Sonntag, 30. April 2023

Bisschen hiervon, bisschen davon ...

Meine Urlaubswoche ist schon wieder vorbei und nachdem ich mich von der Idee verabschiedet habe, ich müsse irgendwas besonderes unternehmen, um die ausgefallene Würzburgfahrt zu kompensieren, verlief sie sehr geruhsam. 
Es gab zwar keine Ersatzreise, dafür aber:
Genügend Zeit, um meine Terrasse zu entwintern, Frühlingsblumen und Gemüsepflanzen zu kaufen und einzusetzen.
Eine herrliche Wallerseerunde mit dem Rad am Samstag,
ein Ausflug nach Bad Goisern und Bad Ischl am Sonntag,
und ein bisschen Zeit in Bregenz.
 
Irgendwann im Laufe der Woche hab ich mir noch einen Schnupfen zugelegt, der auch gepflegt werden wollte, womit ich die restlichen Tage der Woche zugebracht habe. 
Heute habe ich dann aber, Schnupfen hin oder her, einen Ausflug nach Tittmoning gemacht. Und als hätte ich es geahnt, dass der ganze Ort wegen eines Georgiritts für Autoverkehr abgeriegelt war, hatte ich auch mein Brompton dabei und konnte gemütlich von einem Parkplatz außerhalb mit einer Extraschleife der Salzach entlang, hin- und wieder zurückradeln. 
Morgen ist netterweise auch noch ein Feiertag, der meinen Urlaub noch etwas verlängert, da kann ich gleich ausprobieren, ob das Schnupfenstadium schon wieder rennradkompatibel ist.

Freitag, 21. April 2023

Premiere verzögert

 
 
Als ich im Dezember (ich weiß nicht mehr wo) auf ein Gewinnspiel gestoßen bin, bei dem ich eine Bahnfahrt in eine deutsche Stadt gewinnen konnte, hab ich mir gedacht - warum nicht? Habe mir unter den vorgeschlagenen Städten Würzburg ausgesucht und gewartet.
Als ich dann die Mitteilung bekommen habe, dass ich gezogen wurde und mir einen Termin aussuchen kann, für den ich dann die Tickets bekomme, habe ich mich für Ende April entschieden, weil ich mir dachte, da ist es schon frühlingshaft warm (hihi) und noch nicht zu heiss für eine Städtereise.
Als ich dann vor gut einem Monat mein Brompton gekauft habe, freute ich mich noch mehr, denn (Achtung Spoiler!!!) dieses Wochenende hätte die Zug/Brompton Premiere werden sollen. 
Als ich dann am Mittwoch in den Nachrichten gelesen habe, dass die deutsche Bahn heute streikt, habe ich an die deutsche Zentrale für Tourismus gemailt, was nun mit meiner gewonnenen Reise passiert, die ich heute ja nicht antreten kann, aber (bis heute) noch keine Antwort erhalten. Das Hotel konnte ich glücklicherweise kostenfrei stornieren und so darf ich dieses Wochenende ganz spontan neu gestalten und bin schon gespannt, was ich machen werde.

Freitag, 14. April 2023

Die Hofladen-Runde

Als ich heute Vormittag so in den seit 6 Uhr morgens andauernden Schneefall geschaut habe, war ich umso mehr froh, dass wir am Montag den sonnigen Feiertag für eine kleine Rumgondelradrunde genutzt haben. Denn auch wenn der Schnee sich ab Mittag immer mehr in nasse Batzdinger und dann in Regen verwandelt hat, Radspaßwetter ist was anderes. 
Schade ist das für den Salzburger Radfrühling, wo ich zu Mittag mein Stadtrad zum Verkauf hingebracht habe. Da wäre ein wirklich tolles Programm geboten, aber bei diesem Wetter waren nur leere Stände und hochgeklappte Bierbänke zu sehen. 
Aber zurück zum Montag! 
Die Lieblingsschwester hat am Wochenende erwähnt, dass sie ein paar Hofläden in der näheren Umgebung gerne besichtigen würde, um herauszufinden, was wo verkauft wird. Also haben wir uns auf der Karte ein paar herausgesucht und das als Gondelradrunde für den Montag geplant. Heide hat sich uns angeschlossen und so fuhren wir ein wenig im Zick-Zack herum und fanden so einiges. 
 
