bedeutete - nix wie hin!
Ich war schon kurz nach 20 Uhr im Musikladen in der Linzer Gasse, allerdings nicht die Erste! In der darauffolgenden Stunde tröpfelten immer mehr Hör- und Kaufwillige ein und exakt um 21 Uhr durften wir die Doppel-LP (in perfekter Tonqualität) anhören.
Dass sogar die Presse dabei war, ließ zwar meine geplante Inkognito-Aktion auffliegen, aber was solls! Um 22 Uhr begann der Verkauf und da war mein Vorteil ganz vorne zu stehen, denn so konnte ich mich schon kurz danach stolze Besitzerin der Red-Limited-Edition nennen! (Marketing können die alten Herren richtig gut!)

Gestern hörte ich mir die LP noch an, bevor ich gegen Mittag mit Brownie in Richtung Sperken losfuhr, um den Abend mit weiteren "älteren Herren" zu verbringen. Dort steht die Burg Clam  mit einem wunderbaren Konzertgelände. 
Es gaben sich die Ehre: Johnny Lee Hooker Jr., Ron Wood mit seiner Band und Van Morrison. 
Letzteren habe ich vor über 20 Jahren das letzte Mal live gehört, was an sich schon Grund genug gewesen wäre nach Sperken zu fahren. Aber mit Ron Wood verdoppelte sich der Grund gleich noch und so begegnete ich gestern wohl mehr Stones-T-Shirt-TrägerInnen, als noch vor einer Woche im Musikladen. 
Ich buchte zur Konzertkarte gleich das Camping am 10 Minuten entfernten Campingparkplatz mit, der mit Warmwasserduschen, WCs und sogar Brötchenverkauf vom dorfeigenen Bäcker am Morgen aufwartete!
So konnte ich vor dem Einlass ins Konzertgelände noch etwas chillen (und das noch nasse Badetuch und Badeanzug) trocknen lassen. Der Attersee lag am Weg, also wäre es doch komisch gewesen, dort nicht für einen Schwumm kurz anzuhalten.
Danach ging es aufs Gelände, das durch seine Lage wunderbar Platz und gute Sicht bietet.
Man hat die Wahl zwischen gemütlich am Hang sitzend oder, wenn da ein Stones Gitarrist Stimmung macht, 
stehend, tanzend oder sonst wie das Konzert zu genießen. 
Vor dem Auftritt von Van Morrison gönnte ich mir noch eine kulinarische Stärkung und fand dann einen wunderbaren Stehplatz mit guter Sicht, wo ich bis zum Ende des Konzerts blieb.
Konzerte, Stimmung, Umgebung, Verpflegung - 1A!
Der warme Sommerabend lud dann noch ein, ein wenig sitzen zu bleiben, bevor ich es mir in Brownie gemütlich machte und nur kurz bei einem Regenguss in der Nacht aufwachte. 
Heute Früh hatten sich die Wolken schon wieder verzogen und so konnte ich bei Sonnenaufgang gemütlich 
frühstücken, zusammenpacken und wieder nach Hause fahren. 

Sonntag, 5. Juli 2026

Flucht vor dem Fest

Jedes Jahr treibt mich das Stadtfest in Seekirchen ein Wochenende in die Flucht. Ich habe schon versucht, trotz Lärm zu Hause zu bleiben und die Nacht durchzulesen, war im Lungau, am Attersee, einmal im Schwesternasyl und in Lauterach. 
Heuer fiel ein schon länger geplanter Ausflug an den Moldaustausee leider meiner zu kurzfristigen Planung (alle - für mich - möglichen Campingplätze ausgebucht!) zum Opfer, aber da ich ja eine längere Ausflugswunschliste habe, war der Ersatz schnell gefunden. 

Ziel war ein kleiner Ort im bayrischen Landkreis Weilheim-Schongau namens Polling, der eine faszinierende Kunstinstallation bietet. Wie ich auf "STOA169" aufmerksam geworden bin, weiß ich selbst nicht mehr, aber es steht seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste. 
Samstag ging es schon früh los, wenn ich schon mal von selbst um kurz nach 5 Uhr aufwache, nutze ich die Zeit doch gleich. Kaffeetrinkend wird Brownie gesattelt und los geht es. Vorteil der frühen Stunde - kein Verkehr auf der A8 und so habe ich in Bad Tölz einen kleinen Zwischenstopp und Frühstüstückspause eingelegt. 

Dank der frühen Stunde kann ich in aller Ruhe durch die Fußgängerzone spazieren und danach über kleine Gässchen wieder zurück zum Parkplatz schlendern. 

