Gestern habe ich mal so richtig zugeschlagen. Um es mit den Worten der Gebrüder Grimm zu sagen: Zwei auf einen Streich! (bzw. drei, aber dazu komme ich später).
Nein, mein Spiel wird mir nicht langweilig und ich versuche daher auch nicht, möglichst schnell die letzten Nachbarsgemeinden einzusammeln.
Dass ich Schleedorf und Mattsee in einem Lauf erledigt habe, hat rein praktische Gründe. Schleedorf liegt - sagen wir es freundlich - ein klein wenig weg vom Schuss. Bis zur dortigen Kirche sind es aber schon gut neun Kilometer, was für mich ausschließt, hin- und zurückzulaufen. Der nächste Ort von Schleedorf aus gesehen, wo ich in einen Bus einsteigen kann, um wieder heimzufahren ist: Mattsee!
Und weil auch hier, wie schon in einigen anderen Orten, die ich durch dieses Spiel besucht habe, die Bushaltestelle direkt neben der Kirche liegt, lag es nahe, die beiden Gemeinden in einem Lauf zu erledigen.
Das Wetter war ideal für einen langen Lauf. Knapp 20°C, leichte Bewölkung, leichter Wind. Trotz dieser perfekten Bedingungen, war mein Kopf überhaupt gar nicht begeistert von dem Gedanken, mal wieder etwas länger, oder besser gesagt, mindestens doppelt so lange zu laufen, wie ich es sonst tue. In der ersten halben Stunde versuchte er mich ständig dazu zu überreden, einfach umzudrehen, zur nächsten S-Bahnstation zurück zu laufen und die Gemeindensammlerei an einem anderen Tag fortzusetzen.
Warum ich trotzdem weiterlief? Keine Ahnung!
Und so erreichte ich nach gut einer Stunde meine erste Nachbarin, keuchte den Hügel hinauf und stand nach 9,3 Kilometern vor der Kirche. An der ich schon x-mal vorbeigefahren bin, allerdings ohne sie jemals genauer anzuschauen. So fiel mir erst gestern auf, dass es da einen Neubau und einen Teil aus Stein gibt und ein Teil der Fassade mit Holzschindeln verkleidet ist.
Und so erreichte ich nach gut einer Stunde meine erste Nachbarin, keuchte den Hügel hinauf und stand nach 9,3 Kilometern vor der Kirche. An der ich schon x-mal vorbeigefahren bin, allerdings ohne sie jemals genauer anzuschauen. So fiel mir erst gestern auf, dass es da einen Neubau und einen Teil aus Stein gibt und ein Teil der Fassade mit Holzschindeln verkleidet ist.
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| Übergang von Stein auf Holz |
Mein Schweineyeti war zu dem Zeitpunkt übrigens sehr beleidigt und schmollte. Zwar versuchte ich ihn noch, mit einer kurzen Rast auf der schattigen Kirchenbank zu besänftigen, aber weder die Pause, noch die (gefühlt) fünf Liter Wasser, die ich am Friedhofsbrunnen trank, konnten ihn aus seiner Reserve locken. Was soll's.
Dann kam Teil 2, der mir trotz der schon gelaufenen Kilometer um einiges leichter fiel. Zum einen geht es nach Mattsee tendenziell bergab und ich wusste, dass ich schon 2/3 der Strecke hinter mir hatte.
Der erste Blick auf die Weyerbucht, den Ort und die Kirche war dann so schön, dass ich in geistiger Umnachtung die Uhr gestoppt habe. Tja, so fehlt mir vermutlich knapp ein Kilometer bei meiner Aufzeichnung, aber weil der Rest so gut geklappt hat, war ich gnädig und ließ mir das durchgehen!
Dass ich bis zur Kirche weiterlief, beweisen ja auch die Fotos und der Bus, der mich nach kurzer Wartezeit wieder nach Hause brachte.
Dass mein doppelt-gemoppelter Lauf eigentlich ein Triple war, hat folgenden Grund. Im Verein gibt es ja seit ein paar Jahren die 3T-Ganzjahreschallenge, bei der es jeden Monat eine (oder mehrere Aufgaben) gibt, für die man Punkte kassieren kann.
Im Juni gibt es eine Bingo-Sommeredition, die folgende Punkte von uns verlangt.
Und da ich ja ein folgsamer Mensch bin, habe ich gleich in der ersten Woche ein Buch gelesen, einen 5km und den 14km Lauf (daher Triple) gemacht, habe Sonnengrüße geübt und bin mit einer lieben Freundin nach Hallein auf ein Eis geradelt!
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| Was tut man nicht alles für die Challenge! |
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| Meine Unterstützerin! |









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Liebe Doris,
AntwortenLöschendas ist ja mal echt ein harter Pflichtpunkt gewesen, der Eisbecher. Tapfer und vorbildlich erledigt! 👏🏻
Naja okay - ein bisschen tapfer war‘s schon auch, dich gegen den Wind zu stemmen statt in die S-Bahn zu steigen, gleich zwei Nachbarinnen abzuhaken und dabei einen vierzehn Kilometer langen Lauf durchzuziehen! 🎖️
Was für ein Wochenende! Das Rad auch noch auf Hochglanz poliert auf dass sich jemand darein verlieben möge … wird dir die Trennung - so schön der Killerwal ist - nicht doch ein bisschen schwerfallen?
