Die Entscheidung, das Wochenende in Lauterach zu verbringen, stand schon länger fest. Dass ich damit den Schneemassen, die im Rest von Österreich fielen, "entkommen" konnte, war ein netter Nebeneffekt.
Den Freitag verbrachte ich mit ein paar Erledigungen und einem kurzen Treffen mit einer ehemaligen Schulkollegin in Dornbirn. Auf meinem Heimweg bin ich mich kurzentschlossen aus dem Bus ausgestiegen und meinen alten Schulweg von dort aus zum früheren Haus meiner Eltern spaziert. Das war sehr lustig, denn da tauchen plötzlich bei (fast) jedem Haus Namen auf, an die ich seit Jahrzehnten nicht mehr gedacht habe. Was für mich am erstaunlichsten war, wie kurz die Strecke eigentlich ist! Das Haus selbst wurde nach dem Verkauf 2001 komplett umgebaut und erinnert gar nicht mehr an das, in dem ich aufgewachsen bin. Dann spazierte ich noch weiter, schaute mir die frühere Nachbarschaft an und fuhr nach dieser kurzen Unterbrechung zurück in meine Wohnung.
Für den Samstag hatte ich wieder einen Nachbarinnenbesuch geplant und wollte erst Bregenz abhaken. Aber ... was mache ich, wenn es in einer Nachbarsgemeinde mehrere Kirchen gibt? Für Bregenz fielen mir da auf die Schnelle schon drei ein und eine Suche im Internet lieferte dann noch "ein paar" mehr. Zu welcher sollte ich da laufen? Zur nächsten? Zu allen?
Unentschlossen wie ich nun mal bin, verschob ich diese Entscheidung auf später und lief einfach nach Wolfurt! Das ist wohl der kürzeste Besuch von allen, denn die Kirche liegt nur gut 2km entfernt.
Das war mir allerdings bei dem Dauerregen dann gar nicht so unrecht.
Wohin ich laufen musste, war auch sehr schnell klar,
und kurz darauf stand ich auch schon direkt unterhalb des Kirchhügels.
Wohin ich laufen musste, war auch sehr schnell klar,
und kurz darauf stand ich auch schon direkt unterhalb des Kirchhügels.
Da sah ich allerdings, dass dort vermutlich gleich eine Messe oder Beerdigung losging, denn es spazierten von allen Seiten Leute dort hinauf, da wollte ich mich nicht einreihen und stören. Ich lief dann einfach die Straße entlang um die Kirche herum und verzichtete auf ein Foto direkt davor.
Dafür hatte ich von dort aus noch einen guten Blick auf Schloß Wolfurt, fotographierte statt der Kirche eben das und lief weiter über mir größtenteils unbekannte kleine Straßen zurück nach Hause.![]() |
| Am Heimweg in der Ferne noch ein Blick auf Burg Gebhartsberg |
Wenn ich im Uhrzeigersinn weitermache, käme als nächstes Dornbirn dran, wo ich mich auch für eine Kirche entscheiden muss. Aber bis dahin ist ja noch Zeit!








Super cool, Doris! Und schon wieder eine Nachbarin abgehakt, inklusive 5km-Lauf!
AntwortenLöschenDass du wegen der Messe (oder Beerdigung) respektvoll ausgewichen bist und stattdessen andere Fotosujets gefunden, passt wunderbar. Man muss ja nicht unbedingt bei jedem Anlass in schwitzigen Kleidern auftauchen.
Für deine Kirchen-Auswahl-Problem hätte ich einen Lösungsansatz: nimm einfach die älteste! Der Stadtkern ist ja oft historisch gewachsen, so dass die ältesten Kirchen meist die zentralsten sind. Und wenn nicht, erklären wie diese einfach zur "Hauptkirche"!
Liebe Catrina,
Löschengenau, wenn man mit nassen Laufklamotten unterwegs ist, muss man sich ja nicht unbedingt in Menschenaufläufe begeben. ;D
Die älteste zu wählen wäre eine gute Idee, da hab ich gleich mal nachgelesen, welche das in Dornbirn denn wäre und habe 2 gefunden, die das für sich beanspruchen! Ich glaube, ich werde das jeweils von Wetter und verfügbarer Zeit entscheiden, zu welcher ich laufe.