Danach geht es weiter nach Polling und dem Hauptpunkt meines Ausflugs. Brownie darf auf dem ausgeschilderten Parkplatz stehen bleiben, ich folge den Pfeilen, die zur Ausstellung führen. Auf den ersten (und vielleicht auch noch auf den zweiten) Blick wirkt sie überschaubar. 

Aber sobald ich beginne, mir die Säulen genauer anzuschauen, vergesse ich den ersten Eindruck und schaue und staune und entdecke bei jeder neuen Runde etwas, was mir zuvor noch nicht aufgefallen ist. 

Ich mäandere durch die Gänge, die nicht nur die unterschiedlichsten Säulen zeigen, 
sondern auch durch die offene Architektur tolle Anblicke
und Ausblicke.
Immer wieder bleibe ich bei einer bestimmten Säule stehen und lasse sie wirken
lese 
und begegne auch bekannten Künstlern (Erwin Wurm der auch die Gurkerl gegenüber der Salzburger Festspielhäuser gestaltet hat).
Es gibt auch Spiegelsäulen, die dazu einladen, mit der Fotoperspektive zu spielen ...
Nach einer kurzen Pause auf einer der Bänke, die um die Installation stehen, verabschiede ich mich von den springenden Giraffen und radle über Umwege wieder zurück zum Parkplatz. 

Danach gilt es, den "eigentlichen Zweck" dieses Ausflugs zu erfüllen und einen ruhigen Platz zum Übernachten zu suchen. Nach ein paar Versuchen finde ich einen am Walchsee, wo ich (dank eines Falschparkers auf dem mir eigentlich zugewiesenen Stellplatz) einen 1. Reihe fußfrei am See bekomme. 
Lässt sich aushalten!
Mit einem Buch und einem entspannten Schwumm verbringe ich den restlichen Nachmittag und gönne mir ein gutes Abendessen und einen schönen Spaziergang zum Sonnenuntergang. 
Die Abendstimmung deutete schon an, dass heute das Wetter bewölkt-regnerisch sein wird und so schwimme ich in der Früh noch eine Runde im Regenguss, bevor ich meine Siebensachen wieder verstaue und auf fast leeren Nebenstraßen nach Hause fahre. 
Zu Mittag ist der Kurzurlaub mit Brownie wieder beendet, die Reste des Stadtfestes werden noch weggeräumt und ich verfolge im Fernsehen die Führenden der Challenge Roth auf ihren letzten Kilometern bis ins Ziel. So habe ich zumindest noch ein wenig Passiv-Sport und kann den Rest des Tages beruhigt auf der Couch verbringen. 

Montag, 6. Oktober 2025

Saisonabschluss mit Brownie

Und weil's so schön war, gleich noch mal ein Campingwochenende!
Im Gegensatz zum letzten Jahr, als ich nur 1x und das dafür lange und weit weg gefahren bin, haben es mir heuer die Kurzausflüge mit Brownie angetan. 
Wieder war ich von Freitag bis Sonntag unterwegs, blieb in Österreich und fuhr - sehr untypisch für mich - in den Osten, nach Podersdorf an den Neusiedler See. Grund dafür war das Schwärmen der Lieblingsschwester über herrliche Radwege dort und der Blick auf den Kalender, der mir anzeigt, dass die restlichen Oktoberwochenenden schon verplant sind. Im November wird es dann schon sehr früh finster und für Indoor-Camping eignet sich Brownie auf Grund seiner begrenzten Größe eben nicht so gut. 
Bei Strahlewetter fuhr ich die knapp 400km gen Osten, bekam problemlos einen Stellplatz auf dem gewünschten Campingplatz, richtete mich ein und machte mich dann auf, den Ort zu erkunden. 
Das ist auch relativ schnell geschehen, denn wirklich groß ist er nicht und auch spürt und sieht man deutlich, dass die Hauptsaison vorbei ist. Trotzdem tummeln sich noch genügend Leute am "Beach", beim Leuchtturm und auf den Spazierwegen entlang des Sees. 
Das Wasser bevölkern ausschließlich Wind- und Kitesurfer, was bei dem stürmischen Wind kein Wunder ist. Ich blieb an dem Tag auch am Trockenen, ließ mich treiben, suchte mir windgeschützte Sitzplätze und genoss das süße Nichtstun. 
Der nächste Tag gehörte dann (ab Mittag, denn bis dahin waren die Temperaturen noch einstellig und ich hatte doch keine warme Radhose mit dabei!) meinem Gravelrad und mir. 
Ich hatte mir eine knapp 50km Runde ausgesucht und auch schon auf meinen Wahoo geladen - der findet im Moment allerdings seinen Job blöd und mag nicht mehr so richtig mitarbeiten. Zweimal ist es mir hier in der Gegend schon passiert, dass er Zeit- und GPS-Fehler hatte, aber ich habe gedacht, dass das letzte Update, diese beseitigt hätte. 
Spoiler: Hat es nicht.
Jedenfalls fiel schon nach knapp einer halben Stunde die Navigation ganz aus und ich holte mein Telefon aus der Tasche, um mir die Route noch mal genauer anzuschauen und mir die wichtigsten Eckpunkte einzuprägen. So hat es dann auch ganz gut funktioniert, zeitweise lief die Navigation wieder brav mit, dann verabschiedete sie sich wieder, um mir danach phänomenale Höchstgeschwindigkeiten weismachen zu wollen. 
Danke, aber größenwahnsinnig werde ich erst später!
Der Rest der Fahrt war aber ganz wunderbar - sehr viel Weitblick, ungewohnte Landschaften und sehr gut beschilderte und weitverzweigte Radwege!
Den restlichen Tag bemühte ich mich, die abgeradelten Kalorien wieder zuzuführen, schlenderte noch mal am See herum und brachte vor dem Schlafen gehen alles vor dem für die Nacht angekündigten Regen in Sicherheit. 
Sonntag fuhr ich dann bei grauem Nieselwetter wieder heim und schloss die Campingsaison auch damit ab, dass ich Brownie komplett ausgeräumt und die Campingutensilien im Keller verstaut habe. 

