... egal, ob schnell oder langsam.
Nachdem
Manfred irgendwann im Dezember die Idee in den virtuellen Raum stellte, dass wir heuer "gemeinsam" an einem Silvesterlauf teilnehmen könnten, war ich gleich begeistert von der Idee und sagte zu. (Möglicherweise hatte auch sein Vorschlag in orange zu laufen diese Entscheidung mitbeeinflusst, aber wer weiß das schon so genau...)
Da konnte ich ja auch noch nicht ahnen, dass ich eine Woche später, plötzlich und unerwartet (haha!) die Nase voll hatte. Schnupfenpause! Also strich ich Sport von meinem nicht existenten Wochenplan und verbrachte viel Zeit lesend und schreibend auf meiner Couch und ging zwischendurch um nicht völlig zu versumpfen, ein bißchen spazieren.
Letzte Woche auch wieder mal mit Chaya,
setzte mich am Sonntagnachmittag auf eine Sonnenbank
und überlegte immer wieder mal, ob ich bei der Anmeldung für den Bloggerlauf nicht besser "10k Walken" ausgewählt hätte. (Spoiler: ja, wäre besser gewesen!)
Jedenfalls war heute der Tag der Tage (morgen arbeite ich und habe keine Lust im Dunkeln zu laufen und Donnerstag findet der virtuelle 3T-Silvesterlauf statt) und ich beschloss, einfach mal auf einer ca. 10km Runde loszutraben und zu sehen, ob ich später noch Lust auf Tempo bekäme.
Also erst mal rein in die vorgeschriebene Uniform
 |
Ernster Blick ist immer gut um Entschlossenheit zu signalisieren
|
und raus auf die Straße.
Oh - Eis! Ach wie gut, dass ich mir keine Bestzeit vorgenommen habe. Das wäre heute nämlich sicher nichts geworden!
Und für alle Winterfans, die bei den nächsten Fotos ins Schwärmen geraten: JA, es ist schön, aber wenn ich dauernd aufpassen muss, wie ein Schießhund, dass ich nicht ausrutsche, verzichte ich lieber auf das weiße Zeugs und laufe glücklich-gedankenverloren durch grau-braun-grüne Winter!
Also geht es los im Tripp-Trapp-Winterschlurftempo. Erst mal im Slalom die Wallerseestraße rauf - dort ist gesalzen und die Schneematschreste vermengen sich vergnügt mit Wasserlachen, die am Rande der Straße wegen des gefrorenen Untergrunds nicht abfließen können. Jedesmal wenn ein Auto vorbeifährt, hechte ich vorsorglich hinter einen Strauch, um nicht mit dieser Brühe geduscht zu werden.
In Bayerham biege ich ab Richtung Gezing. Dort ist weniger los und wie man am unteren Bild sehen kann, hat die Sonne sogar die Straße laufbar gemacht - blöd nur, dass es da bergauf geht, das schaff ich noch nicht wieder laufend, also wird wieder ein Stück spaziert!
Dabei habe ich wenigstens ausreichend Zeit zum fotographieren!
Dann wird es eben und ich finde keinen Grund mehr nicht zu laufen. Also trabe ich wieder an und biege um ein paar schattenreiche Kurven. (Schatten = Eis = runter vom "Gas").
Diese Intervallgehlaufversion hat den großen Vorteil, dass mein Puls nicht durch die Decke geht und ich die Laufstückchen so richtig genieße. Auch komme ich nach der Hälfte der Strecke zum höchsten Punkt und dadurch wird die zweite Hälfte sogar ein klein bißchen schneller.
Bevor ich in das letzte schattige und eisige Waldstück abbiege, noch schnell ein Fotostop am Froschteich
und dann geht es im Schweinsgalopp der Hauptstraße entlang wieder zurück nach Hause.
Dort stehen auf der Uhr 10,38km (immer diese Fleißaufgaben) und 1h15 und ich wage die Prognose, dass ich damit den ehrenvollen Part der Bloggerschlussläuferin innehabe und behalten werde!