Dienstag, 21. September 2021

Tempolauf (fast) alleine und anstrengender Passivsport

Mein Plan, durch die Teilnahme an einem offiziellen Lauf zu einem Tempolauf "gezwungen" zu werden, ging am Samstag nur zum Teil auf. 
Nachdem ich schon beim Parkrun gespürt habe, dass mich schnellere MitläuferInnen und Zeitnehmung durchaus dazu animieren können, mein nun schon so lange eingeübtes Trotttempo zu verlassen, wollte ich diesen Trick gleich ein weiteres Mal anwenden. Meine Wahl fiel auf den Grabenseelauf, der heuer zwar mit kürzeren Strecken stattfand, aber auf Grund fehlender langen Läufe, kam mir das sehr gelegen.
Eine Runde war 6,7km und wer will, kann auch zwei (=Langstrecke) laufen. Ich wollte nicht. 
Das Starterfeld: erst überschaubar, aber nach 3 Kilometern nicht mehr zu sehen! Da war dann auch bei mir ein wenig die Luft raus, aber da ich nicht stundenlang alleine durch die Gegend irren wollte, riss ich mich zusammen und lief die Runde so halbwegs mit Anstand zu Ende. Erstaunt erfuhr ich im Ziel, dass hinter mir noch andere Genussläufer waren! Das hätte ich nicht erwartet - meine Platzierung: 27. von 30! 😂
Da ich alleine unterwegs war, gibt es keine Bilder von mir - die offiziellen Lauffotos sind noch nicht online gestellt, aber falls noch welche kommen, werde ich hier noch das eine oder andere nachreichen. 
nachgereicht
Am nächsten Tag fuhr ich dann gegen Mittag nach Klagenfurt, um ein wenig Passivsport zu betreiben. Da die Lieblingsschwester und Heide, sowie noch ca. 10 andere VereinskollegInnen oder gute Bekannte in Kärnten beim IM starteten, konnte ich mich heuer nicht drücken und feuerte zumindest am Nachmittag die fleissigen LangdistanzlerInnen an, was ging!
Birgit am Weg zum 2. Wechsel
Und ich bin mir wirklich nicht sicher, ob nicht der Passivsport anstrengender war, als der Lauf vom Vortag!
Da mir ein Nachmittag für einen Kärntenausflug doch etwas zu kurz erschien, blieb ich gleich bis heute dort, sah mir die Stadt und das Strandbad am Wörthersee (ohne Rambazamba) in Ruhe an.

Heute fuhr ich gemütlich wieder zurück und glich die viele Zugsitzzeit durch eine schöne und ruhige Zehnerlaufrunde wieder aus,
Lieblingsbaum
Kühe unter Schäfchen(?)wolken
bei der ich kurz vor Ende im Froschteich noch diese Schönheit entdeckt habe!

Dienstag, 14. September 2021

Neue Motivationshilfen

Nachdem der von mir erhoffte Motivationsschub durch die Halbierung meiner Arbeitsstunden ausgeblieben ist, nutze ich jetzt eben "externe" Motivationshilfen.
Laufen: um regelmässiger zu laufen, habe ich mich noch bei zwei weiteren Läufen angemeldet. Einer davon ist schon am Samstag, der zweite Mitte Oktober und für mich was völlig Neues. Und siehe da, schon haben sich meine Laufwochenkilometer deutlich erhöht!
Um es aber auch nicht zu übertreiben, genieße ich seit heute wieder meine wöchentlichen Chayasitterdienste, die mit dem Schulbeginn wieder los gegangen sind.
Rad: da nutzte ich gleich den Schulbeginn für ein paar Extraradkilometer, da ich so gar keine Lust hatte, am ersten Schultag mit haufenweise unausgelasteten Schülern eine halbe Stunde lang im Zug zu sitzen.
Schreiben: Geschrieben habe ich ja zwischendurch auch immer, aber eben nicht mehr regelmässig. Das hoffe ich jetzt mit den monatlichen Schreibtreffs wieder zu schaffen - der letzte fand bei Schönwetter ausnahmsweise nicht im, sondern vor dem Salzburger Literaturhaus statt und endete in der Pizzeria gegenüber...
Und beim Schwimmen probiere ich gerade auch etwas Neues aus.
Gar nicht so einfach...
... aber so lange es mich ins Wasser treibt!

Donnerstag, 9. September 2021

Sternenhimmel

So ein Sternenhimmel ist ja was ganz wunderbares und in einer klaren Sommernacht, kurz nach Neumond scheinen sie ja auch besonders intensiv. 
ABER: muss er denn schon am Ende einer ganz normalen Runde beim Lauftreff sichtbar sein? Gestern war das erste Mal heuer, dass wir auf einem kurzen Stück durch den Wald richtig Probleme hatten, den Weg zu sehen. 
Ergebnis: 
Für die Heimfahrt hatte ich wohl an ein Radlicht gedacht, aber dass die Hirnbirn auch zum laufen schon wieder nötig ist, hat mich (wie wohl jedes Jahr) überrascht. 
 