Liebe Doris,
AntwortenLöschenich hätte da einen anderen Ansatz als Catrina. Mach es doch von der Entfernung in Verbindung mit dem Wetter abhängig! Ist es schön, du hast Lust, läufst du zur entferntesten Kirche. Ist das Wetter mies und/oder du nicht gut drauf, dann einfach zur nahegelegenen. Ist das Wetter so, dass du dich nicht so recht entscheiden kannst, lauf doch einfach zur Schönsten, nach Ansicht der Bilder im Netz! - Uups, jetzt hab ich's dir doch schwerer gemacht, als vorher gewollt!
Aber das Bild von der Burg war ne gute Alternative, ich hätte da auch nicht stören wollen! - Dein Projekt geht voran und du kommst ins Rollen!
Liebe Grüße Manfred
Lieber Manfred,
Löschendein Lösungsansatz für die Kirchenentscheidung wird es wohl werden. Wobei es ja auch gar nicht gesagt ist, dass ich nur eine besuchen werde. Vielleicht werden es ja mehrere Läufe in eine Nachbargemeinde. Wobei ich zuerst schon versuchen möchte, sie alle abzuhaken, bevor ich noch Extrarunden dranhänge.
Liebe Doris,
AntwortenLöschengewöhnlich würde ich ja sagen: wie schön, wenn man bei Dauerregen eine Nachbarin besuchen kann …. mein “gewöhnlich” würde sich aber auf Nachbarinnen mit Haus über dem Kopf, Heizung und vielleicht noch einem Tässchen Tee beziehen.
Deine Kirchturm-Nachbarinnen sind bei diesem Wetter … nicht ganz so einladend in meinen Augen.
Was die Auswahl des passenden Kirchturms angeht, hätte ich noch eine weitere Idee: guck’ nach, ob auf einer der Kirchturmspitzen ein Hahn sitzt. Der ist ein Symbol für Mut und Stärke - also eindeutig für dich! ;-) Wenn natürlich auf keiner Spitze einer kräht oder gleich auf beiden … dann bin ich mit meiner ohnehin eher bescheidenen Weisheit am Ende 🤷🏻♀️
Liebe Lizzy,
Löschenach es war trotzdem ganz schön - wenn ich nirgends länger rumstehen und auf einen Bus warten muss, ist mir das nasswerden eigentlich egal. Und es war ja nicht eisig kalt. :)
Kirchturmhähne machen mutig? Das wusste ich noch gar nicht. Auch habe ich bei den bisher besuchten Kirchen nicht darauf geachtet, was da auf der
Spitze ist! Das muss ich in Zukunft machen. Danke für die Anregung!
Liebe Doris,
AntwortenLöschenstimmt, mit deiner Zweitwohnung ergibt sich ja auch ein zweiter Nachbarinnenkreis! Dass du diesmal nicht bis vor die Pforte gelaufen bist, ist ok. Da hätte ich auch den Gläubigen ihre Ruhe gelassen. Wacker, dass du dich bei Regen aufgemacht hast!
Der Gang über den alten Schulweg war sicher nostalgisch hoch aufgeladen, oder? Da mein Heimatort deutlich näher liegt, komme ich gelegentlich per Auto dort entlang und sehe das immer wie 2 Dias übereinander: Die heutige Ansicht und zugleich die, wie es vor 60 (uff!) Jahren war... Und erst die ganzen bekannten Namen auf dem Friedhof.... Leben auf deinem Schulweg noch Leute, die du von früher kennst?
Liebe Grüße
Elke
Liebe Elke,
Löschenja und mit gar nicht viel weniger Nachbarinnen, als hier in Seekirchen! So gehen mir wenigstens auch dort die Laufziele nicht aus. ;)
Du hast recht, bei dem Schulweg kamen mir wirklich sehr viele Erinnerungen in den Sinn und lustigerweise fielen mir sehr viele Namen ein, von denen die früher dort gewohnt haben. Aber Kontakt habe ich aus dieser Gegend mit niemandem mehr. Ich bin zwar schon ein oder zweimal dort vorbeigefahren, aber zu Fuß war es sehr viel intensiver, weil ich ja auch mehr Zeit hatte, zu schauen. :)