Da bin ich im Moment eh nicht so besonders eifrig beim fotographieren und wenn ich dann mal die neue Digi-Cam einstecke, macht sie ein Bild und verabschiedet sich dann mit leerem Akku vom Dienst.
| Das Samstag-Bild |
Nanu? Ich hatte sie doch nach dem letzten Gebrauch extralange am Laptop hängen lassen, damit sich der Akku aufladen kann. Dass sie gerade am Samstag bei meiner kurzen Radrunde den Geist aufgibt ist nicht so schlimm, denn kaum bin ich bei blitzeblauem Himmel losgefahren, sehe ich schon eine riesige Nebelwolke herbeiziehen, die mich dann auch nach knapp 10 Minuten eingehüllt hat. Macht ja nix, ich kenn die Gegend ja schon. Etwas unangenehmer, als die fehlende Aussicht ist, dass die feuchte Kälte die Pedalierfreude ein wenig dämpft. Aber ich verzichte einfach auf eine Erweiterung der Runde und bin nach 45 Minuten wieder zuhause, wo ich mich bei einer 40 minütigen Stabieinheit wieder aufwärme. 😵
Aber auch als ich sie am Abend aufladen will passiert nichts. Gar nichts. Seltsam. Die Steckdose funktioniert, also ein weiterer Versuch. Wieder nichts. Keine Anzeige einer sich langsam füllenden Batterie. Nicht nach 2 Minuten, nicht nach 20 Minuten, nicht nach 2 Stunden. Ich stecke alles wieder ab und schlaf erst mal eine Nacht drüber.
Am Sonntag ist wieder ein Lauf geplant und weil mir eine ca. 13 Kilometerrunde gut in den nicht vorhandenen Plan passt, laufe ich einfach genau die gleiche Runde, die ich am Samstag geradelt bin nochmal. Diesesmal genau umgekehrt - ich starte in einer dicken Nebelsuppe, die sich aber schon nach ein paar Kilometern aufzulösen beginnt und einem strahlend blauem Himmel Platz macht!
Wie schön! Jetzt sehe ich auch, was mir am Vortag verborgen geblieben war! Aber dann, als ich gerade den Point of No Return passiere, klingelt mein Telefon. Glaube ich zumindest, denn das Lied, das da plötzlich laut aus meiner Hose ertönt, war vor Jahren mal ein Klingelton. Irritiert angle ich den Krachmacher aus der Tasche und sehe, dass sich das Wischfon einfach selbständig gemacht, den Music-Player aktiviert und dieses Lied für mich ausgesucht und abgespielt hat. Das ist mir dann doch etwas zu viel an Selbständigkeit und mit einigen Wischs bringe ich es zum Schweigen. Dabei sehe ich, dass auch die Anrufliste geöffnet ist und das eigensinnige Ding scheinbar einige meiner Kontakte mehrmals versucht hat, anzurufen! Ähem. Das geht nun wirklich zu weit. Die eine Technik streikt, die andere macht sich selbständig!
Nach einer kräftigen Standpauke kommt es ausgeschaltet wieder in die Tasche, um nur noch einmal für ein Beweisfoto aufgeweckt zu werden, dass ich selbst an so einem sonnigen Tag auch ein Stück Rutschweg erwischen konnte!