Was gab es sonst noch?
Hoher Besuch von Chaya mit einem Spaziergang bei dramatischen Wetterstimmungen!
Üppige Tomatenernte trotz Hagel im Frühsommer und Regen im August! Noch schaffe ich es, sie frisch zu essen, aber wenn erst mal die Strauchtomaten alle reif sind, werde ich mich ans Einkochen machen.
Ein Donnerstagsschwimmtreff bei Hochwasser. Die Stimmung täuscht ein wenig, es hatte ca. 12 Grad und war sehr windig - das Wasser war aber noch kuschelig warm!
Und last but not least:
Meine Parkrunpremiere!
Letzten Samstag hat dann alles gepasst. Ich hatte Zeit, Lust zu laufen, kein Schweineyeti hat mich ins Bett zurückgedrückt, das Wetter war herrlich - 
bei mir hing noch der obligatorische Frühnebel über dem Bahnhof, aber in Salzburg blitzte schon der blaue Himmel - also ging es nach Hellbrunn. Nach kurzer Suche fand ich auch den Startpunkt im Park und die ersten paar LäuferInnen.
Es waren außer mir noch ein paar andere Ersttäter unterwegs und wir schauten uns erst mal in Ruhe die Strecke und den Zielkanal an.
Danach ging es gemeinsam zum Start, alle sprinteten los und ich lief einfach mal dem Feld hinterher. Ein Pärchen lief direkt vor mir und da sie ungefähr mein Wohlfühltempo zu laufen schienen, blieb ich erst mal an ihnen dran. Irgendwann wurden sie dann aber ein kleines bißchen langsamer, ich ein kleines bißchen schneller und so wechselten wir die Positionen. Nach drei Runden war ich gerade so richtig warm, aber dann hieß es schon ab ins Ziel. 
Barcode scannen, danke für den 5k Tempolauf! Ich unterhielt mich noch mit einem Engländer, der schon lange in Salzburg lebt und sehr begeistert ist, dass es hier nun auch endlich Parkruns gibt und bin mir sicher, dass das nicht mein letzter Besuch dort war. 
Zurück lief ich dann bis in die Innenstadt von Salzburg mit traumhafter Kulisse.
Von dort ging es mit dem Zug wieder nach Hause. So lässt sich ein Samstagvormittag gut aushalten!

Freitag, 3. September 2021

Belohnung

So das war's! Am Dienstag hatte ich den letzten Tag meiner Zweitarbeit. Die fünf Monate kommen mir im Rückblick sehr lange vor und aufgehört habe ich mit einem weinenden und einem laut lachenden Auge, das sich freut, jetzt wieder mehr frei verfügbare Zeit zu haben.
Allerdings hat mir dieser Job auch aufgezeigt, wie gerne ich die Laborarbeit doch mache und seit ich beschlossen habe, in diese Richtung wieder die Augen offen zu halten, gab es auch schon "ganz zufällig" Entwicklungen in diese Richtung. Darüber berichte ich aber erst, wenn es spruchreif ist. 

Aber was schon vor gut 2 Wochen spruchreif war, ist die Belohnung für mich, die ich für die Extraarbeitsstunden bekommen habe. 
Gesehen habe ich sie schon früher mal, aber eines Abends sah ich, dass ein Sportgeschäft hier in der Nähe ein -15% Angebot auf Sportuhren hatte und schlug zu. 
Fazit nach den ersten beiden Wochen: nachdem ich es (mit Anleitung) geschafft habe, meine drei Hauptsportarten mal zu starten, ist die Bedienung einfach, ganz ersetzen wird sie meine Suunto allerdings nicht, weil sie kein Multisport kann (oder ich hab noch nicht herausgefunden, wie ich das einstelle).

Sonntag, 22. August 2021

Premiere verpennt!

So was Blödes aber auch! Da freue ich mich schon die längste Zeit auf meine Parkrunpremiere - und dann schalte ich den Wecker einfach aus, dreh mich rum und schlafe weiter!
Seit 14.8. gibt es auch in Salzburg wöchentlich einen Parkrun. Erfahren habe ich davon von Oliver, der schon des öfteren in seinem Blog über diese wunderbare Idee berichtet hat. Am ersten Termin ging es sich nicht aus, aber gestern wollte ich nach Hellbrunn fahren und mitlaufen. Es hat alles gepasst: das Wetter, ich hatte mich schon registriert und den Barcode ausgedruckt, die Tatsache, dass ich danach sowieso nach Salzburg zum arbeiten musste und ich war nach 2 langen Arbeitstagen, die völlig sportfrei vorübergingen, gut ausgeruht. Aber eben scheinbar nicht ausgeschlafen genug! Tja, aufgeschoben ist nicht aufgehoben. 
 