Nummer Eins in Gumperting: hier war ich schon mal drinnen, er liegt direkt an der Straße zwischen Seekirchen und Obertrum. Es gibt frische Eier, Teigwaren (Weizen und Dinkelnudeln), Molkereiprodukte, Cremen, Salben, Räucherwerk, ...
Danach fuhren wir zur Nummer Zwei nach Schleedorf. Diesen Laden kannte Birgit, ich bin dort zwar schon des öfteren vorbeigekommen, hätte ihn aber nicht bemerkt! Auch hier gibt es frische Eier - die Produzentinnen kann man hinterm Haus besuchen - haufenweise verschiedene Nudelsorten und tolle Geschenkkörbe, sogar mit selbtstgemachen Grußkarten!
Danach ging es den Hügel wieder runter nach Mattsee und von dort aus zum Laden Nummer Drei. Bei Mitterhof stand früher immer schon ein Automat mit Wurst-, und Fleischprodukten, seit einiger Zeit gibt es dort aber auch einen Selbstbedienungsladen mit Gemüse, Obst, Milchprodukten, Honig, Eiern und noch viel mehr!
Ziemlich beeindruckt fuhren wir weiter nach Elixhausen. Da hatte ich am Vortag auf der Karte auch einen Hofladen gesehen, als wir dort waren, wußte ich nur nicht mehr so genau wo. Also sind wir ein etwas auf und abgefahren und als ich schließlich doch das Telefon zückte, sah ich, dass wir kurz davor umgedreht hatten und jetzt schon wieder am Rückweg waren.  Zurückradeln wollten wir dann doch nicht, also haben wir die Nummer Vier verpasst. 
Die Vier hat dann noch dieser Mini-Hofladen bekommen, der ebenfalls in Gumperting liegt, kurz bevor sich unsere Wege wieder trennen würden. Hier gab es als Besonderheit Wachteleier und so einiges an Deko-Gegenständen.
Und wenn ihr euch jetzt wundert, warum es keine Fotos von "drinnen" und dem von mir aufgezählten Sortiment gibt - zweimal habe ich auch drinnen Fotos gemacht, die unscharf und viel zu dunkel wurden, einmal habe ich vergessen und in einem Laden waren soviele Leute, dass man sich kaum umdrehen konnte. 
Nach dem letzten Laden fuhren Birgit und Heide dann wieder von dannen und ich nahm die kleinen Straßen zurück nach Hause, wobei ich auf einer Sonnenbank noch eine halbe Stunde meine Vitamin D Speicher auffüllen ließ!
Von da aus war es nicht mehr weit und so hatte ich nach meiner ersten Radrunde heuer 40 kühle, aber sonnige Kilometer auf dem Tacho.

Montag, 10. April 2023

Abschluss und Neustart

Auch wenn die Seetemperaturen hier noch immer Winterschwümme erlauben, ist für mich das Thema für diese Saison gedanklich abgeschlossen. Im März war ich, nachdem ich die erforderlichen 1000 m für die PolarBear Challenge aufgezeichnet hatte, noch zweimal schwimmen und hatte beidemale die Uhr zuhause (bzw. in Bregenz im Auto) liegenlassen. 
Ihren offiziellen Abschluss hat die PolarBear-Challenge allerdings erst letzte Woche gehabt, als ich Post aus England bekam.
 
Was für eine Freude! Nicht nur ein Zertifikat und eine Medaille, sondern auch noch ein paar Goodies, die einfach gute Laune machen. Für mich war diese Challenge ein voller Gewinn, weil sie mir gezeigt hat, was möglich ist. 
















Und weil das Leben ohne Spiele ja nur halb so viel Spaß macht, ging es vom Winterschwimmen gleich weiter zum dauerlaufen. 
Ja, ich hab mich letztes Jahr über die Mängel bei der Kilometeraufzeichnung geärgert, aber mal ganz ehrlich, wen juckt es, ob da 10 Kilometer mehr oder weniger neben meinem Namen auf der Liste stehen und so habe ich mich auch heuer wieder beim AppRun angemeldet. 
Verlief die virtuelle Strecke letztes Jahr noch um das Bundesland Salzburg, führt sie die Läuferinnen heuer von Salzburg nach St.Pölten.
Allerdings versuche ich heuer erst gar nicht, die App für die Aufzeichnung der Läufe zu verwenden, weil ich dann ja immer das Telefon mitschleppen müsste, was mir so gar nicht behagt. Trotzdem bemerke ich jedesmal, wenn ich in die Ergebnisliste schaue, dass sich auch heuer wieder eine gewisse Sogwirkung entwickelt, die mich dann doch noch die eine oder andere kleine Runde drehen lässt, die sonst vielleicht ausgefallen wäre. 
Nicht ausgefallen wäre aber sicher dieser vorösterliche Grabenseelauf, den ich in der Mittagssonne des Karfreitags absolviert habe.
Es war wärmer, als gedacht, ich genoss die Sonne auf den Waden und die fast menschenleeren Wege. Ein echter Gute-Laune-Lauf!