Und: bist du schon vom 3m-Brett gesprungen? Das letzte Mal, dass ich das getan habe, ist Ewigkeiten her … puh … keine Ahnung, ob ich mich das noch trauen würde …
Liebe Lizzy,
Löschentja, da sieht man mal wieder, mit welchem Einsatz ich um jeden Punkt kämpfe! :D
Also ich meine das Eis. Der Lauf war ja sehr gemütlich und absolut notwendig, weil ich doch in knapp 2 Wochen beim Traunseeuferlauf angemeldet bin und vorher einfach mal ausprobieren wollte, was meine Gräten zu einer solchen Strecke sagen. Bisher sind keine Beschwerden aufgetaucht, also werde ich starten! :)
Klar fällt mir der Verkauf schwer, aber das ist klar, ich bin fast 8 Jahre lang mit dem Scott-Rennrad gefahren.
Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, wo es hier in der Umgebung ein drei Meter Brett gibt! Aber ich weiß auch nicht, ob ich mich das traue, hihi. :D
Super gemacht, liebe Doris! 😄 Schweineyeti in die Schranken gewiesen, zwei Nachbarinnen besucht, die Challenge gleich mehrfach abgearbeitet und nebenbei noch das Velo geputzt. So viel Effizienz an einem Wochenende muss man erst einmal schaffen!
AntwortenLöschenIch finde es spannend, wie oft man jahrelang an einem Ort vorbeikommt, ohne ihn jemals richtig anzuschauen. Offenbar braucht es wirklich ein verrücktes Nachbarinnen-Projekt, um interessante Details zu entdecken.
Dass du dann ausgerechnet beim schönsten Blick auf Mattsee die Uhr stoppst, passt natürlich perfekt 😄
Und das orangefarbene Glacé ist die Krönung. Was könnte besser passen?? 🍦🧡😄.
Liebe Catrina,
Löschenda kam mir zugute, dass es ein sehr langes Wochenende war, wegen dem Feiertag am Donnerstag. ;)
Ach geht dir das auch so? Ich meine, Kirchen gehören jetzt nicht zu meinen bevorzugten Gebäuden, aber dass ich da nie wirklich hingeschaut habe, erstaunt mich dann doch.
Und das Eis war sooooo köstlich! :D
Liebe Doris,
AntwortenLöschendas ist ja immer wieder das Spannende bei Challenges, dass man Orte ansteuert, die man sonst nie besuchen würde. Da hast du dir mit deiner selbst gewählten Herausforderung ein positives Eigentor geschossen! Interessant, eine in Stein gebaute Kirche mit zusätzlichen Schindeln! Nie gesehen so etwas. Regnet es denn da so oft? Ansonsten erinnern mich beide Kirchen ein wenig an unsere rheinischen Pendants.
Der Ausblick zur Bucht ist wirklich wunderbar, da darf man gern die Uhr stoppen!
Und die Vereins-Monats-Bingo-Liste finde ich prima. Ein buntes Allerlei, das sicher Spaß macht.
Schmunzeln musste ich über "Köpfler", ihr habt oft so eure eigene Ausdrücke ;-)
Nun fehlt nur noch Anthering, wenn ich es richtig sehe? Oder gehts in eine Zugabenrunde?
Dann bitte ich um "Bergheim", da könnte ich mitmachen! :-) ;-)
Liebe Grüße, Elke
Liebe Elke,
Löschenich habe ja sogar eine sehr liebe Vereinskollegin, die einige Jahre in Schleedorf gewohnt hat, war also durchaus öfter mal dort, bzw. komme oft durch, wenn ich meine Runden radle. Aber die Holzverkleidung sieht man nur von der von der Straße abgewandten Seite - ich also noch nie! ;)
Heute haben eine Vereinskollegin und ich einen Sprinttriathlon gemacht. Einfach so, für uns, um einen weiteren Punkt bei der Challenge einzuheimsen! :D
Stimmt, es fehlt nur noch Anthering hier, in Vorarlberg noch so einige mehr. Wenn ich Bergheim besuche, werde ich dir vorher auf jeden Fall Bescheid sagen, ok?
Ja ok, ich bitte darum! ;-)
LöschenLiebe Doris,
AntwortenLöschen2 Fliegen mit einer Klappe, oder so ähnlich?! ;-)
Von einer Kirche mit einer so wechselnden Fassade habe ich auch noch nicht gehört! - Aber ich schließe mich da Sokrates an: „Denn von mir selbst wusste ich, dass ich gar nichts weiß ...“ - Das soll ja Platon in 'Apologie des Sokrates' geschrieben haben!
Eure Juni-Bingo-Sommeredition ist eine sehr vielfältige, aber auch z. T. lustige Edition, sprich Langeweile ade! ... und du bleibst schön flexibel, was du ja sowieso schon bist!
Viel Spaß dabei und
liebe Grüße Manfred
Lieber Manfred,
Löschenum es frei nach den Gebrüdern Grimm zu sagen: Drei auf einen Streich! ;)
Schon interessant, was es bei -Kirchenbauten alles gibt. Das wäre mir ohne die Nachbarinnenbesuche nie aufgefallen.
Ja, die Bingoaufgaben sind dieses Mal ganz nach meinem Geschmack. Im Winter gab es mal eine Ausgabe mit lauter Wintersportsachen, da hab ich gerade mal 2 oder 3 Punkte geschafft. :D