Ebenfalls abgeschlossen ist auch die Amphibienabsiedelungsaktion hier im Ort. Nachdem sich keine Tiere mehr in unsere Eimer verirrt haben, wurde das Gebiet für tierfrei erklärt. Auch ich habe bei meinen letzten beiden Einsätzen eindeutig mehr Pilze, als Tiere gesehen! 

Sonntag, 7. September 2025

2 Seen mit "B"

An zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden haben sich da einfach zwei B-Seen bei mir eingeschlichen. 
Das letzte Augustwochenende war wieder unser jährliches 3er-Freundinnentreffen. Heuer fiel unsere Wahl auf Ravensburg, was zwar nicht unmittelbar am Bodensee liegt, aber doch noch so in der Nähe, um den Blogtitel zu rechtfertigen.
Das Wetter zeigte sich bewölkt, aber meist trocken und wenn sich doch ein paar Regentropfen den Weg zu uns bahnten, setzten wir uns einfach in ein Café und verplauderten dort einige Zeit. Ravensburg ist eine wunderbare Stadt, mit vielen, vielen Türmen und Toren
und Toren mit Türmen drüben!
Die knapp zwei Tage vergingen wie im Flug mit wunderbaren Gesprächen, schönen Spaziergängen, viel gutem Essen und taten so richtig gut!
Ich sag's doch, Türme und Tore!
Und die drei Weißen aus dem Nachbarland!

Dann folgte die erste Septemberwoche und mein Plan für das Wochenende war, eine dreitägige Radrunde zu fahren. Geplant hatte ich die schon länger, aber im Mai fehlte mir noch die Kondition, im Juni war es mir zu heiß, im Juli zu nass (gar nicht so leicht, es mir recht zu machen, gell?) und im August waren die Wochenenden schon sehr verplant. 
Und im September? Beschloss doch glatt der Freitag mir mit einem Sommergewitter-Regen-Mix den Ausflugsstart zu vermiesen. 
Zuhause bleiben wollte ich aber auch nicht, also wurde kurzerhand Brownie bestückt, die Wetterkarte von Österreich plus Nachbarländer befragt und dann fuhr ich am Freitag in eine ganz andere Richtung, als geplant, nämlich nach Slowenien auf einen Campingplatz in der Nähe von Bled und damit an den zweiten See mit "B".
Der Campingplatz auf dem ich stand, war riesengroß - fast schon für sich ein Wochenendprogramm! Trotzdem radelte ich am Freitag noch nach Bled und (über ungeplante Umwege) wieder heim,
ich saß am Flussufer, 
umrundete den See,
ging wandern,
schwimmen und essen und hatte viel Zeit zu lesen und in die Luft zu schauen. 
Nach zwei Nächten ging es wieder zurück an "meinen" See, tiefenentspannt und mit vielen neuen Eindrücken. 
Nacharbeiten, damit Brownie für die nächste
Akutaktion wieder bereit ist!