Freitag, 1. Mai 2020

Ach nee

Auf die Frage der Lieblingsschwester gestern Abend, ob ich heute mit jemandem etwas unternehmen würde (nachdem die Ausgangsbeschränkungen bei uns mit 1. Mai aufgehoben/gelockert wurden), meinte ich nur: Ach nee. 
Jetzt habe ich mich gerade so schön an den Luxus gewöhnt, nach Lust und Laune aufzustehen und Laufen / Radeln / Schwimmen zu gehen, dass ich nicht so schnell wieder auf Verabredungen umstellen mag. 
Ich denke mir, das kommt eh nach und nach, so werde ich sie am Sonntag nach dem WingsforLife-AppRun auch besuchen gehen. Starten werden wir beide, aber genau bei diesem Lauf ist ja das Tolle, das es völlig egal ist, wo man gerade ist, die Distanz wird hier genau so aufgezeichnet, wie dort.
Heute habe ich bei meinem Vormittagslauf schon mal die App getestet - der Sonntag kann kommen. Denn wie heißt es so schön, wenn die Generalprobe daneben geht, klappt es bei der Premiere!
Schön war es trotzdem, auch wenn ich mehr Warnmeldungen, als Informationen erhalten habe und die App dann irgendwann ganz weggebrochen ist. Nach einem Neustart, hat sie mir immerhin zu 5 gelaufenen Kilometern gratuliert. Keine Ahnung warum, aber nett ist das ja auch irgendwie. 😁
 

Eine ganz besondere Verabredung hatte ich diese Woche auch schon.
 
Das Hundesitten hat wieder begonnen - hach so schön!!!

Montag, 27. April 2020

Sonntagsausflug

Grabensee

Was für ein herrlicher Sonntag! Da könnte ich doch ein wenig radfahren gehen. Oder laufen. Oder schwimmen. Eis essen wäre auch nicht schlecht.... 
Ja, ich gestehe, ich bin manchmal sehr unentschlossen, wenn es darum geht, was ich mir Gutes tun will. So saß ich gestern Vormittag daheim und weil ich mich einfach nicht für eine Sache entscheiden konnte, machte ich schlußendlich einfach alles! 
Erst mal radelte ich am Buchberg vorbei zum Grabensee, stellte mein Rad ab und umrundetete ihn. Dass ich dafür fast doppelt so lange unterwegs war, wie geplant, liegt daran, dass ich ca. in der Hälfte eine nette Vereinskollegin samt ihrer Tochter auf dem Rad getroffen habe und wir (nach fast 2 Monaten Pause) ein wenig kommunikativen Aufholbedarf hatten!
Dafür lief sich die zweite Hälfte gleich noch beschwingter und wieder an meinem Ausgangspunkt angekommen, radelte ich weiter zum nächsten See, nach Obertrum. Dort schwamm ich ein wenig in der Bucht hin und her, gönnte mir anschließend ein warmes Süppchen, das ich mitgenommen hatte und als Nachspeise noch ein Eis!
Danach war ich schon mal rundum glücklich und als besonders nette Draufgabe, radelte Heide dann noch ein Stückchen mit mir Richtung Seekirchen, da sie sich zur gleichen Zeit auf eine Radrunde machte, als ich meinen Heimweg antrat!

Heute war ich dann aber weitaus bescheidener und trabte nach einem kurzen Stabi-Training nur noch eine halbe Stunde durch die tiefstehende Abendsonne.
 So lässt sich das Leben aushalten! 😉

Mittwoch, 22. April 2020

Zweimal Wolken mit Genuss bitte!

Es gibt so Tage, da kommt man einfach nicht ganz in Schwung. Manchmal ist aber auch das Wetter "schuld", so wie letzte Woche.
Ich bin nur zweimal gelaufen und beidemale waren einfach so wunder-, wunder-, wunderschöne Wolken am Himmel, dass ich eigentlich ständig am liebsten einen rotierenden Kopf gehabt hätte, um die tollen Wolkengebilde anzuschauen. 

 



Am Dienstag war es richtig eisig, was die Neo-Outdoorfans wohl davon abhielt, ihrem neu entdeckten Hobby nachzugehen und ich lief praktisch alleine (!) dem Seeweg entlang bis knapp vor Zell und wieder zurück. Das an sich wäre ja schon bemerkenswert genug, aber wie oben geschrieben - auch die Wolken waren einfach nur schön!