Freitag, 31. März 2023

Am Montag hab ich rot gesehen!

Wie im letzten Post schon angedeutet, war mein Wochenende im Ländle ja keine reine Vergnügungsfahrt, da gab es auch einen sehr wichtigen Termin am Montag!
Vielleicht kann sich die eine oder andere noch daran erinnern, dass ich letztes Jahr bei einem Dornbirnurlaub mal das Vergnügen hatte, ein Brompton probezufahren. (LINK) Diese kleinen, saupraktischen Räder haben mich seit dem beschäftigt und ich sammelte schön fleißig Argumente für ein weiteres Fahrrad. Nur ganz ehrlich - so gerne ich radle, im Alltag, im Urlaub, sportlich und im Winter sogar auf der Rolle, ich hatte doch schon 4 (in Worten: VIER!!) Räder und ein weiteres erschien mir einfach übertrieben. 
Aber immer wieder gab es kurze Momente, an denen mein sorgfältig zusammengezimmertes Vernunftskonstrukt ins Wackeln geriet. Zum Beispiel letztes Jahr im Herbst beim Campen. Oder im Jänner, als mir eine Freundin freudig von ihrem neuen Faltrad (ein Brompton) erzählte, fleißig Fotos schickte und von den ersten Erfahrungen damit beim Zugpendeln berichtete. Auf meiner Mittelpunktssuche in Oberösterreich. Bei jedem Faltradbericht auf YouTube, in Blogs oder sonstwo. 
Mitte März war es dann soweit - die Lieblingsschwester erzählte mir von einer Umweltförderung, die es seit diesem Monat gibt (und das nicht nur, aber erstmals immerhin "auch" für Nicht-E-Falträder - schon krank diese Welt oder?) und das arme Wackelding krachte in sich zusammen. 
Wann, wenn nicht jetzt, dachte ich mir, fuhr am Montag zu dem netten Fahrradhändler, der mir letztes Jahr meine Urlaubslaune gerettet hatte und kaufte bei ihm ein wunderhübsches, rotes Brompton! Ich hatte mich zuvor schon über Alternativen schlau gemacht, aber mir erschien die Variante, die ich letztes Jahr gefahren bin, dann als die für mich sinnvollste, nämlich die C-Line Explore mit 6 Gängen, Licht, Schutzblechen und Gepäckträger. 
Praktischerweise hatte er auch genau so eines im Geschäft stehen und so ersparte ich mir jede Wartezeit, lud es in meinen Brownie und fuhr damit nach Hause!
Hier wollte ich dann gleich diese Woche eine schöne Ausfahrt damit machen, um einen tollen Blogbeitrag schreiben zu können, das fanden aber die Wettergötter übertrieben und schickten Regen, Wind, Kälte und Schnee, dass ich nun einfach nur eine "theoretische" Vorstellung von meinem Neuen mache!
Von klein auf fahrbarer Untersatz
in wenigen Schritten!
Tadaaa!
Und wie löse ich jetzt das Vernunftsdilemma? Ganz einfach. Ich verkaufe mein Stadtrad und teste heuer, ob sich mit dem Brompton auch die Radbox in Salzburg erübrigt oder ob ich sie behalte und es gelegentlich auch dort stehen lasse. Jedenfalls wird es im Alltag am ehesten in Salzburg gefahren werden und mich auf Bahnreisen oder auch auf Brownieurlauben begleiten dürfen!

