Manfred hatte bei seinem letzten Kommentar schon hellseherisch vorausgesagt, dass ich dieses Wochenende meine Couch mal für einen Nachbarinnenbesuch verlassen werde und genau so war es. Ok, ich war unmittelbar davor nicht auf der Couch sondern am Wochenmarkt und danach auch noch einige Zeit auf der Terrasse, die ich nun schrittweise wieder "bewohnbar" machen will, aber da ich den Rest des Tages sehr faul verbracht habe, stimmt die Aussage trotzdem.
Das Wetter war mild und trocken und so beschloss ich, eine One-Way-Strecke zu laufen. Nach Henndorf wären es auch auf der direktesten Strecke über 5 Kilometer und da ich ja selten die kürzeste Strecke wähle, wollte ich mit dem Bus dann wieder zurückfahren. Da ist es ganz angenehm, wenn ich nicht gerade bei Sturm und Wolkenbruch auf den nächsten Anschluss warten muss.
Schon kurze Zeit nach dem loslaufen stellte ich fest, dass ich den jährlichen Fehlgriff bei der Auswahl der Laufsachen getan hatte. Mir war viel zu heiß! Also gleich mal die dünne Jacke aus und schon fühlte ich mich wohler. Da ich ja sowieso mit dem Bus heimfahren würde, überlegte ich gar nicht lange, welche Strecke die direkteste wäre, sondern lief einfach so, wie es mir in den Sinn kam.
Erst mal Richtung Strandbad los, dann über die Fischach und nach Fischtagging. Ich trabte gemütlich vor mich hin, die Steigungen bin ich spaziert und nach einem kurzen Stück auf der Straße kam gleich der Abzweig Richtung Fenninger Spitz. Wäre ich geradeaus der Straße aus weitergelaufen, wäre das wohl die kürzeste Variante gewesen, aber ich wollte einfach so gerne mal wieder den Uferweg in Henndorf laufen.
Und dieser kleine Umweg hat sich wirklich ausgezahlt!
Danach fiel mir ein, dass ich im Herbst bei der Liter-Rad-Tour ein hübsches Sträßchen nach Henndorf kennen gelernt habe, das zwar auch wieder einen Extra-Schlenker beinhaltet, aber dafür sehr idyllisch dem Grabenbach entlang führt. Also auch diesen kleinen Umweg noch mitgenommen und dann in Henndorf festgestellt, dass ich somit die Kirche beinahe eingekreist habe.
Dann stellte sich noch eine (geglaubte) Abkürzung als "Kein-Weg" heraus, aber ein paar Meter weiter fand ich dann doch noch den Zugang zur Kirche. Die Friedhofshennen konnte ich mit meinem Geschnaufe nicht aus der Ruhe bringen
aber nach einer weiteren kleinen Umrundung wieder eine Nachbarin abhaken!
Dann spazierte ich wieder zurück zur Hauptstraße, diesesmal durch einen netten kleinen Park, wo verschiedene Zitate von Schriftstellern ausgestellt sind, die alle einen Bezug zu Henndorf haben.
Zurück ging es dann mit Bus und Zug, den Nachmittag verbrachte ich dann wieder in aller Ruhe und gut durchgelüftet daheim. 








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