 
 
















Der nächste Lauf fand dann erst am Sonntag statt. Meine Beine brauchten vom Dauerhockesitzen am Samstag dringendst ein wenig Erholung und so trabte ich eine kleine Runde über die Hügel der näheren Nachbarschaft. Die Wetterprognose sprach zwar von Regen, der war mir aber nicht vergönnt. Dafür traf ich zuerst eine ebenfalls laufende Nachbarin, mit der ich ein wenig plauderte, machte dann schöpferische Wolkenschaupausen, wurde radelnd von einer Vereinskollegin und deren Freund überholt (wieder "kurzes" Plaudern) und blieb dann noch beim zaunbefreiten Froschteich stehen, um dort mit einem Fotographen zu schwätzen, der Wasserfrösche ablichtete. 😉
Insgesamt also ein sehr kommunikativer Lauf und das obwohl ich ganz alleine unterwegs war!
Auf einmal kam die Sonne raus...
Wolken-Sonne-Mix
Hinter mir braut sich was zusammen

 
 
 
 
 

Samstag, 18. April 2020

Alternativtraining

Gäbe es heuer Amphibienzaunentfernerbewerbe, wäre ich sicher ganz vorne mit dabei! 

Knapp zwei Monate stand heuer der Froschzaun in Wirthenstätten, den ein paar Frosch- und Krötenliebhaber betreuen. Und weil heuer ab Mitte März schlagartig alle abendlichen Trainingstermine ausgefallen sind, war ich noch nie so häufig und so entspannt des nächtens bei meinen Hübschen.
 

 
 














Nun ist die Hauptwanderzeit der Kröten aber wieder vorbei und so gab es heute ein alternatives Krafttraining: Zaun abbauen!
 


 
Zum Abschluß bekamen wir noch ein wunderschönes Wasserfroschkonzert von den Teichbewohnern. Drei Stunden Dauerkniebeugen mit zusätzlichem Armtraining - das reicht für heute, ich leg mich jetzt auf die Terrasse!

Montag, 13. April 2020

Runterschalten

Da bin ich wieder!
Nachdem die Vorboten der "Veränderungen" (ich mag einfach nicht von Corona-Krise schreiben) bei mir in der Arbeit mit einer unglaublichen Hektik und Unruhe einher gingen, mit beinahe stündlich eintreffenden neuen Vorschriften und Verhaltensmaßnahmen, mit Verunsicherung bei Kolleginnen und Bekannten wegen unangekündigter Zwangsversetzungen etc., habe ich mir kurzentschlossen ein paar persönliche Auszeiten verordnet, um zumindest im privaten Bereich einen oder zwei Gänge runterschalten zu können. (Darunter fiel auch mein Blog und das kommentieren bei Bloggerfreunden.) Das ist mir soweit auch ganz gut gelungen und mittlerweile hat sich die Stimmung auch größtenteils wieder beruhigt.

Für mich persönlich hat sich in den letzten Wochen, bis auf den Wegfall meiner "privaten" Termine gar nicht so viel verändert.
Ich gehe nach wie vor zur Arbeit und bin auch (noch) am gleichen Arbeitsplatz. Dadurch erspare ich mir den Lagerkoller durch "Einzelhaft"! Ok, ich habe heuer früher damit begonnen, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, als sonst, aber die Öffis wurden hier so ausgedünnt, dass mir gar nichts anderes übrigblieb. So nutze ich meinen Arbeitsweg zum radeln und meine freien Tage zum laufen.
Schwimmen kann ich ja sowieso im Wallersee, das hab ich den ganzen Winter gemacht und mittlerweile sind die Temperaturen schon wieder so angenehm, dass ich fast ein schlechtes Gewissen bekomme, wenn ich nach 15 Minuten schon wieder aufhöre!
Klar fehlt mir Chaya, aber Birgit schickt mir regelmässig Videos von ihr!
Ja, auch die gemeinsamen Unternehmungen, Läufe, Gespräche mit ihr und Vereinskolleginnen sind mir abgegangen, aber auch dafür haben wir Abhilfe geschaffen. 
Einmal pro Woche gibt es eine Gruppen-WhatsApp-Videophonie mit den Mädels und Heide hat auf Grund eines Motivationstiefs die "Gemeinsam-Alleine"-Idee geboren. Wir gehen jetzt 2-3mal pro Woche gemeinsam - alleine laufen. Startzeit und Dauer des Laufes sind vorgegeben, jede startet vor ihrer Haustüre (und gibt noch kurz Bescheid, dass sie startklar ist).
Sieht dann manchmal so aus

oder so! ;)

