Freitag, 24. März 2023

Mittendrin #4 - Vorarlberg

Wie letzte Woche schon angedeutet, war ich am Wochenende mit Brownie unterwegs. Und wo zieht es mich als Erstes hin? In den Westen, an den Bodensee. Und da einfach nur hin- und wieder heimfahren ja nicht so browniegeeignet ist (das kann ich einfacher mit dem Zug haben), fuhr ich am Samstag zuerst mal nach Sonntag. Dort liegt nämlich (laut Wikipedia) 400m nördlich der Pfarrkirche der Mittelpunkt Vorarlbergs. 
Die Kirche war leicht gefunden, dank des strahlenden Sonnenscheins auch die Himmelsrichtung Nord schnell ausgemacht. Nur wie hinkommen? In diese Richtung liegt ein Hang, dahinter eine kleine Straße und dann Wald.
Also bemühe ich wieder das Navi, gebe ihm die angezeigten Koordinaten und sehe, dass der Zugang zum Mittelpunkt über eine Straße etwas weiter vorne im Ort liegt. Also erst mal das Hügelchen wieder runter zur Straße und dann ein Stück weiter nach vorne. Ein gutes Stück! Aber nach der ersten Kurve sehe ich, dass sich die Straße mäanderförmig nach oben und wieder zurück in Richtung Kirche schlängelt.
Außerdem ist so eine kleine Spazierwanderung bei diesem Wetter ja auch nicht sooo schlimm!
Viele Alternativen zu der gewählten Straße gibt es nicht und so gehe ich höher und höher, bis ich scheinbar nur ein paar Meter neben dem Mittelpunkt stehe. Ich schaue auf den Hang in den Wald und sehe - Hang und Wald. 
Nun gut, da kraxle ich jetzt nicht hinauf, ich mache ein Foto und weil es gerade so herrlich frühlingshaft ist, spaziere ich noch um die nächste Kurve, wo der Weg dann aber leider bald zu Ende ist.
Am Weg hierher habe ich eine Bank am Rande einer Kurve gesehen, zu der ich jetzt zurückgehe, um dort ein schöpferisches Päuschen einzulegen. Und als ich so zurückspaziere, sehe ich auch meinen Ausgangspunkt unter mir wieder! Vielleicht meinten die ja 400 Höhenmeter?
Am Nachmittag geht es dann über eine schöne Runde, vorbei an noch erstaunlich gut besuchten Schigebieten durch den Bregenzerwald ins Rheintal, wo ich diesesmal einen Campingplatz in Bregenz wähle. Rechts von mir lassen sich zwei süße Esel, die Sonne aufs Fell scheinen, vor mir dürfen zwei Pferde Frischluft schnuppern und im nächsten WoMo links von mir ist eine sehr stürmische Hundedame mit ihren beiden Menschen untergebracht.
Kurz gesagt: Ich fühle mich sauwohl!
So wohl, dass ich mein Telefon ständig im Auto liegen lasse und die nächsten beiden Tage ganz ohne Fotodokumentation verbringe. 
Am Sonntag Morgen wird dann der See laufend besucht,
bevor ich mich nach Hohenems aufmache, wo ich das Jüdische Museum, wo ich gerade zum Beginn einer Führung eintreffe und das Jüdische Viertel besuche. Voll mit den vielen Eindrücken lasse ich den Tag ruhig ausklingen. 
Am Montag Vormittag wird dann Brownie wieder fahrfertig gemacht, denn an dem Tag stand noch ein Termin in meinem Kalender, von dem ich hier noch gesondert erzählen werde.

Freitag, 17. März 2023

Das Warten hat ein Ende ...

So, jetzt habe ich euch aber wirklich lange genug auf die Folter gespannt, was den Brownieaus- und -umbau betrifft. Ich hab mir ja gedacht, ich warte einfach, bis ich alles besorgt habe, was ich so haben will und dann mach ich mal einen Beitrag darüber. 
Was ich aber jetzt schon ganz sicher sagen kann ist, dass so ein "Projekt" wohl nie ganz fertig sein wird, was mir ganz recht ist, denn so nimmt es einerseits den Druck raus, jetzt dann mal fertig zu werden und andererseits kann ich mich, wenn ich mag, immer weiter umschauen und mal hier, mal da etwas ändern, anpassen und verbessern.
So fing es an - noch ziemlich leer;
Dann wurde gemessen und geschätzt,
improvisiert und
für gut befunden!
 
Doch dann kam Brownie zum Fachmann, den ich wirklich gerne weiterempfehle und hier deshalb noch mal gesondert erwähne: Andreas von STEIRERVAN hat die Gabe, herauszufinden, was wichtig ist, was weggelassen werden kann und die handwerkliche Fähigkeit, das ganze dann extrem toll auch umzusetzen.
Zwischendurch bekam ich auch Fotos, damit ich schon sehen kann, was gerade gemacht wird!
Nachdem ich Brownie dann wieder abgeholt hatte, ging es gleich weiter mit Matratzenkauf,
und wie es wohl so sein sollte, gab es auch orange Überzüge dazu!
So war schon mal das Wichtigste (ein Bett) da,
der Matratzenteil, den ich auf den Bettauszug lege, dient mir als Rückenlehne, wenn ich sitze;

und damit nicht jeder mein Zeug rumliegen sieht, habe ich mir die Scheiben hinten noch tönen lassen.





Die Lieblingsschwester hat mir schon eine Mini-Küchenutensilienausstattung geschenkt, mit der ich somit auch keine Ausrede mehr habe, nicht zu kochen! 




Und damit ich dieses Wochenende nicht traurig zuhause sitze und an die KönigsforstbloggerstarterläuferInnen (???) oder so denke, fahre ich einfach gleich mal ein paar Tage weg!

Nachtrag: Schaut mal HIER, Brownie ist schon Insta-Star!