Dafür gab es heute Vormittag einen schönen Zwischenregenlauf. Dampfig, sag ich nur, sehr, sehr dampfig!
Das Wetter sorgte dafür, dass ich größtenteils alleine auf dem Rupertiweg dem Wallersee entlang laufen und in Ruhe den Ausblick im Naturstrandbad genießen konnte.
So vertrödelte ich eineinhalb Stunden für gerade mal 11 Kilometer!
Egal - schön war's!

Sonntag, 15. August 2021

Manche mögen's heiß!

Ich nicht unbedingt. Zumindest nicht zum laufen. 😄
So verlief diese Woche wieder äußerst laufarm. 
Montag fuhr ich abends zum schon obligatorisch gewordenen Nacharbeitsschwumm. Kaum aus dem Wasser, kam ebendieses vom Himmel gefallen! Da ich schon nass war und es auch auf der Heimfahrt bleiben würde, verzichtete ich aufs umziehen und radelte im Badeanzug nach Hause. 
Und genau auf diesen paar Meterchen kam dann auch noch die Sonne heraus und ich wurde mit diesem absolut grandiosen Regenbogen belohnt!
Mittwoch wanderte ich den schattigen Steig zum Eibensee hinauf, setzte mich an sein Ufer und genoss einfach nur die kühle Waldluft. Auf meinem Weg dorthin umflatterten mich ständig Schmetterlinge, ich war so fasziniert, dass ich völlig vergessen habe, Fotos zu machen! Nur ganz am Anfang zückte ich mein Telefon noch, dann blieb es im Rucksack.
Abends ging es dann wieder zum Lauftechniktraining - es stand meine Lieblingseinheit am Programm: Barfusslaufen auf dem Fussballplatz! 

Donnerstag gab es dann Kultur vom Feinsten. Mit der Lieblingsschwester besuchte ich die Händeloper "Il trionfo del Tempo e del Disinganno" bei den Salzburger Festspielen. Wow! Wir waren beide absolut beeindruckt von der Inszenierung, die Musik ist ja schon alleine traumhaft wurde aber noch durch die herrlich miteinander harmonierenden 4 Stimmen der KünsterInnen unterstrichen. Ein Genuss der Extraklasse!

Und dann war da noch das Wochenende. 
Gestern war ich einfach nur faul. War einkaufen und hab den Grünstreifen gemäht. Bin rumgesessen und hab gegessen. Damit mir das heute nicht wieder passiert, bin ich mit Birgit und einer weiteren Vereinskollegin nach Mattsee gefahren, um die Strecke nach Obertrum zurück zu schwimmen. Haben wir ja schon öfter mal gemacht. Nur noch nie, nachdem ich seit eineinhalb Jahren kein Schwimmtraining mehr besucht habe und die ganze Saison noch nie weiter als 1km geschwommen bin! Huch, war das anstrengend!
Aber irgendwann kommt auch die langsamste Schwimmerin ans Ufer
und wird dann noch wunderbarerweise die letzten Meter an Land eskortiert!

Samstag, 7. August 2021

Reiselust

Reiselust ist schon was Schönes. Vor allem, die der Anderen, denn so plagt sie mich nicht, während ich noch in meinem letzten Doppelarbeitsmonat stecke, sondern ich profitiere sogar noch davon.
Da sind zum Einen die vielen Wohnwägen, Wohnmobile und Traktorautos, die in meiner Nachbarschaft beladen werden, als ginge es nicht um einen Urlaub, sondern ums Auswandern. Da wird ein- und wieder ausgeräumt, geschlichtet und gepresst, geflucht und gestritten. Wer früher gut in Tetris war, ist klar im Vorteil. Für mich als Vorbeilaufende oder -spazierende jedenfalls äußerst amüsant!
Da sind die, die schon weg sind und es plötzlich in Zügen und Bussen, aber auch in der Nachbarwohnung oder in der Arbeit so ruhig werden lassen - sehr erholsam!
Und da ist die Familie der Lieblingsschwester, die zwei Wochen mit ihrem WoMo durch die Gegend gedüst ist, was mir die dankenswerte Aufgabe zukommen ließ, die reifen Marillen zu ernten (Yammie!!) und mich um die Wein- und Brombeeren zu kümmern.
Diese Aufgaben ließen sich wunderbar mit dem Besuch des Lauftechnikkurses oder einer Schwimmeinheit mit Heide verbinden und zwischendurch wählte ich die Pendelstrecke auch für einen Regenlauf. 
Fotos gibt es aus den letzten beiden Wochen kaum - nur auf einer vormittäglichen Wallerseerunde habe ich ein wenig fotographiert. 
Ansonsten greift hier die hoch(?)- mittel(?)-spät(?)sommerliche Bewegungs- und Schreibfaulheit um sich, der ich einfach mal nachgebe.