Auch zu Stabi-Einheiten verabreden wir uns virtuell. Da schlägt dann abwechselnd eine ein bestimmtes Programm vor, das wir machen und dann plagen wir uns gemeinsam/alleine im Garten, Wohnzimmer, am Balkon oder sonstwo! Die vorher-nachher Fotos sind allerdings streng geheim und gehören nicht hierher!
Ein toller Nebeneffekt - so komme ich öfter, als je zuvor zu meinem Stabitraining!

Und sonst so? 
Wie sich gezeigt hat, sind scheinbar krisensichere Branchen (Gastgewerbe-Tourismus) es doch nicht und so gehe ich auf Nummer sicher und schaffe mir Zweiteinkommen in neuen Bereichen.
Vogelfutterproduktion - autark!
Und ich achte sehr darauf, dass ich gesund bleibe indem es Körper (schwimmen), Geist (ich lese mehr, als je zuvor) 

und Seele gut geht.
Lauf über die Fischach
Sonnenaufgang am Froschteich
Lauf auf menschenleeren Wegen
Nach dem Schwimmen noch ein wenig ins Wasser schauen
Löwenzahnwiesen laufend genießen
Meine Lieblingsgärtnerei im Ort hat auf Selbstbedienung umgestellt, nachdem sie nicht mehr öffnen durften und so konnte ich auch Heimtage gut nutzen und brauche mir um Abstandvorschriften am Gemüseregal bald keine Gedanken mehr zu machen.
Der Bärlauch wächst von selbst
für den Rest sorge ich!

Montag, 16. März 2020

Freitag, 6. März 2020

Verlängert

Ursprünglich hatte ich für mein "everysinglestreet-Laufprojekt" Ende Februar als Frist geplant. Aber irgendwie waren da so viele andere Läufe mit anderen (Sonntags um den Wallersee, Krapfenlauf, Lauftreff und ein paar Marathonvorbereitungsbegleitungen), dass ich einfach nicht recht weitergekommen bin. Also habe ich Ende Februar mal bei meinen beiden Mitstreiterinnen nachgefragt, wie weit sie denn schon gekommen seien, mit der Erkenntnis, dass kein Widerspruch nicht unbedingt Zustimmung bedeutet!  😆
Mit anderen Worten, eine hatte wohl gar nie vor mitzumachen und die andere wird Anfang April umziehen und möchte erst danach anfangen. Also habe ich beschlossen, auch zu mir großzügig zu sein und um einen Monat zu verlängern. 
 












Letzte Woche lief ich wieder einen Teil der Straßen ab und konnte dadurch ein paar weitere "weiße Flecken" auf meiner Seekirchenkarte tilgen.



Das Wetter war ideal, leicht bewölkt und windstill und so nahm ich nach einer Stunde mit ein paar ungeplanten Umwegen wegen Baustellen
und meiner Orientierungslosigkeit, noch den Fitnesspoint mit, wo ich knapp 15 Minuten verbracht habe und dann gut gedehnt wieder nach Hause getrabt bin.
Montags gönnte ich mir dann einen herrlichen Nacharbeitsgatschlauf, der allerdings, bis auf den Gatsch nur sehr wenig Vergnügen bereitete. 
Die Beine waren schwer, der Rücken verspannt, die Strecke länger, als sonst (ehrlich!!) und ich war einfach nur froh, als ich wieder zuhause war. 
Apropos zuhause: hier halte ich mich momentan wirklich sehr gerne auf, besonders tagsüber. Die Abende oder auch die frühen Morgenstunden verbringe ich jetzt nämlich öfter wieder in einem Waldstück hier ganz in der Nähe, um den wanderungswilligen Amphibien meine Taxidienste zukommen zu lassen.